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Übersicht :: Reggae & Dancehall :: Kritiken :: Zion Train - Live As One Remix Album
moderiert von: Hillman, Amper

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Zion Train - Live As One Remix Album

Amper verfasst: 21.02.2010, 15:34

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registriert: Jan. 2005
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letzter Besuch: 30.07.10
http://www.reggae-town.de/images/bilder/cover/ziontrainliveasoneremixed.jpg

Zion Train – Live As One Remix Album

Tracklist:
1) Alambic Conspiracy – Why
Remixed by Paolo Baldini in Pordenone, Italy
2) Dub Creator – What A Situation
Remixed by Dub Creator in the Netherlands
3) Rob Smith – Boxes and Amps
Remixed by Rob Smith in Bristol, England
4) Digital Dubs – Baby Father Baile Step Mix
Remixed by Marcus "MPC" in Muzambinho studio, Rio de Janeiro, Brasil
5) Vibronics – Boxes and Amps
Remixed by Steve Vibronics in Leicester, England
6) Brain Damage – Give Me Good Sensi
Remixed by Brain Damage in St Etienne, France
7) What A Situation - De Niro
Remixed by Roberto Nirino in Torino, Italy
8) RDK Sound System – Boxes and Amps (Do You Love The Soundsystem RMX)
Remixed by Jadranko Kerekovic, Tomislav Vrkljan and Vanja Ohnec
in Zagreb/Croatia

9) Weeding Dub – Baby Father
Remixed by Weeding Dub (France)
10) Professor Skank – Life that I Choose
Remixed by Stefanos Paterakis in Crete, Greece
11) Dubsync – Baby Father
Remixed by the Dub Sync,dubbed by Madaski @ Dub the Demon recording studio, Turin, Italy
12) Studio As One – Terror Talk
Remixed by Jarek "Smok" Smak" & Mario Activator in Warsaw, Poland
13) Bungalo Dub – Why
Remixed by Dukas for Invasion records, DF Mexico
14) Dub Terror – Boxes and Amps
Remixed by Simone Lombardi in London, England
15) Digital & Lutin – Terror Talk
Remixed by Digital & Lutin in Ipswich


Zion Train, der langjährige Dub Exportschlager der britischen Inseln hat bereits vor einiger Zeit sein mit dem Jamaican Reggae Grammy 2007 ausgezeichnetes Album „Live As One“ vorgelegt, das nun im Remix Gewand mit internationaler Unterstützung neu aufgelegt wurde. Mittlerweile wohl eine Tradition von Zion Train, welche durch die unterschiedlichsten Beiträge aus aller Welt ein zweites mal glänzen können und damit weiterhin nicht nur in der Reggae und Dub Szene Wellen schlagen werden.

Von Polen, Mexiko, Brasilien, bis über Frankreich und Italien findet sich mit Rob Smith, Digital Dubs, Dub Terror und vielen weiteren bekannten Produzenten eine illustre und abwechslungsreiche Mannschaft an Soundvirtuosen ein. Das musikalische Spektrum ist höchst unterschiedlich, da jeder aus dem vorhandenen Material seine eigene Interpretation gebastelt hat. Ein Konzept das zwar im Chaos enden könnte, doch nicht zuletzt aufgrund der gemeinsamen Vorlage von Zion Train und der unermesslichen Vorliebe für Bass geleitete Musik, eine sehr homogene und interessante Angelegenheit geworden ist.
Fangen wir mit den Drum 'n' Bass Tracks an. Bei BungaloDub mit ihrer Version von Marlene Johnsons „Why“ fängt es an, mit der agressiven „Box and Amps“ Interpretation von Dub Terror geht es weiter. Als letztes innerhalb dieses musikalischen Spektrums findet sich mit „Terror Talk“ von Digital & Lutin eine Dum 'n' Bass Version ein, welche die roughe Stimmung der Lyrics brilliant übernimmt.
Dubstep gibt es auch auf die Ohren, liegt es doch Nahe beim Heimatland UK auch einen Ausflug in die weiten Welten des Wobble zu vollziehen. Mit De Niros „What A Situation“ von Tippa Irie und Raiz werden die Frequenzen nach unten geschraubt. Eine gut durchdachte Geschichte mit extrem geschmeidigem Mixing, sowie diversen Bläser Einsätzen – wie für Zion Train üblich. Generell bleibt der schwere, basslastige und mit Bläsern versetzte charakteristische Sound trotz der vielen Köche erhalten.
Die meisten anderen Versions sind im weiten Feld der Dub Musik angesiedelt. Vorzugsweise mit dem Steppers Drumstil wird ein dynamischer und schneller Touch verliehen. Eine meiner Favorits hierfür stellt die „Give Me Good Sensimelia“ (Earl Sixteen) Version von Brain Damage, sowie die Neuinterpretation von „Weeding Dub“ (Babyfather) dar. Letztere haut einem mit den Delay versetzten Snares den Kopf weg – bei genügend Lautstärke und einer dazugehörigen Anlage wie sich von selbst versteht. Klassisch geht es hingegen bei der Version von den Vibronics zur Sache.
Alambic Conspiracy liefern wohl die schlichteste Dub Version ab, welche deshalb auch hinter den dynamischeren Neuauflagen zurückbleibt. Interessant ist der Baile Step Mix von Digital Dubs, wieder mit einer „Baby Father“ Version, welcher Baile Funk Drumsets mit dem Steppers Style verbindet und somit auf einer Basslawine getragen, ungewöhnlich gut nach vorne geht. Die beste Version kommt meines Erachtens aber von Rob Smith mit seinen „Boxes and Amps“. Kräftige Bläser und ein mit verspieltem Reverb gebautes Hiphop Drumset liefern hier einen trotz Delay Spielereien, vorzüglichen Track. DubDadda groovt hier stellenweise wie auf einem Hiphop Beat.

Wer Zion Train kennt und mag muss zuschlagen. Wer auf dynamischen, bassgeladenen und abwechslungsreichen Sound steht ebenso. Einziges Manko mag für einige sein, das „Boxes and Amps“ gleich viermal durch die Mangel genommen wurde, genauso wie „Babyfather“ zweimal auftaucht. Jedoch sind diese Versions zu Recht vertreten, da sie jeweils eine eigene Klangsphäre aufbauen und teils in unterschiedlichsten Styles aufgehen. Eine Klangerfahrung die den Kauf wert ist.


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