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Übersicht :: Reggae & Dancehall :: Kritiken :: Franz Job - Babylon is Dead
moderiert von: Hillman, Amper

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Franz Job - Babylon is Dead

Hillman verfasst: 02.09.2009, 15:56
Peter Goge
Peter Goge
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registriert: Jan. 2006
Beiträge: 3655

Status: offline
letzter Besuch: 29.07.10
http://www.reggae-town.de/images/bilder/cover/franzjobbabylonisdead.jpg

Track list

1.We can live again
2. Country
3. The country boy song
4. Not this time
5. Tell them (in Tobago)
6. We´ve won
7. Babylon is dead
8. Every day
9. Smack upside your head
10. Tobago
11.No more
12.One last moment

Gut anderthalb Jahre ist es inzwischen her, dass mir ein Kumpel aus Hamburg einen Link geschickt hat. Einen Link zu einem Artist aus Tobago, der aber momentan in London seine Brötchen verdient und nebenbei Musik macht. Auf seiner Ispace Seite schallt mir der „Country Boy Song“ entgegen, der mich die nächten Wochen nicht mehr loslässt und sich zu einem Ohrwurm entwickelt. Ein paar Monate später war der Namensvetter von „Kaiser Franz“ dann in der Hansestadt Hamburg, um zwei Shows zu spielen, ein paar Pressefotos zu machen und für einige ausgewählte Soundboys Lobgesänge aufzunehmen. Jetzt - wieder ein paar Monate später - folgt der nächste Schritt und am 04.09.2009 wird sein erstes Album „Babylon Is Dead“ digital veröffentlicht.
Sein Debüt Album ist ein komplett selbst produziertes Roots Album mit strictly conscious Lyrics.. Als Opener für das Album dient das mit Akustik Gitarre gespielte „We can live again“. Franz Job stellt die Frage „Where is paradise? Instead of shooting one another.” Ein wunderbarer Opener, der zum Nachdenken anregt und das Studiopublikum zum Szenenapplaus verleitet. Als nächstes nimmt uns Franz mit nach Charlotteville in Tobago, um uns über die schöne Countryside seines Landes zu erzählen. Alle stimmen ein, wenn er singt „Charlotteville let´s go to Charlotteville, step it with the countryboy and go to Charlotteville.“. Um die Thematik des Landlebens nicht zu verlieren, folgt nun der „Country Boy Song“, der sich mit markanten Erlebnissen des Sängers Franz Job und dessen Familie befasst. Ob es jetzt sein Großvater war, der als Abgesandter seiner Stadt Haile Selassie – während seines Besuchs in Tobago - von Äthiopien die Hand geschüttelt hat oder sein Struggle als Musiker, der schon länger als 15 Jahre versucht mit seiner Musik ein Label zu finden. Sein ganzes Album ist durchzogen mit vielen höchst aktuellen politischen Themen. So fordert er die Regierung in Tobago auf, sich endlich zu ändern und betont, dass schon viel zu viele gute Menschen gegangen sind. Auch die Wahl von Barack Hussain Obama zum US Präsidenten wird in dem Song „We´ve won“ überschwänglich gefeiert und auch die Vorfahren und Marcus Garvey sollen bei dieser Party nicht fehlen. Im folgenden Titelstück „Babylon is dead“ spielt Barack Obama als „Erlöser der Welt“ für Franz Job eine entscheidende Rolle. Musikalisch zu den ersten Promos wurde der Song „Everyday“ mit einem schönen Bläsersatz neu versehen, was den Song im Chorus doch nochmal um einiges aufwertet.
Dass Franz Job nicht nur Roots Reggae drauf hat, zeigt er uns mit „Smack upside your head“, auf einem hiphoplastigen, bouncenden Beat liefert er für mich hier den besten Tune des Albums ab. Beats und Lyrics sind auf den Punkt - auch wenn man es vielleicht Kritik nennen will - kann man denken, dass Wyclef Jean den Tune singt. „Tobago“ ist, zum einen eine Hommage an seine Heimat und zum anderen eine Kurzbiographie von Franz Job. Wer nicht so auf Texte achtet, wird sich mit dem Instrumental auch sehr anfreunden können und wird bestimmt nach dem zweiten Hören des Tunes die Hookline mit singen. Zum Abschluss des Albums zeigt uns Franz Job, dass er auch Meister im „Sweet Talk“ ist, in dem er seiner Angebeteten ins Ohr säuselt, dass er alles für sie tun würde.

Abschließend kann ich zu dem Album sagen, es gehört für mich zu den besten Alben, die ich in den letzten Jahren gehört habe. Dieses Album hat einen roten Faden von Anfang bis zum Ende und zeigt wozu Franz Job in den nächsten Jahren noch fähig sein wird.
Und ein großes Plus bekommt dieses Album nochmals, da es sieben der zwölf Tunes noch zusätzlich in einer Dubversion gibt.

Anspieltipps: „Country“ , „Country Boy Song“ , „Smack upside your head“ , „Tobago”


"Babylon is Dead" bei Musicload
Franz Job bei Myspace
Franz Job Audiointerview bei Reggae-town
Musikvideo zu "Tobago"


______________________
"God of peace, Angel a Death
Every ghetto yute don't fret
From you have have life
You have everything
Dem couldn't stop my breath
Can't take my life
Jah loves me so
Can't take my soul"
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