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Übersicht :: Reggae & Dancehall :: Kultur, Land und Religion :: Nicht homophob // Reggae-Sänger Beenie Man wehrt sich gegen Vorwurf der Homophobie
moderiert von: Henna

Zum aktuellsten Beitrag 

Nicht homophob // Reggae-Sänger Beenie Man wehrt sich gegen Vorwurf der Homophobie

Xela verfasst: 15.08.2006, 12:03

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Der jamaikanische Reggae-Sänger Beenie Man fühlt sich von schwullesbischen Interessenverbänden zu unrecht gebrandmarkt: seine Musik sein nicht schwulen- und lesbenfeindlich, er prangere damit nur den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in seiner Heimat an. "In Jamaika sind Schwule Vergewaltiger. "Wohlhabende Männer gehen mit ihrem Geld in die Ghettos und holen sich dort diese jungen Kinder, die nichts besitzen. Und dann geben sie ihnen Geld und missbrauchen sie", so der Sänger gegenüber dem "Independent".

Dass er dadurch Pädophile und Homosexuelle über einen Kamm schert, kümmert den Musiker nicht: "Bei uns im Jamaika ist es nicht so wie in England, wo zwei Männer zusammenleben", rechtfertigt sich der Sänger.

Doch seine Versuche, die Texte seiner Lieder zu verteidigen, stoßen bei britischen Homo-Verbänden auf taube Ohren. In seinen Lyrics fordert der Sänger in jamaikanischem Slang dazu auf, Schwule und Lesben zu ermorden und macht sie für den Missbrauch von Kindern verantwortlich. Insbesondere in Hinblick auf die schwierige Situation von Schwulen und Lesben in Jamaika finden die Gruppen dieses Verhalten unverantwortlich: Nach Schätzungen der jamaikanischen Organisation J-FLAG wurden seit 1997 dort mindestens 30 schwule Männer ermordet.

Quelle

Diskutier im Webforum über Nicht homophob

Wär krass, wenn Ihr auch hier Eure Meinungen zu diesem Thema äussert.
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Thompson verfasst: 21.08.2006, 14:26

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Oh schwieriges Thema. Ich persönlich habe definitiv nix gegen Schwule/Lesben. Denke da kann man ja Beenie als Stellvertreter für viele Artist nehmen.
Man sollte als Reggaefan schon in der Verantwortung stehen und Aufklärungsarbeit leisten. Habe schon öfter zu hören bekommen "Reggae ist Frauen und Schwulen feindlich" etc.

Wenn man die Texte einiger Bobo's für bare Münze nimmt trifft dies ja teilweise auch zu. Halte die Rechtfertigung von Beenie auf jeden Fall eher für eine Art Ausrede. Das Schwule geächtet werden ist im Dancehall sicherlich genauso oft zu finden wie im Hip-Hop. Aber vieles ist sicherlich übertrieben dargestellt und eben bildlich zu sehen.
Trotzdem sollte sich jeder Reggaefan im klaren darüber sein was er brüllt wenn er ein fröhliches "From dem a par inna chi chi man car - Blaze di fire mek we bun dem!!!!" anstimmt.
Gehe mal in das Forum und schaue ob man die Ehre von Reggae noch retten kann...



editiert von: Thompson, 21.08.2006, 14:27 Uhr
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Xela verfasst: 25.08.2006, 12:25

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Nur mal zur Klarstellung: Ich bin nicht schwul, habe kein Problem mit Lesben und Schwulen, solange letztere nicht Tuntig am Start sind, seen.

Beenie Man hat sich in einem Interview so dazu geäußert:
Riddim
Vor zwei Jahren haben Schwulenverbände Druck auf dich und andere Dancehall Artists ausgeübt. Dann war es für eine Weile ruhig, aber nun mussten auch die Veranstalter des Aids-Benefiz Kife Beat diesen Druck nachgeben. Die für heute angesetzte Show mit dir, T.O.K. und anderen Artists wurde abgesagt.

Beenie Man
Vor zwei Jahren stürzten sich die Schwulenverbände in England auf uns und wollten, dass wir aufhören diese Songs gegen Schwule zu singen. Ich traf mich mit ihnen und erklärte ihnen mein Leben, dass ich mich um sexuell missbrauchte Jungen kümmere. Der Älteste von ihnen ist 14 Jahre. Und es sind nicht ihre Väter oder Stiefväter, die sie missbrauchen, es sind wohlhabende Leute, die sie an den Kreuzungen aufgabeln, wo sie Zeitungen verkaufen und Windschutzscheiben putzen. Das hätte auch mir passieren können, als ich in dem Alter war, ich schlief auch auf der Straße und musste betteln. Sie locken sie mit Versprechungen und verlangen dafür Sex. Damit machen sie Raubtiere aus diesen Kids. Wenn sie ihre Versprechen nicht halten, gibt es Mord und Totschlag. Diese Kids können nicht anders, sie haben keine Eltern, niemanden, dem sie sich anvertrauen können.
Glaubt ihr, ein kleiner jamaikanischer Junge würde bei der Polizei Anzeige erstatten, weil ihn jemand vergewaltigt hat? Diese Kids schleppen diese Erinnerungen mit sich herum, bis sie ihren Vergewaltiger eines Tages wieder treffen – und dann nehmen sie Rache, trust me. Und solche Dinge passieren täglich in Jamaika, ich schaue jeden Tag in die Gesichter dieser Jungen. Aber niemand spricht über meine Stiftung. Verrückt.
Und dann beschuldigen sie uns, die Artists. Sagen uns, wie wir unser Leben leben sollen, wir sollen dies nicht sein, dürfen jenes nicht tun. Wir sind nicht homophob. Wenn du Homophobie sehen willst, geh nach Ägypten, dort steinigen sie dich, wenn du schwul bist. Wenn sie in Jamaika wissen, dass du Schwul bist, halten sie sich von dir fern. Das ist alles. Ich kenne keinen Jamaikaner, der einen Schwulen kennt und weiß, wo er wohnt, es sei denn er ist selbst schwul. Sie arbeiten mit Schwulen, aber sie werden nie zu einem Schwulen nachhause kommen. Wenn du hetero bist, dann bist du hetero. In Jamaika ist es nicht üblich, dass ein Hetero einen schwulen Freund hat. Als die Schwulen sich vor zwei Jahren auf uns stürzten, schrieb ich eine Entschuldigung, die sie aber nicht akzeptierten. Also wollen sie Krieg! Und wenn sie versuchen, uns davon abzuhalten unsere Musik zu machen, dann halten sie uns vom Geldverdienen ab. Sie gingen an unsere Taschen, als sie dafür sorgten, dass wir nicht mehr auftreten konnten. Ich muss meine Kinder ernähren, meine Großmutter, meine Eltern, meine 24 Brüder und Schwestern. Wer soll für sie aufkommen, wenn ihr versucht meine Karriere zu beenden? Lasst unsere Musik in Ruhe und hört auf uns zu terrorisieren. Heute Abend hätte der Erlös an Aidskranke gehen sollen. Die Mehrheit der Aidskranken ist schwul. Und wir sind bereit für sie Geld einzuspielen, damit sie sich über Aids beraten lassen könne. Aber sie bekämpfen uns, weil wir Jamaikaner sind. Wir sind ein kleines Land ohne Lobby. Okay, in Jamaika werden Schwule als Battyman bezeichnet. In Amerika bezeichnet man sie als Gay oder Faggot, jeder weiß, was gemeint ist. In Jamaika ist das nicht der Fall. Also heißt es in Amerika, wir seien hinterwäldlerisch. Aber haben die Amerikaner immer schon Schwule akzeptiert? Nein! Sie mussten sich verstecken. Erst jetzt können sie sich öffentlich bekennen – in Jamaika fängt das gerade erst an.
Uns wirft man vor, wir würden Gewalt gegen Schwule propagieren. Wisst ihr, wie viele Kids vergewaltigt wurden, seit dem seit dem das alles anfing? Über 250! Spricht jemand darüber? Nein! Niemand regt sich darüber auf oder spricht auch nur über schwule Vergewaltiger. Stattdessen richten sie sich gegen uns, die wir versuchen diese Kids zu beschützen.
Riddim
Du sagst also, dass mit Battyman nicht Schwule, sondern Kinderschänder bezeichnet werden?

Beenie Man
Ja, genau das heißt es. So gebrauchen Jamaikaner den Begriff, denn das ist, was wir kennen. Wir kennen keine Homosexuellen. Wenn dich jemand als Battyman bezeichnet, dann vermutet er keinen älteren oder gleichaltrigen Mann neben dir. Für Uns sind Battyman Perverse, Kinderschänder. Aber die Schwulen fühlen sich von uns angesprochen: “Hilfe, die reden über uns, die wollen uns umbringen“. Warum arbeitet dann Anthony Miller (Macher der Musiksendung „Entertainment Report“) immer noch beim Fernsehen, wenn jeder weiß, dass er schwul ist? Warum ist er immer noch da, wenn wir alle so schwulenfeindlich sein sollen? Die Schwulen fühlen sich bei Battyman angesprochen, weil sie Analverkehr haben. Das hieße, jemand der Analverkehr mit einer Frau hat, wäre auch ein Battyman Reicht es, ihn hinten rein zustecken, um ein Battyman zu sein? Aber ein Schwuler definiert sich doch nicht nur über Analverkehr, er lebt mit einem Mann zusammen, er liebt einen Mann. Wie kann man beides in einen Topf werfen?


Quelle: Riddim Ausgabe 05/06 September/Oktober, Seite 53/54


Ich denke, die Aussagen von Beenie Man widersprechen sich. Wenn er für die Kids ist und gegen Kinderschänder also Battyman dann soll er in seinen Songs direkt darauf eingehen, und nicht generell homosexuelle Liebe bekämpfen, und in seinen Tunes Schwule und Lesben verbrennen, auch wenns nur symbolisch gemeint ist!
Ich kanns Verstehen das Schwul/Lesben Verbände sich gegen diese Performens wehren, denn Battyman Tunes sind Hass Propaganda!


Die Band Raggabund hat einen Tune dazu auf Ihrem Album "Erste Welt" am Start:
Raggabund - Battyman Tunes
Raggabund Homepage





editiert von: Xela, 25.08.2006, 12:31 Uhr
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SpreadinSupreme verfasst: 29.08.2006, 22:59
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Hab auch das Riddim Interview gelesen und finde das ist schon ein sehr interessanten Versuch, sich rauszureden. Eigentlich ist doch allen klar, dass beenie niemals nur kinderschänder meint.....

aber ganz davon abgesehen bin ich der meinung dass man die artists sagen lassen soll was sie wollen, künstlerische freiheit wenn man so will.

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Thompson verfasst: 30.08.2006, 10:17

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Wenn es bei der Sache nur um Kinderschänder gehen würde hätte sich mit Sicherheit niemand darüber aufgeregt. Ich finde es natürlich gut das Beenie auf das Problem des Kindesmissbrauch hinweist, kann dann aber nicht verstehen warum er das wiederum nur auf Schwule bezieht. Ich denke doch der Missbrauch durch Heterosexuelle an Kindern findet genauso statt.
Die Homophobie ist denke ich in Jamaika nicht nur ein Problem der Reggaeszene sondern der ganzen Gesellschaft. Verankert in den verschiedenen Religionen. Und eben nicht nur in Jamaika sondern auch in anderen Ländern (wie z.B. Ägypten).
Wie Beenie schon richtig sagt ist die Homosexualität ja selbst in der westlichen Welt erst seit kurzem akzeptiert (wenn überhaupt).

Wenn Künstler durch Ihre Texte Absagen für Auftritte bekommen so haben sie sich das, meiner Meinung nach, selber zu zuschreiben. Sie müssen dann eben akzeptieren das Lyrics die in Jamaika gut ankommen in anderen Ländern nicht toleriert werden.
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Xela verfasst: 30.08.2006, 11:16

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Zitataber ganz davon abgesehen bin ich der meinung dass man die artists sagen lassen soll was sie wollen, künstlerische freiheit wenn man so will.

Dem kann ich nicht zustimmen, denn wenn jemand, in Songs dazu aufruft "Menschen zu verbrennen"!!

Dann könnte man rechte Mobgesänge, wo ja auch gegen Menschen anderer Kulturen und Rassen Stimmung gemacht wird, als künstlerische Freiheit bezeichnen.
NIEMALS!!!

Was Thompson in seinem letzten Absatz schreib, dem kann ich nur zustimmen. Sollen die Artists die Battyman Tunes in Jamaika spielen, dort wo es die Gesellschaft akzeptiert.
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Jesuaesen verfasst: 30.08.2006, 13:10
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Ich finde der Denkansatz liegt in dieser Diskussion an der komplett falschen Stelle. Es geht in meinen Augen nicht darum jetzt "draufzuhauen", weil sie es singen sondern tatsächlich darum zu hinterfragen warum sie es singen.

Ich verstehe Beenies Aussage auch nicht als Rechtfertigung und glaube auch nicht, dass er mit Battyman grundliegend Vergewaltiger meint. Es geht viel eher darum, dass die Schwulen die man in der jamaikanischen Gesellschaft kennt und wahrnimmt nunmal nur diese Vergewaltiger sind.

Das ganze Ding mit diesen Inhalten ist wie schon richtig gesagt etwas das tief in der Gesellschaft verankert ist. Bob Marley hat da im Übrigen keine grundliegend andere Einstellung gehabt (wie man aus Kommentaren von Freunden von ihm erfahren kann) sondern lediglich über andere Themen gesungen.

Wenn man also jemand ist der sich mit der jamaikanischen Kultur auseinandersetzen möchte gehe ich davon aus, dass man sich auf die ein oder andere Weise mit diesen Texten und zusammenhängend dadurch mit einer Haltung die in der jamaikanischen Kultur an der Tagesordnung ist abfinden und beschäftigen muss. Das wiederrum bedeutet natürlich nicht, dass ich irgendwelche dieser Aussagen einfach übernehmen soll/muss/darf oder dass ich Tunes mit diesen Inhalten einfach unreflektiert anhöre und das toll finde.

Jedenfalls ein Thema, das man nichtmal eben einfach so diskutieren kann, da es einem Teufelskreis sehr nahe kommt.

In allen Fällen finde ich, dass eine Verurteilung genau der falsche Weg ist, genau wie es der falsche Weg ist wieder als der große bessere Europäer zu kommen und Auftritte zu verbieten. Aufklärung und Gespräche sind da sicherlich die sinnvollere Art und Weise mit diesem Thema umzugehen.

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SpreadinSupreme verfasst: 01.09.2006, 16:51
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ja ich seh das so ähnlich. ich bin einfach der meinung, dass es der falsche weg ist, egal wie man persönlich zu der thematik steht, die auftritte zu verhindern. hinzu kommt, dass der durchschnittliche konzertbesucher die texte überhaupt nicht versteht. wieviele leute werden nach hören von batty man tunes losgehen und einen schwulen verbrennen???? das ganze ist einfach harmlos und wird von den interessenverbänden künstlich aufgebauscht.

außerdem sind manche der tunes einfach gut, da kann man leider nichts machen icon_eek



editiert von: SpreadinSupreme, 01.09.2006, 16:52 Uhr

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Xela verfasst: 04.09.2006, 13:00

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ZitatIch finde der Denkansatz liegt in dieser Diskussion an der komplett falschen Stelle. Es geht in meinen Augen nicht darum jetzt "draufzuhauen", weil sie es singen sondern tatsächlich darum zu hinterfragen warum sie es singen.

Drauf-hauen, tun doch die, die so ein Bullshit über Schwule und Lesben singen und sich damit profilieren. Hör mal das Interview mit Klaus Maack in der SummerJam2006 Doku, die bei Arte lief.
ZitatIch verstehe Beenies Aussage auch nicht als Rechtfertigung und glaube auch nicht, dass er mit Battyman grundliegend Vergewaltiger meint. Es geht viel eher darum, dass die Schwulen die man in der jamaikanischen Gesellschaft kennt und wahrnimmt nunmal nur diese Vergewaltiger sind.

... es sind wohlhabende Leute, die sie an den Kreuzungen aufgabeln, wo sie Zeitungen verkaufen und Windschutzscheiben putzen.
Wir kennen keine Homosexuellen. Wenn dich jemand als Battyman bezeichnet, dann vermutet er keinen älteren oder gleichaltrigen Mann neben dir. Für Uns sind Battyman Perverse, Kinderschänder.
ZitatDas ganze Ding mit diesen Inhalten ist wie schon richtig gesagt etwas das tief in der Gesellschaft verankert ist. Bob Marley hat da im Übrigen keine grundliegend andere Einstellung gehabt (wie man aus Kommentaren von Freunden von ihm erfahren kann) sondern lediglich über andere Themen gesungen.

In dem Song "Who The Cap Fit" singt Robert Nesta (Bob) Marley: Man to Man is so unjust...,
er sagte jedoch nicht; "burn them down"...
In Jamaika ist Homophobie noch immer eine Straftat, was wohl auch mit den vielen verschiedenen Kulturen auf Jamaika zu tun hat.
ZitatIn allen Fällen finde ich, dass eine Verurteilung genau der falsche Weg ist, genau wie es der falsche Weg ist wieder als der große bessere Europäer zu kommen und Auftritte zu verbieten. Aufklärung und Gespräche sind da sicherlich die sinnvollere Art und Weise mit diesem Thema umzugehen.

Aufklärung und Gespräche seitens der Veranstalter und Verbände der Schwul/Lesben mit Reggae Artists hat es gegeben, jedoch wollten sie keine Verbindlichen Zusagen machen, keine Homophoben Tunes mehr zu performen. Solange die Artists nicht bereit sind, dies zu tun, bekommen sie keine Auftritte in Europa mehr. Die Veranstalter wollen nicht von Schwul&Lesben Verbänden in Haftung genommen werden. Wenn sie in den Verträgen mit Veranstaltern dies Zusagen würden, ist doch alles okay
Ich wünschte mir auch mal wieder einen Beenie Man, Capleton, Buju Banton oder Sizzla zu sehen, aber sie müssen auf die Gefühle der schwulen und lesbischen Europäer eingehen, und sie nicht dissen.
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Jesuaesen verfasst: 04.09.2006, 13:33
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XelaDrauf-hauen, tun doch die, die so ein Bullshit über Schwule und Lesben singen und sich damit profilieren. Hör mal das Interview mit Klaus Maack in der SummerJam2006 Doku, die bei Arte lief.


Habe ich gesehen und gehört. Allerdings profilieren sich die Artists auf Jamaika gerade damit nicht, da es wie du selbst sagst immer noch fest im Gesetz und Gesellschaft verankert ist. Es geht nicht um eine Profilierung einiger weniger, es geht um das wiedergeben was in der jamaikanischen Gesellschaft vorherrscht. Das Verhalten von Klaus Maack war jedoch auch nicht einen Auftritt einfach zu verhindern oder abzusagen, sondern das Gespräch mit dem Artist zu suchen!



Zitat... es sind wohlhabende Leute, die sie an den Kreuzungen aufgabeln, wo sie Zeitungen verkaufen und Windschutzscheiben putzen.
Wir kennen keine Homosexuellen. Wenn dich jemand als Battyman bezeichnet, dann vermutet er keinen älteren oder gleichaltrigen Mann neben dir. Für Uns sind Battyman Perverse, Kinderschänder.


Genau das meine ich!



ZitatIn dem Song "Who The Cap Fit" singt Robert Nesta (Bob) Marley: Man to Man is so unjust...,
er sagte jedoch nicht; "burn them down"...
In Jamaika ist Homophobie noch immer eine Straftat, was wohl auch mit den vielen verschiedenen Kulturen auf Jamaika zu tun hat.


Auch das meinte ich, er hat es einfach nicht in dieser krassen Form gesungen. Sein Hauptaugenmerk lag zum Glück auf anderen Texten, was vielleicht auch seine weitsicht beweist und ihn sicherlich auch in den Status gehoben hat den er bis heute hat.



ZitatAufklärung und Gespräche seitens der Veranstalter und Verbände der Schwul/Lesben mit Reggae Artists hat es gegeben, jedoch wollten sie keine Verbindlichen Zusagen machen, keine Homophoben Tunes mehr zu performen. Solange die Artists nicht bereit sind, dies zu tun, bekommen sie keine Auftritte in Europa mehr. Die Veranstalter wollen nicht von Schwul&Lesben Verbänden in Haftung genommen werden. Wenn sie in den Verträgen mit Veranstaltern dies Zusagen würden, ist doch alles okay
Ich wünschte mir auch mal wieder einen Beenie Man, Capleton, Buju Banton oder Sizzla zu sehen, aber sie müssen auf die Gefühle der schwulen und lesbischen Europäer eingehen, und sie nicht dissen.


Eben genau diese ausführlichen Gespräche gab es meist nicht. Mir ist nur ein aktueller Fall bekann in dem solche Gespräche stattgefunden haben und in dem es in meinen Augen auch eine gute Lösung gab, die sehr bezeichnend für die ganze Problematik ist. Es handelt sich um den Auftritt von Buju Banton auf dem Swiss Reggae Splash diesen Jahres, der zuerst auch zwangsweise abgesagt werden sollte:

"Medienmitteilung 17.6.2006
Buju Banton am 24.6.2006 in Bern.

Das Buju Banton Konzert im Rahmen des Swiss Reggae Splash ist nicht abgesagt. Neu findet der Swiss Reggae Splash im National in Bern statt. Die Tickets sind begrenzt und wir empfehlen den VV zu nutzen.
Die entstandene Kontroverse, die aus unserer Sicht unerwartet und viel zu spät losgetreten wurde, wollen wir nun nutzen um gemeinsam über dieses Thema zu informieren.
In Zusammenarbeit mit der Reitschule Bern, Reggae.ch und weiteren Gruppierungen, werden wir im Verlaufe der kommenden Tage ein Forum einberufen und verschiedene Aktionen starten, welche zur Aufklärung und Information beitragen werden.
Weiterhin ist die Organisationen Pink Cross mit einem Infostand am Swiss Reggae Splash eingeladen.

Weiter garantieren wir, dass am Event keine schwulenfeindlichen Darbietungen stattfinden. Wir wollen in keinem Fall provozieren, sondern wie erwähnt, die Kommunikation fördern und sicherstellen, dass weder auf Seiten der Homosexuellen noch auf Seiten der Reggae Fans und Musiker, eine Diskriminierung wortlos hingenommen werden muss."

Nachdem eine andere Organisation trotzdem dazu aufrief das Konzert mit Trillerpfeifen ( icon_confused ) etc. zu stören (hier) rief Pink Cross selbst im Gegenzug dazu auf nicht an solchen Maßnahmen teilzunehmen:

"Pink Cross rufe darum seinerseits dazu auf, nicht an der Demo der JA! teilzunehmen. «Die Aktion ist nicht gerechtfertigt und bringt auch nichts», so Volken, «sie würde nur weiter polarisieren.»"

Wer nicht weiß was Pink Cross ist klickt hier


Und nochmal zur Klarheit: Ich möchte nicht sagen, dass schwulenfeindliche oder homophobe Texte was tolles sind und man hier einfach uneingeschränkt sagen kann, dass das coole Musik ist aber ich denke viele die dieses Thema einfach verdammen handeln vorschnell und ein wenig unreflektiert. Außerdem soll dieser Beitrag natürlich kein Angriff auf irgendwen hier sein =) Just my 2 Cents icon_wink

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Amper verfasst: 04.09.2006, 13:48

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letzter Besuch: 30.07.10
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Ich wünschte mir auch mal wieder einen Beenie Man, Capleton, Buju Banton oder Sizzla zu sehen, aber sie müssen auf die Gefühle der schwulen und lesbischen Europäer eingehen, und sie nicht dissen.


Bis auf Beenie haben sie ja alle ihre Gigs in diesem Jahr hier schon gehabt. Halt dort, wo der Veranstalter sich den Stress zumutet oder nur bei unsern liberalen Nachbarn =)

Denke das Aufklärung der beste Weg ist und ist es denn wirklich so, dss ein Beenieman, wenn er denn mal in Deutschland ist, hier seine Battyman Tunes performt? Wir kriegen hier doch von so manch einem Artist ein anderes Set geliefert als anderswo... sei es nun das plumpe Weglassen von Wörtern aufgrund von genereller Verletzung der Meinungsäußerung oder das weglassen von agressiven speeches und Tunes allgemein!

Ich frage mich auch wie ignorant die Kritiker/Schwulenverbände sind, wenn sie solche Verträge aushandeln und den Artist dann an der Leine auftreten lassen. Es ist nicht nur kein ideologischer Erfolg für sie, sondern schadet auch noch der Veranstaltung.

edit: Was der Swiss Reggae Splash gemacht hat fand ich so wie es dargestellt wurde sehr gut. Sie suchen eine offene Diskussion, doch sie verzichten auch nicht auf Buju und holen wen anders dafür. Ich denke und so hört es sich an, ist durch diese Aktion auch viel Verständniss und Erkenntnis entstanden!

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Jesuaesen verfasst: 07.09.2006, 14:38
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Mal zwei Texte zu diesem Thema, die zwar nicht meine Meinung wiederspiegeln aber zusammen mit dem oben genannten sicher gut zum Nachdenken anregen:

ZitatDieses Thema ist sicherlich nicht nur in der Reggaeszene ein heißes Eisen. ich möchte es trotzdem anpacken, auch auf die Gefahr hin, mir die Finger zu verbrennen (das wäre ja nicht das erste Mal, aber mein Ziel ist es auch nicht, es allen recht zu machen).

Ich bin ja mit meiner neuen Heimat in Thailand recht weit weg vom Geschehen in der deutschen Szene. Trotzdem habe ich mitbekommen, daß es letztlich eine Menge Aufregung gab, als Schwulen- und Lesbenverbände angefangen haben, Front gegen die Auftritte von Reggaemusikern (u.A. Buju Banton) in D zu machen. In den Internetforen wurde daraufhin recht heiß diskutiert, teils in einem Stil, der schon als Volksverhetzung zu bezeichnen ist. Die Gemüter kochen auf hoher Flamme.

Ich kann das alles nicht so ganz verstehen, wenn sich ein Typ in Frauenklamotten, grell geschminkt und glattrasiert auf die Bühne stellt und irgendwelche Travestieprogramme vorträgt, dann scheint das okay, gesellschaftsfähig und keineswegs anstößig. Wenn auf dem CSD grellste Gestalten durch Kölns Innenstadt ziehen, provokativ bis zum letzten, in Hauseingängen ungeniert kopulieren und zu Hunderttausenden öffentlich ihre Gleichgeschlechtlichkeit feiern, dann sind die Bilder ein gefundenes Fressen für die Medien und die Veranstaltung ist "ein Geldsegen für das Kölner Stadtsäckel".

Wenn es auf der anderen Seite eine fundierte Bewegung großenteils gläubiger Menschen gibt, die sich in ihrer Kunstform, der Musik, dem Reggae,artikulieren, dann ist das heutzutage anstößig, nicht tragbar und muß verboten werden, bzw. wird verboten.

Daß es in unserer bundesdeutschen Demokratie keine Zensur gibt, habe ich mir schon lange abgeschminkt, aber ich beginne mich zu fragen, wie weit die inhaltliche Kontrolle von Kunst noch gehen soll? Macht demnächst die Drogenbeauftragte in Allianz mit Otto Schily Front gegen Reggaemusiker, weil diese "den Mißbrauch von Drogen (sprich Marihuana)" propagieren? Oder fängt demnächst der frisch ernannte Pabst mit Elan an zu lamentieren, daß ein "fire 'pon Vatican" nicht hinnehmbar ist, weil dadurch seine Reichtümer zu verbrennen drohen? Ach ja, und Milliarden von Frauen in der ganzen Welt werden sich erheben und dagegen demonstrieren, daß die Hygieneartikel für die Menstruation als Schimpfwort mißbraucht werden - bombo claat, das kann doch alles nicht wahr sein.

Ich frage mich ernsthaft, ob solche Leute, die ihre Scheren wetzen, um damit die Stimmbänder von Reggaemusikern zu verstümmeln, noch ganz sauber ticken. Soll dieses Schnittinstrument an die Kehle der Künstler gesetzt werden, um die "Schere im Kopf" beim Erstellen von Songtexten zu erzwingen? Nach dem Motto, "ja, du darfst bei uns in der freiheitlichen BRD auftreten und ein bißchen Geld verdienen (von dem Du direkt wieder einen guten Batzen an Steuern dalassen kannst), aber nur wenn du dich wie ein "zivilisierter Mensch" benimmst und die lieben Schwulen und den Pabst in Ruhe läßt und dich von diesen gräßlichen Drogen fernhälst."

Ist die deutsche Botschaft in Kingston, J.A. schon angewiesen, vor der Erteilung eines Visums, sich die Musik der Künstler anzuhören? Das wäre bei der von Joschka Fischers neuerlich problembelasteter Anweisung "im Zweifel für die Reisefreiheit" zu entscheiden, recht paradox, ist aber leider eher möglich, als unmöglich. Dann kann es gut sein, daß die nächsten großen Festivals, wie Chiemsee Reggae Summer oder Summer Jam echte Probleme haben werden, ihre Programme vollzubekommen.

Und als nächstes reichen die Sticker, wie "Parental Advisory: Explicit Lyrics", als Warnhinweis nicht mehr aus, ein Großteil des Angebotes jamaikanischer Musik wird wegen der Unterstützung von Drogenkonsums, Frauen-, Schwulen- oder Kirchenfeindlichkeit aus den Shops verbannt sein und als Konsequenz als heiß begehrter Artikel bei e-bay & Co gehandelt werden.

Tja, liebe Leute, noch ist das eine Utopie, aber wie weit sind wir davon entfernt? Es gibt genug "Gruppen liberalen Denkens" (wobei dieser Begriff "dem Einzelnen möglichst wenig Einschränkungen auferlegend, freiheitlich" bedeutet), unterstützt von Guido Westerwelles FDP und Voker Becks Grünen, die einflußreicher werden und in der Mediendemokratie ihren Einfluß nutzen, ihre Zielgruppen zu erreichen.

Von dieser Entwicklung ist auch die Reggaeszene nicht ausgenommen, wie das folgende Beispiel zeigt: Ich bekam im März 2005 Mails von einem RootZ.net-Leser, von "El Grande Timoso", wie er sich nennt. Er hatte meinen Artikel über das Babylon System gelesen und ist dabei über folgende Passage gestolpert: "Innerhalb dieses Systems werden die Werte so auf den Kopf gestellt, daß bspw. Frauen ungeniert zu Nutten werden können, der käufliche Sex ist heute gesellschaftsfähig. Oder daß Homosexualität erst entkriminalisiert, dann toleriert und schließlich gefördert wird."

Das ist die Beschreibung von gesellschaftlichen Entwicklungen, die jeder mit offenen Augen sehen kann. Mir als Autor wird in den Mails "eine faschistische Sichtweise" diagnostiziert und "ein Statement" verlangt (das liegt mit diesem Artikel dann ja vor). El Grande Timoso, der von sich selbst schreibt, er ist "gläubiger Rastafari (inkl. Dreadlocks)" droht mir unter Berufung auf Artikel 1 des Grundgesetzes (Die Würde des Menschen ist unantastbar), mich anzuzeigen und RootZ.net "sperren zu lassen". Nicht nur daß er scheinbar noch nichts von Meinungsfreiheit (Art. 5 GG) gehört hat, er hat sich offensichtlich auch nicht mit den fundamentalen Werten der Rastafarians beschäftigt. Als kleine Hilfestellung, Timoso: lies mal das RootZ.net-Interview mit Prezident Brown, er äußert sich für einen gläubigen Rasta noch sehr dezent und zurückhaltend zum Thema. Abschließend fordert dieser aufmerksame Leser allen Ernstes, ich solle "den Absatz ändern und auf eine Art und Weise gestalten, daß er mit einem schwulen Freund reggaehörend und eine Tüte rauchend" besagten Text lesen könne. Gut, daß bisher jede Schere an meinem Dickkopf abgeprallt ist, aber wer weiß, vielleicht werde ich jetzt angezeigt und RootZ.net wird wegzensiert, ausreichend Verbündete wird El Grande Timoso finden, ich vermute, hauptsächlich außerhalb der Reggaeszene. Aber mich interessiert natürlich die Wirkung von mediendemokratisch gesteuertem Liberalismus auf eine konservative Gruppe, wie es die Rastas nun mal sind. Also, sollte ich aus Eurer Sicht mit diesem Artikel völlig neben der Spur liegen, dann mailt mir Eure Meinung.


Ausschnitt auf dem angesprochenen Interview mit Prezident Brown:

ZitatPrez. Brown: Was für den Rastaman wirklich wichtig ist, ist Familie, Einstellung, richtiges Essen;

wenn Du Dir den Menschen anschaust, seine Zähne und alles, sind wir eigentlich Vegetarier. Wenn Du Dir den Darm von einem fleischfressenden Tier anschaust, dann ist der 3 mal länger als sein Körper, wenn Du Dir den eines Menschen anschaust, dann ist der 12 mal länger als sein Körper. Wenn Du Fleisch ißt, ist der Prozeß des Ausscheidens also eigentlich viel zu langsam; es macht Dich krank. Von dieser Warte aus gesehen ist das so, außerdem ist das Tier, was Du tötest, Leben! Wenn ich in meine Hand schneide, fließt Blut und wenn ich ein Tier töte, fließt auch Blut. Es mag seltsam klingen, aber ein Tier hat doch eine Seele! Ich habe eine Ziege auf einem Dance um Gnade wimmern hören, weil sie wusste, sie musste sterben. Das ist wichtig für einen Rastaman.

Sich um die Familie zu kümmern und den Kindern die Welt zu zeigen, damit sie nicht, wenn sie älter sind, getrennt von der Realität leben. Das ist sehr wichtig!

RootZ: Von dem familiären Standpunkt: was denkst Du über die heiße Diskussion ums Battyboy- Business?

Prez. Brown: Nun ja, Gleiches stößt sich ab, Gegensätze ziehen sich an. Aber jeder Mann und jede Frau muß sein oder ihr Leben leben können, ich kann nicht darüber entscheiden, wie andere ihr Leben gestalten. Ich persönlich bin nicht für irgendwelche Schwulenangelegenheiten, aber ich bin nicht in der Position, darüber urteilen zu können, dass jemand sterben sollte, der schwul ist. Ich will alle Urteile Jah überlassen, ich bin selbst nur ein Zeuge. Jeder muß sich mit seinem eigenen Urteil konfrontieren, wenn die richtige Zeit kommt. Ich will nicht Richter spielen: ich weiß nur, daß sich Gleiches abstößt und Gegensätze anziehen.

Ich habe mal einen Tune, der immer noch die Dancehall rockt, gemacht, der heißt „Parable“. In dem Text singe ich:“ When I’m talking straight, them say I am terrible, that’s why I tell it in a parable.” Wenn das nun jemand hört, der smart genug ist, das zu verstehen, der lacht wahrscheinlich nur. Ich möchte keinen dazu veranlassen, andere Leute umzubringen...

RootZ: Du versuchst es, positiv auszudrücken, humoristisch...

Prez. Brown: Ich möchte nur ausdrücken, was ich persönlich von den Dingen halte. Aber das ist auch ein Thema, es gibt vielleicht wichtigere Dinge, über die man reden sollte, statt ständig darüber zu diskutieren, ob jemand schwul ist oder nicht.

RootZ: Schwule haben hier jetzt gleiche Rechte wie Heteros...

Prez. Brown: Nun ja, Gleiches stößt sich ab, Gegensätze ziehen sich an, das ist alles, was mir dazu einfällt. Check, was ich Dir sage. Ich weiß nicht was in anderen Menschen vorgeht. Wenn jemand sich mit einem anderen Mann verheiraten will, ist das immer noch komisch für mich, aber ich würde nicht sagen, dass die Leute sterben müssen. Das wäre der falsche Weg. Sex existiert für mich für die menschliche Reproduktion. Das ist für mich das wichtige. Ich bin nur ein Zeuge.

RootZ: Eher nur ein Zeuge oder vielleicht auch ein Stück weit etwas aktiver als Lehrer?

Prez. Brown: Ein aktiver Zeuge, der zum Gericht hingeht, um zu sagen, was er und dass er gesehen hat... Aber ich beobachte nur.



Quelle: Rootz.net

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