Thema: Zwischen Homo- und Dancehallphobie in Deutschland
Jesuaesen
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Buppie
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verfasst:
5.Sep 2008 - 15:30

Das Thema wurde hier ja auch schon einige Male angerissen und die Diskussionen verlaufen meist im Sande, trotzdem würde ich gerne aus aktuellem Anlass einen neuen Sammelthread zu diesem Thema, an dieser Stelle eröffnen. Die News zum aktuellen Anlass könnt ihr hier lesen.



Es geht mir vor allem um folgende Dinge:

- eine Bestandsaufnahme
-> was ist bisher passiert?
-> wo gibt es welche Artikel?
-> wer sind die Fadenzieher auf beiden Seiten?

- eine Meinungsforschung
-> wie seht ihr diese Diskussion?

- eine Linksammlung
-> wo findet man die wichtigen Artikel auf beiden Seiten?
-> wo wird heiß diskutiert?
-> wo sind Meinungen festgehalten?

- eine Lösungsfindung
-> was sind die Auswege?
-> wie muss in Zukunft vorgegangen werden?
-> was möchtet ihr selbst?



Ich würde mich über zahlreiche und vielseitige Meinungen freuen. Bitte haltet euch an gewisse Regeln. Ich will hier keine Hetze und keine Beleidigungen lesen!

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"Sie sagen ich soll klarkommen! Wie? In meinem Kopf freestylet Gott im Originalton!" (Prinz Pi, Trümmer)
gabi

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verfasst:
10.Sep 2008 - 13:00

ich finde diese diskussion außerordentlich wichtig, denn in meinen augen geht es um ein überfälliges umdenken auf seiten der artits/produzenten/veranstalter - und uns hörerInnen/fans.
ZitatNiemand von uns will in Zukunft auf fast alle Shows jamaikanischer Reggae- und Dancehallartists verzichten. Niemand will sich vorwerfen lassen schwulenfeindlich zu sein, nur weil er diese Musik hört.

dieses statement finde ich problematisch! warum sollte ein rigoroses unterbinden gewaltverherrlichender/rassistischer inhalte zu einer indizierung aller jamaikanischer künstlerInnen führen?
für mich steht reggae für das gegenteil von gewalt, man mag mich naiv nennen... wer sich für die musik/texte im sinne beenie mans etc. begeistert oder blind konsumiert, hat entweder etwas nicht mitbekommen, sympathisiert oder ist schlicht ignorant. kein gesund denkender mensch kann mordaufrufe unterstützen!
ich würde mir von dieser community eine klare haltung gegen hass und gewalt wünschen, die auch nach außen publiziert werden kann.



editiert von: gabi, 10.09.2008, 22:00 Uhr
Thompson
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verfasst:
10.Sep 2008 - 14:03

Mir wäre halt eine Sache mal äußerst wichtig, nämlich das der Vorwurf der Homophobie und Gewaltverherrlichung auf den Künstler bezogen wird und nicht, wie so oft geschehen, auf die ganze Musikrichtung.
Es gibt ja auch jede Menge gewaltverherrlichende/fremdenfeindliche/antisemitische Rockmusik nur führt dieses in keinster Weise dazu das das ganze Genre "Rock" am Pranger steht. Wieso muss bei Reggae immer gleich auf die gesammte Szene geschlossen werden?

gabiich würde mir von dieser community eine klare haltung gegen hass und gewalt wünschen, die auch nach außen publiziert werden kann.

Das Reggae-Town eine klare Haltung gegen Hass und Gewalt hat ist doch wohl klar.

gabifür mich steht reggae für das gegenteil von gewalt, man mag mich naiv nennen...

Reggae ist in erster Linie ein Musikstil. Du kannst mit einem Musikstil nur bedingt eine Message verbinden.
Und nur "Friede, Freude Eierkuchen" (sry für die etwas überspitzte Formulierung) hast du im Reggae doch häufig nicht. Es wird vielmehr oft dazu aufgerufen sich gegen das System zu stellen, sich zu Erheben gegen die Ausbeutung, zu rebellieren etc. Das hat mit Pazifismus in meinen Augen nicht viel zu tun.


Links zu älteren Diskussionen zum Thema "Homophobie" bei Reggae-Town:
Bun out di Chi Chi
Bounty Killer Tour 2008
Homophobie zum 1000ten mal?
Dancehall Culture
Nicht homophob //...

edith: grad nochmal drüber gelesen und meinen "Leider wurde dieses Thema..." Eingangssatz gestrichen. Das Thema kann natürlich nicht oft genug diskutiert werden, also versteht mich bitte nicht falsch. Ist halt nur so das das Thema schon seid 2-3 Jahren immer wieder aufkommt und sich leider immer noch nix getan hat...




editiert von: Thompson, 13.09.2008, 15:43 Uhr
ras-tafari-bln
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verfasst:
10.Sep 2008 - 14:16

Thompson

Reggae ist in erster Linie ein Musikstil. Du kannst mit einem Musikstil nur bedingt eine Message verbinden.
Und nur "Friede, Freude Eierkuchen" (sry für die etwas überspitzte Formulierung) hast du im Reggae doch häufig nicht. Es wird vielmehr oft dazu aufgerufen sich gegen das System zu stellen, sich zu Erheben gegen die Ausbeutung, zu rebellieren etc. Das hat mit Pazifismus in meinen Augen nicht viel zu tun.

Es wird oft dazu aufgerufen, gegen das vorhandene System (u.a.)der Unterdrückung und Menschenverachtung aufzustehen-RICHTIG!
Reggae hat einen gewissen Ursprung, den ich hier wohl nich erklären muss. 1141 Da sind meiner Meinung nach Sexismus und Gewaltaufrufe gegen Minderheiten eindeutig fehl am Platz! Klar hat das vorrangig mit dem eigenen Statement zu tun und zielt wohl darauf ab, was besseres (vor allem im Sinne of the highest one) zu schaffen-insofern ist diese Musikrichtung schon dafür da, Frieden zu schaffen! Wie war das? "No Justice, no Peace!"-Es ist ein steiniger Weg.......In diesem Sinne, Bless



editiert von: ras-tafari-bln, 10.09.2008, 14:20 Uhr

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gabi

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verfasst:
10.Sep 2008 - 21:59

da ich erst frisch mitglied der community bin, weiß ich nicht, ob thompsons meinung stimmt "klare haltung gegen hass und gewalt" - ich gehe davon aus, sonst wäre ich nicht hier. allerdings habe ich mich noch nicht durch alle foren gearbeitet - danke für die links!
im übrigen höre ich seit ca. 30 jahren reggae... rebellion gehört dazu. die muss doch aber nicht zwangsläufig gewalttätig sein, hass verbreiten oder gar zum mord aufrufen-

problematisch finde ich stumpfes konsumieren, ohne überhaupt mitzukriegen, was eigentlich zum ausdruck gebracht wird - und das passiert auch durch viele djs, die sich einfach über stimmung freuen und diese songs noch verbreiten.
natürlich sollten die hatesongs einzelner "künstler" nicht pauschaliert werden, darum geht es mir ja gerade. wenn es z.b. hier diesen klaren ausdruck gegen künstler mit hasstexten gibt, ließe sich das in der öffentlichkeit besser kommunizieren. vielleicht ließe sich damit in die öffentlichkeit gehen, z.b. auf ständen von reggae-town auf festivals.

hier sind ein paar links:
http://www.ridd...e.php?id=268

http://www.bloo...834_php4.htm

http://www.hous...mmunity.html

http://www.neon.../224872.html
(hier gab es viel diskussion)

grüße!
&
"stand up for your rights!"



editiert von: gabi, 10.09.2008, 22:00 Uhr
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verfasst:
11.Sep 2008 - 15:05

http://de.indym...224983.shtml
http://www.stop...murdermusic/

Auch geplante Konzerte von Vybz Kartel, Anthony B und Capleton können von den Absagen betroffen sein.
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verfasst:
11.Sep 2008 - 15:09

http://ch.indym.../62546.shtml
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verfasst:
11.Sep 2008 - 16:03

http://www.soul...anifesto.htm
Amper
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verfasst:
11.Sep 2008 - 16:20

quakehttp://de.indym...224983.shtml
http://www.stop...murdermusic/

Auch geplante Konzerte von Vybz Kartel, Anthony B und Capleton können von den Absagen betroffen sein.


Also was indymedia dazu schreibt, liest sich meist wie die Bild Zeitung und schafft daher in meinen Augen meist noch mehr Konfliktpotential, anstatt einen Dialog anzuleiten. Auf der Seite von der Bern Kampagne springen einen die gesammelten Links von diesen Artikeln oder homosoexuellen Communities nur so ins Auge. Ob das so sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln, da es eine sehr einseitige Berichterstattung ist, die wie man in Reggae Foren merkt, sogar langsam schon zu Frust & Wut der Konsumenten führt und so wieder das Gegenteil von einer Einigung/Regelung erzielt.

"Wir wollen mit unserem Projekt erreichen:

# dass es schwulen- und lesbenfeindliche MusikerInnen in Bern und der Schweiz schwer haben, Auftrittsmöglichkeiten zu finden.
# dass Soundsystems, deren DJ(ane)s und MCs "Battyman"-Tunes solcher MusikerInnen auflegen und/oder mitschreien, es ebenso schwer haben."


Was die Verantwortung der Soundsystems angeht, kann ich den Forderungen nur zustimmen und denke, das die Realität auch zeigt, wohin der Trend dort geht hierzulande. (edith weiß das es auch Ausnahmen gibt)

Finde die Grundidee sehr gut, irgendjemand muss ja auch die ersten Schritte gehen und Initiave ergreifen. Aber die Formulierung hört sich für mich gerade so an, als wenn der LSVD kommt und mit seiner Lobby Arbeit uns bald vorschreibt, welche Tour noch genehmigt wird und welche nicht (und das wird ja gerade praktisch erprobt wie schnell das doch geht). Das halte ich für sehr problematisch, gerade weil ich mir selbst bewusst bin, das viele der bekanntesten/erfolgreichsten Dancehall Acts einfach sowohl charakterlich (etwas anmaßend, ok), sowohl auch als Künstler offen homophop sind. Wo wird da die Grenze gezogen, erst Recht wenn sie von offen negativ dazu eingestellten Parteien definiert werden kann!?
Ich finde es schade, das ich mir wohl in nächster Zeit kaum einen Buju Banton angucken kann... muss ich mich schämen das hier zu schreiben?!

Ich will nicht pro homophop hier verstanden werden, aber sehe ich auch nicht ein, das Artists bzw. ein ganzes Musikgenre über einen Kamm geschert wird. Das tut zumindest die Contra Seite momentan und hat damit großen Erfolg. Im Sinne einer gemeinsamen Lösung ist es sicherlich eher sinnvoll das man einen Dialog führt und nicht eine Feindschaft aufbaut. Bei DHM hat jemand eine gute Idee forumliert, das man doch von der Massive hier in Deutschland, den Druck auf die Artists aufbauen müsste. Ob nun mit Unterschriften Sammlungen, Verträgen, Podiumsdiskussuionen oder dem schlichten Buhruf bzw. Boykott bei der Aufführung homophober Inhalte auf einer Bühne. Die Reggae und Dancehall Liebhaber müssen ihre Intoleranz gegenüber der Einstellung ihrer Lieblingsartists zum Ausdruck bringen, um so auch eine nachhaltige Wirkung erzielen zu können.

So ein paar Gedankengänge von mir, der niemals einen homophob ausgerichteten Tune spielt, trotzdem gerne Beenieman und Vybz Kartel hört und bestimmt der Erste ist, der bei seinem ersehnten Buju Banton Konzert auf die Barrikaden geht, wenn ein "Boom Boom Bye" angestimmt wird....

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Marcus Garvey
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verfasst:
11.Sep 2008 - 16:32

Wenn die hiesige "Reggae-Szene" bis einschließlich Heute nicht im Stande ist sich zu Positionieren, dann erledigen das halt "andere" für uns!
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verfasst:
11.Sep 2008 - 17:00

Sizzla´s point of fiew:

http://www.yout...=r4WQl6qBDtI
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verfasst:
11.Sep 2008 - 17:02

quakeWenn die hiesige "Reggae-Szene" bis einschließlich Heute nicht im Stande ist sich zu Positionieren, dann erledigen das halt "andere" für uns!


Genau so sieht es aus, viel "Bla Bla" in irgendwelchen Foren, ABER es wäre bisher entgangen, z. B. einen Soundsystem-MC während eines Gigs auf der Bühne mit einer klaren Positionierung erlebt zu haben.

Es gab (und gibt) ja immer mal wieder Veranstaltungen a´la "Fight against rascism" oder auch diverse Benefiz-Sachen - eigentlich könnte und müsste man diesen Faden entsprechend weiterspinnen ...

Denn vom reinen Nichtstun seitens der Reggaeszene wird es keine positive Veränderungen geben.

Irie greetz - HoRo


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Amper
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verfasst:
11.Sep 2008 - 17:04

quakeWenn die hiesige "Reggae-Szene" bis einschließlich Heute nicht im Stande ist sich zu Positionieren, dann erledigen das halt "andere" für uns!


Wenn man das akzptieren kann?
Denke das es sinvoll ist, weiterhin ein Bestreben zu haben, nach einem Kompromiss zu suchen, der vor allem auch nachhaltig ist. Genauso wie ich denke, das gewisse Kritik, die von Seiten der zerspalteten "hiesigen Szene" kommt, gerechtfertigt ist.
Mal davon abgesehn, halte ich es in den seltensten Fällen für sinnvoll, Probleme von einer Partei fremdbestimmend lösen zu lassen.

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blindman
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verfasst:
11.Sep 2008 - 17:47

kurz und knapp: (edith: haha!)

reggae is a peoples ting.
in deutschland gibt es andere herangehensweisen und meinungen zu themen. man muss sich schlicht und ergreifend klar positionieren. ganz einfach ausgedrückt keine homophoben tunes auflegen. wir hatten das thema vor ein paar tagen:
wer einmal ein bewusstsein für die sprache und die lyrics aufgebaut hat (und das ist wie ich finde grundvoraussetzung fürs auflegen) und versteht was gesagt wird, hat nicht mehr den luxus darüber hinwegzusehen. wenn man weiss was da gesagt wird, hat man wenn man einen gesunden menschenverstand hat keine wahl außer diesen tune nicht zu spielen, außer man steht hinter den lyrics, womit man sich öffentlich ins abseits stellt und dazu stehen muss dass man gewalt und diskriminierung als richtig sieht (?! klingt komisch wenn man es sich so auf der zunge zergehen lässt oder?). das geht dann gar nicht so sehr um den artist der es singt oder sonstwas, sondern einfach um die eigene integrität. positionierung ist das stichwort.
ausreden gibt es aber genug.


"wir wollen nicht zensieren, wir haben kein recht dazu"

-wake up. du bist ein selector. das kommt von select zu deutsch auswählen. wenn man in die wortbedeutung geht, dann sieht man es heisst, du entscheidest dich für eine sache aus einer menge x. damit zensiert man indirekt alles andere wenn man so will. aber das ist auch die aufgabe eines selectors, außer man sieht sich als jukebox. ein selector hat die aufgabe und verantwortung musik auf die teller zu legen und NICHTS und NIEMAND anders ist dafür verantwortlich. der selector als mensch ist dafür verantwortlich. allein die formulierung einer solchen entschuldigung (die wir bereits zu genüge von vielen selectors gehört haben) zeigt, dass viele sich unbewusst verteidigend vor eine position stellen. man muss es so sehen: man zensiert nichts, sondern entscheidet sich eher etwas positives zu präsentieren. pro statt contra. positive vibes anstatt von negativen. das ist keine zensur, sondern eine pro-entscheidung FÜR positive lyrics.


"andere länder, andere sitten"

- das ist korrekt, aber das letzte mal als ich gecheckt habe, waren wir in deutschland und nicht auf jamaica, darüber hinaus sind die wenigsten soundboys jamaikaner. wo ist also das argument? man weiss es nicht.


"ich versteh die lyrics nicht"

-6, setzen. hoecker sie sind raus. jemand der nicht das versteht was er auflegt (nicht unbedingt bis ins detail, aber dass man sich vorher damit auseinandergesetzt hat), sollte meiner meinung nach die klamotte auflegen an den nagel hängen.


"ist mir egal was die da sagen, ich feier die musik voll ab"

-man glaubt es kaum aber solche dudes und dudettes gibts ganz schön oft. meiner meinung nach auch keine basis für den job eines selectors. mangelndes interesse in einem bereich wo genau das gegenteil gewünscht ist, ist der killer.


kommen wir zum eingemachten:

all das vorangegangene ist im grunde unabhängig davon wie man zu dem ganzen thema steht und wie die eigene und persönliche meinung ist. sprich: wie man zu dem thema homosexualität steht. es geht nicht darum ob man das richtig oder falsch findet, es geht hier um respektvollen umgang mit mitmenschen und vor allem um das befürworten von positiven dingen anstelle von negativen. wenn man sich bewusst entscheidet uplifting tunes zu spielen, anstatt tunes mit destruktiven lyrics, dann hat das nix mit der meinung zu einem thema zu tun, sondern mit gesundem menschenverstand und dem wunsch positives voranzutreiben.

schlussfolgernd denke ich sind die bemühungen gewisse artists zu verbannen offen gesagt nicht sinnig, da hier versucht wird plakativ etwas zu demonstrieren und die eigene präsenz zu zeigen. das ist kein lösungsansatz sondern machtgehabe. würde man konsequent auf diese schiene weiterfahren müsste man etwa 99% aller jamaikanischen artists verbieten. ja auch der oftgenannte godfather of reggae dürfte nicht mehr die stimme erklingen lassen (über platte versteht sich).

fänd da eine informativ kreative kampagne mit text übersetzungen und eine bewusstseinsschaffung bei den hörern viel wichtiger. an zweiter stelle, aber nicht minder wichtig, sehe ich dies: als selector die verantwortung anzunehmen die man hat, und positive musik in den vordergrund ihrer selection zu stellen und negative musik außen vor zu lassen.

abschließend möchte ich zusammenfassend sagen:
die lösung dieses konflikts liegt nicht darin dass sich beide parteien einig werden. im leben gibt es oftmals situationen in denen man sich nicht einig wird und das ist auch nicht schlimm, solange man weiss wo die eigene freiheit aufhört und wo die freiheit eines anderen anfängt. und genau dort liegt der ansatzpunkt. man muss einen weg abseits von diesen beiden "lagern" einschlagen und einfach das positive an dieser musik zum ausdruck bringen. konstruktive aktion anstatt destruktive diskussion.

best regards,
dr. prof. silan stardust







editiert von: blindman, 11.09.2008, 17:51 Uhr

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Brimstone and Fire - Schau nach vorn EP - OUT NOW!
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Derwisch
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verfasst:
11.Sep 2008 - 23:22

Amperund bestimmt der Erste ist, der bei seinem ersehnten Buju Banton Konzert auf die Barrikaden geht, wenn ein "Boom Boom Bye" angestimmt wird....


blindman

"ich versteh die lyrics nicht"

-6, setzen. hoecker sie sind raus. jemand der nicht das versteht was er auflegt (nicht unbedingt bis ins detail, aber dass man sich vorher damit auseinandergesetzt hat), sollte meiner meinung nach die klamotte auflegen an den nagel hängen.

"ist mir egal was die da sagen, ich feier die musik voll ab"

-man glaubt es kaum aber solche dudes und dudettes gibts ganz schön oft. meiner meinung nach auch keine basis für den job eines selectors. mangelndes interesse in einem bereich wo genau das gegenteil gewünscht ist, ist der killer.


Jau, amper + blindman `s Meinung kann ich vertreten.



Aber... ich bin nur User der Musik. Hör den Riddim, das Patois passt ; hört sich gut an, gefällt mir. Texte übersetzen; hab ich früher mal gemacht; jetzt höre ich Deutsch-Reggae.

Aber Zensur ! , durch den Selector... kanns auch nicht sein,
Dann auch alle Raucher-Songs wech - bin Nichtraucher....etc

"Boom Boom Bye" hab ich bewusst nie gehört, vielleicht beim Konzert? Hab auch schon `bye`gerufen, weil ich dachte das Konzert ist zuEnde. ;)

Als Plattenaufleger kann man auswählen, als "nur" Hörer wirds schon schwierig.

Wieviel % von R-T "nur-Hörer" übersetzen denn jeden Text für sich im Kämmerlein ?

so nebenbei : Wieviele Leute gehen zu einem Reggae-Konzert ? (Festivals ausgenommen)

Das (wir) ist/sind doch nur ein ganz kleiner Krümel.

Oder müssen wir jetzt ausrufen : Währet den Anfängen !!!!





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Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin 1882-1948)
Jesuaesen
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verfasst:
12.Sep 2008 - 00:20

DerfischWieviel % von R-T "nur-Hörer" übersetzen denn jeden Text für sich im Kämmerlein ?



Ich persönlich kann mir keine Musik intensiv anhören deren Aussage ich nicht verstehe. Mit der Sprache beschäftige ich mich nicht so intensiv wie ich es am liebsten tuen würde aber zumindest so viel, dass ich die Dinge einigermaßen verstehen kann. Wenn ich Dinge gar nicht verstehe informiere ich mich im Normalfall, sofern es ein Tune ist den ich mir öfter anhöre.

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danny
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verfasst:
12.Sep 2008 - 10:22

Derfisch
Wieviel % von R-T "nur-Hörer" übersetzen denn jeden Text für sich im Kämmerlein ?


wenn ich nen tune höre,in dem batty/chichiman etc. vorkommt,werd ich schon ma hellhörig.dann versuch ich auf jeden fall den text so genau wie möglich zu verstehen um ihn ggf aus meiner box zu verbannen.
gelingt mir nich in jedem fall,aber ich bemüh mich..

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Thompson
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verfasst:
13.Sep 2008 - 16:47

gabida ich erst frisch mitglied der community bin, weiß ich nicht, ob thompsons meinung stimmt "klare haltung gegen hass und gewalt" - ich gehe davon aus, sonst wäre ich nicht hier. allerdings habe ich mich noch nicht durch alle foren gearbeitet - danke für die links!

Also erstmal natürlich herzlich willkommen bei reggae-town icon_smile
Ich kann bezüglich der "klare haltung gegen hass und gewalt" Einstellung natürlich nicht für die ganze community sprechen, würde dies aber für den mir bekannten Kreis der Leute hier schon unterschreiben.

gabiim übrigen höre ich seit ca. 30 jahren reggae... rebellion gehört dazu. die muss doch aber nicht zwangsläufig gewalttätig sein, hass verbreiten oder gar zum mord aufrufen-
problematisch finde ich stumpfes konsumieren, ohne überhaupt mitzukriegen, was eigentlich zum ausdruck gebracht wird - und das passiert auch durch viele djs, die sich einfach über stimmung freuen und diese songs noch verbreiten.
natürlich sollten die hatesongs einzelner "künstler" nicht pauschaliert werden, darum geht es mir ja gerade. wenn es z.b. hier diesen klaren ausdruck gegen künstler mit hasstexten gibt, ließe sich das in der öffentlichkeit besser kommunizieren. vielleicht ließe sich damit in die öffentlichkeit gehen, z.b. auf ständen von reggae-town auf festivals.

Den Ansatz eines klaren Ausdrucks nach außen von Reggae-Town zu dem Thema fände ich auch gut. Und wenn das ganze nur auf ein "Stop Murder Music" Banner, oder ähnliches hinauslaufen sollte wäre das auf jeden Fall schonmal mehr als nix und könnte als Grundlage für weitere Diskussionen verwendet werden.

quakeWenn die hiesige "Reggae-Szene" bis einschließlich Heute nicht im Stande ist sich zu Positionieren, dann erledigen das halt "andere" für uns!

Genau hier liegt echt einer der großen Knackpunkte. Das Problem ist wohl das die "Reggae-Szene" nicht mit einer Stimme spricht, keinen Verband hat der für sie Sachen formuliert, nach aussen trägt. Wie es zum Bsp. der LSVD für die Homosexuellen in Deutschland tut. Irgendwie wird dieses Thema zwar seid mehreren Jahren im Netz diskutiert, in der Öffentlichkeit, vor allem auf Bühnen, allerdings totgeschwiegen. Da würde ich mir mehr klare Statements von Künstlern/Soundsystems wünschen wie HoRo schon geschrieben hat.


blindman"ich versteh die lyrics nicht" -6, setzen. hoecker sie sind raus. jemand der nicht das versteht was er auflegt (nicht unbedingt bis ins detail, aber dass man sich vorher damit auseinandergesetzt hat), sollte meiner meinung nach die klamotte auflegen an den nagel hängen.

Sehe ich auch so. Dem Zuhörer mag ich noch verzeihen das er nicht versteht zu welchem Text er grad abgeht. Das habe ich z.B damals beim großen Erfolg von TOK's "Chi Chi Man" gemerkt. War ja mal eine Zeit lang ein richtiger Boomtune, viele Leute kannten den Refrain/haben ihn mitgesungen. Wenn du dann mal nachfragst "Weißt du eigentlich was Chi Chi Man heißt?" wissen das viele Leute garnicht, ist ihnen garnicht bewusst was sie soeben noch lauthals mitgegröhlt haben.
Die Verantwortung liegt hier doch ganz klar bei den Sounds. Wird auf das spielen solcher Tunes bei auf Dances verzichtet, verbreiten sie sich garnicht erst.
Werden solche Tunes von Sounds gespielt sollten die Teile der Massive die den Text verstehen die Courage haben und dem Sound ein klares Zeichen der Ablehnung entgegen bringen.
Das man als Konsument von Musik alles verstehen muss was grad gesungen wird gilt für mich nur teilweise. Höre z.B. auch gerne afrikanische/französische/spanische Musik und verstehe nicht alles. Bevor ich diese Lieder auflegen würde, würde ich allerdings schon versuchen zu verstehen mit welcher Message ich mich auf die Bühne stelle.


Wo können hier also die Lösungsansätze liegen? Letzt endlich muss die Ablehnung von Tunes ja die Künstler erreichen, damit sie keine Tunes mit diesem Inhalt mehr produzieren (Idealfall). Dies passiert, denke ich, am besten indem die Künstler die Ablehnung im Geldbeutel spüren. Das heißt Tunes mit homophoben Inhalt sollten deutlich niedrige Verkaufzahlen haben oder (im Idealfall) garnicht erst auf den Markt kommen. Hier sehe ich die Labels in einer eindeutigen Verantwortung und würde mir ein Handeln in diesem Bereich wünschen.
Den Ansatz einem Künstler auf Grund von bestimmten Liedern, die Meinungen vertreten welche in seinem Heimatland gesetzlich vorgeschrieben sind, ein Einreiseverbot zu erteilen finde ich gänzlich falsch. Jemanden auf Grund seiner Meinung zu einem ethischen Thema nicht in ein Land einreisen lassen? Wohin soll das führen?
Benni
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Sonic Youth
Sonic Youth
Beiträge: 316

verfasst:
13.Sep 2008 - 17:32

Zu diesem Zensurthema von "Log On" und "My Crew, My Dawgs". An sich finde ich das nicht schlecht das solche hardcore songs in Deutschland indiziert werden aber heißt das jetzt eigentlich, dass die kompletten alben verboten sind und man die restlichen lieder auch nicht mehr spielen "darf"?

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YOUTH B | Nais Media Blog
danny
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Beiträge: 807

verfasst:
13.Sep 2008 - 20:48

Thompson
Den Ansatz eines klaren Ausdrucks nach außen von Reggae-Town zu dem Thema fände ich auch gut. Und wenn das ganze nur auf ein "Stop Murder Music" Banner, oder ähnliches hinauslaufen sollte wäre das auf jeden Fall schonmal mehr als nix und könnte als Grundlage für weitere Diskussionen verwendet werden.


DJ DANNY SAYS HERE AND EVERYWHERE :

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verfasst:
16.Sep 2008 - 16:35

http://www.neon.../224872.html
danny
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Beiträge: 807

verfasst:
16.Sep 2008 - 18:38

hehe..immer und immer wieder die gleichen "argumentationen"..

aba n korrekter letzter beitrag von jahshaka zum abschluß.
würde ich auch so schreiben.

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verfasst:
16.Sep 2008 - 20:03

Amnesty International: Länderkurzinfo zu Jamaica

http://www.amne...=node%2F2942
Xela
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Beiträge: 2883

verfasst:
26.Sep 2008 - 16:57

quakeWenn die hiesige "Reggae-Szene" bis einschließlich Heute nicht im Stande ist sich zu Positionieren, dann erledigen das halt "andere" für uns!
100%ige zustimmung..

ich will nicht mit
ZitatWas haben Neonazis, religiöse Fundis und um die 100 (Gangsta-) Dancehall-Reggae-KünstlerInnen und Tausende ihrer Fans in aller Welt gemeinsam? Den Hass und die militante Agitation gegen Schwulen und Lesben.
in eine schublade gepackt werden...

ich glaube, ca. 90% plus x% aller partygänger verstehen texte in patwa oder jamaicaninglish nicht oder nicht richtig.

meine meinung ist, hat jedes soundsystem eine verantwortung die darin besteht, alle tunes die minderheiten dissen, nicht aufzulegen! egal wie geil der riddim oder die hook ist.

man kann jamaika nicht mit deutschland vergleichen, unmöglich..
quakeAmnesty International: Länderkurzinfo zu Jamaica

http://www.amne...=node%2F2942
deswegen kann man die reggae-musikkultur aus jamaica nicht eins zu eins nach deutschland zu übertragen. vieles was dort zur Zeit normal ist, ist in deutschland ein no go.

wenn das ALLE soundsystem berücksichtigen würden, wär alles irie.

Anonymous 
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verfasst:
27.Sep 2008 - 14:50

Aktivisten fordern auch für Capleton ein Einreiseverbot in den Schengen-raum.

http://www.habs.ch/aktuell_pics/20080922_capNO_www_as.jpg



http://www.habs...l#capletonNO

http://bazonlin...ory/20315859
Anonymous 
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verfasst:
27.Sep 2008 - 15:38

Hintergründiges aus einem bestimmten Blickwinkel:

http://www.sjoe...cle/216.html

http://www.sozi...ahndung.html



editiert von: quake, 27.09.2008, 17:36 Uhr
Anonymous 
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verfasst:
27.Sep 2008 - 16:01

"NO GAYS" says Jamaica's primeminister on bbc's hard talk

http://de.youtu...ture=related
Jesuaesen
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Buppie
Buppie
Beiträge: 7423

verfasst:
27.Sep 2008 - 19:57

Sentinel bei Raggaroma Force


Da werden viele gute und viele nicht so gute Dinge gesagt. Sehr interessant ist es allemal. Bitte allgemeine Sachen zum Thema Homophobie in diesen Beitrag.

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danny
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Beiträge: 807

verfasst:
28.Sep 2008 - 06:06

Zitat
... Moralapostelgehabe


also ich für meinen teil hab lieber ne moral,als keine..

und so sehr ich die politik UNSRES landes auch nich wirklich mag,
so bin ich doch echt froh in nem land zu leben,
in dem man den mund aufmachen kann,wenn einem was nich passt!

moralapostelgehabe..also das is ja ma nu echt ne ganz schwache aussage!!


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champanda
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Modeberator
Modeberator
Beiträge: 2478

verfasst:
28.Sep 2008 - 06:30

Wir sind umgezogen... icon_wink

RaggaDon
ABER Es ist doch wohl auch klar das anscheinend auch einige Mitglieder der Deutschen Dancehall/Reggae Scene sehr viel weiter gehen als die CSU oder der Papst.
Die wünschen augenscheinlich eine exekutierung/Vernichtung von Minderheiten (oder auch un wertem Leben?).


Denen bin ich glücklicherweise noch nie begegnet.

RaggaDon[...]Darum geht es auch nicht, auch nicht den Schwulenverbänden die uns aufs Korn genommen haben.

Sondern es geht darum wie wir damit umgehen, wenn Künstler zum MORD an Minderheiten aufrufen.

DAS IST DAS PROBLEM[...]


Exakt. Und sollten wir nicht in der Lage sein, uns diesbezüglich gemeinsam zu einigen und aufzustellen, zerlegen uns LSVD & Co schneller, als wir es jemals untereinander tun könnten.

RaggaDonSpagat hin oder her Verharmlosung, Vereinfachung und totschweigen trägt nichts zur Lösung eines vorhandenen Konflikts bei.

Auch hier bin ich ganz Deiner Meinung.

RaggaDonSchade das da jetzt so eine Nestbeschmutzungs nr draus wird.
Draus wurde. Und genau das empfand ich als unfair und habe daher die Gegenfrage nach der "Moral" gestellt, die Frage habe ich mir im Übrigen auch selbst gestellt und ich bin weiterhin der Meinung, dass jeder sie sich stellen muss.

dr.waterlily
PandaEs dürfte doch wohl klar sein, dass die Mitglieder der deutschen Reggae/Dancehallszene im Kopf und im Herzen weitaus weniger homophob sind als jeder durchschnittliche, x-beliebige CSU/CDU Wähler unserer Elterngeneration.
Nicht wenige, die in dieser Szene aktiv sind, könnten meine Eltern sein...

Nun, das eine muss ja das andere nicht ausschließen icon_wink




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danny
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verfasst:
28.Sep 2008 - 08:25

..umgezogen.. icon_lol

naja ..ich glaube wir sollten nich diskutieren,
wer "moralischer" is als n cdu/csu wähler,
sondern eher ob wir moral beweisen können,
wenn menschen diskriminiert werden..

und in dem fall find ich,is "moralapostel" nich angebracht!

aba auch ich denke wir sollten uns nich zerfleischen..
wir müssen halt ma auf einen nenner kommen und
da glaube ich,bricht sich keiner n zacken ausser krone,
wenn der soundmann/die soundfrau öffentlich
(also auf dances oder in foren) ne klare stellung bezieht.

aba genau das is ja der punkt.
wenn ich mich klar gegen diskriminierende songs entscheide,
dann darf ich die eigentlich auch nich mehr spielen...

da wirft sich mir die frage auf:
in wie weit zieh ich meine meinung durch?
darf ich überhaupt noch sizzla und co auflegen?
und wenn man das ding dann zuende denkt,eigentlich ja nich..
dann bleiben "nur" noch manu,goldi,ganjaman etc übrig..
aba als reggae/dancehall freak steh ich nunma auch
auf richie spice,perfect oda beenie,ele etc..

dehalb nochma:
- ne klare ansage auf jedem dance und dann kann man mmn auch n sizzla zücken,
solange die tunes keine diskriminierenden lyrics haben
- me klare ansage ebenfalls an die artists mit denen man unterwegs is und
dann kann man auch mit buju touren..

wir müssen ja jetzt nich alle in den lsv eintreten,
aba wir sollten KLAR UND EINDEUTIG STELLUNG BEZIEHEN!

nochwat..ich hatte es schon ma an anderer stelle gesagt..
irgendwann is der beck durch mit seiner black list für artists.
dann kommen die soundsystems und somit auch die clubs dran
und bevor ein wirtschaftlich denkender clubbesitzer sich den ärger
eines landesverbandes einhandelt,wird er die reggae/dancehall partys canceln
und lieber n ballermann abend veranstalten..

dann is hier schluß mit lustich mit reggae-dances..
wollen wir,daß es soweit kommt?

ich für meinen teil nich..




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champanda
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verfasst:
29.Sep 2008 - 01:15

Nochmal ein ganz anderer, verworrener Denkansatz:

Vielleicht sollte man auch einfach mal eine Selbsthilfegruppe der "Anonymen Nicht-Homophoben Reggaefans" gründen. Dort geht man dann hin, steht auf und sagt "Mein Name ist so und so und ich bin nicht homophob". Die anderen "Betroffenen" in der Selbsthilfegruppe applaudieren dann und klopfen einem auf die Schulter.

Vielleicht wollen die meisten ja noch gar nicht wahr haben, dass sie womöglich doch gar nicht homophob sind.

Da sind uns dann outingtechnisch aber einige ganz weit voraus.

*duck und weg*

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danny
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verfasst:
29.Sep 2008 - 07:59

lol..panda..hehe icon_lol

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blindman
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verfasst:
29.Sep 2008 - 12:04

ich glaube, dass die meisten sounds, die tunes mit homophoben lyrics spielen bzw sogar speeches kicken, die meisten menschen ausm publikum und teilweise auch deutsche artists zu 90% sich nicht mal mit dieser materie richtig befasst haben und somit in meinen augen auch nicht homophob, sondern eher unkritisch, unreflektiert und kindlich-trotzig sind. finde es deshalb immer sehr mühsam zu diskutieren, wer homophob ist und wer nicht, weil das nicht das kernproblem dieses ganzen spektakels ist.
ich habe das gefühl, dass bei diesen ganzen dingen eher ein gewisser ungestillter wunsch von menschen da ist, sich zusammenzuschließen gegen etwas. eine starke gruppe zu sein und zusammenhalt zu zeigen gegen etwas vermeintlich böses. leider wird nicht so viel zeit darin investiert zu erörtern, wogegen man eigentlich ist.
es wird langsam zeit, dass reggae-deutschland erwachsen wird und gemeinsam darüber nachzudenken wie man selbst dazu beitragen kann.
ich finde, dass die frage wer homophob ist viel zu aggressiv und zu laut ist, als dass dann überhaupt noch eine diskussion möglich ist. sobald sich jemand angegriffen fühlt (zurecht oder zu unrecht ist an dieser stelle egal) wird er defensiv und eine diskussion vll sogar mit einem reflektiven ausgang fast unmöglich.
ist es nicht viel wichtiger gemeinsam auszudiskutieren was wir tun können damit die dinge positiver werden?
weiss nicht wie es den anderen menschen hier geht.. mir ist wichtig dass diese musik eine positive kraft bleibt die den menschen kraft gibt, denn das tut sie für mich und darin sehe ich die essenz derer. wie jede sache hat auch diese ihre schattenseiten und diese müssen thematisiert werden, aber doch nicht auf teufel komm raus gestützt werden nur weil sie ein teil der musik sind, die wir lieben.
wenn man einen apfel mit ner faulen stelle mit einem wurm drin hat, sagen wir doch auch nicht, das muss ich mitessen, weil das stück auch zum apfel gehört. dann schneidet man das stück weg. und dass diese stelle im reggae nunmal schon faulig braun (no pun intended) angelaufen ist, davor können wir doch nicht mehr die augen verschließen.

für mich geht es hier nicht um bestrafung und belohnung von positionen, es geht mir nicht um grauzonen und um geschickte formulierungen wie im kleingedruckten eines vertrages, es geht mir nicht darum bei einsichten auf jemanden zu zeigen und zu sagen du faker oder haha du hast nachgegeben ich hab gewonnen.

es geht hier um menschen. es geht um leben. life is precious. for all.




editiert von: blindman, 29.09.2008, 12:10 Uhr

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danny
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verfasst:
29.Sep 2008 - 12:30

silans post kann ich so unterschreiben!

und genau deshalb gibts ab jetzt überall wo ich auflege,
von mir ne ansage ala "stop murder music!",
damit die leute mit dem thema in zukunft eventuell verantwortungsvoller umgehen
..punkt!

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Xela
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verfasst:
29.Sep 2008 - 12:58

danny...
und genau deshalb gibts ab jetzt überall wo ich auflege,
von mir ne ansage ala "stop murder music!",
damit die leute mit dem thema in zukunft eventuell verantwortungsvoller umgehen
..punkt!

sehrgut!

viel mehr verantwortungvolle soundmembers braucht das land!
champanda
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verfasst:
29.Sep 2008 - 14:13

@Blindman: WORD!

Ich bin wie Du, auch der Meinung, dass die gesamte Diskussion:

1. weniger laut & unsachlich
2. eher selbstkritischer & selbstreflektierter
3. und vor allem ergebnisorientierter

geführt werden muss.



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verfasst:
29.Sep 2008 - 20:46

wer ist denn ein nestbeschmutzer?

icon_rolleyes

derjenige der sich gegen dieses (aus jamaika importierte) unrecht ausspricht, ihm begegnet und es anprangert

oder

derjenige der disst oder dissen auf seiner VA zulässt, homophobe tunes auflegt und somit der hetze gegen minderheiten vorschub leistet
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verfasst:
29.Sep 2008 - 21:05

@ Xela: Du hast natürlich vollkommen recht, daher überlasse ich Dir und Deinem diplomatischen Geschick von nun an die Lösung dieses Problems.

Du machst das schon.

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verfasst:
29.Sep 2008 - 23:28

Elephant Man at Summerjam 2006, Klaus Maack (Veranstalter des Summerjams) im Interview zum Thema Homophobie

http://de.youtu...=NNuYyUYthaY
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verfasst:
30.Sep 2008 - 10:57

Hans-Christian Ströbele: "Gegen Homophobie auf die Straße!"

http://de.youtu...=u0tGjFtZkR0


Renate Rampf: "Bundesweit gegen Homophobie kämpfen!"

http://de.youtu...=kxSvG545BBo


Monika Thamm: "Homophobie ist gesellschaftliches Problem"

http://de.youtu...=7KIsdBI0GK4
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verfasst:
30.Sep 2008 - 15:10

RaggaDon
ABER Es ist doch wohl auch klar das anscheinend auch einige Mitglieder der Deutschen Dancehall/Reggae Scene sehr viel weiter gehen als die CSU oder der Papst.
Die wünschen augenscheinlich eine exekutierung/Vernichtung von Minderheiten (oder auch un wertem Leben?).


Panda

Denen bin ich glücklicherweise noch nie begegnet.



NaJa ich schon, auf einem Dance in Hamburg meinte ein mir bekannter Artist (aus Jamaica hier seit 15 Jahren lebend)dass er einen Schwulen gesehen hätte und fing den an, verbal zu bedrohen, es hätte nicht viel gefehlt und es wäre zu Gewaltätigkeiten gekommen.

Und wenn ein Deutscher Sound heutzutage die entsprechenden Stücke spielt und vielleicht noch die entsprechenden Speeches macht. Dann ist das ein
[in]direkter Aufruf zum Mord. Und da nützt es leider wenig hinterher zu sagen: is ja nicht so gemeint..., würden wir nie machen... oder schlimmer noch ...gehört eben dazu.

Weil durch genau so ein Verhalten denken die entsprechenden Artists: die Deutschen denken wir wir, dürfen es aber nicht sagen.

Ich glaube das die Artist echt davon ausgehen das wir alle insgeheim Ihren schwulenfeindlichen Texten zustimmen.

Ansonsten finde ich das Du Panda (und andere natürlich auch) sehr gute Denkansätze haben. Also alles in allem denke ich, dass hier eine sehr wichtige Diskussion geführt wird.

Und klar nervt es aber es sind doch nicht die das Problem, die Homophbie ansprechen, sondern die die es nicht raffen, dass alles Leben gleich viel wert ist. Bitte nicht Ursache und Wirkung verwechseln.

champanda
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verfasst:
30.Sep 2008 - 16:01

RaggaDon
Weil durch genau so ein Verhalten denken die entsprechenden Artists: die Deutschen denken wir wir, dürfen es aber nicht sagen.
Ich glaube das die Artist echt davon ausgehen das wir alle insgeheim Ihren schwulenfeindlichen Texten zustimmen.


Interessanter und wichtiger Punkt.

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Thompson
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verfasst:
30.Sep 2008 - 16:46

Panda
RaggaDon
Weil durch genau so ein Verhalten denken die entsprechenden Artists: die Deutschen denken wir wir, dürfen es aber nicht sagen.
Ich glaube das die Artist echt davon ausgehen das wir alle insgeheim Ihren schwulenfeindlichen Texten zustimmen.


Interessanter und wichtiger Punkt.


Das trifft auf manche Artists mit Sicherheit zu. Wenn in einem Tune die verbotenen Stellen vom Artist beim Auftritt nicht gesungen werden, er allerdings mit einem breiten Grinsen im Gesicht das Mikro Richtung Massive hält und die dann den Gesangspart übernehmen würde ich als Artist auch diese Schlussfolgerung haben.
Lenny_Berger
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verfasst:
30.Sep 2008 - 17:00

Ist uns auch schon mal passiert! Die ganze 60er Jahre Halle hat bei Frenzy die verbotenen Zeilen laut mit gesungen! Ich hab das ganze dann mit einem "tsts, was macht ihr denn da?" kommentiert!

Will sagen, viele Leute singen einfach nur mit, weil sie den Text kennen und denken dann gar nich drüber nach! Vielleicht sollte man den Song nicht spielen, aber vielleicht sollte man auch gerdae so geartete trügerischen Songs spielen um die Leute zu sensibilisieren!?

Sonst wissen nur wir, die Experten, bescheid und die Allgemeinheit wird einfach nur mit politisch korrekter Zensur bedient!?

Aber ist das unser Ziel, die gesamte jamaikanische Musikkultur stillschweigend zu zensieren!?

Ich finde, dasss die Aktivisten und Promoter die Artists anregen sollten sich mit dem Thema noch mehr auseinander zu setzen!

Über kurz oder lang wird wohl der Euro oder Doller entscheidn, denn ich glaube das Reggae & Dancehall in Europa kein Auffangbecken für faschistische Menschen- bzw. Schwulenhasser wird!

... musste einfach mal n paar Überlegungen und Erlebnisse beitragen, hoffe es dreht mir keiner nen Strick draus!? icon_smile

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blindman
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verfasst:
30.Sep 2008 - 18:37

Lenny_Berger
Aber ist das unser Ziel, die gesamte jamaikanische Musikkultur stillschweigend zu zensieren!?


hi lenny, finde du hast ein paar interessante punkte angebracht. zb das sensibilisieren, finde du hast da nen richtigen denkansatz, man müsste aber die gemachten ergebnisse irgendwie der massive gekonnt direkt signalisieren, durch ne verständliche speech oder sowas, um deutlich zu machen wo sie grad reingetappt sind oder so. genaue idee hab ich jetzt nicht aber das wäre wirklich ne interessante überlegung. point made!

zum obrigen zitat möchte ich sagen was ich glaub ich bereits irgendwo gesagt habe, wiederhole es aber nochmal nur weil ich denke dass es ein sehr simpler und wichtiger gedanke ist - siehs mal so: du hast in der hand frenzy und zb zion in a vision und du legst dann zion in a vision auf, dann sieh es nicht als zensur von frenzy an sondern sieh es als eine befürwortung von zion in a vision, du entscheidest dich FÜR etwas, und nicht GEGEN etwas. ich weiss frenzy ist echt catchy, aber es gibt ja zb auch ganz viele andere geile songs. nicht zensieren wollen wir, sondern schöne positive lieder auswählen - und davon gibt es doch reichlich (wovon ihr im übrigen auch viele spielt was mich erfreut)! so seh ich das zb, deswegen habe ich mir auch nie wirklich gedanken über zensur gemacht in diesem zusammenhang, denn die tätigkeit des selectens ist ja in ihrer essenz eine beeinflussende. zensur ist für mich aber nur, wenn man dem konsumenten bewusst etwas unzugänglich macht, um ihm was vorzuenthalten was für ihn wichtig sein könnte, von dem man nicht möchte dass ers weiss, aber in dem gedanken, seinem eigenen spaß und der somit gefundenen aufgabe nachzugehen, allen menschen ein gleichgutes gefühl zu geben sehe ich nichts negatives. man bestimmt doch schließlich jedes mal aufs neue die richtung seines sets und wählt bewusst aus. niemand hat gesagt wir müssen eine reggae-arche-noah zu wasser lassen bei jeder reggaeparty, wo von jeder richtung und position was vertreten sein muss. reggae bietet doch einen so großen fundus an geilen songs auch ohne inhaltlich menschen zu nahe zu treten. schließlich sind wir ja im restlichen leben auch menschen mit neigungen und mit vorlieben, warum also den anspruch an uns selbst so hoch setzen jede meinung im reggae vertreten zu müssen.

finds aber schön dass hier jetzt ein paar meinungen zusammenkommen wo ich das gefühl habe, dass nicht gleich von vornherein so ne ablehnende haltung gegenüber allen dingen ist. habe das gefühl, dass das wirklich hier insgesamt doch positiv ausfallen könnte, allein schon weil man das alles thematisiert und vll n paar barrieren fallen die vorher einfach bestanden haben, teils weil man unsicher ist wie die reaktionen sind usw. und wenn die fetzen fliegen ist es vielleicht auch ganz gesund, weil man danach doch vll etwas unverfänglicher miteinander diskutiert.

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Xela
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verfasst:
30.Sep 2008 - 18:37

RaggaDonUnd wenn ein Deutscher Sound heutzutage die entsprechenden Stücke spielt und vielleicht noch die entsprechenden Speeches macht. Dann ist das ein
[in]direkter Aufruf zum Mord. Und da nützt es leider wenig hinterher zu sagen: is ja nicht so gemeint..., würden wir nie machen... oder schlimmer noch ...gehört eben dazu.
Weil durch genau so ein Verhalten denken die entsprechenden Artists: die Deutschen denken wir wir, dürfen es aber nicht sagen.

Ich glaube das die Artist echt davon ausgehen das wir alle insgeheim Ihren schwulenfeindlichen Texten zustimmen.

Denke auch, wenn wir den Artists klarmachen das wir in Deutschland leben und hier einen anderen Umgang mit homosexuellen pflegen, es bei uns inna BRD Schwule in der Politik gibt.. Beck, Westerwelle und Wowerreit ..kann ich mir vorstellen das sie ihr Verhalten noch schneller umstellen.

RaggaDonUnd klar nervt es aber es sind doch nicht die das Problem, die Homophbie ansprechen, sondern die die es nicht raffen, dass alles Leben gleich viel wert ist. Bitte nicht Ursache und Wirkung verwechseln.

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blindman
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verfasst:
30.Sep 2008 - 18:46

Xela
Denke auch, wenn wir den Artists klarmachen das wir in Deutschland leben und hier einen anderen Umgang mit homosexuellen pflegen, es bei uns inna BRD Schwule in der Politik gibt.. Beck, Westerwelle und Wowerreit ..kann ich mir vorstellen das sie ihr Verhalten noch schneller umstellen.


schwule politiker als argument für jamaikanische artists um ihre gesinnung zu ändern. ich sehe wenig erfolgschancen durch diese idee, stehen doch schwule und politiker ganz weit oben auf der liste der verhasstesten menschengruppen auf jamaica.

über dieses problem habe ich bereits mit einem freund gesprochen. es ist in der tat ne wichtige frage, wie man mit jamaikanischen artists diesbezüglich argumentieren kann. im grunde ist die abneigung gegen homosexualität fast zu 100% bedingt durch die alttestamentarische erziehung in jamaika. ein erster denkansatz ist dass man im grunde auf dieser ebene diskutieren muss und zwar gekonnt und ohne den artists das gefühl zu geben, sie seien im unrecht oder dass ihnen jemand besserwisserisch kommt. ne ziemliche gratwanderung.

hat jemand gedanken diesbezüglich? dann möge er sie einwerfen.



editiert von: blindman, 30.09.2008, 18:48 Uhr

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RaggaDon
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Sternenflottenkommando
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verfasst:
30.Sep 2008 - 21:21

Hey Lenny, ich hab damals auch mitgesungen bei Frenzy und es auch gespielt zu der Zeit, ich habe das alles nicht als bare Münze genommen. Also es waren für mich hauptsächlich Sprüche. Nach dem Motto naja die Jammys.
(Obwohl Boom Bye Bye für mich schon immer ein "No Go" war)

Sprich das Problembewusstsein war nicht vorhanden, es hat keiner gemerkt, ich hab nix gegen Schwule und überhaupt ist das ja alles nur metaphorisch gemeint.

Das war eben damals. Heute ist klar, dass ist leider Realität das Schwule auf Jamaica um ihr Leben fürchten müssen.

Warum hat er er in diesem wunderschönen Song bloß diese eine dämliche Bemerkung gemacht? <- Rhetorische Frage.

Aber nochmal, keiner kann gezwungen werden Schwule, oder Weiße oder Schwarze oder Moslems oder Christen toll zu finden. Jeder hat das Recht bestimmte Sachen für sich abzulehnen es kritisch zu betrachten oder schlicht nicht zu mögen.
Es geht nicht darum eine Pro-Schwul Bewegung zu begründen.
Es geht eigentlich nur um den , auch gerade im Reggae, bekannten Ausspruch :

Leben und leben lassen

Ich denke kein Volk sollte ein anderes Volk erziehen oder versuchen "umzustellen".
Unsere Aufgabe kann wahrscheinlich nur sein einen positiven Gegenentwurf zu leben (hey wir haben Spass auf den Partys ohne die Rechte anderer zu verletzen und wir sind trotzdem richtige Kerle und tolle Mädels)
Vielleicht kann man noch an die eigene Geschichte erinnern, es gab eine Zeit da haben wir Deutsche Schwule verbrannt und es gab eine Zeit da hieß es Schwarze sind keine Menschen behandelt Sie wie Vieh...

Wir sollten uns in unserem Kulturkreis klar werden warum wir was spielen oder auch nicht spielen.
Es ist Zeit einen gemeinsamen menschlichen Standpunkt zu entwickeln ohne Zensur ohne Bevormundung, ohne Druck von Außen sondern nur weil WIR es WOLLEN

danny
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Beiträge: 807

verfasst:
30.Sep 2008 - 21:55

Zitat
Es ist Zeit einen gemeinsamen menschlichen Standpunkt zu entwickeln ohne Zensur ohne Bevormundung, ohne Druck von Außen sondern nur weil WIR es WOLLEN


"nich machen was wir wollen..sondern wollen was mir machen".

zitat von nem psychologen dessen name ich nich mehr weiss..

sollte eigentlich was seblstverständliches sein...

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champanda
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Beiträge: 2478

verfasst:
1.Okt 2008 - 11:08

RaggaDonHey Lenny, ich hab damals auch mitgesungen bei Frenzy und es auch gespielt zu der Zeit, ich habe das alles nicht als bare Münze genommen. Also es waren für mich hauptsächlich Sprüche. Nach dem Motto naja die Jammys.
(Obwohl Boom Bye Bye für mich schon immer ein "No Go" war)

Sprich das Problembewusstsein war nicht vorhanden, es hat keiner gemerkt, ich hab nix gegen Schwule und überhaupt ist das ja alles nur metaphorisch gemeint.


Guter, ehrlicher Post, in dem ich mich auch wieder finden kann.

Noch mal ein ganz persönliches für den einen oder anderen vielleicht auch provokatives Statement, weil das Silly Walks Zitat (sinngemäß: "wer chi chi man spielt, verabschiedet sich von jeglichem politischen Anspruch") ja in diesem Zusammenhang gerne angeführt wird:

Mir ist der politische Selbstdefinitionsrahmen, den einem jamaikanische Reggae Musik vorzeichnet, meist eh zu eng, weil er in meinen Augen auch nur einen stark subjektiv (jamaikanisch) eingefärbten Teilausschnitt der sozialen und politischen Realität darstellt. Stichwort Kulturtransfer: Mir fällt es generell schwer,bzw. ich frage mich häufig, in wie weit man dieses Wertesystem überhaupt adaptieren kann (und ob ich´s will...).
Ich erkenne die ungemein wichtige, politische Funktion von Reggae und seinen Lyrics auf Jamaika an, denke aber auch, dass in einer deutschen Disko nach 3 Becks und einem Spliff davon ehrlich gesagt bei den meisten nicht mehr viel übrig ist. Sorry, aber eine deutsche Reggae/Dancehallparty ist keine politische Veranstaltung, und auch die edelmütigen consciousness & righteousness lyrics versteht ausser den "Experten" auf der Tanzfläche meist keiner. Hier in unserem Land gibt´s andere Mittel und Kanäle um sich diesbezüglich auszudrücken, in unserer Sprache...

Ihr seht´s vielleicht schon kommen: ich bin einer aus dieser berühmt-berüchtigten "Reggae=Entertainment"-Fraktion, auf die man gerne mit dem Finger zeigt :) Ich kann aber sehr gut damit leben, wenn man sich in Zukunft darauf einigt, das Entertainment OHNE gewisse Tunes zu gestalten. Genauso kann ich es aber auch nachvollziehen und gut heißen, wenn andere Vertreter unserer Zunft das ganze Partybusiness eher als "Edutainment" verstehen, find ich auch okay.

Konnte man das verstehen? icon_wink

nachträgliche edits sind in kursivschrift hervor gehoben.





editiert von: Panda, 01.10.2008, 13:40 Uhr

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Buppie
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verfasst:
2.Okt 2008 - 09:58

Raggabund - Battyman Tunes

Kai Eckold - Homophobie im Reggae

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"Sie sagen ich soll klarkommen! Wie? In meinem Kopf freestylet Gott im Originalton!" (Prinz Pi, Trümmer)
danny
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Beiträge: 807

verfasst:
2.Okt 2008 - 11:36

raggabund..NUFF RESPECT!!
hehe..ich kann mir vorstellen,daß der erste tune in der art,der auf 7" rauskommt n all time classic wird..

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Xela
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verfasst:
6.Okt 2008 - 11:47

blindmanein erster denkansatz ist dass man im grunde auf dieser ebene diskutieren muss und zwar gekonnt und ohne den artists das gefühl zu geben, sie seien im unrecht oder dass ihnen jemand besserwisserisch kommt. ne ziemliche gratwanderung.
das war auch so von mir gemeint, is mir schon klar das alles andere das genaue gegenteil bewirkt.

blindmanim grunde ist die abneigung gegen homosexualität fast zu 100% bedingt durch die alttestamentarische erziehung in jamaika.

richtig, eingeführt durch die viktorianische Ära auf jamaica, vllt ließe sich hier mit argumenten ansetzen?!
Manja
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verfasst:
7.Okt 2008 - 18:44

schwierige Diskussion da hier, glaub ich, fast alle einer Meinung sind ... Vieles ist schon gesagt.


Noch mal zu Boom bye bye ohne diesen Tune zu befürworten ging es hier um einen Übergriff auf einen minderjährigen Jungen der Buju zu den lyrics beeinflusst hat.

6000 kids leben in Jamaica auf der Strasse einige halten sich mittels Prostitution über Wasser, fehlende Aufklärung und die Gesetzte bedingen sich in Jamaica zu dieser Abneigung Homosexuellen gegenüber, natürlich spielt Glauben eine Rolle aber an der Stelle möchte ich auf die Vielfältigkeit der Religionen auf Jamaica verweisen ...

okay zurück zu unserem Hauptproblem
würden die Texte auf deutsch laufen, die wir von Sounds um die Ohren gehauen bekommen würde es nicht lange Dauer bis uns jemand mit Nazis oder Rassisten gleichsetzt.

Abneigung gegen etwas ist privat Sache
aufzurufen zum MORD jedoch nicht !!!

ich leg seit 2000 auf und hab mit der Zeit festgestellt das Argumente
wie

" Das funktioniert nun mal auf der dance "
"Die großen Sounds spielen das auch!"
" das ist eben so jamaicanische Kultur"
"der Tune ist so geil"
"ich interpretiere das halt anders"
"ich würd doch nicht losrennen und jemand erschissen nur weil er schwul ist ! "

einfach nur beschämend sind , mir geht’s zumindest heute so.

„STOP murder MUSIC“ in meinen Top friends bei myspace hat tatsächlich mehrere bewegt ihren Unmut mir gegenüber auszusprechen auch , wenn ich mir „damit keine Freunde im Reggaebiz“ mache ... son bisschen Menschenverstand muss doch drin sein

Ich denke grundsätzlich will ich nicht einen Jamaicaner erklären was ich meine
Die Gesetze müssten dort reformiert werden das liegt ja auch an UK.

Aber was uns betrifft ----
Wir haben die Wahl ich halt mich da lieber an ONE LOVE ohne das alles geblesst ist .

Man kann das 520 Mal verdrängen aber irgendwann wird man es erkennen !!!


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verfasst:
8.Okt 2008 - 11:20

Homophobie auf Jamaika
http://de.youtu...ture=related


Stop Gay Violence
http://de.youtu...ture=related


Beenie Man talks about gays
http://de.youtu...ture=related


Homophobic Reggae
http://de.youtu...ture=related



Gay Bashing in Reggae/Dancehall Music
http://de.youtu...ture=related

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verfasst:
8.Okt 2008 - 13:09

Auf'm Reggaejam 2008 haben Raggabund meets Babacools bzgl. Battyman Tunes folgende Ansage gemacht: listen
Den Battyman Tunes Text von Raggabund findet man hier



Wär das schön, wenn ALLE Sounds in Hannover diesem Beispiel folgen würden...denn, einfach aussitzen, kann man diese Angelegenheit nicht!








editiert von: Xela, 08.10.2008, 16:08 Uhr
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verfasst:
8.Okt 2008 - 15:17

XelaAuf'm Reggaejam 2008 haben Raggabund meets Babacools bzgl. Battyman Tunes folgende Ansage gemacht: listen


THE FILE ASSOCIATED WITH THIS LINK HAS EXPIRED..

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verfasst:
8.Okt 2008 - 15:43

is geändert, ich kam mit dem link hin, versuchs nochmal bitte
danny
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verfasst:
8.Okt 2008 - 15:47

bei mir funzts net.. icon_frown

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Thompson
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verfasst:
8.Okt 2008 - 16:21

ZitatTHE FILE ASSOCIATED WITH THIS LINK HAS EXPIRED..

A file link is only available for a certain number of days or a limited number of downloads, whichever occurs first. Once an uploaded file expires, it can no longer be downloaded. If you still need the file, please contact the original sender directly.


Tja entweder ist die Datei schon 100x runtergeladen worden (ist glaub ich die Grenze bei Yousendit), oder die Zeit des Uploads ist abgelaufen :(
Xela
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verfasst:
8.Okt 2008 - 16:41

Thompsondie Zeit des Uploads ist abgelaufen :(
das wird wohl der grund gewesen sein, anyway, ich habs nochmal hochgeladen http://www.file...008.mp3.html



editiert von: Xela, 08.10.2008, 16:46 Uhr
danny
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verfasst:
8.Okt 2008 - 16:42

hehe..thompson
danke fürs übersetzten..wat würd ik nur ohne dich machen.. icon_lol

(ot:was gibt's n eigentlich für n bier inner glocke?--->anderer fred)

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Xela
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verfasst:
11.Okt 2008 - 11:10

ADMIN: Verschoben aus diesem Thread...

LutinanIch freu mich auf unseren Besuch...

Das wird ein schöner Geburtstag. Versprochen!!!
auch ein Mördertune und speeches freier Gig, ist das auch versprochen???

LutinanIch distanziere mich von den homophoben Speaches, die Sentinel auf der Party am 13.9. hielten. Ich möchte nicht deshalb mit Ihnen in einen Topf geworfen werden.
okay, aber auch davon in zukunft welche aufzulegen bzw. zuzulassen das gäste welche spielen, bzw. Speeches dazu abgeben.
solange das nicht klar ist muß ich nachfragen, einfach nur...
LutinanDas ist mir hier zu doof...
reicht nicht.


PEACE, für ALLE menschen, auch für schwule und lesben, bedingungslos!
Xela
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verfasst:
11.Okt 2008 - 11:36

PandaModerator/Admin benachrichtigt, so geht das nicht weiter.
was meinst du denn panda ? sich gegen Mördertunes und speeches aufzulehnen, oder sich dafür einzusetzen das sowas in zukunft nicht mehr passiert.

wo du dich gerade einmischt, stell ich dir gleich die selbe Frage: wird es in zukunft auf partys wo du auflegst, Mördertunes und speeches gegen schwule und lesben geben?



editiert von: Xela, 11.10.2008, 12:00 Uhr
dave

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verfasst:
11.Okt 2008 - 13:45

AGAIN WITH THE SAME TOPIC AND ARGUEMENTS - IT'S GETTING BORING NOW, SHIT!!!

all i have to say is that - the party was lively, there were a few people there but it was not that much bad.
big up raggaroma force! bless! dave
HoRo

Pixelbelichter
Pixelbelichter
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verfasst:
11.Okt 2008 - 16:00

Stimme eines Unbeteiligten/Nicht-Anwesenden @Xela: finde Dein Posting an dieser Stelle eher unpassend.
Nebenbei verstehe ich Dein "...versprochen ???" nicht so ganz, denn die Party war doch bereits gestern icon_confused

Wenn Du da gewesen sein solltest müsstest Du wissen, ob derartige Tunes gespielt worden sind.

Sollte es diesbezüglich Anlass zur Kritik geben wäre sie in diesem Thread natürlich richtig aufgehoben.

Wenn nicht (wovon ich mal irgendwie ausgehen möchte) wäre Dein Beitrag vielleicht im allgemeinen Homophobie-Thread besser aufgehoben, da er in diesem Fall nichts mit dem Party-Thread zu tun hat - könnte dann evtl. von den Admins verschubst werden.

Wäre so meine Sichtweise ...

Irie greetz - HoRo

P.S.: Allgemein NICHTS gegen Deinen allgemeinen Einsatz auf´s Thema bezogen, da beziehst Du für mich eine angenehm klare Position !

=> ONTOPIC again ?!?

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Wo kämen wir hin wenn alle sagten wo kämen wir hin und keiner ginge um zu sehen wohin man käme wenn man ginge ?
Xela
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verfasst:
11.Okt 2008 - 18:41

Hey Allgemeinheit, bezieht ihr doch auch mal eine klare stellung zum thema.

Seit ihr für Mördertunes und Speeches, oder dagegen das Schwule und Lesben diskriminiert werden?





@ HoRo: stimmt, ich hab's verpeilt, die frage kam heute zu spät.




Xela
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verfasst:
16.Okt 2008 - 12:15

ShiningCriss
Xeladie Veranstaltung ist garantiert Mördertune und speeches frei, ich freue mich schon...


icon_rolleyes icon_rolleyes Easy, Alex. Langsam haben es alle zur Kenntnis genommen. icon_wink
icon_biggrin das glaub ich dir nicht!!!
ich denke da draussen gibbet noch zuviele sounds die diese sache einfach aussitzen wollen icon_evil

ich werde auch in zukunft bei VA die auf sone scheiss verzichten, die ansage machen garantiert Mördertune und speeches frei,
werde mich weiter dafür stark machen, egal wie viele beleidigungen und beschimfungen kommen, in einem fall sogar die androhung mit kalt zu machen (was auch immer das bedeuten soll) icon_rolleyes

ich weiß wie es sich anfühlt einer minderheit anzugehören...kann als 4 jähriger junge (niederländer) nach deutschland und bin ständig als käsekopf und ziebelförster etc. pp gedisst worden.

bless
Troitzschi
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Sheklaky
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verfasst:
16.Okt 2008 - 12:42

Du alter Zwiebelförster du! icon_eek

Sei froh, dass keiner auf Zwiebelförster-Jagd geht.

Edit: Zwiebelförster



editiert von: Troitzschi, 16.10.2008, 12:50 Uhr

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verfasst:
16.Okt 2008 - 13:25

Xela
ich weiß wie es sich anfühlt einer minderheit anzugehören...kann als 4 jähriger junge (niederländer) nach deutschland und bin ständig als käsekopf und ziebelförster etc. pp gedisst worden.


Mensch, hätteste uns das mal vorher gesagt, das klingt natürlich nach einer harten Kindheit. Mich haben sie auch immer "Spargeltarzan" genannt, weil ich so dünn bin, und Jens immer "Pumuckl", weil er rote Haare hat. Solche Wunden sitzen tief. Darf ich mir Dein Zitat in meine Signatur kopieren, denn sinnbildlich steht es quasi auch für meine 31-jährige Leidensgeschichte. Vielleicht sind wir ja doch Brüder im Geiste.

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Thompson
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verfasst:
16.Okt 2008 - 14:40

Leute, kein Offtpopic in einem so wichtigen Thread wie diesem bitte.

Ich für meinen Teil denke es reicht wenn in einem Partythread ein Besucher einer Party im Nachhinein gespielte Tunes oder Speeches mit homophoben Inhalt anprangert oder,noch besser, dies direkt auf der Veranstaltung tut.
Wenn Xela jetzt allerdings extra bei jeder Party darauf hinweisen muss das dort keine homophoben Tunes gespielt werden, ist das, meiner Meinung nach, sein gutes Recht. Er verletzt damit nicht die Forenregeln und beleidigt niemanden. Er geht höchstens Leuten auf die Nerven, aber das ist evtl. auch die Absicht dahinter...

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verfasst:
16.Okt 2008 - 14:44

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Xela
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verfasst:
16.Okt 2008 - 19:28

@Troitzschi: schade das du nichts zum thema schreibst. bist du das in dem video?

@Panda: anstatt hier in zynischer weise über meine kindheit zu phylosovieren, solltest du lieber meine frage an dich beantworten nech...ich stell sie dir aber gerne nochmal: wird es in zukunft auf partys wo du auflegst, Mördertunes und speeches gegen schwule und lesben geben?

by the way....auf der letzten raggaroma party waren ca. 45 besucher...das zeigt mir doch das viele leute hier mitlesen, nichts dazu sagen/schreiben, aber ihre schlüsse daraus ziehen.
Jesuaesen
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Buppie
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verfasst:
16.Okt 2008 - 20:33

Leute anzuprangern oder öffentlich zu Statements zwingen zu wollen ist in meinen Augen ein absolut falscher Weg und sicher nicht in meinem Sinne. Ebenso finde ich die Art und Weise wie Xela jetzt immer wieder den selben Satz wiederholt eher kontraproduktiv. Auf diese Art und Weise wird im Moment eine eigentlich gute Sache und eine eigentlich gute und richtige Einstellung absolut ins Lächerliche gezogen.


Xelaby the way....auf der letzten raggaroma party waren ca. 45 besucher...das zeigt mir doch das viele leute hier mitlesen, nichts dazu sagen/schreiben, aber ihre schlüsse daraus ziehen.


Hiermit wird der Einfluß von Reggae-Town glaube ich auch absolut überschätzt und eine leere Party wird es wegen dem Thema Homophobie auch in hundert Jahren sicher nicht geben.


Die Umgangsweise innerhalb ein und der selben Szene mit diesem Thema ist für mich teilweise echt fragwürdig...

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rawscal

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verfasst:
16.Okt 2008 - 21:58

Xela
by the way....auf der letzten raggaroma party waren ca. 45 besucher...das zeigt mir doch das viele leute hier mitlesen, nichts dazu sagen/schreiben, aber ihre schlüsse daraus ziehen.

ich tip ganz schwer auf die abwesenheit elmars.
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verfasst:
16.Okt 2008 - 22:23

Meiner Meinung nach ist hier jeder 2. Satz nicht mehr Topicgerecht, deswegen möchte ich dass die Posts ab sofort wieder Topicbezogen sind.

Dieser Diskussionsthread ist dafür da, um über das Thema "Zwischen Homo- und Dancehallphobie in Deutschland" zu diskutieren.

Alles andere kann man über PNs (private Nachrichten) klären.

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blindman
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verfasst:
17.Okt 2008 - 00:45

Xela
Seit ihr für Mördertunes und Speeches, oder dagegen das Schwule und Lesben diskriminiert werden?


probieren wirs doch einfach mit jedem aus. wir nageln jeden in ein fass.. und dann schmeissen wir jeden nacheinander in den fluss. geht er nicht unter ist es ein schwulen- und lesbenhasser und wir verbrennen ihn, geht er unter ist er es nicht gewesen und dann.. ehm überlegen wir weiter.

oder warte.. seid ihr mit uns oder gegen uns??
auf in den kampf, poliert die rüstungen und bringt ein dutzend rosen mit. mehr filmreife visualisierungen dieser idiotie fallen mir nicht mehr ein.

xela, du scheinst nicht fähig zu sein eine diskussion auf der basis von diplomatie und argumenten zu führen. ich beantrage hiermit eine usersperrung aufgrund von klarem fall von intelligenzresistenz. wer ist dafür?? obwohl.. ach holt ein fass!! vielleicht irre ich mich ja.

verrückte dinge hier dieser tage.



editiert von: blindman, 17.10.2008, 00:49 Uhr

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danny
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verfasst:
17.Okt 2008 - 01:27

muhaha..blindman...wie geil.
gerade wollte ich sowas in der art posten und dachte noch so bei mir..wird ja eigentlich zeit,daß kollege dread ma wieder was dazu sagt und schwupps..da isser..hehe

xela..n bißchen diplomatie is echt ma angebracht.du merkst doch selber,daß wir alle hier so keinen gemeinsamen nenner finden,oda?
(und das liegt nich nur an den anderen..)

an die anderen...einfach ma wieder runterfahren und die dinge wieder mehr rational als emotional betrachten.das würde uns wieder in die nähe einer konstruktiven diskussion bringen.

echt verrückte dinge hier dieser tage,dabei ham wir doch
ALLE GRUNDSÄTZLICH DIE GLEICHE MEINUNG! ts,ts,ts

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champanda
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verfasst:
17.Okt 2008 - 13:10

Xela, ich entschuldige mich dafür, wenn Du Dich durch meinen letzten Post beleidigt gefühlt hast, Du hast recht, das war zynisch und vielleicht auch ein bischen unfair.

Aber Du musst Dich auch echt nicht wundern. Du drehst hier seit ca. einem Monat fast ununterbrochen im roten Bereich. Angefangen hat es damit, dass Du im Thread einer Party, auf der Du laut meinen Infos noch nicht einmal anwesend warst, lauthals nach der Moral geschrien und indirekt sogar zum Boykott aufgerufen hast. So etwas ist in meinen Augen kein vernünftiger Umgang mit einem Thema, welches tatsächlich wichtig ist und durch die Kampagnen von Beck & LSVD leider nun auch eine politische Dimension bekommen hat.
An mehreren Stellen in der Diskussion wurde daraufhin der Wunsch geäußert, sich doch in konstruktiver Form mit dem Thema auseinander zu setzen. Ich habe darauf hingewiesen, dass jedeR sich auf seine Art und Weise mit dem Thema beschäftigen muss, dass wir uns in einem empfindlichen Prozess befinden, den es zu fördern gilt und nicht zu zerstören. Erst wenn wir ein Klima schaffen, in dem wir frei von fremdgesteuerten (Beck&LSVD) Vorwürfen reden können, OHNE den auf uns gerichteten moralischen Zeigefinger, wir würden alle indirekt zum Mord aufrufen etc. - erst dann lässt sich frei und offen darüber reden.
Denn, auch das sagte ich bereits, ich bezweifle weiterhin, dass hier auch nur ein einziger echter homophober Mördermusikant oder Plattenaufleger unter uns ist. Warum also diese plumpe Agitation bzw. Rufschädigung deinerseits? Es ist nicht zielführend.

Nichtsdestotrotz haben die Betreffenden (die im übrigen NIE für irgendwelche zweifelhaften Tunes und Speeches bekannt waren) sich von den Speeches des "Antichristen" ( icon_wink ) Elmar distanziert, eine Aktion, die ich cool fand und mit der sie sich in Anbetracht der hässlichen Diskussion im Vorfeld meinen Respekt verdient haben.

Aber das hat Dir offenbar nicht gereicht, stattdessen musstest Du weiter dummes Zeug posten, und z.B. behaupten, sie wären wohl noch zu jung, um diese Dinge zu begreifen.

Daraufhin wurde dann nochmals der Aufruf gestartet, die Diskussion doch bitte in vernünftiger Art und Weise an passender Stelle weiter zu führen, endlich kam es ansatzweise dann auch dazu und wir durften in diesem Thread hier einige interessante und zum Teil ehrliche Aspekte erfahren. Diese Phase der Auseinandersetzung fand ich angemessen und vor allem fruchtbar und Du hast auch versucht, Dich daran zu beteiligen. Ich empfand das als angenehm und war voller Hoffnung, Du hättest Deinen persönlichen Groll nun ad acta gelegt.

Aber dem war ja leider nicht so, nein, viel schlimmer noch. Du musstest wieder zu einer Party, auf der Du höchstwahrscheinlich wieder nicht anwesend warst (die geringen Besucherzahlen bezeichnest Du nun dreisterweise als Früchte Deiner Arbeit) irgendeinen Müll posten und Deinen persönlichen Kreuzzug weiter führen. Auf dieser Party ist laut einer persönlichen Info des Veranstalters an mich, nicht ein einziger Tune, nicht eine einzige Speech gelaufen, die die Gemüter erregen könnte.

Es stört Dich, dass ich mich einmische? Sorry, aber bei so etwas bekomme ich einen Kackreiz, es ist frei aus dem englischen übersetzt ein echter Schmerz im Arsch.

Du wurdest nochmal in den richtigen Thread verschoben, die gemachten Äußerungen wurden dadurch zwar nicht besser, aber zumindest war Ruhe im betreffenden Partythread. Das Reggae-Town-Team diskutierte ernsthaft, wie man in Zukunft damit umgehen solle, beließ es aber dann doch bei einer freundlichen Ermahnung.
Nun befindet sich aber Dein rethorisches und argumentatives Niveau seit ca. einer Woche im freien Fall. Du verleihst irgendwelchen Veranstaltungen (oder Autofahrselections) Dein persönliches Gütesiegel "Frei von Mördertunes und Mörderspeeches" und stellst Fragen wie "Seid ihr dafür oder dagegen". Da hat Blindman mit seinem letzten Post schon vollkommen recht, da wird einem ja Angst und Bange, so eine Zuspitzung der Fronten kenne ich sonst nur von Herrn Bush. Tut mir leid, Intelligenzresistenz würde ich es vielleicht nicht nennen, zumindest aber zeitweilige Merkbefreitheit. Vielleicht brauchst Du echt eine Pause.

Xela, ich erkenne Deine gut gemeinten Absichten an, aber Du weißt ja bestimmt: Das Gegenteil von Gut ist gut gemeint.
Also versuch doch bitte in Zukunft, Dich entweder in vernünftiger und Deinem Alter angemessener Art und Weise an der Diskussion zu beteiligen, oder lass es bleiben.



editiert von: Panda, 17.10.2008, 13:11 Uhr

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Xela
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verfasst:
17.Okt 2008 - 18:22

quake vom 11.9.2008Wenn die hiesige "Reggae-Szene" bis einschließlich Heute nicht im Stande ist sich zu Positionieren, dann erledigen das halt "andere" für uns!
Seehr weitsichtiger Post! Hut ab...

@ Panda: angenommen.

@ blindman: ich denke, in diesem fall gibts nichts zu diskutieren, da gibt's nur ein klares ja oder nein.

@ danny: der fred wird in der versenkung landen, ohne das sich was tut. wirst sehen...

so, nun könnt ihr das fass holen...ich habe fertig icon_biggrin



rawscal

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verfasst:
19.Okt 2008 - 20:53

http://www.regg...-20.html#top
dr.waterlily
Xela
rawscal
http://www.yout...=ObS2fc3eLdw
soviel zur .eu positionierung... icon_frown
was willst du uns damit sagen?

er meint sicher, dass das eine repräsentative positionierung der politischen strömungen in unseren breitengraden ist icon_lol "breiten"graden... haha

na, immerhin kann über eigene sinnfreiheit noch gelacht werden. das ist doch schön. fand ich schon immer bewundernswert an so manchen gemütern.

xela, dein "Big Up Civalizee" ist ob verlinktem video wohl ein schierer hohn deiner hier selbstlegitimierten funktion im board. höchst peinlich!

diese alibi-politisch motivierte inquisition offenbart sich nun an dieser stelle in ihrer ganzen lächerlichkeit. wie man ein simples indiz für latente homophobie und aktzeptierten chauvinismus im europa von gestern abend so ins lächerliche ziehen kann, entzieht sich echt meinem verständnis. manche parties sind nicht nur mördertune und speech frei, sondern anscheinend auch frei von verstand?

aber solang einige (ich) für dumm verkauft werden wollen, solls mein schaden nicht sein und den spass möcht ich nicht nehmen.

















editiert von: rawscal, 20.10.2008, 21:23 Uhr
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verfasst:
19.Okt 2008 - 20:59

hey rawscal, battyman tune und speeches haben doch alle sounds getätig. gerade du solltest dich mal schnell wieder zurücklehnen....

was glaubst du warum ich nicht hin gefahren bin alter, weil ich sonst auf die bühne rauf wäre und versucht hätte das zu unterbinden.

30¤ eintritt und nochmal soviel an benzingeld um sone scheisse zu hören ...da kann ich garnich soviel essen wie ich kotzen könnte
rawscal

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verfasst:
19.Okt 2008 - 21:10

ROTFL!!!!!!

"aber alle haben mit dem förmchen werfen angefangen buhuhuhuhu und dann hat einer geweint" "ja, deswegen hab ichs boykotiert!"

wo du dich doch sogern dem gängigen doppelmoraligen-reggae-duktus bedienst: sagt dir das wort hypocrite was alter?
viel geiler wär doch mal aktionismus der auf deine hohlen sprechblasen folgt. fahr doch mal hin nach köln und stürm die bühne?! das wär doch immerhin mal was.

ich komm z.b. auchmal im mephisto vorbei, und zähl die mördertunes die ob textlicher unwissenheit gespielt werden und pranger sie dann noch in der gleichen nacht auf reggae-town an! icon_biggrin

wie wirbt converse für die chucks so schön: revolution is the only way oder so?
Xela
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verfasst:
19.Okt 2008 - 21:20

jau, ich hab ehrlich gesagt auch schon darüber nachgedacht ob man dem Volker Beck oder dem LSVD nicht mal einen tip der üblichen verdächtigen sounds in hannover mal einen tip diesbezüglich gibt.

oder den inhabern der location mal nen tip gibt...man kann immer ne schippe drauf legen alter. aber wo soll das hinführen?

letztendlich appeliere ich immer noch an deine vernunft...und die alle anderen sounds.

verlass dich drauf, wenn ich in hannover sowas höre bin ich auf der bühne!!

habe ich auch schon auf der VA One Heart Reveloution in detmold gemacht...kannst den kollegen gerne fragen...
champanda
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verfasst:
19.Okt 2008 - 21:30

Xelajau, ich hab ehrlich gesagt auch schon darüber nachgedacht ob man dem Volker Beck oder dem LSVD nicht mal einen tip der üblichen verdächtigen sounds in hannover mal einen tip diesbezüglich gibt.


Next Level also = Denunziantentum. Fein.


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rawscal

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verfasst:
19.Okt 2008 - 21:34

Panda
Xelajau, ich hab ehrlich gesagt auch schon darüber nachgedacht ob man dem Volker Beck oder dem LSVD nicht mal einen tip der üblichen verdächtigen sounds in hannover mal einen tip diesbezüglich gibt.


Next Level also = Denunziantentum. Fein.

war schon immer das beste und erfolgreichste konzept! free your ass and your mind will follow.
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verfasst:
19.Okt 2008 - 21:38

jetzt kommt der panda... icon_lol

mischt sich wie immer ein, anstatt mal zu sagen wo er denn steht... icon_rolleyes

ich habe ihn schon zweimal hier im fred darauf angesprochen...leider bis heute keine antwort bekommen.

von wehm kam denn die ansage?
rawscalich komm z.b. auchmal im mephisto vorbei, und zähl die mördertunes die ob textlicher unwissenheit gespielt werden und pranger sie dann noch in der gleichen nacht auf reggae-town an! icon_biggrin

bleib du mal gaanz still mein lieber, von dir erwarte ich erstmal ein klar position

Xela
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verfasst:
19.Okt 2008 - 21:43

jungs ihr werdet in dieser sache unterliegen...die frage ist nur: seit ihr selbst inner lage euch zu beschrenken oder müssen es ander tun, so einfach ist das.

ich weiß klingt hart, und seehr undiplomatisch...ist aber leider fakt icon_cool
rawscal

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verfasst:
19.Okt 2008 - 21:48

Xela
bleib du mal gaanz still mein lieber, von dir erwarte ich erstmal ein klar positio

schon der große steyrische philosoph arnold s. wusste: action speaks louder than words.

geh du lieber mal weiter civalizee big uppen, du schwätzer. solang ist mir deine erwartungshaltung scheissegal, oder hast du ne harte erlöserpsychose und meinst, mein seelenheil erretten zu müssen? dann muss ich dich enttäuschen. reggae ist nicht meine religion und du bist nicht jesus. ich habe auch keinen obrigkeitskomplex. somit hat dich meine position gar nichts anzugehen und zu rechtfertigen gibt es dir gegenüber rein gar nichts.

p.s.: deine rechtschreibfehler kotzen mich an.



editiert von: rawscal, 19.10.2008, 21:49 Uhr
Jesuaesen
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verfasst:
19.Okt 2008 - 21:55

Xelajungs ihr werdet in dieser sache unterliegen...die frage ist nur: seit ihr selbst inner lage euch zu beschrenken oder müssen es ander tun, so einfach ist das.

ich weiß klingt hart, und seehr undiplomatisch...ist aber leider fakt icon_cool


Du merkst leider einfach nichts mehr. Du hast keine Ahnung wie und wer die Menschen sind mit denen du hier so kommunizierst. Wie kommst du auf die Idee, dass die Menschen sich gerade vor DIR rechtfertigen müssen?

In dieser Sache gibt es kein unterliegen oder gewinnen. Darum geht es doch überhaupt nicht. Du ziehst das hier alles in den Dreck, schade drum...

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verfasst:
19.Okt 2008 - 21:58

armer rawscal, du tust mir kein bisschen leid, das du meine rechtschreibfehler ertragen mußt.
ich hab ne lese u rechtschreibschwäche, ja und?

ich kämpfe für gerechtigkeit für alle menschen, mir is scheissegal was du über mich denkst. und alle pn's an mich liegen mitterweile bei meinem rechtsanwalt...falls mir was passieren sollte, alles klar?

bei dir und deinen sound werde ich aber mal anfangen mir kompetente unterstützung zu holen, trust me!
Xela
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verfasst:
19.Okt 2008 - 22:00

jaja Jesuaesen, ich weiß dein armes forum wird runtergemacht..sorry kann ich leider keine rücksicht drauf nehmen.

ich warte noch heute auf deiner rückruf...soviel zu dir
rawscal

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verfasst:
19.Okt 2008 - 22:04

mach das, ich liefer dir auch die mittschnitte zur beweisführung. icon_smile

juristen sind eh bekannt dafür, den kampf für gerechtigkeit besonders gut tragen zu können.
ich seh schon, bei dir ist das alles in guten händen und es kann positiv in die zukunft geblickt werden - ausgezeichnet!

kämpf weiter, mach mich stolz!
champanda
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verfasst:
19.Okt 2008 - 22:16

Xela, Leseschwäche hin oder her, wenn Du Dir die Zeit genommen hättest, einen meiner Posts zu lesen, bräuchtest Du mich nicht fragen. Und wenn Du selbst schon zugibst, dass das Forum von Jens in den Dreck gezogen wird, Du darauf aber keine Rücksicht nehmen möchtest, sollte man wirklich darüber nachdenken, ob das hier das richtige Forum für Dich ist.

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verfasst:
19.Okt 2008 - 22:21

Xelajaja Jesuaesen, ich weiß dein armes forum wird runtergemacht..sorry kann ich leider keine rücksicht drauf nehmen.

ich warte noch heute auf deiner rückruf...soviel zu dir


1. nicht mein forum
2. nein durch so einen kram wird das forum nicht runtergemacht
3. ruf doch selbst an
4. ich habe auch noch ein leben neben diesen dingen hier und muss mich vor dir nicht rechtfertigen (da warten noch ganz andere leute auf meinen anruf)
5. mach was immer du meinst, war mein letzter versuch
6. done

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verfasst:
19.Okt 2008 - 22:34

JesuaesenDu merkst leider einfach nichts mehr. Du hast keine Ahnung wie und wer die Menschen sind mit denen du hier so kommunizierst. Wie kommst du auf die Idee, dass die Menschen sich gerade vor DIR rechtfertigen müssen?

du bist wie ein wetterhahn, immer in windrichtung und leider nicht immer unparteisch. klar kenn ich die person, zumindest vom sehen, ich weiß wer panda und rawscal is, auch all die anderen vom sehen.

vor MIR muß sich niemand rechtfertigen...meine position is klar ( icon_wink ) die vom panda nicht, soll er doch einfach mal sagen wo er steht, kann doch nicht soo schwer sein.
JesuaesenIn dieser Sache gibt es kein unterliegen oder gewinnen. Darum geht es doch überhaupt nicht.
klar gehts darum, es wäre ein gewinn für die menschheit wenn das gedisse auf minderheiten eingestellt werden würde.

JesuaesenDu ziehst das hier alles in den Dreck, schade drum...
diejenigen die sich auf kosten von minderheiten belustigen ziehen das reggaebizz in den dreck...

@panda: ich ziehe das forum nicht in den dreck, das machen andere, indem sie nicht bereit sind ihre fehler ein zugestehen und ihr verhalten entsprechend zu ändern. ich habe dein post gelesen und auch verstanden, viele worte-keine taten würd ich mal dazu sagen.
mein IQ ist verhanden...ich hab ne lese u rechtschreib schwäche, bin aber nicht dumm. das ist ein unterschied.

@ rawscal: joh, jetzt gehen dir die argumente aus, armer rawscal
Xela
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verfasst:
19.Okt 2008 - 22:38

hach ich komm mit schreiben kaum hinterher...naja mehrere gegen einen icon_biggrin

ich hab dich übers icq versucht dich zu erreichen Jesuaesen, du sagtest: heut hab ich keine zeit für dich ich melde mich morgen. schon vergessen?
neXtar
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Elder
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verfasst:
19.Okt 2008 - 22:46

krass ey..
macht mal bitte nen neuen thread auf für euer gelaber, ist für euch übersichtlicher und man kann die ganzen posts von euch von hier dort rein verschieben ?!

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blindman
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verfasst:
19.Okt 2008 - 22:58

dont feed the trolls jungs. vll sollten wir endlich die ignore funktion freischalten.

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danny
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verfasst:
20.Okt 2008 - 04:49

so langsam erinnert mich das ganze hier an
israel vs palästina...

nur (bis jetzt noch verbale) bomben und anschläge...

jungs,am anfang dachte ich noch,daß is halt ne
kontroverse und etwas über das normale hinausgehende
debatte...
jetzt mach ich ernsthaft sorgen,wie daß hier endet..
action speaks louder than words..
SAGT MA HABT IHR SE NOCH ALLE??????

..kann nich mehr glauben,was hier abgeht..
..und bin wahrlich traurig drüber,
daß so ne gute sache wie reggae-town
da mit reingezogen wird..

ehrlich!
absolut enttäuscht über die entwicklung dieser diskussion.
hätte ich nich erwartet von euch..

ting DONE!
danke jungs..^^


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belinda
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20.Okt 2008 - 09:53

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verfasst:
20.Okt 2008 - 10:58

Xela
was glaubst du warum ich nicht hin gefahren bin alter, weil ich sonst auf die bühne rauf wäre und versucht hätte das zu unterbinden.

30¤ eintritt und nochmal soviel an benzingeld um sone scheisse zu hören ...da kann ich garnich soviel essen wie ich kotzen könnte


Und wieso schreibst Du dann im andern Thread "Big up Civalizee". Hä?
Passt für mich auch nich wirklich zusammen icon_frown
Jesuaesen
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Buppie
Buppie
Beiträge: 7423

verfasst:
20.Okt 2008 - 11:07

dannyso langsam erinnert mich das ganze hier an
israel vs palästina...

nur (bis jetzt noch verbale) bomben und anschläge...

jungs,am anfang dachte ich noch,daß is halt ne
kontroverse und etwas über das normale hinausgehende
debatte...
jetzt mach ich ernsthaft sorgen,wie daß hier endet..
action speaks louder than words..
SAGT MA HABT IHR SE NOCH ALLE??????

..kann nich mehr glauben,was hier abgeht..
..und bin wahrlich traurig drüber,
daß so ne gute sache wie reggae-town
da mit reingezogen wird..

ehrlich!
absolut enttäuscht über die entwicklung dieser diskussion.
hätte ich nich erwartet von euch..

ting DONE!
danke jungs..^^



Genau und deshalb fahren alle Gemüter jetzt mal wieder runter und wir begeben uns wieder auf eine sachliche Diskussionsebene. Die nächsten Beleidigungen werden verwarnt und Spambeiträge werden gelöscht. Die Diskussion ging ja eigentlich ganz gut los.

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reggaemum
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verfasst:
20.Okt 2008 - 13:27

..ich werd mich bestimmt nicht einmischen, das ist ja ein pulverfass hier icon_eek ....geht ja auch gar nicht mehr ums thema, nur noch persönliche anfeindungen und beleidigungen, traurig (....hoffe, ihr erschlagt euch nicht gegenseitig, wenn ihr euch im real life trefft...sind love, peace und respect nur worte? für mich nicht, allerdings oftmals schwer durchzusetzen,da muss man dran arbeiten, von alleine werden die menschen halt nicht besser..



editiert von: reggaemum, 20.10.2008, 13:54 Uhr

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blindman
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verfasst:
20.Okt 2008 - 13:30

ich glaub viele bewerten diskussionen im internet über. glaube kaum dass sich hier jemand schlagen wird wenn man sich begegnet. also back to topic jetzt.

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rawscal

Reggae Addict
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Beiträge: 227

verfasst:
20.Okt 2008 - 16:19

dannyanfang dachte ich noch,daß is halt ne
kontroverse und etwas über das normale hinausgehende
debatte...
jetzt mach ich ernsthaft sorgen,wie daß hier endet..
action speaks louder than words..
SAGT MA HABT IHR SE NOCH ALLE??????

so wie die letzte seite von dir in dunkelsten farben gezeichnet wird, ist es aber nun nicht. es muss schon gesehen werden, dass hier eben nicht ideologische gegensätze aneinander treffen, sondern vielmehr methodische! nun pulverfass ähnliche nahost-verhältnisse herbei zu zitieren, trifft die sache nichtmal im entferntesten. es ist in debatten, diskursen oder streitgesprächen aber schon so, dass positionen in der regel immer an einzelpersonen/gruppen zu identifizieren sind, so also auch hier.
und wenn von euch unterstütze benefiz-party reihen den programmatischen titel "action...louder than..." führen, dann ist das hier ebenso so zu besehen und eine gleiche lesart empfohlen.

warum jetzt also diese unnötige panikmache betrieben wird...?

zum (richtigen) topic: es kann doch getrost der 18.10. im e-werk diskutiert werden. ich habe auf europäischer ebene glaub ich noch keine veranstaltung dieser (szene-)gesellschaftlichen tragweite gehört, die so von homophoben phrasen durchsetzt war. das ist das eigentliche novum, welches hier in den raum geworfen werden sollte. dass das video dabei erklärungsbedarf hervorrief, entzog sich dabei meinem verständnis, da es an offensichtlichkeit wohl derem nicht bedurfte. wer sich den mittschnitt anhört, wird feststellen, dass es dabei keineswegs episode war.

over
dr.waterlily
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verfasst:
20.Okt 2008 - 19:18

tut mir leid rawscal, aber mir hat sich in dem eigentlichen thread nicht sofort ergeben, dass du eigentlich hier, unter diesem topic, dort diskutieren wolltest. hier, unter diesem topic, hätte ich deinen beitrag bestimmt ganz anders "interpretiert", sofern ich dazu in der lage bin icon_wink

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rawscal

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Beiträge: 227

verfasst:
20.Okt 2008 - 19:41

dr.waterlily...dass du eigentlich hier, unter diesem topic, dort diskutieren wolltest. hier, unter diesem topic...

dort musste überhaupt nicht diskutiert werden (wurde es ja auch nicht). dort wurde eine episode mit sowohl dort als auch hier topic relevantem gepostet. diese transferleistung, so dachte ich, darf ruhig mal gewagt sein.
einfach mal mitgedacht und die sache wäre voll auf kurs geblieben. die stichelein dürfen dann auch wieder eingestellt werden, um auf besagtem kurs zu bleiben. ;)

champanda
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verfasst:
20.Okt 2008 - 22:01

okay, rewind...

zurück zu einer der Ausgangsfragen:
Für mich persönlich bleibt es weiterhin zweifelhaft, ob der Gerechtigkeit damit genüge getan ist, wenn man sich einfach nur deutschlandweit darauf einigt/dazu verpflichtet, gewisse tunes außen vor zu lassen. Also, wenn man einen deutschen Selector schon als moralischen Contentmanager begreifen möchte, wem ist damit geholfen? Okay, cool, das Publikum bekommt vielleicht eine reingewaschene Selection serviert, und allgemein dürfte der romantisierte Wohlfühlfaktor "Reggaeparty" wohl auch wieder besser mit dem persönlichen Gewissen eines jeden harmonieren. Aber die Schwulen auf Jamaika haben davon wohl eher wenig, vermute ich zumindest. Ich hoffe man interpretiert mich diesmal richtig: ich bin nicht homophob (denn außer Höhenangst habe ich eigentlich keine weiteren Phobien...) und kann wie gesagt auch damit leben, auf gewisse Tunes zu verzichten. Aber logisch und konsequent ist es damit noch lange nicht. Denn sorry, wenn ich Herbert Digitals "99%" Zitat jetzt nochmal überstrapaziere: konsequenterweise dürfte man dann einen Großteil der jamaikanischen Artists gar nicht mehr spielen. Alles andere ist leider nur eine oberflächliche Schönheitsoperation, aber keine Ursachenbekämpfung. Ich unterhalte mich viel mit Leuten aus unserer Szene, und - ich will jetzt niemandem zu nahe treten - bei den "bösen Dancehallslackern" habe ich häufig den Eindruck, dass sie sich viel intensiver mit der (jamaikanischen) Realität auseinandersetzen.

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"Reggaeapologeten - diese deutsche Dancehallrichtung ist so garnicht meins. Ich denke, dass zunehmendes Alter und Reife bei vielen ohnehin eine Entkoppelung von subkulturellen Dogmen bedeuten." + follow me: http://twitter.com/champanda
belinda
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verfasst:
21.Okt 2008 - 08:27

ich glaube wenn wir von einer liebe"1love sprechen sind die schwulen&lesben inbegriffen. und wenn wir lieder spielen und dazu tanzen....wo es draum geht gegen sie zu feuern,entspricht das nicht den inhalt der 1love und meiner meinung nach,redet man von einer einheit und tut doch das gegenteil...für mich nicht echt!

menschen werden die hemmungen genommen zu urteilen und der erste schritt zur freindschaft ist gelegt.
auch wenn ich es nicht als schön&richtig empfinde mann&mann und frau&frau....weil die fortpflanzung es belegt wie es natürlich ist/scheint..

aber für mich noch lange kein grund ist, ein stein des abstoßes zu legen,lege ich solche eine platte auf... egal um welche schwule es sich handelt..in deutschland,jamaika...oder anderswo!
so mache ich mich mit schuldig zur anstiftung der feindschaft gegen schwule&lesben,das muss jeder selber verantworten,ich halt es so,liebe deinen nächsten wie dich selbst. und da ich mein leben schätze u liebe und selbst viele fehler mache und leider noch machen werde....versuche ich mich nicht leiten zu lassen zu verurteilen.

ich weiß das dass wort mächtig ist und verbreite lieber posetives...
ist es nicht so,das wir anfangen sollten gegen jeden strom der ungerechtigkeit zu schwimmen...
auch wenn sie im guten beat und aus herrlichen länder kommen?!

jedenfalls bitte ich,die sounds immer ohne diese tunes auszukommen, wenn sie auf meinen partys auflegen!
das klappt nicht immer,aber deshalb werde ich die sound's auch nicht steinigen.
den jeder wird alleine vor gericht gottes stehten und sich verantworten müssen....da gilt bestimmt nicht,der hat aber auch...und ich wußte nicht,weil ich nicht nachgedacht habe...oder ich hatte selbst so eine schlimme kindheit..blah u blubb.
für schwarz&weiß groß&klein hetro&homo arm&reich klug oder dumm
....sollte die eine LIEBE sein.

in diesen sinne
1love
sis belinda <><


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Manja
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verfasst:
21.Okt 2008 - 10:23

@Belinda wahre Worte!!

zwei Vorschläge...

1. vielleicht sollte man Versuchen sich zu Treffen offiziell
um darüber zu reden, ich denke ja ein gemeinsamer Nenner lässt sich da eher finden und man kann schneller ich nenn es mal "emotionale Ausbrüche" entgegenwirken ...
vielleicht könnte ja Reggae-Town das ein wenig ankurbeln ?!

2. mich würde hier noch mehr das Statement von Nichtselektoren /innen bzw Veranstaltern interessieren (sicher eine Frage der Überwindung)!


und generell da jetzt "Actions no Words" mit reinzuziehen .... schwach einfach nur schwach

Thompson
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verfasst:
22.Okt 2008 - 18:03

Pandazurück zu einer der Ausgangsfragen:
Für mich persönlich bleibt es weiterhin zweifelhaft, ob der Gerechtigkeit damit genüge getan ist, wenn man sich einfach nur deutschlandweit darauf einigt/dazu verpflichtet, gewisse tunes außen vor zu lassen....

Ausreichen tut dies sicher nicht, aber es ist der erste Schritt der passieren muss. Denn solange diese Tunes einen Absatzmarkt haben werden sie auch weiterhin produziert. Ich denke Dancehall verbreitet sich doch, neben dem Internet, hauptsächlich auch über die Dancehall. Der Selectah legt den neuen Tune auf, die Massive kauft ihn sich auch. Wenn diese Tunes gar nicht erst in die Tanzhallen gelangen werden sie sich auch bei der Massive nicht soweit verbreiten. Kaufen Selectahs den Tune garnicht erst und die Massive ebenfalls nicht, lohnt es sich für den Artist auch nicht den nächsten Tune wieder in die gleiche Richtung zu bringen.

Wie es Rawscal ja oben auch schon zur Sprache gebracht hat scheinen wir sehr weit davon entfernt zu sein das es zu einem Verzicht auf homophobe Tunes/Speeches kommt. Riddim Clash: Größter Clash Europas, veranstaltet von einem der größten Reggae Magazine Europas (welches sich schon häufiger gegen Homophobie ausgesprochen hat und Artikel zum Thema im Heft hatte). Viele Speeches/Dubs/Tunes der teilnehmenden Sounds zersetzt mit homophoben Lyrics. Großer Jubel unter der Massive alles freut sich, echt ekelhaft.
->War selber nicht beim Clash und berufe mich hier auf Aussagen Dritter, falls so falsch korrigiert mich bitte.
PandaAber die Schwulen auf Jamaika haben davon wohl eher wenig, vermute ich zumindest.

Das mag auf den ersten Blick wohl zustimmen. Noch weniger haben sie allerdings davon wenn sich in europäischen Dancehalls der gleiche Schwulenhass verbreitet/akzeptiert wird wie auf JA. Natürlich ändert ein Verzicht auf Battyman/Chi Chi Tunes in deutschen Dancehalls wenig an der Situation auf Jamaica, allerdings ändert es etwas an der Situation für Homosexuelle in D.
Und außerdem ändert es massiv etwas an der Situation für Dancehall-/Reggaefans in D. Werden diese Tunes weiter gespielt und verbreiten sich weiter, haben der LSVD und andere immer wieder einen Grund diese Musik im Ganzen zu verteufeln und wenn das so weiter geht hat Reggae bald einen richtig schlechten Ruf und wird nur noch auf dieses Thema beschränkt.
Dann wechseln wir direkt von "ist das nicht diese Kiffermucke" zu "ist das nicht diese Schwulenhassermucke"
PandaHerbert Digitals "99%" Zitat jetzt nochmal überstrapaziere: konsequenterweise dürfte man dann einen Großteil der jamaikanischen Artists gar nicht mehr spielen. Alles andere ist leider nur eine oberflächliche Schönheitsoperation, aber keine Ursachenbekämpfung.

Wie auch schon oben gesagt ist eine oberflächliche Schönheitsoperation schonmal mehr als gar keine Operation.
Das Problem liegt auch IMO nicht darin das ein Sänger Homosexualität als unnatürlich ansieht/mit seiner Religion nicht vereinbaren kann etc. sondern das der Sänger zu Gewalt an Homosexuellen Aufruft. Hier liegt doch ein himmelweiter Unterschied vor. Und wenn es um Gewaltaufrufe gegen Homosexuelle geht kommen wir wohl schon nicht mehr auf 99%.
Klar ist das trotzdem eine moralische Gradwanderung und liegt im Ermessen jedes einzelnen Selektahs.

Einen Punkt verstehe ich übrigens an der ganzen Diskussion nicht so ganz. Was homophobe Musik ist kann ich mir ja denken, aber was ist denn immer mit dieser "Mördermusik" gemeint? Sind darunter auch Gunlyrics und Ähnliches zu verstehen? Wenn ja stünden solche Dinge für mich auf einem ganz anderen Blatt und spiegeln bis zu einem gewissen Grad ganz einfach die Situation in Kingston wieder.
Manja
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Reggae Lover
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verfasst:
23.Okt 2008 - 10:26

Murder music („Mordmusik“, in Deutschland auch gebräuchlich „Hassmusik“) ist ein von dem britischen Aktivisten Peter Tatchell Mitte der 1990er Jahre geprägter Begriff, um bestimmte homophobe Werke vor allem jamaikanischer Musiker, in erster Linie aus dem Dancehall- und Reggaebereich, die zu Gewalt und Mord gegen Schwule aufriefen, zu bezeichnen.

Die britische Organisation Outrage, der LSVD und Human Rights Watch beschuldigten Beenie Man, Elephant Man, Sizzla, Bounty Killer, Vybz Kartel, Capleton, T.O.K., Buju Banton und andere Homophobie zu befördern.

Im Rahmen der Kampagne gegen murder music bzw. Hassmusik wurde auch der Künstler Eminem kritisiert.[1] In Deutschland wurden vom LSVD auch Rapper wie Bushido kritisiert. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat gegen die Aggro-Rapper Gökkan Sensan („G-Hot“) und Florian Bredendiek („Boss A“) wegen der Herstellung und Veröffentlichung des homophoben und volksverhetzenden Songs „Keine Toleranz“ Anklage erhoben.[2]

Bounty Killer und Sizzla wurden 2008 auf Initiative des LSVD und von Volker Beck vom Bundesinnenministerium im Schengener Informationssystem zur Abweisung an den Grenzen ausgeschrieben. Gleiches wird bei Elephant Man zur Zeit versucht. [3]

Ende August 2008 wurden einige jamaikanische CDs von Elephant Man wegen Jugendgefährdung in Deutschland indiziert. [4]


hab das hier mal aus wiki übernommen man(n) verzeihe mir
Jesuaesen
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Buppie
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verfasst:
23.Okt 2008 - 10:29

Das Thema Homosexualität sollte eurer Meinung nach also auch komplett im Clashbereich außen vorgelassen werden? Würde mich mal interessieren, wie eng ihr das dort seht und vor allem auch wieso.

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Thompson
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verfasst:
23.Okt 2008 - 10:56

JesuaesenDas Thema Homosexualität sollte eurer Meinung nach also auch komplett im Clashbereich außen vorgelassen werden? Würde mich mal interessieren, wie eng ihr das dort seht und vor allem auch wieso.


Da das Thema Homosexualität im Clashbereich nur zur Denunzierung des Gegners verwendet wird, somit also als negativer Begriff "Hey you ChiChi, suck your Mudda" wird der Massive damit suggeriert das Homosexualität etwas durchweg negatives ist. So etablieren sich Wörter wie "Battyman" als ganz einfache Schimpfwörter.
Ist ja im deutschen Alltag mit "Schwule Sau","Schwuchtel" auch nicht anders.

Wenn das ganze in einem humorvollen Rahmen bleibt halte ich das noch für OK. Schließlich muss ich über Homosexualität genauso Witze reissen können wie über alles andere auf der Welt. Nur werden Homosexuelle als minderwertige "Untermenschen" o.ä. dargestellt hört für mich der Spaß auf.



Ein weiterer Aspekt der ganze Debatte der mir grad so durch den Kopf geistert ist dieser:
Das Verbot und der dauerhafte Wiederstand gegen bestimmt Tunes haben, denke ich, erst dazu geführt das diese Lieder eine noch viel höhere Bekanntheit erlangt haben. Teilweise führt das ja schon dazu das sich manche Leute als besonders cool/verwegen/rebellisch vorkommen wenn sie solche Lieder auflegen. Einfach nur weil sie als "böse" gelten. Hätte beim Riddim Clash ein Sound "Boom Bye Bye" mit einem passenden Buju Dub gebracht hätte er wohl eher Forwards dafür bekommen als das er ausgebuht worden wäre.
Manja
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Reggae Lover
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verfasst:
23.Okt 2008 - 12:54

wieso sollte man jetzt da ausgerechnet einen Unterschied machen ... ??

anzumerken wäre das es ein langsamer Prozess sein wird um ein Verständnis dafür zu entwickeln ... die Gefahr des Ratens ausgerechnet dieser Tunes sehe ich auch ...

aber um mal deutlicher zu werden
wollen wir so sein wie die hier??

zum Flyer

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Thompson
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verfasst:
23.Okt 2008 - 13:08

Öhömm etwas groß der Naziflyer, sprengt den Rahmen. Kannst du das bitte in kleiner nochmal reineditieren?

Und der Nazivergleich hingt für mich eh immer etwas. Wie kann ich als Fan von schwarzer Musik, von antirassistischer Musik ein Nazi sein?
Selbst einen Befürworter von homophober Reggaemusik würde ich nicht als Nazi bezeichnen.
champanda
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Modeberator
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verfasst:
23.Okt 2008 - 14:35

belinda
auch wenn ich es nicht als schön&richtig empfinde mann&mann und frau&frau....weil die fortpflanzung es belegt wie es natürlich ist/scheint..


Sorry Belinda, dass ich jetzt Dein Zitat mal rauspicke. Du scheinst mir ein zutiefst gläubiger Mensch zu sein, und das respektiere ich auch.

Aber:

Das halte ich für eine der grundlegenden Keimzellen der offenen bzw. latenten Homophobie. Und dreimal dürft Ihr raten, wo´s her kommt. Richtig, Religion!
Die Zwangschristianisierung des kolonialen Jamaika hat den Grundstein gelegt, für das, was sich nun in textlicher ((und leider in JA auch in gewalttätiger) Form explosionsartig entlädt. Und woher kam die Christianisierung/Kolonialisierung? Richtig, aus Europa!
Solange dieser Irrglaube weiterhin in den "Gotteshäusern" Jamaikas propagiert wird, solange die Kirche & auch die Rastas versuchen, die fehlende humanistische Bildung & Erziehung durch alttestamentarische Märchen zu ersetzen, solange Jungs von Babymothers nach dem Prinzip "Survival of the Fittest" (Sozialdarwinismus) zu "harten" Männern herangezogen werden ohne jemals ihre Väter kennen gelernt zu haben, solange die politische Schicht weiterhin Homosexualität gesetzlich verfolgt, solange sehe ich da noch keinen wirklichen Fortschritt. Die Antwort kann nur sein: Bildung (angefangen z.B. mit offenem sexuellen Aufklärungsunterricht in der Schule) & bescheidener Wohlstand für alle.

So jetzt mal wieder ein Fokus auf unsere Spielwiese "Reggae in Europa": Ihr wollt Zeichen setzen, ihr wollt nicht so sein wie die Nazis, ihr wollt gerne Statements in Stein meißeln und Euch danach besser fühlen. Kann ich nachvollziehen, finde ich im Ansatz ja auch gut. Doch denke ich auch, dass es weder hilft, szeneintern mit der Nazi-Keule um sich zu schlagen, noch hilft es, wenn alle Sounds & Veranstalter sich jetzt ein hohles "Stop Murder Music" auf ihre Flyer & MySpace-Seiten drucken (lassen). Letzteres ist nämlich tatsächlich eine Wortschöpfung von "OutRage" und würde - so schätze ich es zumindest ein - eher dazu führen, dass die Jammys denken "Aha, eigentlich denken die ja so wie wir, die haben sich halt nur von OutRage & den lokalen Verbänden einen Maulkorb verpassen lassen". Es geht daher in meinen Augen darum, eine eigene Position, ein eigenes Wording zu entwickeln, welches sowohl für den Rudebwoy-Selector als auch den Conscious Sound im Lande funktioniert. Und das ohne diese dämlichen Szenebarrieren im Kopf (und davon gibt es einige...).

edit: kann mal wer den Naziflyer kleiner machen?



editiert von: Panda, 23.10.2008, 15:18 Uhr

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verfasst:
23.Okt 2008 - 15:50

jau die christen.....haben wohl den größten stein des anstoßes dafür gelegt!
wo schlagen und otter gezücht wohnt wissen wir, es brödelt da auch bis zum ende wohl so weiter!
jesus meint schon das die größesten antichristen sich mit seinen namen schmücken.
ich fühle mich deswegen nicht schuldig,das ist was der satan will...den sich schuldig fühlen oder sich ängstigen,hält von guten taten ab.
ich denke das es auch jetzt nicht darauf ankommt,einer religon....und der nächsten die schuld zu zu schieben.
sondern gute taten!!!

ich selbst bin christ,panda :)
aber gehöre keiner religon noch kirche an,ich bin da zu hause,wo die nächstenliebe wohnt!!!
ganz im sinne des erfinders ;)

gottes segen allerzeit love-smiley-056



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Thompson
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verfasst:
23.Okt 2008 - 15:59

belinda...weil die fortpflanzung es belegt wie es natürlich ist/scheint..

Denke das war eher als biologisches Argument zu sehen. Nach dem Motto: "Gibt es nur noch homosexuelle Menschen -> gibt es keine Nachkommen mehr -> stirbt die Menscheit aus"
Biologisch gesehen mag das ja ansatzweise zutreffen, aber in der Natur/bei Tieren ist Homosexualität weit verbreitet und ganz normal. Sexualität kann schließlich nicht nur auf die Fortpflanzung beschränkt werden, wer immer nur Sex hat wenn er sich fortpflanzen will tut mir Leid ;)

Zur Religion: Um das mal aus christlicher Sicht zu sehen. Wenn der Mensch Gottes Abbild auf Erden ist gehören da Homosexuelle genauso zu wie alle anderen Menschen. Das gleiche gilt für "Gott liebt alle Menschen" ja eben alle. Und wenn Gott den Menschen geschaffen hat, hat er auch Homosexuelle geschaffen und dies wird dann wohl auch seinen Sinn haben.

Die Aufzählung von Panda sehe ich ähnlich. Letzt endlich tragen die Schuld an der jetzigen Ablehnung der Homosexualität auf Jamaica die christliche Kirche und die europäische Kolonialisierung. Die Urbevölkerung Jamaicas wurde ausgerottet und durch Sklaven aus Afrika ersetzt welche noch Jahrzehnte nach Abschaffung der Sklaverei in einer Kolonialherrschaft unterdrückt wurden. Die ganze Zeit wurden der Bevölkerung die christlichen/kirchlichen "Werte" eingetrichtert zu denen eben auch die Homophobie gehört. Die Rastafari Bewegung hat sich aus dem Christentum entwickelt, beruft sich auf Teile des alten Testaments und interpretiert die Bibel in Bezug auf Sexualität teilweise noch radikaler als die Christen dies tun (z.B. die Bobo Ashanti).
Der Weg zu einer offenen und toleranteren Gesellschaft kann nur über mehr Bildung und erhöhten Wohlstand gehen. Davon ist Jamaica aber leider immer noch weit entfernt.


Bezogen auf ein eigenes Wording etc, halte ich Pandas Argument mit der "OutRage" Wortschöpfung durch aus für sinnvoll. Finde "Murdermusic" zum einen etwas publizistisch und zum anderen viel zu verallgemeinert. Es sollte eher etwas in Richtung "Reggaefans Against Sexual Prejudice" oder so her. So wie das die Skinheads mit SHARP in den 80er gemacht haben um klarzustellen das echte Skinheads nix mit den sich immer weiter verbreitenden Naziskins zu tun haben.

Ach ja: Ich weiß das es nicht die Christen gibt und auch nicht die Rastas. Meine Ausführung bezog sich hier auf Christen und Rastas die einen homophoben Glauben vertreten (wie z.B. die katholische Kirche). Also liebe Rastas und Christen bitte nicht gleich alle auf den Schlips getreten fühlen.
champanda
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Beiträge: 2478

verfasst:
23.Okt 2008 - 16:00

@belinda:
ging mir auch echt nicht darum, deinen glauben zu demontieren, ich denke, dass hast du wohl auch verstanden :) zwischen glauben und kirche/religion bestehen ja auch enorme unterschiede, leider...


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verfasst:
23.Okt 2008 - 16:03

ich weiss,lieber panda.

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verfasst:
23.Okt 2008 - 16:26

jetzt sind wa schon inna tierwelt ;)
Thompson
wir menschen aber können uns nicht fortpflanzen mit nur einem geschlecht! ;)
also wenn wir es demokratischen machen wollen,stimmt wir ab!
ich bin dagegen....das man tunes spielt die gegen schwule&lesben feuern!!


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verfasst:
24.Okt 2008 - 12:12

Da ich jetzt nicht so viele kenne die Stop murder music auf ihrern Internetplattformen "space" geben
äußer ich mich doch da gerne auch mal zu ...
bis jetzt hat es seinen Zweck erfüllt eine gewisse Sensibilisierung für dieses Thema obwohl das jetzt nicht das passende Wort ist ...

ich kann leider weit und breit keine derartige Bewegung in Deutschland registrieren oder hab sie halt noch nicht gefunden und der Gedanke selbst etwas ins Leben zurufen ist schon einer der größten Erfolge dies bezüglich... in diesem Thread.

auch ich sehe die Gefahr der verfehlten Wirkung mir liegt es fern Artists an den Pranger zu stellen... was nützt mir ein Vertrag den Beenie unterschreibt ohne sich zwei Wochen später daran zu erinnern ...?? mir geht es hier um das Gleichgewicht eben nicht nur das "eine" sondern auch das "andere" zu sehen .

Nachdem ich sehr intensive Auseinandersetzungen hatte über dieses Thema lag es an mir mich zu positionieren... wie wir es hier auch tun ...

"Reggaefans Against Sexual Prejudice"
ist hier einer der besten Ideen überhaupt und genau deswegen frage ich noch mal nach einem organisierten Treffen wo man dazu mal die Ideen und Argumente zusammenträgt und gemeinsam überlegt???


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verfasst:
24.Okt 2008 - 13:58

Maria Carla Gulotta,: Amnesty International, Kingston (Radio Interview):
Maria Carla Gulotta leitet das Büro von Amnesty International in Kingston. In ihrem Jahresbericht weist sie unter anderem die regelmäßigen Übergriffe auf Homosexuelle in Jamaika aus.

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Thompson
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verfasst:
24.Okt 2008 - 14:15

@Manja: Ein Treffen ansich fände ich ja ganz schön. Nur wen willst du dazu einladen? Es gibt ja keinen der für alle Sounds sprechen kann. Bzw. keine Soundsystemgewerkschaft oder so.
Dabei müsste dann ja meiner Meinung nach schon etwas handfestes herauskommen. Eine Art Vereinigung die dann versucht erstmal deutschlandweit aufzuklären und Leute für die Sache anzuwerben. Dafür brauchst du Infomaterialien, eine eigene Internetpräsenz, Sponsoren usw.
Ich fände es toll wenn es sowas geben würde und würde auch versuchen so etwas zu unterstützen. Mir fehlt nur selbst die Zeit mich intensiv bei so etwas mit reinzuklinken.

Wichtig wäre auch das sich so etwas frei von Reggae-Town bewegt. Reggae-Town kann ja gerne ein Projekt unterstützen, sollte aber nicht als Schirmherr gelten, find ich. Außerdem sollte so eine Vereinigung losgelöst sein vom LSVD und anderen.

@quake: Hey der quake ist auch mal wieder da :) Informativer Link thx
HoRo

Pixelbelichter
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verfasst:
24.Okt 2008 - 14:28

Thompson
Wichtig wäre auch das sich so etwas frei von Reggae-Town bewegt. Reggae-Town kann ja gerne ein Projekt unterstützen, sollte aber nicht als Schirmherr gelten, find ich.


Fände ich diesem Fall eigentlich gar nicht mal so schlecht, wobei "Schirmherr" natürlich Definitions- und Auslegungssache wäre ...

Greetz - HoRo

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Wo kämen wir hin wenn alle sagten wo kämen wir hin und keiner ginge um zu sehen wohin man käme wenn man ginge ?
danny
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verfasst:
24.Okt 2008 - 20:04

ich wär bei so nem treffen auch gern dabei..

aba wir könnten ja im kleineren kreis erstma grundsätzlich n bißchen quatschen... icon_wink
vielleicht am 28.11. inner glocke? icon_biggrin
wie sieht's aus panda,thompson,quake,rawscal,jens,xela,blindman,lenny
und alle anderen die sich was zu sagen hätten...?

vielleicht kann man in dem rahmen auch die ein oda andere
meinungsverschiedenheit n bißchen relativieren.. icon_wink

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Xela
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verfasst:
24.Okt 2008 - 20:12

belinda...
also wenn wir es demokratischen machen wollen,stimmt wir ab!
ich bin dagegen....das man tunes spielt die gegen schwule&lesben feuern!!
auch dagegen icon_cool


dannyich wär bei so nem treffen auch gern dabei..
...

dito!! dann könnt ich endlich ma meinen standpunkt verzählen ohne das mich dauert jemand missversteht
belinda
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verfasst:
25.Okt 2008 - 15:21

ich habe hier was gefunden,vlt für den ein oder andren von intresse!

von der alten guten pauline handtuchshaker http://www.mysp.../altepauline

ONE LOVE....
FIGHT HOMOPHOBIA ....

Was haben Neonazis, religiöse FundamentalistInnen und um die 100 Dancehall-Reggae-KünstlerInnen und Tausende ihrer Fans in aller Welt gemeinsam? Den Hass und die militante Agitation gegen Schwulen und Lesben. ....

Beispielsweise die “Zillertaler Türkenjäger“ wurden deutlich: "An alle Homos hier im Land, da hilft auch kein Gezeter, denn ihr wisst, wir kriegen euch früher oder später. Wir stürmen eure Tuntenbars und bringen euch zur Strecke, wir säubern unser schönes Land, Du schwule Sau verrecke!" Der Rapper G-Hot viel mit Texten wie „Ich geh mit 10 MG’s zum CSD“ negativ auf.....

.. ......

Vor nicht all zu langer Zeit machte der Dancehall-Reggae-Künstler Buju Banton mit “Boom Bye Bye" auch ausserhalb Jamaicas, von sich reden: „Boom bye bye inna batty bwoy head. Rude bwoy no promote no nasty man. Dem haffi dead" was frei und grob übersetzt in etwa heisst „Peng und tschüss in den Kopf einer Schwuchtel. Echte Kerle unterstützen keine Schwulen. Sie müssen sterben."....

Zu dieser Zeit waren “Battyman-Tunes" (Battyman ist eines von vielen Schimpfwörtern für Schwule) schon etwa seit 10 Jahren in der Dancehall-Reggae-Szene verbreitet. ....

Gar zum Wahlkampfsong einer jamaikanischen Partei stieg 2001 der Song “Chi chi man" von T.O.K. auf: „If they’re hanging in a queer man’s car / Blaze the fire, let’s burn them! Burn them! / If they’re drinking in a queer bar / Blaze the fire, let’s finish them! Finish them!" (aus dem jamaicanische Patois ins Englische übersetzt). Songs gegen Schwule (Battyman, Babylon Bwoy, Chi Chi Man, Fags, Faggots, Fassies, Funny Man, etc.) und Lesben (Sodomite, etc.) hatten wieder mal Hochkonjunktur - nicht nur beim jamaikanischen Publikum, das z.T. vor oder nach Konzerten die Songinhalte auch mal handfest umsetzte. Und damit war auch die ca. dritte Dancehall-Reggae-“Killerqueens"-Generation aus Jamaica am Start, die auch dieses Jahr weltweit Konzerte abhielt oder abhält (Sizzla, Bounty Killer, Vybz Kartel, Anthony B, Junior Reid, Baby Cham, etc.).....

.. ......

Bei aller homophober Gemeinsamkeit, der Unterschied zu Neonazi- und Gangsta-Hiphop-Bands ist, dass, während Neonazi-Bands wie Landser, Zillertaler Türkenjäger Sleipnir usw. klandestin Konzerte abhalten müssen, der Rapper G-Hot bestenfalls noch von halbmittelmässigen Konzertveranstaltern gebucht wird, können Dancehall-Reggae-ArtistInnen trotz der brutalen homofeindlichen Songs (fast) ungestört international Karriere machen und auch in halbalternativen oder "linken" Kulturzentren fette Gagen abkassieren.....

.. ......

Wer gegen die Auftritte der Dancehall-Reggae-"Killerqueens" protestiert - als Dancehall-Reggae-Fan und/oder als BetroffeneR - kriegt dann an Podien von hiesigen musikalischen heterosexistischen Menschen zu hören, Homohass und Homophobie seien halt Teil der "Kultur von Jamaika" und man müsse halt tolerant den Dialog suchen. Dass die VeranstalterInnen als Alternative auch KünstlerInnen ohne Homohassgewalt-Vergangenheit booken könnten oder vielleicht auch mal Opfer von Homohassgewalt in Jamaika und anderswo einladen könnten, wird konsequent ausgeblendet.....

.. ......

Während hierzulande Konzerte mit den "Killerqueens" nicht sehr häufig stattfinden, legen Soundsystems jedes Wochenende deren Sound auf - oft auch deren "Battyman-Tunes". Sie werden damit zum Werbeträger von sonst oft boykottierten KünstlerInnen und zu PropagandistInnen von homophoben Songs. Und sie suggerieren dem Publikum wie auch neuen Soundsystems, heteromackriger und homophober Dancehall-Reggae sei das "Normale" - so sei Jamaika, so sei Dancehall-Reggae, so müssten richtige Rastas und coole Dancehall-Jungs sein. Nur wenige verzichten bewusst auf Battyman-Tunes - einige nur an bestimmten Orten.......

.. ......

Heterosexismus, Verachtung, Hass, historische Mythen und Verschwörungstheorien gegen Schwule und Lesben kursieren nicht nur in den Texten, gedruckt gesungen oder online, von Neonazis und FaschistInnen sondern auch, oder besonders in denen von religiösen FundamentalistInnen - in Deutschland, in Europa, in Jamaika und anderswo.....

.. ......

Diesen Zustand wollen wir nicht länger hinnehmen. In der alten Pauline ist kein Platz für homophobe sexistische, rassistische und antisemitsche Menschen. Wer homophoben Dancehall hört, begibt sich auf eine Stufe mit Menschen, die andere menschenverachtende Musik (z.B. Rechtsrock) hören/spielen/auflegen. ....

Bleibt in Zukunft bitte zu Hause, ihr habt hier nichts verloren!!!....

.. ......

autonomes kollektiv gegen menschenverachtung ....

.. ......

.. ......

.. ......



weitere Informationen u.a. auf

Stop Murder Music Bern (Hintergrund-Infos, Killerqueen-Liste, etc.)
...... http://www.stopmurdermusic.ch

Stop Murder Music OutRage! (UK)
...... http://www.pete...sicindex.htm

Murder inna Dancehall (Hintergrundinfos, Songliste)
...... http://www.soul...ancehall.htm

Stop Murder Music Canada
...... http://www.egal...=E&item=1374

J-Flag (Jamaican Forum of Lesbians, All Sexuals and Gays)
...... http://www.jflag.org

eQual! Halle (D) (Infos zu Hiphop, v.a. G-Hot)
...... http://www.gleich.tk

DJ-Manifesto
...... http://www.soul...anifesto.htm

Reggae Compassionate Act
...... http://www.soul...nate_001.htm

Berner Reggae-Manifest
...... http://www.stopmurdermusic.ch/reitschule/stopmurdermusic/manifest.html




editiert von: belinda, 25.10.2008, 15:21 Uhr

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verfasst:
27.Okt 2008 - 15:04

info outta JA:
http://www.jfla.../index.shtml
Amper
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verfasst:
29.Okt 2008 - 16:11

rawscal
http://www.yout...=ObS2fc3eLdw
soviel zur .eu positionierung... icon_frown


Gemessen an dem Beispiel von Rawscal, hier mal eine kurze Info von gestern Abend, einem Patrice Konzert.

Zwischen Voract und Patrice lief noch ne zeitlang Konservenmucke. Dort tauchte dann auch Sanchez mit "Frenzy" auf und dazu wurde genauso vereinzelt geschunkelt/gefreut wie zu den anderen Klassikern, die dort trällerten.

Spiegelt mal abseits von nem Dance, bei nem anderen Publikum wieder, wie die deutsche Massive teilweise damit umgeht. Es interessiert einfach nicht, da man es entweder nicht weiß oder man es nicht versteht. Weiterhin scheinen sich auch Locations nicht damit auseinander zu setzen, denn sonst würden sie ihre Konservenmucke vielleicht überarbeiten. Soviel mal als Zustandsbeschreibung.

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blindman
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verfasst:
29.Okt 2008 - 17:13

rawscal
http://www.yout...=ObS2fc3eLdw
soviel zur .eu positionierung... icon_frown


hört sich an wie wenn man versucht tagsüber die autobahn zu überqueren!
zu diesem hampelmann braucht man nix zu sagen und diese crowd ey.. als hätte man denen was ins essen beigemischt, damit ab einem gewissen lautstärkepegel automatisch alle gliedmaßen sich vom körper spreizen.

per hat vll recht. unter umständen ist der deutsche reggaehörer einfach ein weghörer.. so paradox es auch klingt. muss nochmal drüber nachdenken.. hmpf

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DOWNLOAD --> http://www.regg...lid-167.html

lilli
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verfasst:
29.Okt 2008 - 21:36

dieses video erinnert mich gerade an ein gespräch, das ich vor ca. drei wochen mit zwei amerikanern geführt habe. wir haben uns über musikrichtungen unterhalten und kamen zu dem thema dancehall, dabei wurde mir vorgeworfen, dass die jamaikanischen dancehallartists nur durch uns deutsche so reich werden, da wir ihre musik "fressen" würden... diese aussage hat mich erstmal geschockt, denn es war nicht nur die ansicht der beiden, sondern auch die meinung mehrerer amerikaner. das mag jetzt subjektiv klingen. doch dass menschen in anderen ländern denken, deutsche hätten ebenfalls homophobe einstellungen, welche daraus resultieren dass wir die hauptabnhemer dieser musikrichtung sind, sind meiner meinung nach schon gravierend. ich weiß nicht, ob es fakt ist dass deutschland der hauptabnhemer ist, jedoch weiß ich dass viel reggae und folglich auch viel dancehall in deutschland gehört wird. somit habe ich versucht zu erklären, was der grund sein könnte, warum in deutschland so viele "battymantunes" gehört werden und ich kam ebenfalls zu dem schluss wie blindman und singrow, dass diese hörer nicht verstehen was sie hören und was sie mitträllern. klar hab ich erklärt, dass diese problematik nicht verallgemeinert werden kann, doch das tun menschen gerne, das schubladendenken ist so gut wie bei jedem menschen vorhanden. nur ist es schade, in welche schublade die deutschen reggaehörer in diesem gespräch gesteckt wurden...
nur wenn ich dieses video sehe, finde ich leider parallelen, welche die reggaehörer in die schublade passen lassen.
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Jesuaesen
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Buppie
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verfasst:
30.Okt 2008 - 03:54

ich bin gerade angetrunken aber wenn wir schon bei verallgemeinerungen sind... sind amerikaner die richtigen menschen die sowas sagen sollten?????????

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Xela
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verfasst:
30.Okt 2008 - 13:35

Singrowda man es entweder nicht weiß oder man es nicht versteht.
ich glaube, genauso ist das...deshalb sind die soundsystems in der verantwortung

blindman hat gut beschrieben, was einen "guten" soundboy/gal von einem "schlechten" unterscheidet...hab grad keine zeit es raus zu suchen, steht aber weiter vorn in diesem fred.
Thompson
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verfasst:
31.Okt 2008 - 12:36

Jesuaesenich bin gerade angetrunken aber wenn wir schon bei verallgemeinerungen sind... sind amerikaner die richtigen menschen die sowas sagen sollten?????????

Ändert diese Frage irgendetwas an der Situation? Das Prinzip "Fass dich an die eigene Nase" kann hier, meiner Meinung nach, nicht gelten. Ob die Ammis selber Abnehmer dieser Musik sind ändert für mich nichts an der erschreckenden Erkenntnis das im Ausland, auf Grund der Verkaufszahlen für homophobe Lyrics in D, angenommen wird deutsche Reggaehörer wären alle schwulenfeindlich.
Ich denke außerdem das in den USA Texte kritischer gesehen werden da die Sprachbarriere von Patois zu US-Englisch sicher nicht so groß ist wie von Patois zu deutschem Schulenglisch.

Es scheint sich ja heraus zu kristalisieren das der wichtigste Schritt zuerst die Aufklärung der deutschen Massive sein muss. Ansonsten kann sich jeder immer noch hinter "Versteh ich nicht" "wusste ich nicht" Aussagen verstecken.

Wg. der Verkaufszahlen:
Hier mal die Zahlen zum Jahr 2006 für die Einnahmen der Musikbranche weltweit. Leider zu 2007 nix gefunden :/
ZitatDeutschland behauptet auch im Jahr 2006 seinen vierten Platz unter den größten Tonträgermärkten der Welt und kann den Abstand zum fünftplatzierten Frankreich sogar noch leicht ausbauen.
Umsatzstärkster Markt bleiben mit großem Abstand die USA mit einem Anteil von 36,2% am Weltmarkt. Dahinter folgen Japan mit einem Weltmarktanteil von 16,6% und Großbritannien mit 10,2%. Deutschland kommt auf einen Umsatzanteil von 6,6% vor Frankreich mit 5,3%. Insgesamt machen die fünf größten Märkte rund 75% der weltweiten Musikverkäufe aus

Diese Zahlen beziehen sich natürlich auf die gesammte Musikindustrie, wie die Absatzzahlen von Reggae aussehen weiß ich leider nicht. Denke aber das Deutschland auch hier an 4. Stelle hinter den USA, Großbritannien und Japan steht. Bedenkt man wie klein Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern der Welt ist finde ich diesen Anteil an den weltweiten Musikverkäufen schon enorm.
Jesuaesen
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Buppie
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verfasst:
31.Okt 2008 - 13:46

Natürlich ändert das nichts an der Situation. Aber es ändert auch nichts an der Situation, dass ein paar Amerikaner so unqualifizierte Kommentare von sich geben.

Es sind auch nicht alle Leute Nazis nur weil so und soviel Prozent der Amerikaner denken, dass Hitler noch lebt... Ich finde solche Kommentare von "Außen" eher Kontraprodukitv als auch nur irgendwie hilfreich oder aussagekräftig.

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verfasst:
3.Nov 2008 - 16:17

@ singrow :
ZitatZwischen Voract und Patrice lief noch ne zeitlang Konservenmucke. Dort tauchte dann auch Sanchez mit "Frenzy" auf und dazu wurde genauso vereinzelt geschunkelt/gefreut wie zu den anderen Klassikern, die dort trällerten.

ja, das ist mir auch aufegefallen,und hat mich geärgert! Allerdings haben wahrscheinlich 90% der leute dort keine ahnung davon was er da singt.(vor allem bei diesem patrice konzert).Mit begriffen wie chichiman könen sie nichts anfangen, und tanzen gaznrmal.
zu jesuaesen würde ich gerne sagen, natürlich sind die kommentare unqualifiziert. Aber mich nervt so ein image, auch wenn es von nicht gebildeten menschen vertreten wird. die amerikaner wollen auch nicht als anhänger des KKK über einen kamm geschoren werden.Aussagekräftig sind sie insofern, dass sie sich verbreiten und eine massenmeinung werden. als deutscher wird man dann angefeindet, und wenn man auf dancehall steht soll man nun noch meht angefeindet werden?!!?


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verfasst:
5.Nov 2008 - 12:43

Eklat in Basel - Capleton Konzert wurde abgesagt!

http://i262.photobucket.com/albums/ii115/lukeelava_2008/capleton.jpg

http://www.20mi...agt-22550398

http://www.habs...ter_capleton

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verfasst:
7.Nov 2008 - 10:15

Weitere Infos zu Capletons Konzert Absage!

http://www.bazo...ory/13041254

http://www.diem...4/gaypleton/

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7.Nov 2008 - 23:35

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http://www.yout...=Ooi-ah73aC4

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verfasst:
15.Nov 2008 - 12:43

Yardflex Artikel über Capleton, Homophobie und die schweizer Organisationen

zum Artikel

Finde es beeindruckend wie wertfrei, nüchtern und unvoreingenommen ein solches Medium darüber berichten kann. Können sich einige eine Scheibe abschneiden.


Anderer Yardflex Artikel über den Rapper Trick Trick (Eminem Fellow), der öffentlich gesagt hat, dass er nicht möchte, dass Schwule sein Album kaufen:

zum Artikel

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schwachmat
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verfasst:
17.Nov 2008 - 18:43

Ich hab mal so ne allgemeine Frage dazu. Ist eigentlich die einzigste Bieblische Begründung für Homophobie die Stelle an der steht dass die Welt für Mann und Frau gemacht wäre und halt nicht für Mann und Mann? Weil dass schiene mir doch recht schwach gegenüber Christlichen Grundsätzen wie Nächstenliebe.

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danny
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verfasst:
17.Nov 2008 - 23:12

schwachmatIch hab mal so ne allgemeine Frage dazu. Ist eigentlich die einzigste Bieblische Begründung für Homophobie die Stelle an der steht dass die Welt für Mann und Frau gemacht wäre und halt nicht für Mann und Mann? Weil dass schiene mir doch recht schwach gegenüber Christlichen Grundsätzen wie Nächstenliebe.


stichwort: "vermehrung" ..

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verfasst:
17.Nov 2008 - 23:15

Gibt noch ein paar mehr, soweit ich weiß, aber die deutlichste ist aus Leviticus 18: "Und mit einem Mann sollst du nicht schlafen, wie man mit einer Frau schläft. Das ist ein Greuel."

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verfasst:
18.Nov 2008 - 01:52

Hab gerade nicht die Zeit das zu übersetzen, aber hier steht einiges über die Biblischen Grundlagen von Homophobie. Der Auszug kommt aus Cecile Gutzmore - Casting the first stone! - Policing of Homo/Sexuality in Jamaican Popular Culture (ist empfehlenswert. Gibt es zum freien download als PDF):

It must be understood that the imperative under discussion is specifically derived from the fundamentalist reading of the Holy Bible: passages in Leviticus assert respectively: ‘Thou shalt not lie with mankind, as with womankind: it is an abomination’; and: ‘If a man also lie with mankind, as he lieth with a woman, both of them have committed an abomination: they shall surely be put to death; their blood shall be upon them’ (Leviticus 18: 22; 20: 13). Earlier in the Bible the seriousness of the punishment Jehovah deals out in connection with homosexuality is made very clear in the often mentioned story of the destruction of Sodom and Gomorrah. According to the narrative, these ancient locations were sites of this great perceived evil: ‘their sin [homosexuality] is very grievous’ (Genesis 18: 20). Jehovah accordingly decided to destroy these cities and their inhabitants, excluding the single godly family – that of Jehovah’s servant Lot. The fundamentalists point to the fact that God, throughout His book, variously declares homosexuality to be an ‘abomination’ (Ezekiel 16: 50), a ‘vile affection’ (Romans 1: 26, 27), ‘unseemly’ (Romans 1: 27), ‘not natural’ (Romans 1: 26, 27), a form of ungodliness (Titus 2: 12). Of its practitioners, it is said firmly that ‘God gave them up unto a reprobate mind’ (Romans 1:28).

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verfasst:
18.Nov 2008 - 01:58

Hab die Fußnote übersehen icon_cool :

See also Genesis 1: 27; Genesis 18: 16; Leviticus 18; Isaiah 5: 20; Ezekiel 16: 49–50; Romans 1: 18

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verfasst:
18.Nov 2008 - 17:04

Das scheint für mich sehr wiedersprüchlich...Aber mit
Zitatthey shall surely be put to death
ist doch nich gemeint dass man selber Hand anlegen soll oder?

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verfasst:
18.Nov 2008 - 17:37

Vermutlich nicht, da die Justiz immernoch Gott obliegt. Aber in der Regel ist die religiös (rasta) motivierte Homophobie, bei der das metaphorische "fire pon" auftaucht (mit Ausnahme mal von Sizzla und co., die ja schon immer sehr Zwiespältig waren)

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verfasst:
19.Nov 2008 - 12:35

Danke für die Antwort. Ich fand schon immer dass Hass in Musik nichts verloren hat, schon garnicht im Reggae. Missstände anprangern is eine Sache, aber gegen Personengruppen hätzen eine andere! Ich unterstütze in dem Punkt zu 100% Raggabund. Ganz interessant zum Thema Umgang mit dem alten Testament finde ich den Film "Der blutige Pfad Gottes" (Originaltitel "The bondock saints")

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verfasst:
1.Dez 2008 - 14:47

Westdeutsche Zeitung berichtet über kommendes Capleton Konzert im U-Club



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verfasst:
1.Dez 2008 - 16:40

SingrowWestdeutsche Zeitung berichtet über kommendes Capleton Konzert im U-Club



ZitatUm 19.30 Uhr lädt die LesBiSchwule Jugendgruppe Wuppertal am 2. Dezember vor dem U-Club, Friedrich-Ebert-Straße 191, zur Demonstration gegen den Reggae-Sänger Capleton ein. Zur Demo haben sich die Jungen Liberalen, die Jusos und auch die Grüne Jugend Wuppertal angekündigt.


Na da bahnt sich ja was an icon_rolleyes
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verfasst:
1.Dez 2008 - 21:16

Und die Wuppertaler Tageszeitung lässt sogar online abstimmen:

klick mich

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verfasst:
1.Dez 2008 - 22:07

JesuaesenUnd die Wuppertaler Tageszeitung lässt sogar online abstimmen:


Bislang eine 2-Drittel-Mehrheit gegen Auftrittsverbot. Da waren ein paar Fans wohl fleißig am Klicken...

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"Reggaeapologeten - diese deutsche Dancehallrichtung ist so garnicht meins. Ich denke, dass zunehmendes Alter und Reife bei vielen ohnehin eine Entkoppelung von subkulturellen Dogmen bedeuten." + follow me: http://twitter.com/champanda
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verfasst:
1.Dez 2008 - 23:06

...



editiert von: SpreadinSupreme, 02.12.2008, 00:30 Uhr

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verfasst:
2.Dez 2008 - 11:39

Capleton Interview in Basel:

http://www.bazo...ory/29059989

http://stevenmi...ssverstehen/

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verfasst:
4.Dez 2008 - 16:49

Kleine Video Doku zu den Protesten:
http://video.wz-newsline.de

Inklusive jeder Menge Kommentare.
Jesuaesen
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Buppie
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verfasst:
25.Dez 2008 - 17:21

Habe gerade mit meinen Eltern über das Thema gesprochen und mein Vater hat mir erst von dem deutschen Paragraphen 175 erzählt. Wusste ich so auch noch nicht...

zum Wikiartikel

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verfasst:
27.Dez 2008 - 00:27

ZitatDer § 175 des deutschen Strafgesetzbuchs (§ 175 StGB-Deutschland) existierte vom 1. Januar 1872 (Inkrafttreten des Reichsstrafgesetzbuches) bis zum 11. Juni 1994. Er stellte sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe.

Info: Wikipedia

Wow, das wußte ich auch nicht, das es bis 1994 ! Gesetz war.

Ich erinnere mich aber noch an Schulhof-Sprüche wie :
Ach der, der hat doch Paragr. 175 ! Du bist doch § 175 ! ; u. ähnliches...










editiert von: Derfisch, 27.12.2008, 00:56 Uhr

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verfasst:
15.Feb 2009 - 18:02

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empfehle dringend den Kauf der aktuellen
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verfasst:
15.Feb 2009 - 18:03

jo, der artikel ist echt gut geschrieben und sehr informativ!

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Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's gemacht."





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verfasst:
15.Feb 2009 - 18:36

hm, "gut" geschrieben heißt für mich was anderes, ich habe vor einer woche versucht, den artikel durchzulesen, habe dann aber entnervt abgebrochen, weil mir dieses selbstgefällige, pseudointellektuelle geschreibsel von uli güldner (wie immer) voll auf den sack ging.

Bei Sätzen wie
güldner Als jemand,der bereits seit Ende seiner Schulzeit über Reggae schreibt und als erste Interviewpartner seines Lebens Dennis Brown und Bob Marley vorgesetzt bekam [...]
, beziehungsweise
güldnerGanz dezidiert ausklammern möchte ich Rasta-informierte Roots Musik, einfach weil auf diesem Feld die Firewall gegenüber jeder Form von Homosexualität bereits eingeschaltet ist, seit Rastafari in den Frühsiebzigern den Reggae-Diskurs zu monopolisieren begann und allein die Deutung und Decodierung der ganzen weit verästelten "Sodom&Gomorrah"-Begriffswelt - einem Kernbaustein im Rasta-Hypertext -, uns hier tatsächlich von Pontius zu Pilatus führen würde.

Entschuldigen Sie Herr Güldner, aber wen wollen sie damit beeindrucken? Ihre Rastalocken schüttelnden LeserInnen, die gerade die Bibel zum Buch Nr.1 gewählt haben? Bei einem solchen Satzbau (nicht beim Inhalt) muss ich kotzen. Bei jedem Germanisten würden Sie dafür müdes Lächeln bekommen, bei der Riddim kriegen Sie dafür einen Leitartikel. Wichtige Diskussion, falscher Autor.

Aber wenn Ihr meint, werde ich versuchen, den mal ganz zu lesen.



editiert von: Panda, 15.02.2009, 18:38 Uhr

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Amper
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verfasst:
15.Feb 2009 - 19:00

PandaWichtige Diskussion, falscher Autor.


Das bringt es vollkommena auf den Punkt. Ich habe den Artikel auch nur vorm Schlafen gehn im Bett verschlungen, aber so wirklich war mir nicht klar was Güldner für ein Statement damit abliefert für sich, für Riddim und für Reggae Deutschland. Sein Schreibstil steht dem vielleicht auch einfach im Wege, nicht unbedingt der Inhalt...

Vielleicht sollte ich es auch nochmal lesen icon_rolleyes

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Henna
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verfasst:
15.Feb 2009 - 19:06

hehe, du hast schon recht...aber wie du schon schriebst...man isses ja langsam vom Herrn Güldner gewohnt. Mal abgesehn von seinen Lobpfloskeln und den manchmal ziemlich überfüllten Sätze, die man erst beim 2 mal lesen rafft, finde ich den bericht aber trotzdem gelungen.

@Singrow: Denke schon, dass klar wird, welches Statement er vertritt...dass er nicht für die Riddim spricht und sprechen kann bei so einem Thema versteht sich von selbst. Übrigens geht der Artikel ab Seite 90 noch weiter, falls das irgendwer übersehen hat :)



editiert von: Henna, 15.02.2009, 19:17 Uhr

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verfasst:
15.Feb 2009 - 19:25

Henna Mal abgesehn von seinen Lobpfloskeln und den manchmal ziemlich überfüllten Sätze, die man erst beim 2 mal lesen rafft, finde ich den bericht aber trotzdem gelungen.


Mit dem Raffen hab ich da nicht so die Probleme, aber mit meiner Interpretation solcher Sätze. Finde Güldner hat hier mal wieder mit seine Aufklärung Sätze und Argumentationslinien rausgehaun, wo ich mir dachte: Noch mehr Angriffsfläche kann man ja nicht bieten, wobei er ja nur aufklären tut. Ist halt immer ne Frage der Wertung, nur sein Schreibstil mit dem angesprochenen Selbsbeweihräuchern ist da nicht vorteilhat finde ich...

Wie gesagt, mag seine Artikel und rhetorischen Anspielungen gerne, aber bei einem so ernsten aktuellen Thema finde ich, hat er sich bissel zu sehr in der Geschichte "verstrickt". Finde das Statement der Riddim zum Thema ist auf der Strecke geblieben.

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verfasst:
15.Feb 2009 - 20:13

Ich habe es geschafft den Artikel ganz durchzulesen, habe mich aber hinterher gefragt: Was steht da eigentlich drinn ? War es denn wirklich nötig in einen so "kurzen" Texst so viele Fremdwörter reinzupacken wie das "hochintelligente" Hirn hergibt ? Und ist es möglich in einen so "großen" Texst so wenig Inhalt zu packen, dass man vorher genauso schlau ist wie hinterher ?

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verfasst:
15.Feb 2009 - 20:22

Finde auch, dass der Artikel ziemlich wenig Inhalt hatte. Allerdings sollte man dabei bedenken, dass die Riddim ja schon mehrfach zu dem Thema berichtete und (den Eindruck hatte ich) sich hier versucht an Leser zu richtigen, die die anderen Artikel auch gelesen haben. D.h. sie wollten im Wesentlichen nur die "neuen" Aspekte (Beck etc. …) hineinpflanzen. Aber genau hier liegt der Knackpunkt, denn genaugenommen gibt es nicht viele neue Aspekte und das was draus gebaut wurde bleibt meiner Meinung nach weit hinter dem zurück was man von der Riddim gewohnt ist (übrigens war auch der erste Artikel von Güldner zu dem Thema sehr viel inhaltsreicher – was auch immer man von dem Inhalt gehalten haben mag).

Was den Güldnerischen Schreibstil angeht, so lese ich gerade "Reggae - die Kings aus Kingston" von Ulrich Hoppe (Heyne, 1981). Der Schreibstil hat verdammte Ähnlichkeit mit dem von Güldner. Würde mich nicht wundern, wenn er sich den dort abgeschaut hat.

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verfasst:
17.Feb 2009 - 10:47

hallo. ich habe jetzt alles hier gelesen und finde das echt gut das ihr darüber diskutiert. aber irgendwie ist den meisten soundsystems und den leuten das irgendwie voll egal. am wochenende war ich in der platform bei der party und da hat der DJ mal wieder chi chi man von tok gespielt und viele leute haben laut mitgesungn. ich verstehe das nicht und finde das echt voll peinlich. icon_frown

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verfasst:
4.Mär 2009 - 12:25

Das jamaicanische Staatsoberhaupt Bruce Golding sieht nicht die Notwendigkeit, die Strafandrohung bei gleichgeschlechtlichen Handlungen zu lockern oder gar auf zu heben:
Er fühlt sich von ausländischen Orgaisationen unter Druck gesetzt. Das Strafmass kann bis zu sieben Jahre betragen!

ZitatBuggery laws firm - Prime Minister of Jamaica says life sentences for sex-offence breaches
Published: Wednesday | March 4, 2009


Daraine Luton, Staff Reporter
PRIME MINISTER Bruce Golding has described gay advocates as "perhaps the most organised lobby in the world", but has vowed not to yield to pressure to wipe buggery from the books as a crime.

"We are not going to yield to the pressure, whether that pressure comes from individual organisations, individuals, whether that pressure comes from foreign governments or groups of countries, to liberalise the laws as it relates to buggery," Golding said in Parliament yesterday.

The prime minister was closing the debate on the sexual offences bill.

Not stiff enough

Ernest Smith, South West St Ann member of parliament, created a stir when he made his contribution to the House last month.

During that speech, Smith charged that the punishment for buggery, which has a maximum seven-year sentence, was not stiff enough and that homosexuals were "abusive and violent".

Smith later called for the director of public prosecutions to instruct the police to charge members of the Jamaica Forum for Lesbians, All-sexuals and Gays (J-FLAG) with conspiracy to corrupt public morals.

However, Golding has distanced himself from Smith's comments on homosexuality and the right of J-FLAG to exist.

"I disagree with the comments he (Smith) made about the rights of persons who advocate for liberation of laws relating to sexual offences, to facilitate, to allow persons the right of choice in their sexual practices," Golding said.

Won't accept suggestions

But Golding made it clear that his government was not prepared to accept suggestions or demands for the crime of buggery to disappear from the books.

"Every society is shaped and defined by certain moral standards and the laws that evolve in that society are informed by a framework that the society recognises.

"If we start to yield; if we start to liberalise in the direction that strong organised lobby would insist that we should, then where do you draw the line?" the prime minister said.

Golding found himself at the edge of the daggers of gay-rights advocates following his "not in my Cabinet" statement that was made on BBC television.

Golding was responding to whether gays would be allowed a place in his Cabinet to which the prime minister responded, "Sure, they can be in the Cabinet but not in my Cabinet."

Yesterday, Golding said that the Government had a duty to uphold the moral framework of the country through legislation. He also promised that homosexuals would not be targeted because of their lifestyle.

"We have a duty to protect people in the country and, therefore, we will never support or condone either the acts of violence or threats of violence or intimidation in any shape or form against persons because of their sexual preferences or lifestyle," the prime minister said.

Won't peep through windows

The prime minister continued: "We will never start peeping in anybody's bedroom to see what they are doing within their own privacy. We will never start hounding down people because they may have lifestyles that we would prefer did not exist."

"But what we are not going to do is to give official or legislative endorsement that now holds that up and say this is a perfectly acceptable way to live," the prime minister said.

Meanwhile, Golding has said that as part of a menu of sexual legislation in the new bill being considered, provision was being made to sentence those persons caught in the act of buggery to life.

Grievous sexual crimes such as rape, carnal abuse and incest will attract the maximum penalty of life under the proposed sexual offences act.

daraine.luton@gleanerjm.com

http://www.jama...d/lead1.html

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verfasst:
12.Mär 2009 - 13:04

Hier gibt es eine Film zu dem Thema Namens Culture Clash. Der Film ist eine Abschlussarbeit gewesen.

Klick mich

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verfasst:
14.Mär 2009 - 02:32

Ziemlich langer Thread. Ziemlich viele vernünftige Postings. Auch wenn sich der ein oder andere mal wieder in seiner ganz persönlichen political correctness verliert.

Wenn euch das Thema Homophobie aber wirklich so sehr am Herzen liegt dann schmeisse ich einfach auch mal einen Link in die Runde. Mit dessen Hilfe könnt ihr, wenn ihr denn wirklich wollt, vielleicht etwas sinnvolles gegen unsere eigene hausgemachte Homophobie tun.

http://www.schwulesblut.de

Es geht bei der Aktion darum, dass in Deutschland Blutspenden von schwulen Männern nicht akzeptiert werden, da sie in Bezug auf AIDS einer Risikogruppe zugeordnet werden. Eine Diskriminierung mit ernsthaftereren Folgen als dem Spielen eines Liedes auf einer Party.



editiert von: SimonKA, 14.03.2009, 02:40 Uhr

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verfasst:
14.Mär 2009 - 13:29

@ SimonKA:

heikles Thema, dass Du da ansprichst.

Vom Verbot zur Blutspende sind auch betroffen:

* Homo- und Bisexuelle Männer
* Prostiuierte
* Drogenkonsumenten
* Gefängnisinsassen
* Menschen, die sich längere Zeit in England aufgehalten haben ( wegen des Risikos von Creutzfeld-Jakob / BSE)

In der Stellungnahme von Volker Beck zu dem o.g. Thema ist auch die Erlärung der Bundesärztekammer nachzulesen, die wie folgt lautet:

Bundesärztekammer unter Hinweis auf die EU-Richtlinie 2004/33/EG vom 22.03.2004 "Homosexuelle Männer sind eine Risikogruppe mit erhöhtem Übertragungsrisiko einer durch Blut übertragbaren schweren Infektionskrankheit. Da eine Beurteilung des individuellen Risikoverhaltens bei der Spenderbefragung im Rahmen der Blutspende nicht ausreichend verlässlich möglich ist, ist man gezwungen die Gruppe der Homosexuellen zu betrachten und nimmt in Kauf, einzelne Personen dieser Gruppe, für die individuell kein erhöhtes Risiko besteht, auszuschließen. Homosexuelle Frauen werden im Übrigen nach der gängigen Praxis nicht von der Spende ausgeschlossen, da es keine Daten gibt, die auf ein erhöhtes Risiko der HIV-Übertragung in dieser Population hindeuten.".


Weitere Fakten:

- laut Angaben von schwulesblut.de sind 1% aller bi- und homosexuellen Männer mit HIV infiziert.

Laut Angaben des Kampagnenportals vergissaidsnicht.de sehen die AIDS/HIV Statistiken in Deutschland folgendermaßen aus:


Eckdaten HIV und Aids in Deutschland - Stand Ende 2008

* Menschen, die Ende 2008 mit HIV/AIDS leben: ~ 63.500

* Männer: ~ 51.800 (49.500 – 54.000)

* Frauen:~ 11.700 (10.900 – 12.400)

* darunter Kinder:~ 200

* darunter Menschen, die mit AIDS leben: ~ 10.500


Zahl der Neuinfektionen in Deutschland 2008


* Zahl der Neuinfektionen in Deutschland 2008: ~ 3.000

* darunter Männer, die sich 2008 neu infiziert haben: ~ 2.650

* darunter Frauen, die sich 2008 neu infiziert haben: ~ 350

* darunter Kinder die sich 2008 neu infiziert haben: ~ 25


Infektionswege (geschätzt):


* Männer, die Sex mit Männern haben: 72 %

* Heterosexuelle Kontakte: 20 %

* i.v. Drogengebrauch: 8 %

* Mutter-Kind-Transmission: < 1 %


[b]Neue AIDS-Erkrankungen im Jahr 2008[/b]


* Neue AIDS-Erkrankungen im Jahr 2008: ~ 1.100

* Männer: ~ 900

* Frauen: ~ 200

* darunter Kinder : ~ 5


[b]Todesfälle bei HIV-Infizierten im Jahr 2008[/b]


* Todesfälle bei HIV-Infizierten im Jahr 2008: ~ 650


[b]Gesamtzahl der HIV-Infizierten seit Beginn der Epidemie[/b]


* Gesamtzahl der HIV-Infizierten seit Beginn der Epidemie: 81.500 – 86.000


[b]Gesamtzahl der AIDS-Erkrankungen[/b]


* Gesamtzahl der AIDS-Erkrankungen seit Beginn der Epidemie: ~ 35.200

* darunter Männer: ~ 30.400

* Frauen: ~ 4.800

* darunter Kinder: ~ 200


[b]Gesamtzahl der Todesfälle bei HIV-Infizierten:[/b]


* Gesamtzahl der Todesfälle bei HIV-Infizierten seit Beginn der Epidemie: ~ 27.500

edit: Die Statistiken wurden erhoben vom Roland-Koch-Institut


Ich bin kein Statistiker, aber die Kombination der Zahlen von vergissaidsnicht.de + die tatsache, dass 1% der bi- & homosexuellen Männer (also einer von hundert) infiziert sind, rechfertigen nach meiner (nüchternen) Einschätzung die Bezeichnung "Risikogruppe mit erhöhtem Übertragungsrisiko". Nichtsdestotrotz besteht natürlich auch ein nicht zu vernachlässigendes Risiko bei heterosexuellen Blutspendern und ich kann die Anti-Ausgrenzungskampagne seitens schwulesblut.de aus menschlicher Perspektive auch durchaus nachvollziehen. Ich denke aber auch, dass solche EU-Richtlinien in Hinblick auf ein höchst sensibles (und lebenswichtiges) Thema wie Blutspende nicht einfach aus der Luft gegriffen sind.


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Amper
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verfasst:
14.Mär 2009 - 13:55

Sehe ich das falsch: Wer Blut spendet, muss sich doch einem Aids Test unterziehen, muss man heutzutage vor jeder OP. Damit wird doch faktisch das Risiko bis auf die Fehlerquote ausgeschlossen, wie bei jedem heterosexullen im Vorfeld auch.

Wie kann man denn da überhaupt nen Unterschied sehen (selbst wenn die Zahlen stimmen das Homosexuelle eher HIV infiziert sind)?!

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SimonKA
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verfasst:
14.Mär 2009 - 18:38

@Panda: Schön aufgearbeitet! Solchen Zahlen stehe ich allerdings auch grundsätzlich skeptisch gegenüber, da sie meist von gewissen Interessensgruppen stammen oder in einen entsprechenden Kontext gestellt wurden.
Ich überdenke da eher die Fakten und bilde mir damit eine Meinung.

Und in dem Fall geht die so: Die Ablehnung von "schwulem Blut" entstammt grundsätzlich der Anfangszeit von AIDS. Damals gab es solche Fälle von Infizierungen durch Spenden wohl wirklich (was sehr schlimm ist) und die Testmethoden waren viel schlechter als heute. Es war eben ein neues Problem.
Heute sind die Testmethoden gut und vermutlich sehr sehr zuverlässig. Faktor Zufall und Faktor Mensch spielen hier, wie aber auch in jedem anderen Bereich des Lebens, natürlich auch eine Rolle (die man akzeptieren muss).
Jede Blutspende wird heute getestet. Die Einschränkungen bei der Sicherheit betreffen schwules Blut in gleichem Maße wie das von Heteros. Es kann also genau so gut eine Hete zum Überträger per Blutspende werden. Und überhaupt - will ein Schwuler Spenden dann verschweigt er seine Neigung heute einfach. Eine Problemlösung ist diese Ablehnung von schwulem Blut also absolut nicht.

Was unterm Strich bleibt ist eine nicht gerechtfertigte Diskriminierung von Schwulen im Jahre 2009. Hier in Deutschland.
Dagegen stehen vermutlich hunderte von Menschenleben die bereits durch schwule Spenden gerettet wurden oder hätten gerettet werden können. Denn es herrscht anscheinend ein schlimmer Mangel an Blut- und Organspenden in Deutschland. Durch den Mangel müssen wir dann (glaube ich) sogar Blut aus Osteuropa importieren. Und geben Qualitäts- und Kontrollmechanismen ab die man hierzulande eventuell noch hätte.

Einem Kranken würde die Wahl zwischen Tod oder schwuler Spende wohl sehr leicht fallen. Leider wird man nicht vor die Wahl gestellt denn in so einem Fall würden sich Ärzte sogar strafbar machen.

Wegen der Testmethoden macht es einfach keinen Unterschied mehr. Per bringt es also auf den Punkt wenn er fragt wie man da überhaupt einen Unterschied machen kann.

Eine unnötige Diskriminierung!

edith meint grad noch, dass ich der Einordnung von Schwulen als Risikogruppe garnicht widerspreche. Die Zahlen scheinen das zu rechtfertigen. Aber der Ausschluss von Risikogruppen... der ist eben das Problem. Interessant wäre jetzt, ob auch Pflegepersonal und Ärzte selbst von solchen Spenden ausgeschlossen sind. Das sind ja schließlich auch Risikogruppen was Infektionskrankheiten angeht.





editiert von: SimonKA, 14.03.2009, 18:49 Uhr

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Beiträge: 1101

verfasst:
17.Mär 2009 - 22:13

SimonKAZiemlich langer Thread. Ziemlich viele vernünftige Postings. Auch wenn sich der ein oder andere mal wieder in seiner ganz persönlichen political correctness verliert.

Wenn euch das Thema Homophobie aber wirklich so sehr am Herzen liegt dann schmeisse ich einfach auch mal einen Link in die Runde. Mit dessen Hilfe könnt ihr, wenn ihr denn wirklich wollt, vielleicht etwas sinnvolles gegen unsere eigene hausgemachte Homophobie tun.

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Es geht bei der Aktion darum, dass in Deutschland Blutspenden von schwulen Männern nicht akzeptiert werden, da sie in Bezug auf AIDS einer Risikogruppe zugeordnet werden. Eine Diskriminierung mit ernsthaftereren Folgen als dem Spielen eines Liedes auf einer Party. editiert von: SimonKA, 14.03.2009, 02:40 Uhr


kann ich mir irgendwie nicht so richtig vorstellen. es steht doch nich in meinem perso was für ne sexuelle orientierung habe. würde ein ernsthaftes interesse daran bestehen von schwulen männern KEINE blutspenden anzunehmen müsste man das doch irgendwie kontrollierbar machen. oder??
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verfasst:
18.Mär 2009 - 05:59

Jabbi
SimonKAZiemlich langer Thread. Ziemlich viele vernünftige Postings. Auch wenn sich der ein oder andere mal wieder in seiner ganz persönlichen political correctness verliert.

Wenn euch das Thema Homophobie aber wirklich so sehr am Herzen liegt dann schmeisse ich einfach auch mal einen Link in die Runde. Mit dessen Hilfe könnt ihr, wenn ihr denn wirklich wollt, vielleicht etwas sinnvolles gegen unsere eigene hausgemachte Homophobie tun.

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Es geht bei der Aktion darum, dass in Deutschland Blutspenden von schwulen Männern nicht akzeptiert werden, da sie in Bezug auf AIDS einer Risikogruppe zugeordnet werden. Eine Diskriminierung mit ernsthaftereren Folgen als dem Spielen eines Liedes auf einer Party. editiert von: SimonKA, 14.03.2009, 02:40 Uhr


kann ich mir irgendwie nicht so richtig vorstellen. es steht doch nich in meinem perso was für ne sexuelle orientierung habe. würde ein ernsthaftes interesse daran bestehen von schwulen männern KEINE blutspenden anzunehmen müsste man das doch irgendwie kontrollierbar machen. oder??


naja,du musst halt vorm blutspenden nen fragebogen ausfüllen und wenn de den als schwuler ehrlich beantwortest...naja,dann zack..biste inner risikogruppe.
um das problem zu umgehen,müsste man als homo eigentlich nur lügen können,aba das kanns ja wiederum auch nich wirklich sein..
ich seh da nur eine lösung:die testverfahren des blutes müssen optimiert werden,so daß auch "frische" infektionen erkannt werden können.
so lange das nich gegeben is,werden halt risikogruppen erstellt,um "nach besten wissen und gewissen" zu handeln,was ich auch eigentlich nich schlecht finde.
bleibt halt die frage nach der risikogruppe.und wenn ich das hier lese:

Mehr als 70% aller homo- bzw. bisexuellen Männer mit wechselnden Geschlechtspartnern haben ausschliesslich Safer Sex mit Kondom, sind von einem Infektionsrisiko praktisch ausgeschlossen. Dieser Wert ist konstant seit 17 Jahren gleich hoch, während die Verwendung von Kondomen unter Heterosexuellen seit 2003 kontinuierlich sinkt, und unter 70% zu fallen droht. (Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)

..dann empfinde ich die einstufung homosexueller menschen als risikogruppe für blutspenden schon auch irgendwie als diskriminierung..

edith fragt gerade noch,daß wenn die chance auf ne aids infektion durch ne blutspende zur zeit bei 1:1,5 mio liegt und wir aufgrund mangelnder deutscher blutspenden auf spenden aus ländern angewiesen sind,die weit niedrigere test standards als die deutschen haben,ob wir da nich irgendwas kontraproduktives machen?



editiert von: danny, 18.03.2009, 06:08 Uhr

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Amper
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verfasst:
15.Apr 2009 - 19:53

buwanadanke erstmal für deine Erklärung und herkunft des Wortes pur

da fast jeder jamaikanischer Artist schon mal homophobe Texte hatte ,muß das ja echt langweilig werden
und die Kultur aus der die Musik kommt ist nun mal homo hassent und gehört nun mal dazu ob man das mag oder auch nicht .auch eine Art der diskrimisierung oder nicht was ihr da macht.
aber viel Spaß bei euer politisch korrekten spießer Party


Quelle

Genau wegen solchen Statements, kann sich (und ja nun biete ich wieder Angriffsfläche) ein normal intelligenter Mensch kaum mit der Szene identifizieren. Hierbei gehe ich natürlich davon aus, das die meisten so oder so ähnlich das Thema, "mehr oder weniger zur Seite schiebend und verdrehend" angehen. Diese Definition von Reggae Musik und die Schlussfolgerungen wie
buwanaauch eine Art der diskrimisierung oder nicht was ihr da macht.
sind einfach sooo weit weg von dem was ich bei diesem Thema an Erkenntnis hier in meinem Land einnehme.
Das führt zu Seperation, Schrumpfung der Szene usw., obwohl alle die Musik lieben gelernt haben. Das ist meines Erwachtens enorm schade, denn nicht immer sollte der klügere aufgeben müssen, wenn auch schon mehrfach (auch in diesem Thema) geschehen.

Daher schön zu sehen, das es immer mehr Leute gibt die sich Aufklärung auf die Fahne schreiben, anstatt blind und gehörlos zu adaptieren und am Ende sogar die Meinung noch zu verteidigen bzw. andere deswegen anzugreifen. Dagegen kann ich ja nix sagen, denn jeder soll seine Meinung freu äußern dürfen, aber die nach meiner Meinung nach auf offensichtlicher Dummheit gewachsenen Ausssagen (siehe Oben), kann man beim besten Willen nicht stehen lassen. Erst Recht nicht, da sie fast exemplarisch sind für den Umgang vieler hier lebender Reggae Fans mit dem Thema Homophobie.
Hoffe das sich da auch im Zuge der Bemühungen von Einzelnen, mal eine gewisse Verbesserung einstellt und wenn es nur die Toleranz gegenüber den Leuten ist, die sich Aufklärung auf die Fahne geschrieben haben. Denn das ewige Haten, führt unweigerlich zu mehr Problemen für alle.

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verfasst:
17.Apr 2009 - 13:31

Zitat Budding artistes is more tolerant towards gay

Music produced by budding Jamaican artistes is more tolerant towards gay people than that of their more seasoned, "rogue" counterparts the Jamaica Forum for Lesbians, All-Sexuals and Gays (JFLAG) says.

In a release on Sunday the body said "Despite the occasionally homophobic rant by rogue deejays, we have seen a general decline in the level of homophobia coming from new Jamaican artistes and in new music from Jamaica. We have also seen corporate sponsors withdrawing their support from music that promotes violence or discrimination against any group."


Significant successes

JFLAG said these were significant successes in the progress they have made over the last decade, but expressed dissatisfaction with a San Francisco-based group's decision to boycott Jamaican products and by extension, the island. This move JFLAG said could possible side-track all the progress they have made.

JFLAG said while they were thankful for the support of international allies, "it is important that (those) allies understand the nature of our struggle and engage us in a respectful way about it (and) that they be guided by us."

To do otherwise, the local gay rights group said would be a setback.

The US based group, Boycott Jamaica, reportedly started their work earlier this month and has launched a website, http://www.boycottjamaica.org, encouraging others to support their cause. Among other things posted on that website is a link encouraging supporters to write-off Jamaica as a vacation destination, Prime Minister Bruce Golding's popular 'not in my cabinet' statement and clearly profiled photos of some three Jamaican products they are urging supporters to stop buying. Two of these are alcoholic beverages.


Respect their reasons

A posting on the website also responded to the release that JFLAG release. The San Francisco based group wrote: "Today, JFLAG came out against this boycott. We respect their reasons and understand that they are unable to stand up and be out. However, we believe that a boycott is what will be most effective in the long term."

The boycott group clearly defined the only two conditions under which they will end the boycott. Those conditions demanded that the Jamaican Government publicly commit to end gay bashing on the island and improve the human rights situation; and (issue) a statement from the Prime Minister clearly and unequivocally condemning violence against gays, lesbians, bisexuals and transgender people and expressing regret for past violence.

http://www.jama...s/news2.html
Benni
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Beiträge: 316

verfasst:
17.Apr 2009 - 14:02

da würde ich ja gerne mal ein bischen genauer hören welche artists sie damit zum beispiel meinen. habe so eine tendenz bisher nicht wahrgenommen. höchstens, dass dieses simple und eindeutige "bun battiman/bun chichiman" ding ein bischen abgenommen hat und eher andere phrasen gedroschen werden.

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Xela
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verfasst:
16.Mai 2009 - 11:54

Eurovision von Drohungen gegen Schwule überschattet

die_weltVor dem Grand-Prix-Finale in Moskau wächst die Sorge vor Gewalt gegen Schwule und Lesben bei deren traditionellen Feiern zum Eurovision. Es gilt ein generelles Verbot für Homosexuellen- Demonstrationen. "Wir werden so vorgehen wie bei jeder anderen nicht erlaubten Veranstaltung", kündigte ein Polizeisprecher an mehr...


mal sehen ob herr beck sich mal wieder ne blutige nase holen wird und in Zukunft alle russischen artist aus dem schengen raum verbannt...

Thompson
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verfasst:
28.Aug 2009 - 11:56

Hier mal der Link zu einem Thread aus dem lokalen Hannover Bereich bei Reggae-Town. Die Diskussionen sind entstanden nach dem beim More Fire Festival 2.0 als Headliner T.O.K. angekündigt wurde.
Teilweise ist hier sehr gut zu sehen wie verhärtet die Fronten mittlerweise sind, sowohl auf Seite einiger Dancehallfans, als auch auf Seite der Homosexuellenvertreter und ihrer Unterstützer.
nachtrag 22.08. tok absage

Leider dreht sich das Thema mittlerweile seid Jahren immer wieder im Kreis ohne wirklich zu einer Lösung zu führen.

Was denkt ihr zu diesem Thema?
Was für eine Lösung könntet ihr euch vorstellen?
Teffy
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Beiträge: 41

verfasst:
28.Aug 2009 - 13:31

HoRo
quakeWenn die hiesige "Reggae-Szene" bis einschließlich Heute nicht im Stande ist sich zu Positionieren, dann erledigen das halt "andere" für uns!


Genau so sieht es aus, viel "Bla Bla" in irgendwelchen Foren, ABER es wäre bisher entgangen, z. B. einen Soundsystem-MC während eines Gigs auf der Bühne mit einer klaren Positionierung erlebt zu haben.

Es gab (und gibt) ja immer mal wieder Veranstaltungen a´la "Fight against rascism" oder auch diverse Benefiz-Sachen - eigentlich könnte und müsste man diesen Faden entsprechend weiterspinnen ...

Denn vom reinen Nichtstun seitens der Reggaeszene wird es keine positive Veränderungen geben.

Irie greetz - HoRo


Wie wäre es den mal mit einer Veranstaltung zu gunsten von Jamaikanischen Organisationen die sich für die Rechte von Schwulen und Lesben einsetzen???




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Jeder Mensch bereitet auf irgendeine Art Vergnügen, der eine, wenn er ein Zimmer betritt, der andere, wenn er es verläßt.............

champanda
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verfasst:
28.Aug 2009 - 14:45

Thompson Was denkt ihr zu diesem Thema?


ach, ich find das mittlerweile zum teil echt nur noch traurig und beschämend, welche abgründe sich durch manche äußerungen hier zu den wichtigen themen a la homophobie auf tun. one step forward two steps backward. der hinweis von gayrights, dass eine gesunde szene normalerweise die fähigkeit zur selbstregulierung haben müsste, trifft imho z.zt. den nagel voll auf den kopf, so leid es mir auch tut. bei solchen diskussionsverläufen und dahin gerotzten sprüchen wie z.b. "ey dancehall ist ghetto und deswegen ist das halt so..." steht unterm strich ein EPIC FAIL. totale stagnation, total peinlich, ein eigentor jagt das nächste, fremdscham galore, ein einziges publicity disaster. es ist zum heulen, da verliert man echt die lust, sich überhaupt noch für irgendwas eizusetzen: vertane liebesmüh.

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schwachmat
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verfasst:
26.Sep 2009 - 18:46

Wie geht ihr eigentlich selber mit Homophoben Künstlern bzw. deren Songs um?

Ich hab z.B. letztens mal durchgeguckt und alles was ich von Elephant Man, Capleton und T.O.K. hatte gelöscht.



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Manja
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verfasst:
26.Sep 2009 - 19:09

ich finde Selektion ist schon mal ein Anfang, alles zu löschen das ist doch fatal, denn dann gehen dir ja ein paar richtige Hammer Tunes verloren mit der richtigen Message und die haben ja alle 3 hier genannten... und wenn du das "so" bei jedem Artist praktizierst bleibt nicht mehr viel übrig!

was du privat hörst kann dir keiner nehmen ist halt eher die Frage was und wie öffentlich auf Dances Mixes ect verbreitet wird.



editiert von: Manja, 26.09.2009, 19:11 Uhr

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schwachmat
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verfasst:
26.Sep 2009 - 20:26

Ich hab aber keinen Bock solche Leute zu unterstützen. Auch wenn ihre Tunes ansonsten gut sind. Das ändert nämlich nichts daran, dass sie homophobe Arschlöcher sind. Da können sie noch so viel über Babylon herziehen -sie machen trotzdem mit.

edit : Das is natürlich nur meine Meinung, mir ist einfach eine gewisse Konsequenz wichtig.



editiert von: schwachmat, 26.09.2009, 21:39 Uhr

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RapTIX
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verfasst:
26.Sep 2009 - 20:54

schwachmatIch hab z.B. letztens mal durchgeguckt und alles was ich von Elephant Man, Capleton und T.O.K. hatte gelöscht.

Oh Oh...ist ja schon sehr konsequent.
Soooo viele Big Tunes (falls die in deiner Sammlung waren icon_wink )
Naja muss jeder selber wissen !!

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schwachmat
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verfasst:
27.Sep 2009 - 11:38

Ich wollt eigentlich nich mit euch drüber reden was ich mache, sondern wissen wie ihr das so handhabt. Ich wollte nur mit eigenem Beispiel voran gehen icon_cool

Soll natürlich nich heißen, dass ich kein Bock auf Diskussion hab.

@Konsequenz, das hat bei mir nich wirklich was mit durchhalten zu tun z.B. auf Capleton verzichten -ich kann die Musik einfach nich ohne schlechtes Gewissen hören.



editiert von: schwachmat, 27.09.2009, 12:42 Uhr

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ForrestFunk
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verfasst:
27.Sep 2009 - 21:22

Also ich persönlich bin auch alles andere als homophob und kann die Messages einiger Künstler auch nicht gutheißen, trotzalledem erwische ich mich selbst oft in dem moralischen Konflikt. Spielst du sie nun oder nicht. Weil es echt einige BIG TUNES gibt, die aus der Selection nicht wegzudenken sind. Zuhause jedoch habe ich kein Problem damit Lieder mit schwulenfeindlicher Message zu hören. Klar ist das dumm, die Message eifnach auszuschalten, weil die Musik gut ist, aber ganz auf sie zu verzichten will ich dann auch nicht. Vor allem ist es für mich besonders schwer die Message zu ignorieren, da ich als gebrandmarkter HipHopliebhaber immer sehr sehr viel Wert auf die Lyrik gelegt habe und immer noch tue und vor allem viele Künstler aufgrund ihrer nonsenshaltigen Texte einfach ignoriere bzw. nicht höre. Ich meine wieso hört man rechtsradikale Bands genau aus diesem Grund nicht, weil man sich mit deren AUssage nicht identifizieren kann, und bei Dancehallkünstlern scheißt man auf Deutsch gesagt darauf. Klar der Vergleich mag ein bisschen krass klingen, aber läuft ja im Endeffekt auf das gleiche hinaus.

Und nur die Musikalität und die Verankerung in der jamaikanischen Gesellschaft, können das ganze ja nicht legitimieren. Habe mich selbst ertappt. Aber ist ja mit vielen Sachen so. Man weiß wie Tiere gehalten und misshandelt werden, aber will trotzdem nicht auf das Stück Fleisch verzichten. Man prangert den Klimawandel an, aber ist sich doch zu fein 500Meter zur Bank zu Fuß zu gehen etc etc. Kann man viele weitere Beispiele anbringen.

Fakt ist, dass man sich ja indirekt beim Spielen von BattyBwoy Tunes (nicht unbedingt der Künstler)
sich mit deren Message identifiziert. Auch wenn es mir einige widerlegen werden.

Denke aber das man zwischen "auf dem Dance auflegen" und "zu hause hören"unterscheiden sollte.



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verfasst:
27.Sep 2009 - 22:17

ForrestFunkZuhause jedoch habe ich kein Problem damit Lieder mit schwulenfeindlicher Message zu hören.

Ich kann zum Beispiel weder auf dem Dance noch alleine daheim Tunes mit homophoben Inhalten hören trotz deren vermeintlichen BIG TUNE Charakter. Für mich persönlich sind solche BIG TUNES einfach keine.

ForrestFunkDenke aber das man zwischen "auf dem Dance auflegen" und "zu hause hören"unterscheiden sollte.

Stimmt in gewisser Weise schon. Was ich daheim alleine in meinen vier Wänden höre, bekommt ja in der Regel niemand mit.







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schwachmat
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verfasst:
27.Sep 2009 - 22:49

ForrestFunkIch meine wieso hört man rechtsradikale Bands genau aus diesem Grund nicht, weil man sich mit deren AUssage nicht identifizieren kann, und bei Dancehallkünstlern scheißt man auf Deutsch gesagt darauf.


Ich finde Schwulenhass ist eindeutig eine Faschistische Eigenschaft.

ForrestFunk
Man weiß wie Tiere gehalten und misshandelt werden, aber will trotzdem nicht auf das Stück Fleisch verzichten.


Das geht schon icon_wink

ForrestFunk
Denke aber das man zwischen "auf dem Dance auflegen" und "zu hause hören"unterscheiden sollte.


Jo was man für sich selber hört is Privatsache.

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verfasst:
27.Sep 2009 - 22:53

schwachmat

ForrestFunk
Denke aber das man zwischen "auf dem Dance auflegen" und "zu hause hören"unterscheiden sollte.


Jo was man für sich selber hört is Privatsache.


...dann gibt es also sowas wie heimliche musikfaschisten :)

ich wusste es...

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verfasst:
27.Sep 2009 - 23:02

Musikfaschist ist für mich etwas anderes. Ein Musikfaschist hatet alles, was nicht in sein musikalisches Genre passt, so würde ich das definieren.

Aber ihr habt mich ja dazu gebracht, dass ganze mal zu überdenken. Boykottiert ihr denn die Künstler an sich oder nur deren Battybwoytunes?

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RapTIX
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verfasst:
28.Sep 2009 - 10:41

Ich werde keinen Künstler wegen seiner Battyman Tunes boykottieren, weil es eben noch sehr viele Big Tunes außerhalb der homophoben Tunes gibt und auf die möchte ich nicht verzichten.

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verfasst:
28.Sep 2009 - 12:15

RapTIXIch werde keinen Künstler wegen seiner Battyman Tunes boykottieren, weil es eben noch sehr viele Big Tunes außerhalb der homophoben Tunes gibt und auf die möchte ich nicht verzichten.


Das ist im Grunde für manchen "Gay-Rights-Aktivisten" inkonsequent, aber im Prinzip sehe ich das genauso.

Die Künstler, die die meisten Battyman Tunes geschrieben haben (u.a. Capleton) gefallen mir persönlich im Großen und Ganzen sowieso nicht. Aus diesem Grund stellt sich mir die Frage des Boykotts dieser Artists nicht, da ich sie sowieso nicht höre und sie in meiner Musiksammlung nicht vorkommen.







editiert von: Oleejah, 28.09.2009, 12:17 Uhr

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schwachmat
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verfasst:
28.Sep 2009 - 14:04

Ich persönlich möchte hinter der Musik stehen können die ich höre. Und das funktioniert nicht, wenn ich weiß, dass der Sänger es am liebsten hätte, wenn alle Schwulen mal so richtig "durch das moralische Feuer gereinigt" werden.

Wenn man sich jetzt ne CD von Elephant Man kauft, und dann nur "korrekte" Lieder hört, dann unterstützt man ihn und die Verbreitung von Schwulenhass ja trotzdem.

Man würde ihn zwar stärker unterstützen, wenn man die CD dann irgendwo auflegt, aber sich darauf auszuruhen finde ich in der Tat inkonsquent.

Entweder man tolleriert solches Gedanken"gut" oder halt nicht. Sich irgendwo dazwsichen zu positionieren hat, meiner Meinung nach, wenig Sinn und wird vermutlich auch keine Änderung herbeiführen.

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verfasst:
28.Sep 2009 - 14:26

Also den Papst und Stoiber würde ich jetzt auch mal als Homophob betrachten.
Trotzdem würde ich Sie nicht in eine Ecke mit Nazis stellen, die den Schwulen jede Existensberechtigung abstreiten.

Aber diese Diskussionen gehen hier auch immer in diese Richtung, es gibt für die meissten nur "ja" oder "nein"

Und sind unsere Opas alle verachtenswert und wir schmeißen die Fotos von Ihnen weg und reden nicht mehr mit Ihnen, weil Sie Schwul sein als vielleicht abartig ansehen?

Sollten die Muslime uns genauso ansehen weil wir unreines Scheinefleisch essen?
Oder die Rastas sollten nicht mit uns reden, kaufen nichts von uns besuchen unsere Dances nicht weil wir Fleisch essen und Alkohol trinken?

In meinen Augen ist es so das, wer alle beispielsweise Elephant Man tunes wegschmeisst genau so reagiert.

Das Schwarz-Weiß-Denken bringt nix verhärtet die Fronten und grenzt aus.
Wir MÜSSEN mit allen im Gespräch bleiben nur so kann man etwas erreichen.

Und mal ehrlich Oralverkehr ist aus Jamaikanischer Sicht fast genauso übel wie Schwul sein.
Und? Ich spiele trotzdem die aniti-suck Songs, da fühl ich mich nicht diskiminiert solange es nicht darum geht das ich jetzt verbrannt werden soll, weil ich diese Praktiken als angenehm empfinde.

Die Frage lautet also wo hört Meinungsfreiheit auf und wo fängt Hetze an.

Wenn einer singt er findet Schwulsein unnatürlich/abartig so mag das aus unserer Sicht dumm sein. Aber ich denke es ist noch eine Meinungsäußerung, die wie gesagt vielleicht dumm ist aber legetim.

Um auf den Opa zurückzukommen.
Der ist mit völlig anderen Moralvorstellungen aufgewachsen. Wir müssen Ihn mit viel Geduld und Zuneigung mitnehmen und Ihn nicht einfach ausstoßen nur weil er in seiner Zeit/Welt von Anfang an etwas anderes Gelernt hat.

Naja hoffe es ist verständlich was ich meine.








editiert von: RaggaDon, 28.09.2009, 14:28 Uhr
schwachmat
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verfasst:
28.Sep 2009 - 15:34

Als Antwort auf den "Reggae Compassionate Act" kam von Vybz Kartel "No Apology". Wie gehts jetzt weiter? Der Dialog ist gescheitert, andere Ansätze sind mir nicht bekannt; ich find ein Boykott angebracht.

Haben Korantreue Muslime / Bibeltreue Rastas eine andere Wahl als uns so zu sehen?

edit: Außerdem hab ich bis jetzt, soweit ich weiß, noch keine dieser "Parteien" irgendwie unterstützt, was bei Musikkäufen von Homophoben Sängern ja schon der Fall ist.






editiert von: schwachmat, 28.09.2009, 19:28 Uhr

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verfasst:
29.Sep 2009 - 01:23

Dann würde mich ja mal interessieren, welche Art von homophoben Äußerungen für dich noch legitim sind (oder ist geht gar nichts?). Was ist mit homophoben Gedankengut, welches nicht in Songs artikuliert wird aber Gedacht und Gewünscht wird?
Außerdem die Frage, welche Reggae-Sänger du denn hörst?

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RapTIX
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verfasst:
29.Sep 2009 - 09:03

SpringDann würde mich ja mal interessieren, welche Art von homophoben Äußerungen für dich noch legitim sind (oder ist geht gar nichts?). Was ist mit homophoben Gedankengut, welches nicht in Songs artikuliert wird aber Gedacht und Gewünscht wird?
Außerdem die Frage, welche Reggae-Sänger du denn hörst?

Würde mich auch mal interessieren !

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verfasst:
29.Sep 2009 - 10:43

@Spring @Raptix Wen meint Ihr?
Thompson
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verfasst:
29.Sep 2009 - 11:27

SpringDann würde mich ja mal interessieren, welche Art von homophoben Äußerungen für dich noch legitim sind (oder ist geht gar nichts?). Was ist mit homophoben Gedankengut, welches nicht in Songs artikuliert wird aber Gedacht und Gewünscht wird?
Außerdem die Frage, welche Reggae-Sänger du denn hörst?


RaggaDonSpring Raptix Wen meint Ihr?

Denke mal das bezieht sich auf "schwachmat".


@Spring + Raptix:
Wenn diese Frage bezwecken soll dann bei einer Antwort "Ich höre Künstler XY" darauf hinzuweisen das Künstler XY doch in seinem Song soundso in Zeile X auch gesungen hat das Homosexualität Unrecht ist, bringt so was doch gar nichts.

Ich für meinen Teil unterscheide schon zwischen Sängern die evtl. in Liedern aussagen das sie Homosexualität als unnatürlich empfinden und Künstlern die in ihren Liedern zum Mord an Homosexuellen aufrufen.
Das eine geht für mich noch als Meinung durch über die sich diskuttieren lässt, das andere ist ein Verbrechen.

Außerdem gibt es durchaus Reggaebands und Künstler die in keinem ihrer Songs eine Erwähnung zu dem Thema haben (unabhängig davon was sie evtl. außerhalb ihrer Lieder über das Thema denken). Zumindest bei europäischen und US amerikanischen Bands/Künstlern kann man doch sehr häufig sicher sein beim Kauf eines Albums nicht in die "BattyBoy Falle" zu tappen.
RapTIX
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verfasst:
29.Sep 2009 - 11:32

ThompsonIch für meinen Teil unterscheide schon zwischen Sängern die evtl. in Liedern aussagen das sie Homosexualität als unnatürlich empfinden und Künstlern die in ihren Liedern zum Mord an Homosexuellen aufrufen.
Das eine geht für mich noch als Meinung durch über die sich diskuttieren lässt, das andere ist ein Verbrechen.

Sehe ich ja auch nicht...
Ich würde nur gern wissen, wie weit "schwachmat" geht.
Eine Auflistung der Künstler ist für mich eher zweitrangig.



editiert von: RapTIX, 29.09.2009, 11:33 Uhr

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Oleejah
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verfasst:
29.Sep 2009 - 12:01

Thompson
Ich für meinen Teil unterscheide schon zwischen Sängern die evtl. in Liedern aussagen das sie Homosexualität als unnatürlich empfinden und Künstlern die in ihren Liedern zum Mord an Homosexuellen aufrufen.
Das eine geht für mich noch als Meinung durch über die sich diskuttieren lässt, das andere ist ein Verbrechen.


Das sehe ich genauso. Danke für das "auf den Punkt bringen"!

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verfasst:
29.Sep 2009 - 13:01

@Thompson: du hast schon recht, dass das nicht viel bringt. Wobei ich es schon merkwürdig finde ausgerechnet 3 Sänger komplett zu boykottieren. Was ist mit den anderen. Selbst im Kontext vom RCA ist die Liste ja deutlich länger.
Außerdem würde mich halt auch interessieren, wo auch inhaltlich ne Grenze gezogen wird. Hab in meiner Hausarbeit ja auch versucht Battybwoy Tunes zu klassifizieren um da Abstufungen zu verdeutlichen.
Ich kann durchaus auch sehr extreme Positionen zu dem Thema gut nachvollziehen, allerdings nicht unbedingt immer für sinnvoll erachten. Und spannend finde ich halt wirklich, wie jeder einzelne für sich den inneren Spagat vollzieht.

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schwachmat
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verfasst:
29.Sep 2009 - 14:26

Wenn in nem Diss-Tune ein Sänger einen anderen als Schwul beschimpft geht das für mich noch klar. Die Grenze liegt für mich da, wo sich der Inhalt des Liedes nur um "battybwoys" dreht.

Ich sitz allerdings auch nich die ganze Zeit hier rum und guck, ob ich irgendwo einen Beweis finde um irgendwelche Künstler als Schwulenfendlich zu enttarnen. Die Unschuldsvermutung gilt auch für reggae Sänger!!

Soll ich hier jetzt echt alle Bands auflisten die ich höre? Im Moment z.B. : Berlin Boom Orchestra , Collie Buddz, Aidonia, I-Fire, Busy Signal, Dubtari...

edit: http://www.last...r/schwachmat



editiert von: schwachmat, 29.09.2009, 15:28 Uhr

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verfasst:
11.Okt 2009 - 15:48

Keine Reaktionen mehr? Schade

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RapTIX
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verfasst:
11.Okt 2009 - 16:04

Busy Signal dürftest du dann aber auch nicht hören und von Aidonia gibt es glaube auch Tunes dieser Richtung.

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DAnke
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verfasst:
13.Okt 2009 - 20:01

Das und das darf man nicht hören .......

Ich höre mir keine BattymanTunez mehr an, da ich sie mitlerweile verstehe ......

Die Dinger sind Hasspropaganda. Live spiele ich den Song Battymantunez von Raggabund - Damit bezieht Sun Fire Sound Stellung.
Bei der Frage wie weit man gehen sollte/dürfte kann ich für meinen Teil nur sagen, daß man diese Art von Liedern nicht kaufen,verbreiten und fördern sollte.
Man (Sounds/Seletas) sollte sich bewusst sein, dass die Musik die man spielt auch viel von einem selber preisgibt. Wir (die Selectas und Sounds) spielen besser die Musik die "wertvoll" ist.

Wenn alle es aufhören würden den lyrischen Müll weiter zu verbreiten und zu kaufen dann würde auch Artist XY nichts mehr in diese Richtung aufnehmen, denn es würde floppen.

Der Konsument gibt die Richtung an. WIR sind die Konsumenten.
WIR sind die Massive - wir haben die Macht über die Artists.

Ich würde auch nicht wirklich Artists wie Sizzla oder Capelton verteufeln, da nur die erwartete Musik produziert wird und die jamaikanische Kultur da sehr extrem ausgeprägt ist. Zeigt ihnen, dass Nicht-Battyboy-Tunez erfolgreicher werden, und ihr werdet sehen.

Meine Position:
Sun Fire Sound spielt NICHTS was eine Gruppierung von Menschen "verbrennt" oder dizzt ...

Wir dizzen keine Schwulen, Lesben, Kranke, Juden, FRAUEN, Männer ................

Oft ne Gradwanderung, aber wir versuchen es.

CONSCIOUS VIBEZ

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verfasst:
14.Okt 2009 - 11:40

SEEN!!!!!

Ganz deiner Meinung mein lieber!!!
hätte es nicht schöner ausformulieren können...

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verfasst:
16.Okt 2009 - 16:49

http://singrow.kilu.de/bilder/asta%20rundbrief%20chiemsee%20reggae_0001.jpg
http://singrow.kilu.de/bilder/asta%20rundbrief%20chiemsee%20reggae_0002.jpg

Entnommen aus der Uni Zeitschrift KontrASt aus Hannover. Der offene Brief ist sicherlich nicht nur in dieser Zeitschrift aufgetaucht. Ich dachte ich füge ihn hier mal ein, da ich doch überrascht war, selbst in der Uni über das Thema zu stolpern beim Schmöckern in der Uni Propaganda.

Aufklärung über das Thema kann nur gut sein, auch wenn sie etwas verurteilend - wie üblich - rüber kommt. Die letzten drei Vorschläge find ich durchaus sehr sinnvoll. Wenn man sich allerdings differenziert mit dem Thema auseinandersetzt, wozu der dritte Vorschlag anregt, kann man sicher auch zu anderen Vorschlägen kommen, als niemanden mehr einreisen zu lassen. Kultureller Dialog wäre angesagt, anstatt etwas zu verbannen, womit man sich doch auseinandersetzen sollte.

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verfasst:
16.Okt 2009 - 18:45

@singrow: thx für den artikel icon14


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Thompson
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Beiträge: 3794

verfasst:
22.Okt 2009 - 10:33

Neues zum Thema in den News:

Buju Treffen mit Gay Rights Aktivisten in San Francisco

Schon mal vielen Dank an Amper und Panda für den Bericht.

Eure Meinungen zum Artikel sind hier herzlich willkommen.
Julian
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Reggae Singjay
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Beiträge: 389

verfasst:
22.Okt 2009 - 11:48

Das das Treffen Sinn gemacht hat.. sehen nicht alle so.. Video @ http://www.yout...=KP8MURIC0_M

Beim Link zum offenen Brief fehlt am Ende das l für html
Thompson
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Beiträge: 3794

verfasst:
22.Okt 2009 - 17:04

Julian
Beim Link zum offenen Brief fehlt am Ende das l für html


Hey Julian. Danke für die Info, ist korrigiert.
Jesuaesen
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Buppie
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Beiträge: 7423

verfasst:
6.Nov 2009 - 13:40

Lady Jah & Homo Banton - Irie Blasphemy EP

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"Sie sagen ich soll klarkommen! Wie? In meinem Kopf freestylet Gott im Originalton!" (Prinz Pi, Trümmer)
Oleejah
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verfasst:
17.Nov 2009 - 11:51

Boykott Kampagne - U-Club dichtmachen

Houseofreggae.deDer U-Club, Deutschlands beliebtester Reggae-Club, ist in Gefahr. Eine neue Kampagne ruft zum Boykott auf und will den Veranstaltungsort in Wuppertal am liebsten dichtmachen. Der Grund: Im U-Club treten immer wieder Reggae- und Dancehall-Artists auf, die für schwulenfeindliche Texte bekannt sind.
[...]
Jetzt gibt es erstmals eine Kampagne, die sich gegen einen Veranstaltungsort richtet. Unter uclubdichtmachen.blogsport.de versuchen die Initiatoren, den U-Club als Propadanda-Club für die homophobe Sache zu brandmarken. Das Beweismaterial sind sehr eindeutige Song-Zitate von Artist, die im U-Club aufgetreten sind, wie Buju Banton, Sizzla und Capleton. Außerdem wurden Auszüge aus Interviews mit Artists und dem Club-Eigentümer Tilmann Rudorff gesammelt.


Link zum Artikel auf Houseofreggae.de

uclubdichtmachen.blogsport.de

Artikel bei Indymedia





editiert von: Oleejah, 17.11.2009, 12:02 Uhr

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ForrestFunk
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Beiträge: 1783

verfasst:
17.Nov 2009 - 18:23

Zitat2007 trat im U-Club Elephant Man auf, der mit siebzehn sogenannten „Battyman-Tunes“4 zusammen mit Sizzla (13 Tunes) und Beenie Man (19 Tunes) die quantitative Rangliste der jamaikanischen Schwulenfeinde anführt.


Würde mich mal interessieren, nach welchen Kriterien sie diese Tunes kategorisieren.

Finde die Berichterstattung bzw. den Text der U Club Boykott Blogs recht oberflächlich und einseitig geführt. Konses ist da nicht zu ersehen. Eine qaulitativ hochwertige Reportagenarbeit nenne ich etwas anderes.

Und wie schon gesagt, was haben die schwulenfeindliche Übergriffe in aller Welt mit dem U Club zu tun. Klar kann es nicht toleriert werden, aber das ist ein bisschen weit hergeholt und soll nur zusätzliche Sympathie mit dem Schriberling schüren.



editiert von: ForrestFunk, 17.11.2009, 18:25 Uhr

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Xela
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Beiträge: 2883

verfasst:
24.Nov 2009 - 14:30

Warum machen die VA's nicht einfach folgende Verträge mit Artists, die durch ihre (ich nenns mal Vorgeschichte) hier negativ in Erscheinung getreten sind.

Wenn es jemand an den Geldbeutel geht, sind am ehsten schnelle Erfolge möglich.

Beispielsweiße so:

Künstler_innen, die in der Location XY auftreten möchten, verpflichten sich, folgende Vereinbarung zu unterschreiben: Es wird vereinbart, dass es den Künstler_innen bei ihrem Auftritt in der Location XY untersagt ist, Lieder mit sexistischen, homophoben oder rassistischen Texten zu spielen. Ebenso wenig werden Sprüche/Ansagen oder etwaige Bilder mit sexistischen, homophoben oder rassistischen Inhalten geduldet. Setzen sich die Künstler_innen über diese Vereinbarung hinweg, so behält sich die Veranstalter_in der Location XY vor, die vereinbarte Gage nicht auszuzahlen.
Poolshark
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Beiträge: 22

verfasst:
25.Nov 2009 - 01:20

XelaWarum machen die VA's nicht einfach folgende Verträge mit Artists, die durch ihre (ich nenns mal Vorgeschichte) hier negativ in Erscheinung getreten sind.


Weil es absolut keinen Sinn hat.

1. Tritt das "Problem" nur bei bekannten Künstlern auf (z. B. Sizzla, Capleton, Bounty Killer, T.O.K., Elephant Man). Klar haben auch diese Artists ein Inteesse daran, gebucht zu werden. Ich denke aber viel größer ist das Interesse des Veranstalters, den Künstler zu buchen und damit Geld zu verdienen.

2. Werden in Deutschland (zumindest auf Konzerten mit medialer Aufmerksamkeit) eh keine homophoben Tunes performt oder Ansagen in diese Richtung getätigt.

3. Und das ist das eigentliche Problem: Es macht für die Gegner der Konzerte keinen Unterschied, ob in Deutschland homophobe Tunes performed werden oder eben nicht. Dass die Tunes in Jamaica gespielt werden, reicht ihnen um zu behaupten, dass sie die dortige allgegenwärtige Homophobie, die Morde usw. anfachen würden, wodurch dann Einreiseverbote und Konzertabsagen etc. gerechtfertigt werden...

http://www.volk...773&Itemid=1

icon_wink



editiert von: Poolshark, 25.11.2009, 01:22 Uhr
Xela
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verfasst:
25.Nov 2009 - 09:51

1.Beide Seiten sind wohl daran interessiert Geld zu verdienen.

2.Zumindest bei den von dir genannten Artists. Aber es gibt immernoch Soundsysteme und (ich nenn die mal (B+C) Artists, die es noch tun.

3. Die Gegner sollten sich mal bewusst werden, das es auch hier bis 1969 ein Totalverbot gab, die letzten Schranken fielen erst 1994. Das es ein langer Weg war bis Schwul + Lesbisch sein hier nicht mehr unter Strafe stand. Sicherlich hat Jamaika (die Regierenden) diesbzgl. noch einiges zu Erledigen, dort müßte man anfangen Veränderungen zu fordern!
Die Europäer könnten ihre Hilfe dabei anbieten...sie waren es schließlich, die 450 Jahre die Herrschaft über Jamaika und dessen Bewohner hatten. Sie haben durch Kirche und Missionare den Menschen erklärt das Homosexualität nicht normal sein.
Thompson
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verfasst:
25.Nov 2009 - 11:12

XelaBeispielsweiße so:

Künstler_innen, die in der Location XY auftreten möchten, verpflichten sich, folgende Vereinbarung zu unterschreiben: Es wird vereinbart, dass es den Künstler_innen bei ihrem Auftritt in der Location XY untersagt ist, Lieder mit sexistischen, homophoben oder rassistischen Texten zu spielen. Ebenso wenig werden Sprüche/Ansagen oder etwaige Bilder mit sexistischen, homophoben oder rassistischen Inhalten geduldet. Setzen sich die Künstler_innen über diese Vereinbarung hinweg, so behält sich die Veranstalter_in der Location XY vor, die vereinbarte Gage nicht auszuzahlen.


So etwas gab es doch alles schon. Bzw. wenn einer der Artist hier auf Tour kommt, wird immer versichert das es keine homophoben Tunes gibt/das es zu keinen homophoben Äußerungen kommt und da wird sich auch dran gehalten. Das ist allerdings den Gegnern völlig Wurscht weil sie das Ganze als scheinheilig ansehen und trotzdem gegen die Veranstaltungen Sturm laufen.

Aus der Sicht der Lesben- und Schwulenverbände ja auch durch aus nachvollziehbar. Nimmt man mal wieder den (zugegeben etwas hinkenden) Nazi Vergleich: Eine NeoNazi Band aus, sagen wir mal Schweden, unterschreibt vor der Tour einen Vertrag in dem sie sich verpflichten keine rassistischen und faschistischen Texte auf der Bühne zu bringen, trotzdem wird es zu massiven Protesten kommen und zu Forderungen das die Tour verboten wird.

Ändern dürfte sich das Ganze wohl nur wenn die Artists sich öffentlich von Liedern mit homophoben Inhalt die sie in der Vergangenheit performt haben lossagen und eine "Läuterung" zu erkennen ist. Sowas wird wohl erst passieren wenn sich an der Situation auf Jamaika etwas ändert, womit wir uns wieder im Kreis drehen.

Sorry für den Nazivergleich, ich weiß der hinkt. Aber aus Sicht der Lesben- und Schwulenverbände wird das eben oft so gesehen.
Xela
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verfasst:
25.Nov 2009 - 12:34

Ich habe einen Vorschlag gemacht.
Vielleicht versuchst du das auch mal, anstatt mein Post nur zu kritisieren mit Vergleichen die hinken, wie du ja schon selber schreibst icon_wink

Zitatwer hat denn den ganzen scheiss nach jamaika gebracht wer hat den das abgefuckte christentum dahingebracht wer hat den leuten den eingetrichtert das schwulsein schlecht ist...die kolonialisten also wir !!
Poolshark
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Reggae Listener
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verfasst:
25.Nov 2009 - 13:08

Was bringt es wild drauf los Vorschläge zu machen, die das Problem aus oben stehenden Gründen nicht lösen?
Außerdem ist dies ist doch ein Diskussionsforum. Das meint, das auch Vorschläge diskutiert werden. Zumindest nach meinem Verständnis... icon_confused

Um auf Deine Argumente nochmal einzugehen:

Zu 1. Sicherlich wollen auch die Künstler gebucht werden, aber ich denke nicht, dass bei ihnen 1-3 Shows in Deutschland den Braten fett machen, wenn sie eh durch Europa oder weltweit touren. Abgesehen davon werden sich auch in Deutschland immer wieder Clubs finden, die auf diese Vereinbarung verzichten, wenn sie dafür den Künstler bekommen. Bekannte Künstler werden nunmal gebucht. Wie oben geschrieben, wollen auch sie Geld verdienen klar. Aber im Gegensatz zum Veranstalter verdienen sie das Geld notfalls woanders...

Zu 2. Im Soundsystembereich ließe sich dies (zumindest bei unbekannteren Sounds) sicherlich durchführen. Dies würde voraussetzen, dass in der Reggae Community ein Interesse daran besteht. Ob dies wirklich der Fall ist, sollte jeder mal selber überdenken... Meine Meinung ist, dass diese Debatte nur auf Druck von außen geführt wird...

In Punkt 3 gebe ich Dir vollkommen recht. Dies ist allerdings ein Punkt, den Du mit den Gegnern der Artists diskutieren solltest. Ich kann Dir nur sagen, was diese (vermutlich bzw. laut HP von Herrn Beck) von Deinem Vorschlag halten werden...
Thompson
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verfasst:
25.Nov 2009 - 14:10

Zu den Soundsystems:

Hier liegt, denke ich, eine Möglichkeit der eigenen Szene wirklich etwas zu tun. Denn was die Sounds nicht spielen -> erhält auch keinen so großen Bekanntheitsgrad -> Tune des Artists wird in D nicht erfolgreich -> Artist macht andere Tunes (vielleicht).
So in etwa halt.

Ich würde es mir ja sehr wünschen wenn es in D mehr Sounds geben würde die sich offen gegen Homophobie aussprechen, keine Batty Speaches bringen, keine ChiChiTunes spielen. Ist das soooo schwierig?
Ich für meinen Teil besuche eigentlich nur noch Dances von Sounds wo ich sicher sein kann das ich nicht auf einmal zu einem Tune mit Homophoben Inhalt abtanze. Und das schränkt meine Wahl an Parties leider ganz schön ein.

Ist es wirklich so das ein Großteil der Massive diese Tunes hören will? Somit also hinter ihnen steht, die Meinung des Tunes vertritt?
Das wäre wirklich schade icon_frown
ForrestFunk
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Käsekuchen
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verfasst:
25.Nov 2009 - 20:08

ThompsonZu den Soundsystems:
Ist es wirklich so das ein Großteil der Massive diese Tunes hören will? Somit


Denke, dass sich ein Großteil der Massiv gar nicht bewusst ist zu welchen Tunes sie gerade ihren Körper bewegen.

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xsybex
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25.Nov 2009 - 21:48

is echt so dass die meisten keine ahnung haben wozu sie gerade tanzen / was sie gerade mitsingen..ist aber auch nich ganz so einfach
DAnke
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Reggae Singjay
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26.Nov 2009 - 13:45

stimmt, so einfach ist Englisch und patois nicht, englisch lernt ja keiner, und bei umgangssprache muss man denken um die zusammenhänge zu begreifen.....

die Leutchens könnten es verstehen, sind nur zu faul, bequem und uninterressiert, wie immer -

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Thompson
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verfasst:
26.Nov 2009 - 14:13

Nun die Leute die es nicht verstehen, oder denen es egal ist, könnten dann ja auch ohne Probleme darauf verzichten wenn Sounds ChiChiTunes spielen.
Mir ging es jetzt echt darum ob es einen größeren teil der massive gibt der diese Tunes fordert, dies ist nämlich oft ein Argument was von Sounds vorgetragen wird wenn man sie fragt warum sie den Scheiß spielen.
Spring
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verfasst:
26.Nov 2009 - 15:25

Denke, dass der Anteil derer, die die Tunes wegen des Inhaltes fordern sehr klein (wenn überhaupt) ist. Allerdings sind einige der Tunes vom musikalischen und stylischen Standpunkt aus einfach Hits. Und ich denke, dass das ist was dann von einigen Leuten eingefordert wird.

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Manja
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verfasst:
26.Nov 2009 - 16:49

Fakt ist das eben andere für/gegen uns sprechen wenn wir es nicht tun!

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DAnke
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verfasst:
26.Nov 2009 - 19:07

SpringDenke, dass der Anteil derer, die die Tunes wegen des Inhaltes fordern sehr klein (wenn überhaupt) ist. Allerdings sind einige der Tunes vom musikalischen und stylischen Standpunkt aus einfach Hits. Und ich denke, dass das ist was dann von einigen Leuten eingefordert wird.


Ich kann mich nur Spring und Manja anschliessen - Die Tunes ham was, ausser den schlechten Lyriks, meine ich - aber man muss Stellung beziehen.
Wir gehen auf und im Umfeld bei unseren Dances sehr oft direkt auf die Thematik ein da wir darauf angesprochen werden.
Aber das nimmt immer mehr ab, da sich bei uns mitlerweile "unser" Puplikum trifft, die Massive, die schöne oder Partytunes möchte und keine Diskriminierung.

In 3 Jahren und n paar Dances wurde ich erst einmal nach sonen Tune gefragt (Chi Chi Man - TOK) hab ihm kurz Nein gesagt und ihm nachher erklährt warum wir sowas nicht mal dabei haben - Er hats geblickt, fand es nur schade um die Wirkung des Tunes ....


Ich beziehe Stellung - Kein Dance ohne BattyManTunes(Raggabund) - deutsch - daher kapiert jeder was ich spiele und was nicht

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danny
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verfasst:
26.Nov 2009 - 19:25

..für soundsystems und promoter des reggae gilt:besagte songs nich spielen!
..für artists gilt:meinung haben und sagen is ok,zum mord aufrufen nich!
..für konsumenten des reggae gilt:diese tunes nich kaufen und aufm dance die meinung sagen!

wenn wir das alles beherzigen sind wa n schritt weiter.

die ethik auf der insel können WIR eh nich ändern.
das müssen andere organe übernehmen..

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ForrestFunk
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Käsekuchen
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verfasst:
26.Nov 2009 - 20:32

SpringDenke, dass der Anteil derer, die die Tunes wegen des Inhaltes fordern sehr klein (wenn überhaupt) ist. Allerdings sind einige der Tunes vom musikalischen und stylischen Standpunkt aus einfach Hits. Und ich denke, dass das ist was dann von einigen Leuten eingefordert wird.


Stimme ich voll überein! Viele sind sich der Lyrics gar nicht bewusst und fordern meines Erachtens den Tune, weil er einen musikalischen Hypecharakter hat.

Muss man eben mal auf den besagten Tune verzichten und Farbe bekennen. Ich meine es gibt immerhin genügend Tunes, die das Trommelfell zum glühen und Hüften zum Kreisen bringen ohne auf einer Minderheit rumzuhacken. Kann also die Meinungen nur unterzeichnen.

Welche Battyboy Tunes sind denn die Übertunes? Mir fallen auf Anhieb jetzt keine ein!

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danny
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verfasst:
26.Nov 2009 - 21:39

ForrestFunk
Welche Battyboy Tunes sind denn die Übertunes? Mir fallen auf Anhieb jetzt keine ein!


mir auch nich..

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Julian
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verfasst:
26.Nov 2009 - 23:03

Nah Apologize von Kalonji geht sehr gut als Übertune durch :)
Xela
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verfasst:
27.Nov 2009 - 02:07

DAnkeIch beziehe Stellung - Kein Dance ohne BattyManTunes(Raggabund) - deutsch - daher kapiert jeder was ich spiele und was nicht
Booom genial
Mat_Asher
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verfasst:
27.Nov 2009 - 06:14

danny
ForrestFunk
Welche Battyboy Tunes sind denn die Übertunes? Mir fallen auf Anhieb jetzt keine ein!


mir auch nich..


Also, rein musikalisch gesehen ist Chi Chi Man von T.O.K. schon ein Übertune.....

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Manja
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verfasst:
27.Nov 2009 - 10:39

der genannte Nah Apologize ,
bun out di chi chi -capleton
ich sag nur
Hey whappen to dem, blazin you!!!
Burnin you! blazin you! burnin yooooouuuuuu!!!!!
Well I go bun dem out, from dem a play number two

1. wer hats jetzt noch niicht mitgesungen auf der Dance und was ganz anderes gedacht?
2. play a number two ist zum beispiel so eine phrase die richtig leicht zu überhören ist und selbst Sean Paul desöfteren benutzt ....

Scalp dem ist seit Jahren high rated
ich frag mich warum ????

der Log on Riddim fällt mir auch ein ....
Anything-A-Anything Elephant Man & Ward 21

reicht das erstmal ???

nein dann mal mein Lieblingsbeispiel was ich derzeit wieder ständig und überall höre auch als D´n`B Remix!!!

Nuttin no go so / Notch Buy Out Riddim ..

From yuh neva lie wid annada man inna bed…
(Tell dem mi seh Nuttin no go so)
And yuh neva sex a gal when she unda code red…
(Tell dem mi seh Nuttin no go so)
And yuh neva build yuh shoulda muscle wid yuh third leg…
(Tell dem mi seh Nuttin no go so)
No gal neva kiss yuh mouth aft’ she done give yuh head…
(Tell dem mi seh Nuttin no go so)

Well inna bed whe man and woman shoulda hug and caress
So fyah bun de people whe deh wid the same sex
No matter how yuh horny and no matter how yuh des’
No gal nuh fee use yuh cackie as no “b/cotex”


......


0658




editiert von: Manja, 27.11.2009, 10:40 Uhr

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Xela
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verfasst:
27.Nov 2009 - 11:37

Eine lange Liste, teilweise mit Texten hier

Songs aus'm Patwa übersetzt hier
Mat_Asher
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Elder
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verfasst:
27.Nov 2009 - 12:32

Eigentlich ging's aber um Battyman-Tunes die man als (musikalisch) richtig gute Tunes einstufen kann, nicht um eine Aufzählung aller Battyman-Tunes.... icon_wink

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ForrestFunk
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Käsekuchen
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verfasst:
29.Nov 2009 - 20:20

JulianNah Apologize von Kalonji geht sehr gut als Übertune durch :)


Muss ich dir zustimmen, genau wie bei TOK

sonst?


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verfasst:
29.Nov 2009 - 20:33

"Keep it blazing" von TOK ist auch ein Übertune mit Chichilyrics und was mit Bounty Killer mit "Look Good"?



editiert von: ForrestFunk, 29.11.2009, 20:34 Uhr

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Xela
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verfasst:
30.Nov 2009 - 10:02

Mat_AsherEigentlich ging's aber um Battyman-Tunes die man als (musikalisch) richtig gute Tunes einstufen kann, nicht um eine Aufzählung aller Battyman-Tunes.... icon_wink
In Jamaika sind das alles Big Tunes
Xela
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verfasst:
30.Nov 2009 - 10:04

ZitatHomophobia in Jamaica
A vicious intolerance

Sep 17th 2009
From The Economist print edition
The politicians seem unperturbed by hate crimes

IT MAY have a laid-back image of reggae and Rastas, sun and sand. But for gays, Jamaica is closer to hell. The latest apparent victim of homophobia on the island was Britain’s honorary consul in Montego Bay, the tourist centre, strangled in bed at home on September 9th. A note denounced him as homosexual.

Openly gay people must contend with the constant fear of violence. The Jamaica Forum for Lesbians, All-Sexuals and Gays (J-FLAG), a pressure group, reports 33 cases of serious injuries from mob attacks on gays in 18 months. Two female couples were attacked and raped by men in recent weeks. Many attacks go unreported, partly because police do not always investigate them. In court a murder charge is likely to be reduced to manslaughter if the victim was gay and the defendant claims provocation, as happened with the killer of an Anglican priest stabbed in his vicarage in 2006.
Click Here!

Some Jamaican gays say the police are becoming more helpful. Lyrics threatening death to gays by popular dance-hall artists have become much less common since the Broadcasting Commission of Jamaica, a regulator, decided in February to block all “lewd” and violent content. These lyrics also attracted bans and fines abroad.

But this does not herald a serious outbreak of tolerance. What Jamaican law calls “the abominable crime of buggery” is punishable with up to ten years of hard labour; “gross indecency” merits up to two years. A reform of sex legislation is now before parliament. But under pressure from the churches, both government and opposition have taken pains to weed out any wording that might weaken the ban on gay sex.

The prime minister, Bruce Golding, told parliament that he would not yield to foreign pressure to liberalise the law. One of his backbenchers Ernest Smith called for J-FLAG to be outlawed, and gave warning that gays were infiltrating the police.

The violence is feeding a gay “brain drain”, with some of the brightest Jamaicans leaving for the United States or Canada. Even if they do not care about human rights, Jamaica’s politicians and its government might spare a thought for the impact of their intolerance on a chronically stagnant economy.
Xela
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verfasst:
30.Nov 2009 - 10:13

Hier ein paar aktuelle Videos zur Situation zur Zeit

A Deadly Cycle

Violence and Venom

Souls, Sacrilege and Salvation

IDA's World


edit: noch einen Link vergessen.

The Glass Closet



editiert von: Xela, 30.11.2009, 10:20 Uhr
Mat_Asher
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verfasst:
30.Nov 2009 - 10:50

Xela
Mat_AsherEigentlich ging's aber um Battyman-Tunes die man als (musikalisch) richtig gute Tunes einstufen kann, nicht um eine Aufzählung aller Battyman-Tunes.... icon_wink
In Jamaika sind das alles Big Tunes


O.K....da hast du leider recht!!!

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tryfullonbeatz
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verfasst:
1.Dez 2009 - 00:04

ok. ich muss mal was sagen. ich schalt mich hier jetzt einfach zwischen, auch ohne alle vorherigen beträge gelesen zu haben... aber nachdem ich die news auf der hauptseite gelesen hab konnt ich nicht mehr... ne seite um den u club zu boykottieren??? die kommen nicht klar. also, homophobie is scheisse keine frage. aber was is denn mit den ganzen metal bands bzw. den satanisten... was is mit nazimukke. nur weil wir das kennen und das quasi "normal" is, und weil reggae ja jetzt so populär ist... müssen sich jetzt politiker und vereine einschalten um die "homophoben" mundtot zu machen... ich bitte euch. wir sind verkackt nochmal damn white europeans. ich war zwei monate in nepal. da is homosexualität auch illegal und wird bestraft... das sind dinge die wir nicht verstehen und wo wir uns gepflegt raushalten sollten. es gibt größere probleme auf diesem erdenrund. ich fins nicht toll, das artist in ihren text davon singen schwule abzumurksen oder zu verbrennen. ich akzeptiere das einfach. denn ich denke jamaika hat größere probleme... das mag ignorant klingen. is mir egal!!! aber ich hör trotzdem weiter die musik die mir passt... (ich weiß eigentlich müßte ich das auf ner seite vom lsvd posten, aber ich denk
ihr rafft ab was ich sagen will) die diskussion is hinfällig.



editiert von: tryfullonbeatz, 01.12.2009, 00:05 Uhr

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verfasst:
1.Dez 2009 - 00:28

tryfullonbeatz ich bitte euch. wir sind verkackt nochmal damn white europeans. ich war zwei monate in nepal. da is homosexualität auch illegal und wird bestraft... das sind dinge die wir nicht verstehen und wo wir uns gepflegt raushalten sollten. es gibt größere probleme auf diesem erdenrund. ich fins nicht toll, das artist in ihren text davon singen schwule abzumurksen oder zu verbrennen. ich akzeptiere das einfach. denn ich denke jamaika hat größere probleme... das mag ignorant klingen. is mir egal!!! aber ich hör trotzdem weiter die musik die mir passt... (ich weiß eigentlich müßte ich das auf ner seite vom lsvd posten, aber ich denk
ihr rafft ab was ich sagen will) die diskussion is hinfällig. editiert von: tryfullonbeatz, 01.12.2009, 00:05 Uhr
Die Frage ist nur, wenn wir es mal als Menschenrechtsverletzung werten, daß Homosexualität in Nepal strafbar ist, profitiert die Gesellschaft in Nepal von dieser Menschenrechtsverletzung? Würde Nepal darunter leiden, wenn Homosexualität nicht mehr illegal ist?
Derwisch
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verfasst:
1.Dez 2009 - 00:30

...
Es ist alles schon gesagt, nur noch nicht von allen.
(Karl Valentin; 1882 – 1948)

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verfasst:
1.Dez 2009 - 00:40

Derfisch...
Es ist alles schon gesagt, nur noch nicht von allen.
(Karl Valentin; 1882 – 1948)
Ich verspreche, ich lese den gesamten Thread gleich durch.
Derwisch
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verfasst:
1.Dez 2009 - 00:58

war nicht pers. gemeint ! (wir haben `gleichzeitig´ gepostet)

Aber es dreht sich im Kreis;

neu und abstoßend finde ich die `U-Club´ - Aktion !!

Die Schwulen/Lesben - Front hat wohl zuviel Fernsehen gesehen (Akte Bader-Meinhoff)...; (jetzt müßen wir auch mal was starten...!?)

wenn´s so sein sollte:
Eigentor...
nur schlecht...



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verfasst:
1.Dez 2009 - 01:05

Ich habe jetzt die meisten Beiträge hier im Thread gelesen, interessant finde ich den Ansatz, gegenüber Sizzla und anderen Künstlern alttestamentarisch zu argumentieren.

Es gibt -meiner Meinung nach- keine einheitliche Schwulen/Lesben"Front", sondern unterschiedliche Strömungen, wo man sich dann zu Interessengruppen zusammenfindet.

Ich sehe momentan, daß wenig Kommunikation möglich ist, auf queer.de ist die Diskussion völlig festgefahren und hat sich zum Stellungskrieg entwickelt.

Der "Buttersäure" Anschlag nützt niemanden, auch glaube ich nicht, daß durch ein "Totalverbot" von jamaikanischen Künstlern irgendjemanden geholfen ist.



editiert von: littlelupo, 01.12.2009, 01:15 Uhr
Dancehall-Polizei

Fünf Flaschen General
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verfasst:
1.Dez 2009 - 02:29

Big up reggae-town, your ghetto credibility nuff, now.

http://smashhom...tour-steckt/

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Yuh nyam ital food? Nö ich mag keine Pizza.
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Reggae Listener
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verfasst:
1.Dez 2009 - 03:16

Auf so einen umfassenden Bericht wartet man auf queer.de zB im Moment vergeblich:

http://www.regg...pid-923.html
Thompson
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Beiträge: 3794

verfasst:
1.Dez 2009 - 13:39

Dancehall-PolizeiBig up reggae-town, your ghetto credibility nuff, now.

http://smashhom...tour-steckt/


Edith: Nachdem meine Wut wieder etwas abgeklungen ist dann nochmal mit freundlicheren Worten:

Ich kann nicht ganz nachvollziehen wieso Seiten wie wir oder auch reggaeville hier als "Verantwortliche der Sizzlatour" genannt werden. Reggae-Town.de bemüht sich darum eine Plattform des Dialogs zwischen den Fronten zu sein. Wir sind eine Diskussionsplattform! Das heißt es wird nicht nur eine Meinung zugelassen. Gelten wir als "Verantwortliche" weil wir über die Tour und die Proteste berichten?
"Alle hier Aufgeführten freuen sich ganz sicher über Anrufe, Emails, Briefe und Besuche von Euch! Sagt eure Meinung!" Diese, wohl eher ironisch gemeinte, Bemerkung kann gerne Ernst genommen werden. Meinungen dann aber bitte am besten hier im Forum, da lesen sie bestimmt mehr als wenn ihr Briefe an uns schreibt.
Es mag einfach sein alle Reggaeliebhaber über einen Kamm zu scheren, allerdings ist dies genau das was Homosexuelle mit Sicherheit auch oft genug stört.
danny
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Beiträge: 807

verfasst:
1.Dez 2009 - 14:43

jaja..wir sind schon fiese typen..

wenn das ganze an sich nich schon so traurig wär würde ich icon_lol

so langsam kann ich herrn beck aber nicht mehr wirklich ernst nehmen.ER plädiert für veränderung in jamaica ohne sich mit den jungs und mädels da drüben ma vorher kurz zu schließen und produktive lösungen zu finden.das schlimme an der sache ist,daß sich mittlerweile so viele unterschiedliche meinungen mit gleichem grundsatz zusammengesammelt haben,daß sich DIE lösung mit der ALLE zufrieden sind kaum noch finden lässt..

vor monaten hab ich schonma den vergleich palestina-israel gezogen..damals meinte ich,der vergleich hinkt zwar n bißchen,aber grundsätzlich kommts hin.mittlerweile hinkt der vergleich nich mehr so arg für mich...

deshalb nochma:es liegt an uns.WIR müssen uns an die eigene nase fassen und jeder der "tötet den,tötet diesen-tunes" noch supportet sollte sich selbst ma hinterfragen wohin das ganze NICHT FÜHREN KANN,SONDERN FÜHRT..




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littlelupo
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Reggae Listener
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Beiträge: 48

verfasst:
1.Dez 2009 - 14:50

Mir ist auch nicht bekannt, daß LSVD oder Volker Beck vorab mal Aktivisten in Jamaika dazu kontaktiert haben. Wenn man das von Seiten des LSVDs bzw Volker Beck mal als Fehler einräumen würde, es wäre ein großer Schritt vorwärts.

Ich gehe davon aus, daß die Namen und Kontaktdaten auf "Smash Homophobia" veröffentlicht worden sind, ohne vorher mal Kontakt aufzunehmen. Gleich mit dem ironischen Kommentar "man freut sich sicher auf Eure Faxe, E-mails, Anrufe..."



editiert von: littlelupo, 01.12.2009, 14:51 Uhr
danny
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Beiträge: 807

verfasst:
1.Dez 2009 - 15:01

littlelupoWenn man das von Seiten des LSVDs bzw Volker Beck mal als Fehler einräumen würde, es wäre ein großer Schritt vorwärts.


..und genau das isses!wenn der lsvd ma n schritt entgegenkommen würde(mann/frau muss ja gar nich die grundsätzliche haltung in frage stellen),würde sich einiges in dieser festgefahrenen diskussion lockern,denke ich..

jetzt kommen nur die hardliner ins spiel,die auf keinen fall fehler zugeben können,da es in ihren augen ihre position schwächt.ting called politics.ausgetragen auf dem rücken derer,die änderungen wollen..

das gleiche alte lied..



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Manja
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verfasst:
1.Dez 2009 - 15:16

Ja aber auch die Sounds die dieses Wochenende homophobe Tunes laufen lassen haben mit der selbstauferlegten Berechtigung die Homos nehmen uns den Sizzla weg!
Was soll man denen noch sagen ??
ich war einfach nur icon_frown und das Puplikum hat von all dem mal wieder nur die Hälfte mitbekommen , wenn überhaupt ...

und ich denke das eine Plattform wie Reggae-town.de natürlich auch ein Sizzla Konzert promotet in dem was hier auf der Seite im Zusammenhang steht. Die Frage ist ja wie es "Tolerant" sein kann ein Problem damit zu haben einen Artist zu promoten an den man aber auch den Change Jamaicas dran hängt siehe die Bedingungen zum Auftritt.

Gerade ziehen zwei Seiten an einem Künstler der für all das nicht wirklich zu verantworten ist zumindenst nicht in diesem Ausmaß.

ich wünsche mir und glaube daran das diese Homophobiesache in ein paar Jahren aus Jamaika verschwunden ist ... ich glaub dafür bedarf es mehr als ein Fingerschnipp und bis jetzt sind die konstruktiven Ansätze verdammt rar.




editiert von: Manja, 01.12.2009, 15:26 Uhr

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verfasst:
1.Dez 2009 - 15:20

Hier ist es mir noch gelungen, eine Diskussion zu "besänftigen":
http://www.u-cl...ow.pl?tid=52

Beim "Batty Boy" handelt es sich offenbar um den Demonstrationsleiter vom Mittwoch aus Wuppertal.
DAnke
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verfasst:
1.Dez 2009 - 15:35

Ganz, ganz traurig :

Sizzla im U-Club, Ich mit bester Stimmung von der Dubplatesession hin und ...
siehe da - ein Konzert ohne Diss, in keinster Weise .... Es war energetisch, schön, toll ......
Aber alles CLEAN.

Der erste Sound .... der 3. oder 4. Tune - Frenzy ... Knoten geplatzt und einer nach dem anderen raus damit.... Chi Chi Tunez on mass

WARUM ????

Wieso schafft es ein Sizzla ohne Hate-Lyrics zu Überzeugen, aber die deutschen Sounds spielen den Mist hoch und runter???

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Thompson
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verfasst:
1.Dez 2009 - 15:47

ZitatWieso schafft es ein Sizzla ohne Hate-Lyrics zu Überzeugen, aber die deutschen Sounds spielen den Mist hoch und runter???


Weil sie dadurch so unglaublich coole Gangster sind (Achtung Ironie!)
Xela
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verfasst:
1.Dez 2009 - 17:10


Im Prinzip ist jeder Mann hier in Deutschland betroffen, denn er hat schonmal Speisen/Essen von Frauen gegessen, die während deren Menstrubation zubereitet worden sind, oder, seine Frau, die Freundin schonmal oral befriedigt.
So etwas tun laut den streng gläubigen Bobo Ashanti's nur Battybwoys



Eine 23 min. Doku der BBC: Bobo Dreads: unravelling the truth




ForrestFunk
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Käsekuchen
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verfasst:
1.Dez 2009 - 20:21

DAnkeWieso schafft es ein Sizzla ohne Hate-Lyrics zu Überzeugen, aber die deutschen Sounds spielen den Mist hoch und runter???


Das kann ich auch nicht verstehen. Gerade wenn ein Konzert im Fokus steht und die Debatte gerade wieder auf Hochtouren läuft. Manche Sounds sollten echt die Nadeln abgeben, man man man!

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verfasst:
1.Dez 2009 - 20:39

Xela
Im Prinzip ist jeder Mann hier in Deutschland betroffen, ... denn er hat seine Frau, die Freundin schonmal oral befriedigt.


Das ist aber wirklich das Letzte. Entschuldigung ich korrigiere mich: Das allerletzte.
Da tut ihr alle so als wärt ihr Vegetarier und dann verteidigt Ihr es Fleisch in den Mund zu nehmen.

Bloodclaat Hypocrates icon_biggrin



editiert von: Dancehall-Polizei, 01.12.2009, 20:42 Uhr

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verfasst:
1.Dez 2009 - 23:04

Ich habe hier (ab Kommentar #264) nochmal einen Versuch gemacht, daß ein Totalverbot von Auftritten solcher Künstler wohl nicht die Lösung ist und ich den zum Teil sehr aggressiven Tonfall beklage:
http://www.quee...a#kommentare

...und jetzt bin ich wirklich frustriet. Teilweise fehlt sogar eine Distanzierung zum Buttersäure-Anschlag auf den U-Club Wuppertal.
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verfasst:
6.Dez 2009 - 17:44

Greetings one&all!
Ist das mit der Unterschriftensammlung denn wirklich so schwer?Hab jetzt den ganzen thread gelesen...Ist irgendwas passiert,außer das die Situation festzementiert wurde?Macht doch ein Güte Siegel auf:"Reggae-Town empfiehlt Künstler XY ist OK!" Es wird zwar ein wenig dauern, aber Tüv,Gema und andere Kontrollorgane haben sich auch etablieren können...Wäre doch auch echt "deutsch"!(Was keine Wertung gut/schlecht sen soll)
Ansonsten eine gute Diskussion hier,bei so einem heiklen Thema gibts auch mal hard feelings.

Ich frage mich nur ob das außer den hier Schreibenden wirklich Jemanden interessiert,ich meine,wir leben ja in einer Zeit des recht gedankenlosen Konsums (wobei ich ausdrücklich hier Schreibende ausnehme) ,obwohl überall Nachhaltigkeit gepredigt wird,soll man "sich ja doch nicht zuviele Gedanken machen".

Diese Diskussion ist von vielen Phobien eingefärbt,die Jammies haben Angst vor den Schwulen,die Schwulen Angst vor den Jammies und die Selectoren Angst um Ihre Reputation.Gegen Angst hilft nur Aufklärung,das heißt meistens Bildung und die kostet Geld.Deshalb lieber mal ein Dance weniger und eine 7" im Regal lassen und die Kohlen nach JA schicken,z.B Alpha Boys School,wenn es wirklich ernst sein soll mit der Änderung.

Bless up!



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I.Rebel und DROEGENBWOYS im Netz:
http://www.reve...n.com/irebel
http://www.myspace.com/rebel_i
Thompson
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verfasst:
6.Dez 2009 - 20:08

i.rebelGreetings one&all!
Ist das mit der Unterschriftensammlung denn wirklich so schwer?Hab jetzt den ganzen thread gelesen...Ist irgendwas passiert,außer das die Situation festzementiert wurde?Macht doch ein Güte Siegel auf:"Reggae-Town empfiehlt Künstler XY ist OK!" Es wird zwar ein wenig dauern, aber Tüv,Gema und andere Kontrollorgane haben sich auch etablieren können...Wäre doch auch echt "deutsch"!(Was keine Wertung gut/schlecht sen soll)
Ansonsten eine gute Diskussion hier,bei so einem heiklen Thema gibts auch mal hard feelings.

Ich frage mich nur ob das außer den hier Schreibenden wirklich Jemanden interessiert,ich meine,wir leben ja in einer Zeit des recht gedankenlosen Konsums (wobei ich ausdrücklich hier Schreibende ausnehme) ,obwohl überall Nachhaltigkeit gepredigt wird,soll man "sich ja doch nicht zuviele Gedanken machen".

Diese Diskussion ist von vielen Phobien eingefärbt,die Jammies haben Angst vor den Schwulen,die Schwulen Angst vor den Jammies und die Selectoren Angst um Ihre Reputation.Gegen Angst hilft nur Aufklärung,das heißt meistens Bildung und die kostet Geld.Deshalb lieber mal ein Dance weniger und eine 7" im Regal lassen und die Kohlen nach JA schicken,z.B Alpha Boys School,wenn es wirklich ernst sein soll mit der Änderung.

Bless up!



Hey, das ist ja echt mal ein wirlich guter Post!

Also ein "Reggae-Town empfiehlt..." Siegel fänd ich dann schon sehr anmaßend.
Aber ein Logo/Siegel/ what ever. In der Richtung von "No homophobic Tunes" auf einem Flyer zur Party eines Sounds, oder so, fänd ich perönlich sehr gut.
Einfach eine Art Hinweis an mich als Konsumenten das ich die Party ohne bedenken besuchen kann und nicht bei jedem Tune aufpassen muss zu was ich das Tanzbein schwinge.

Und zu deiner anderen Frage "ob das überhaupt Personen ausser den hier Schreibenden interessiert..." Nun, zum einen wird dieser Thread auch von Gästen gelesen die sich nur informieren wollen, zum anderen ist der Thread ja auch zur Aufklärung gedacht. Leute dies nicht interessiert wird es immer geben, aber diese Leute stört es ja bestimmt auch nicht wenn die besagten Tunes nicht mehr gespielt werden...
Xela
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verfasst:
7.Dez 2009 - 10:27

ThompsonEinfach eine Art Hinweis an mich als Konsumenten das ich die Party ohne bedenken besuchen kann und nicht bei jedem Tune aufpassen muss zu was ich das Tanzbein schwinge.


hab ich schonmal im ansatz versucht...die reaktionen dürften dir bestimmt noch in erinnerung sein.
Oleejah
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verfasst:
7.Dez 2009 - 10:38

Xela
ThompsonEinfach eine Art Hinweis an mich als Konsumenten das ich die Party ohne bedenken besuchen kann und nicht bei jedem Tune aufpassen muss zu was ich das Tanzbein schwinge.


hab ich schonmal im ansatz versucht...die reaktionen dürften dir bestimmt noch in erinnerung sein.


Also ich finde so einen Hinweis auf freiwilliger Basis schon sinnvoll.

Vielleicht könnte solch ein Hinweis unter Umständen auch die etwas "ahnungsloseren" Besucher von Dances für diese Thematik sensibilisieren.

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verfasst:
7.Dez 2009 - 10:41

Xela
ThompsonEinfach eine Art Hinweis an mich als Konsumenten das ich die Party ohne bedenken besuchen kann und nicht bei jedem Tune aufpassen muss zu was ich das Tanzbein schwinge.


hab ich schonmal im ansatz versucht...die reaktionen dürften dir bestimmt noch in erinnerung sein.


Wird doch teilweise bereits praktiziert, beispielsweise in Eventankündigungen im UJZ Korn (Oder vertue ich mich da ?)

Greetz - HoRo

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Xela
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verfasst:
7.Dez 2009 - 11:52

Oleejah
Xela
ThompsonEinfach eine Art Hinweis an mich als Konsumenten das ich die Party ohne bedenken besuchen kann und nicht bei jedem Tune aufpassen muss zu was ich das Tanzbein schwinge.


hab ich schonmal im ansatz versucht...die reaktionen dürften dir bestimmt noch in erinnerung sein.


Also ich finde so einen Hinweis auf freiwilliger Basis schon sinnvoll.

Vielleicht könnte solch ein Hinweis unter Umständen auch die etwas "ahnungsloseren" Besucher von Dances für diese Thematik sensibilisieren.
die soundsysteme, isoulreggae und sunfire praktizieren sowas schon...da hört man auf jedem dance mindestens einmal die ansage, das sie keine songs gegen minderheiten spielen.

es gibt natürlich auch jede menge vollposten die sich auf kosten anderer profilieren...jamaikanischer sein wollen als ein soundsystem aus jamaika und teilweise auch aus unwissenheit phrasen aushauen, möglichst noch in patwa, dabei kann sowas nur nach hinter losgehn, weils eben nur ein billiger abklatsch ist und kein eignes ich keine seele u herz hat.

dabei kann man, meiner meinung, die sounds aus jamaika und germoney nicht vergleichen, weils ein hinkender vergleich wäre, gesellschaftlich und auch kulturell sind wir doch genauso weit auseinander, wie jamaika und germoney geografisch.



Dancehall-Polizei

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verfasst:
7.Dez 2009 - 17:07

Xela
es gibt natürlich auch jede menge vollposten


Was sind denn vollposten? Und wen soll man denn bitte diskriminieren wenn nicht Minderheiten?

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Xela
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verfasst:
7.Dez 2009 - 17:30

Dancehall-Polizei
Xela
es gibt natürlich auch jede menge vollposten


Was sind denn vollposten? Und wen soll man denn bitte diskriminieren wenn nicht Minderheiten?


so eine frage kann nur von jemand kommen, der bei Interessen:
Dancehall-Polizeihaten und leute dissen
angibt.


Julian
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verfasst:
7.Dez 2009 - 17:51

Dancehall-Polizei
Xela
es gibt natürlich auch jede menge vollposten


Was sind denn vollposten? Und wen soll man denn bitte diskriminieren wenn nicht Minderheiten?


vollposten ist auf jeden Fall als .de noch frei.. also ran :) vollposten.de
DAnke
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verfasst:
7.Dez 2009 - 19:14

Dancehall-Polizei
Was sind denn vollposten? Und wen soll man denn bitte diskriminieren wenn nicht Minderheiten?


Keine Sorge .... wir diskriminieren echt niemanden, obwohl ich nicht weiss, ob man bei dir keine Ausnahme machen könnte.

@Horo: Danke für die "Werbung"

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RasKesateSelam
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verfasst:
7.Dez 2009 - 20:51

Welcher Sound hat eigentlich nach dem Sizzla-Konzi gespielt?

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Sandokan International -- Hannover's Roots Italizer

http://www.sandokan-intl.de.vu
http://www.mysp...sandokanintl

Next Sessions:
14.08.2010 - Liberation Skank Pt4 @ UJZ Korn
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verfasst:
8.Dez 2009 - 07:19

DAnke
@Horo: Danke für die "Werbung"


Gerne das - war ich aber in diesem Fall gar nicht icon_razz

RasKesateSelamWelcher Sound hat eigentlich nach dem Sizzla-Konzi gespielt?


Soundvibration (Bonn) & Warrior Sound (Wuppertal)
Siehe auch => Bilder von der Aftershow Party

Irie greetz - HoRo

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DAnke
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verfasst:
8.Dez 2009 - 09:03

HoRo
DAnke
@Horo: Danke für die "Werbung"


Gerne das - war ich aber in diesem Fall gar nicht icon_razz



Hihi - ich lerne das noch mit dem lesen ....

also auf ein neues:

@xela: Danke für die "Werbung"

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Teffy
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verfasst:
8.Dez 2009 - 10:24

DAnkeGanz, ganz traurig :

Sizzla im U-Club, Ich mit bester Stimmung von der Dubplatesession hin und ...
siehe da - ein Konzert ohne Diss, in keinster Weise .... Es war energetisch, schön, toll ......
Aber alles CLEAN.

Der erste Sound .... der 3. oder 4. Tune - Frenzy ... Knoten geplatzt und einer nach dem anderen raus damit.... Chi Chi Tunez on mass

WARUM ????

Wieso schafft es ein Sizzla ohne Hate-Lyrics zu Überzeugen, aber die deutschen Sounds spielen den Mist hoch und runter???


Moin

Schade das dies nur ganz kurz, in diesem Tread behandelt wird.
Wäre doch auch mal was gewesen, diese Sounds negativ zu erwähnen!!!!Aber finde in der Konzert Kritik keinen Satz dazu, oder habe ich das einfach überlesen???
Aber nein nur ein paar Bilder von denen ohne Kommentar. Da wundert ihr euch warum die Seite hier negativ erwähnt wird???

LG
teffy




editiert von: Teffy, 08.12.2009, 12:54 Uhr

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Thompson
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verfasst:
8.Dez 2009 - 10:44

Ich denke der Weg sollte nicht sein, jetzt mal auf Xelas Post etwas weiter oben und Teffys Post über mir eingehend, Sounds die homophobe Tunes auflegen an den Pranger zu stellen. Das kann man natürlich machen, dürfte aber imho eher zu einer Trotz Reaktion führen. Finde es anders herum eigentlich besser, wie hier auch schon ein paar mal angedacht, indem man Sounds hervorhebt die bewusst auf das spielen solcher Tunes verzichten.
Es muss ja nicht gleich ein TÜV Siegel sein, aber wenn man ein kleines Logo oder ähnliches hat, welches sich etabliert und welches Leute auf ihre Flyer und co ballern können dann fände ich das schonmal super. Länger fristig gesehen würde dann ein Umkehreffekt eintreten, Sound XY verzichtet auf Siegel, Personen die es interessiert stehen der Party skeptisch gegenüber.
Verwendet Sound XY das Siegel und spielt trotzdem Tunes mit homophoben Inhalt, dann kann man ihn an den Pranger stellen.

Das wäre dann zumindest eine Art "Selbstkontrolle" der Szene. Bzw. eine Möglichkeit für "saubere" Sounds zeigen zu können das sie nicht mit den anderen in einen Topf geschmissen werden wollen.

Vergleich hinkt etwas, aber erinnert mich leicht an die SHARP Skin Bewegung die sich entwickelt hat nachdem im allgemeinen Volk die Ansicht entstanden ist jeder Skinhead wäre rechtsradikal.

Und nochmal zur Sizzla After Show Party: Ist natürlich ganz arm. Erst beten alle herunter das Sizzla Tunes dieser Art nicht in D spielt, das die Szene die Meinung in diesen Tunes auch nicht vertritt etc.
Dann kommen zwei Sounds und bestätigen alle Vorurteile welche die Lesben- und Schwulenverbände gegen die Reggaeszene haben. Vielen Dank.
Find ich dann allerdings krass das es da anscheinend von Seiten der Konzertgegner nicht sofort Ärger gegeben hat?
Teffy
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verfasst:
8.Dez 2009 - 10:57

Soll ja keiner an den Pranger gestellt werden und mit faulen Tomaten beworfen werden icon_rolleyes
Aber eine Erwähnung im eigentlichen Beitrag (Konzertbericht) wäre schön gewesen.
Jeden steht es doch frei auf seinen Flyer sowas zu schreiben und soweit ich weiß, tun/taten das auch einige Sounds, das sie nix spielen was zu Gewalt ect. aufruft spielen.
Wer möchte den so ein "Gütesiegel" überwachen???

Das was du Thompson im letzten Absatz geschrieben hast, wäre schön gewesen im Beitrag über das Konzert zu lesen icon_wink

Selbstkontrolle hat doch bisher in der Szene auch nicht gefunzt, sonst wären die Szene doch nicht da wo sie jetzt ist!!

Die Diskussion dreht sich im Kreis, leider.
Veranstaltungen die Organisationen vor Ort (Jamaika) unterstützen, wären doch mal was. Oder welche die in Zusammenarbeit mit den deutschen Verbänden gestartet werden ect.
Gäbe eine Menge die man tun könnte, als nur zu reden...



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DAnke
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verfasst:
8.Dez 2009 - 11:08

die konzertgegner wissen oft gar nicht, was abgeht, bzw können weder ausreichend gut englisch noch patois. Daher kommt von der Seite kein Ärger - Ausserdem stand Sizzla dermasen im Fokus, das niemand auf die Sounds geachtet hat ...

Ich würde dieses Siegel(Stepel etc) begrüssen. - Vieleicht sollte man mal eine Aufstellung der Sounds realisieren, die schon jetzt aus Überzeugung nichts discriminierendes spielen. Es fängt nicht bei Chi Chi an und hört nicht bei Diss auf. Der Respekt ist das was vermisst wird.
Daher ist ein respektvoller Sound in der Lage eine Party ohne Diss gegen Randgruppen (oder Frauen, schwule, usw...) zu schmeissen

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Pixelbelichter
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verfasst:
8.Dez 2009 - 11:44

Teffy
Moin

Schade das dies nur ganz kurz, in diesem Tread behandelt wird.
Wäre doch auch mal was gewesen, diese Sounds negativ zu erwähnen!!!!Aber finde in der Konzert Kritik keinen Satz dazu, oder habe ich das einfach überlesen???
Aber nein nur ein paar Bilder von denen ohne Kommentar. Da wundert ihr euch warum die Seite hier negativ erwähnt wird???

LG
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Ich für meinen Teil war nach dem Konzert nicht mehr alzu lange anwesend, hat nur noch für ein paar Foddos gereicht ...

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Teffy
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verfasst:
8.Dez 2009 - 11:46

HoRo

war bestimmt kein Angriff auf den Fotografen icon_wink

Hast davon ja wohl nix mitbekommen...

LG
teffy



editiert von: Teffy, 08.12.2009, 12:52 Uhr

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Xela
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verfasst:
8.Dez 2009 - 12:18

wer soll das Tüv siegel oder logo herausgeben?
wer soll die kontrolle für "saubere" sounds übernehmen?

kann das so funktionieren?


unbegreiflich ist für mich auch, das niemand der u-club verantwortlichen nach dem sizzla konzert den sounds einhalt geboten hat!!!

wenn ich irgendwo tunes gegen minderheiten höre, dann steh ich sofort beim selecta und beschwere mich, das ich sone sche.... nicht hören will!!
ich hab das schon ein paarmal getan, die reaktionen recht unterschiedlich: von unwissenheit über ist doch nicht so schlimm, bis zum spruch: wenns dir nicht passt-dann geh doch. hab ich alles schon erlebt.



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verfasst:
8.Dez 2009 - 12:23

TeffyHoRo

war bestimmt kein Angriff auf den Fotografen icon_wink

LG
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Hi Teffy,

wenn du da warst und Zeit hast schreibe gerne einen Bericht zu dem Abend. Von uns war nur ein Fotograf da. Wir freuen uns immer ueber neue motivierte Redakteure und/oder Redakteurinnen! :)


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Teffy
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verfasst:
8.Dez 2009 - 13:00

Jens da du dir wohl denken kannst das ich nicht vor Ort war, ist dein Kommentar unnötig!

Wenn HoRo etwas mitbekommen hätte, dann hätte er das bestimmt auch erwähnt, so wie ich ihn kenne icon_wink

DAnke hatte hier ja einen Kommentar zu den Soundsystems die danach aufgelegt geschrieben, ob nun selbst erlebt oder gehört.
Wäre nur schön gewesen diesen auch im Konzertbeitrag zu lesen und vieleicht entsprechende Kommentare.
Ich weiß das ihr alle bemüht seit Lösungen zu finden.



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RaggaDon
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verfasst:
8.Dez 2009 - 13:36

HoRo
RasKesateSelamWelcher Sound hat eigentlich nach dem Sizzla-Konzi gespielt?


Soundvibration (Bonn) & Warrior Sound (Wuppertal)
Siehe auch => Bilder von der Aftershow Party

Irie greetz - HoRo


Ja ja Warrior Sound die sind hier auch schon mal unangenehm aufgefallen.

Was heisst an den Pranger stellen?
Wenn ein Sound explizit diese Lyrics spielt und dann noch Speeches dazu macht
gehört das im Grunde genommen öffentlich gemacht und ja stellt Sie an den Pranger der Intolleranz. Ich bin es leid immer wieder für diese Sounds mit in die Verantwortung genommen zu werden, da ich auch Dancehall-Selecter bin.

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verfasst:
8.Dez 2009 - 20:12

danny
littlelupoWenn man das von Seiten des LSVDs bzw Volker Beck mal als Fehler einräumen würde, es wäre ein großer Schritt vorwärts.


..und genau das isses!wenn der lsvd ma n schritt entgegenkommen würde(mann/frau muss ja gar nich die grundsätzliche haltung in frage stellen),würde sich einiges in dieser festgefahrenen diskussion lockern,denke ich..

jetzt kommen nur die hardliner ins spiel,die auf keinen fall fehler zugeben können,da es in ihren augen ihre position schwächt.ting called politics.ausgetragen auf dem rücken derer,die änderungen wollen..

das gleiche alte lied..

Ich habe meinen Vorschlag, einen friedlichen (!) LGBT Protest in das Konzert selber zu verlegen (nach Absprache mit dem Veranstalter), Spendengelder für NGOs aus Jamaika bei Konzerten zu sammeln und auch meine Kritik, daß überhaupt keine Zusammenarbeit mit Aktivisten aus Jamaika besteht, an den LSVD (Klaus Jetz), das Berliner Büro von Volker Beck und auch per Brief an den U-Club in Wuppertal und die Kulturbrauerei nach Berlin gerichtet. Ich bin mal gespannt auf die Reaktion vom U-Club und der Kulturbrauerei. Ob der LSVD wirklich von seiner Position abläßt, ich bin mir da unsicher...

Bisher wurde von keine Diskussionsrunde bzw.Podiumsdiskussion angekündigt.



editiert von: littlelupo, 08.12.2009, 20:14 Uhr
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verfasst:
8.Dez 2009 - 22:22

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verfasst:
8.Dez 2009 - 23:23

Xelawer soll das Tüv siegel oder logo herausgeben?
wer soll die kontrolle für "saubere" sounds übernehmen?
kann das so funktionieren?....


`Tüv-Siegel` ist vielleicht der falsche Name...

Reggae-Town kann doch ein `Logo´ rausbringen mit der sich Bands + Sound Sys schmücken können...

Thompson
....Es muss ja nicht gleich ein TÜV Siegel sein, aber wenn man ein kleines Logo oder ähnliches hat, welches sich etabliert und welches Leute auf ihre Flyer und co ballern können dann fände ich das schonmal super. Länger fristig gesehen würde dann ein Umkehreffekt eintreten, Sound XY verzichtet auf Siegel, Personen die es interessiert stehen der Party skeptisch gegenüber.
Verwendet Sound XY das Siegel und spielt trotzdem Tunes mit homophoben Inhalt, dann kann man ihn an den Pranger stellen.
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Es kann funktionieren :

siehe Aktion : Reggae against Fascism http://www.regg...start-0.html ua.

Ich denke, viele Musikanten + S.S. würden gerne ein `accepted by R-T´ - Logo auf den Flyern drucken.
Verstöße werden hier bei R-T gelistet und dann muß dieses `Markenzeichen´ gelöscht werden.

...jetzt sind die Grafiker und Texter dran; schönes kleines Logo...
(...ich sehe Aufkleber, T-Shirts etc..)

Reggae-Town ist ja kein `kleines´ Forum...

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I-Kalonji
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verfasst:
9.Dez 2009 - 00:40

Diese "Siegel"-Diskussion ist ein interessanter Ansatz, der auf jeden Fall weitergedacht werden sollte. Wer also Ideen und Anregungen hat ist angehalten diese hier zu posten.

Zu deinem Vorschlag Derfisch:

Reggae-Town bietet Raum für Dialog und positioniert sich klar gegen Homophobie. Wir suchen auch nach Lösungen, aber eine Aktion wie diese wird es vorerst von unserer Seite aus nicht geben. Wir unterstützen aber trotzdem gerne sinnvolle Aktionen, die gut durchdacht sind.
Voreiliger Aktionismus kann auch nach hinten losgehen. Wir begreifen uns auch nicht in der Position über andere zu urteilen.
Trotzdem danke, dass du denkst, dass Reggae-Town theoretisch in der Lage wäre Aktionen dieser Größenordung zu koordinieren.
danny
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verfasst:
9.Dez 2009 - 00:41

ich fände es nich gut r-t als vorreiter in dieser sache mit reinzuziehen.r-t sollte ein weitesgehend neutrales forum bleiben in dem meinungen ausgetauscht werden können und nicht meinungen gemacht werden..
meine meinung ..

ansonsten finde ich die idee einer art "gütesiegel" auch nich verkehrt!!

ich finde da ragga's "no support for Violence Call out against Minorities" schon ma ganz gut.


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verfasst:
9.Dez 2009 - 01:13

wir drehen uns im kreis...wir drehen uns im ....

Posting von danny von 09.2008 !:


DJ DANNY SAYS HERE AND EVERYWHERE :

Photobucket[/quote]



Gesetz in Jamaica ist immer noch ! :

ZitatIn Jamaika ist der sexuelle Akt zwischen Männern gesetzlich verboten. Frauen betrifft dieses Gesetz de facto nicht, es wird in keiner Stelle des Gesetzes Bezug darauf genommen. Sex zwischen zwei Männern wird mit bis zu 10 Jahren Haft bestraft.

Das Gesetz Offences Against the Person Act[1] stellt im Artikel 76 das „verabscheuungswürdige Verbrechen des Analverkehrs“ mit Menschen oder Tieren unter Gefängnisstrafe mit Zwangsarbeit von bis zu zehn Jahren.

Dazu stellt Artikel 77 auch das „Fehlverhalten“ von jeglichem Vorhaben oder einen Versuch, das besagte zu tun, mit bis zu sieben Jahren unter Gefängnisstrafe.

Artikel 79 stellt die Beihilfe oder die Veranlassung zu solchen „groben Sittlichkeitsvergehen“ zwischen Männern mit bis zu zwei Jahren Haft unter Strafe, die durch Zwangsarbeit ergänzt werden kann.

Info @ :http://de.wikip...t_in_Jamaika

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verfasst:
9.Dez 2009 - 03:06

Xela unbegreiflich ist für mich auch, das niemand der u-club verantwortlichen nach dem sizzla konzert den sounds einhalt geboten hat!!!

wenn ich irgendwo tunes gegen minderheiten höre, dann steh ich sofort beim selecta und beschwere mich, das ich sone sche.... nicht hören will!!
By the way, weißt jemand von Euch die e-mail Adresse von Warrior Sound (Wuppertal)? Ich konnte bisher nur die von Soundvibration (Bonn) finden. Ich wäre da mal an einer Stellungnahme von Seiten der Sounds interessiert.
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9.Dez 2009 - 09:18

http://c1.ac-images.myspacecdn.com/images02/89/l_cd2f85342f9b4874b6ad1bd237122bdc.gif

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verfasst:
9.Dez 2009 - 12:06

dannyich fände es nich gut r-t als vorreiter in dieser sache mit reinzuziehen.r-t sollte ein weitesgehend neutrales forum bleiben in dem meinungen ausgetauscht werden können und nicht meinungen gemacht werden..
meine meinung ..


SIGN

Gütesiegel wo soll das drauf stehen auf mp3 files Flyern wo am ende doch sounds nicht wissen was sie machen ??

Da fängt das mit dem Grundverständnis an
dann lieber die "Schwarze Liste" für Songs
und/ oder ein Patwa Wörterbuch

by the way wohnen wir ja alle irgendwie hier warum nicht mal Eigeninitiative statt immmer nach dem Bürgermeister zu schreien ?!

und der link zu http://www.sosjamaica.org

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verfasst:
9.Dez 2009 - 12:07

Interressant - nur um das einbinden in Flyer etc zu erleichtern sollte kein schwarzer kasten drum sein.

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DAnke
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Reggae Singjay
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verfasst:
9.Dez 2009 - 12:13

Manja
Gütesiegel wo soll das drauf stehen auf mp3 files Flyern wo am ende doch sounds nicht wissen was sie machen ??

Da fängt das mit dem Grundverständnis an
dann lieber die "Schwarze Liste" für Songs
und/ oder ein Patwa Wörterbuch


Dieses Siegel verstehe ich als Flyerergänzung, ob artists das auf ihre CD drucken bleibt abzuwarten.
Die schwarze Liste sollte als Hilfestellung schon irgendwie verfügbar sein, aber das Siegel macht es für die Massive deutlich.

Vieleicht sollte man Sounds sammel, so als Hilfestellung für die Organisatore der Dances, damit die eine leichte Übersicht über die Systems haben, die es lassen ....

Sinnvoll wäre das gesamtpaket:

Schwarze Liste über Tunes für die Sounds
Grüne Liste über Sounds für die Veranstalter
und Das Siegel für die Massive

Aber das ist ein echt groser aufwand

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Manja
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verfasst:
9.Dez 2009 - 12:20

mir stösst dieses Siegel irgendwie auf, wer soll das vergeben wer Kontrollieren ???
In meinen Augen geht der Weg eher über Selbstkontrolle ... Weiterbildung und sinnvolle Diskussion dann doch lieber nen Link zu einer Seite die sich mit dem Thema konstruktiv beschäftigt auf den Flyer ...

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Die Luft wird dir zu knapp die Uhr tickt immer lauter
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Jeremy

Buppie
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verfasst:
9.Dez 2009 - 12:59

Hallo

Hier Mattia von Warriorsound!
Um eines klarzustellen: Ich Habe nach der Sizzla Show nicht ein Homophobes Lied gespielt und Soundvibration sowie Tek9 Europe die auch gespielt haben, explizit darauf hingewiesen keine solche Tunes zu spielen!!

Ich kann nur für mich sprechen, da ich nach der Sizzla Show erstmal bis knapp 01:30 Uhr unterwegs war weiss ich nicht was in der Zwischenzeit gelaufen ist.

Wer Fragen an mich hat: warriorsound (at) hotmail.de

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RaggaDon
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Sternenflottenkommando
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verfasst:
9.Dez 2009 - 13:24

JeremyHallo

Hier Mattia von Warriorsound!
Um eines klarzustellen: Ich Habe nach der Sizzla Show nicht ein Homophobes Lied gespielt und Soundvibration sowie Tek9 Europe die auch gespielt haben, explizit darauf hingewiesen keine solche Tunes zu spielen!!

Ich kann nur für mich sprechen, da ich nach der Sizzla Show erstmal bis knapp 01:30 Uhr unterwegs war weiss ich nicht was in der Zwischenzeit gelaufen ist.

Wer Fragen an mich hat: warriorsound (at) hotmail.de

1 Love


Na dann entschuldigung aber was heisst Du kannst nur für Dich sprechen meinst Du Dich oder Deinen Sound.
Und bedeutet das jetzt grundsätzlich spielt Ihr sowas nicht (mehr) oder nur an dem Abend?

Mat_Asherhttp://c1.ac-images.myspacecdn.com/images02/89/l_cd2f85342f9b4874b6ad1bd237122bdc.gif


Nö will ich nicht, das würde ja auch bedeuten keine Soundkillig Tunes, und Politiker und der Papst darf auch nicht mehr metaphorisch verbrannt werden und was ist mit "Murderer" von Barrington?
Den Sticker würde ich never ever benutzen, im Umkehrschluss heisst das Dancehall ist Murder Music (von wg promote Roots etc) den Schuh zieh ich mir nicht an.

Ne nicht diese unsägliche "Stop Murder Music" Kampagne



editiert von: RaggaDon, 09.12.2009, 13:27 Uhr
Mat_Asher
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verfasst:
9.Dez 2009 - 13:45

RaggaDon
Mat_Asherhttp://c1.ac-images.myspacecdn.com/images02/89/l_cd2f85342f9b4874b6ad1bd237122bdc.gif


Nö will ich nicht, das würde ja auch bedeuten keine Soundkillig Tunes, und Politiker und der Papst darf auch nicht mehr metaphorisch verbrannt werden und was ist mit "Murderer" von Barrington?
Den Sticker würde ich never ever benutzen, im Umkehrschluss heisst das Dancehall ist Murder Music (von wg promote Roots etc) den Schuh zieh ich mir nicht an.

Ne nicht diese unsägliche "Stop Murder Music" Kampagneeditiert von: RaggaDon, 09.12.2009, 13:27 Uhr


Musst du ja auch nicht.... icon_wink
Das kam mir auch eher entgegen, da ich ja hauptsächlich(nicht ausschliesslich) Roots auflege....und clashen tu ich auch nicht wirklich...aber hast schon Recht, so das Wahre ist das noch nicht....den Papst verbrenn ich ja dann auch schon ab und zu musikalisch!!

Vieleicht sollte mal jemand was anderes entwerfen....wo sind denn die Grafiker hier??


"Fire pon Rome"*sing* icon_biggrin

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Jeremy

Buppie
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verfasst:
9.Dez 2009 - 13:48

Also ich bin mein sound. Warriorsound spiel ich allein! Und ich habe an dem Abend keine homophoben Songs gespielt und werde id er Zukunft auch keine hass Songs spielen,da ich Hass und Gewalt egal gegen wen ablehne.

Davon freisprechen nie solche Tunes gespielt zu haben kann ich mich nicht, will ich auch nicht, allerdings habe ich die gespielt ohne drüber nachzudenken und nicht um leute aufzuhetzen!

desweiteren muss man auch weiterhin differenzieren zwischen tunes die lediglich die weltanschaung des künstlers widerspiegeln, wie zum beispiel frenzy von sanchez, no way von sizzla oder ähnliches, und tunes die explizit zur gewalt aufrufen.

Tunes die die Weltansicht eines Künstlers darstellen, wenn zum Beispiel ein Künstler sagt: I Dont like gay and gays dont like me...oder no wayy badman nah fuck batty oder badman nah watch brokeback mountain, dann ist das kein aufruf zu hass und gewalt, sondern eine meinung die man nicht teilen muss ( tue ich übrigens nicht) aber tolerieren sollte man dass diese Künstler so denken..

sobald es aber mit aufrufen zur gewalt losgeht sollte spätestens die grenze gezogen werden..

Wir diskutieren uns seit wochen auch den mund fusselig..klarstellen wollte ich nur dass an dem abend von mir keine homophoben stücke gespielt wurden und ich die sounds darauf hingewiesen habe solche stücke nicht zu spielen.


Amper
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verfasst:
9.Dez 2009 - 14:36

Danke für dein Statement.

Die Diskussion, welche Tunes noch als Meinungsäußerung durchgehen und nicht, muss auch vermehrt geführt werden. Da driften die Meinungen weit auseinander.

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verfasst:
9.Dez 2009 - 18:58

schön dass es ein statement gibt.
RaggaDon
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verfasst:
9.Dez 2009 - 22:05

JeremyAlso ich bin mein sound. Warriorsound spiel ich allein! Und ich habe an dem Abend keine homophoben Songs gespielt und werde id er Zukunft auch keine hass Songs spielen,da ich Hass und Gewalt egal gegen wen ablehne.

Davon freisprechen nie solche Tunes gespielt zu haben kann ich mich nicht, will ich auch nicht, allerdings habe ich die gespielt ohne drüber nachzudenken und nicht um leute aufzuhetzen!

desweiteren muss man auch weiterhin differenzieren zwischen tunes die lediglich die weltanschaung des künstlers widerspiegeln, wie zum beispiel frenzy von sanchez, no way von sizzla oder ähnliches, und tunes die explizit zur gewalt aufrufen.

Tunes die die Weltansicht eines Künstlers darstellen, wenn zum Beispiel ein Künstler sagt: I Dont like gay and gays dont like me...oder no wayy badman nah fuck batty oder badman nah watch brokeback mountain, dann ist das kein aufruf zu hass und gewalt, sondern eine meinung die man nicht teilen muss ( tue ich übrigens nicht) aber tolerieren sollte man dass diese Künstler so denken..

sobald es aber mit aufrufen zur gewalt losgeht sollte spätestens die grenze gezogen werden..

Wir diskutieren uns seit wochen auch den mund fusselig..klarstellen wollte ich nur dass an dem abend von mir keine homophoben stücke gespielt wurden und ich die sounds darauf hingewiesen habe solche stücke nicht zu spielen.




Jo korrekt
Das Problembewußtsein gab es früher auch nicht so und insofern sollte man da niemanden für vergangene Sünden verurteilen (Artists & Sounds), wenn er in der Gegenwart die Grundrechte von allen Menschen gleichermaßen anerkennt.
Dancehall-Polizei

Fünf Flaschen General
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verfasst:
10.Dez 2009 - 03:05

i.rebelMacht doch ein Güte Siegel auf:


http://imgur.com/hpDKa.png



editiert von: Dancehall-Polizei, 10.12.2009, 03:08 Uhr

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Yuh nyam ital food? Nö ich mag keine Pizza.
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verfasst:
10.Dez 2009 - 07:08

Was wird eigentlich immerzu auf den Schwulen rumgehackt? Was ist nur aus „meinem“ Reggae geworden? Die ganzen Schwulen, Lesben, Bi's und Transen tun mir echt leid, ich find solche Hass-Songtexte wie z.B. ‚Boom Bye Bye’ echt scheiße!! Einen auf "One Blood" machen, aber eigentlich nix verstanden, traurig!

Warum singen die überhaupt darüber? Über Schwule würd ich nicht unbedingt drüber singen, da ich das Thema irgendwie eklig finde. Dann schon lieber ein weiterer tune über die heißen, sexy Ladies, die man aufm Dance treffen kann! Zumindest, wenn man leidenschaftlich heterosexuell ist wie ich es bin icon_wink

Wie kommt ein (vermutlich ebenfalls heterosexueller) Mann wie z. B. Buju Banton nur auf solch ein Thema??? Kann man sich in der heutigen Reggaeszene nur noch abheben, wenn man immer krasser in seinen Aussagen wird? Ist es die religiöse Erziehung? Ist es das jamaikanische Gesetz, das Homosexualität unter Strafe stellt? Also die Angst, selber als Homo verdächtigt zu werden, die jemanden zu solchen Texten treibt?

Will er bzw. wollen all’ die Hater denn wirklich, dass jetzt die ganze Dancehall-Reggae-Welt nur noch über Homos und Auftrittsverbote labert? Lasst die Schwulen/Lesben/Bi’s und Transen doch in Ruhe ficken mit wem sie wollen! Machen wir doch auch!
Außerdem hab ich bisher überwiegend sympathische Schwuchteln und Schwuletten kennengelernt (z.B an der Kunsthochschule), die meisten sind sogar herzlicher und menschlicher drauf als viele Heten!!

Auch in der Dancehall-Reggae-Szene gibt es homosexuelle Artists, die sich unter den gegebenen Umständen natürlich nicht outen!

Noch ein Wort an die uneinsichtigen Soundboys- und girls:
Schmeisst eure Hater-Platten weg! Nicht verkaufen - wegschmeißen! Am besten als Live-Performance im Club, damit die Massive noch was lernt!
Die meisten Menschen wollen solche Scheisstexte doch gar nicht hören! So ein Anti-Schwulen-Gefasel will ich schon gar nicht beim Rub-A-Dub Tanz mit einer süßen Lady hören! Da will ich lieber Texte darüber, dass sie mich will oder ich sie und so icon_wink na, halt lieber leicht versaute Texte als solche dummen Gewaltaufruf-Texte, oder?
Und sagt jetzt nicht, die Mucke wär sooo geil, dass man den Text in Kauf nehmen muss! Papperlapapp, es gibt so dermaßen viel Auswahl an guten Dancehall-Reggae-Songs!

Oder braucht ihr erst ne deutsche Version von ‚Boom Bye Bye’ zur Abschreckung?


Hier wurde das Thema auch schon diskutiert...

Let your brain be your Gütesiegel icon_wink
coconutcream
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Beiträge: 48

verfasst:
10.Dez 2009 - 09:04

Hey,warum müssen die Dinge die Verboten werden sollen,schlecht,negativ immer auf einer Schwarzen Liste,kann die Liste nicht rot sein gegen Gewalt oder grün für was auch immer???>Wir sollten uns auch immer Gedanken machen,woher die Wut herkommt icon_confused !!Wir hören black musik,reggae und haben vielleicht ein zwei farbige Freunde,denen geht es immer gut,aber der Weg bis sie sich eingelebt haben, kennen wir nicht.Was ihre Eltern durchgemacht haben,wer kennt sie??? icon_razz icon_confused !!#Gewalt ist nie eine Lösung!Aber an die Wut dahinter,sollte man sich schon gedanken machen.One Love,let.s come together and feel allright,das ist reggae!!!

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Lenny_Berger
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Beiträge: 792

verfasst:
10.Dez 2009 - 14:20

Jeder Beitrag ist erstmal so richtig! icon_smile

Aber einfach nur rumschimpfen hilft nicht oder?! Mich würde es freuen, wenn ein wenig mehr über die Ursache und den Zweck von Chichilyrics in Jamaika geredet würde! Stichwort: Ventil zum Druck ablassen! Richtig ist das natürlich nicht! Aber warum git es dann sowas? hm

Aber bitte objektiv bleiben, zumindest versuchen! icon_wink

Außerdem sollte man vllt. auch mal den Fokus auf die homophoben KillerArtists richten und mal Songs von denen nennen, die nun wirklich eine ausgesprochen positive Botschaft haben und nicht dazu da sind um Frust abzubauen! Sondern die Menschen upliften, sag ich ma!

Ich hoffe ihr versteht mich falsch! icon_wink

Stop murdering music!

p.s.: Mein Mittel zur Objektivität ist Ironie! icon_wink
p.p.s.: fire pon babylon (Armut, Hunger, Erpressung, ...) oder?!

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danny
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Beiträge: 807

verfasst:
10.Dez 2009 - 14:49

oh,der herr berger mit solch einem sensiblen posting.. icon_lol icon_wink

jau,lenny.
ursache und zweck kennen wa alle doch schon zur genüge.sklaven,die zum gv gezwungen wurden,die (IN DER REGEL) alles andere als männliche attitüde homosexueller menschen und angst selbst als homo bezeichnet zu werden (was ich mir als in jamdown lebender auch nich wünschen würde;ma ganz abgesehen,daß die kostbare karriere damit auf der insel wohl ruckzuck vorbei wäre..)
die frage is,wie wir mit solchen tunes umgehen!
natürlich gibt es von allen als hassänger bezeichneten artists auch positive songs.aber solange wir den murdertune hype gedankenlos mitmachen wird sich nix zum positiven wenden..
und da wir (die reggae szene) offensichtlich nich selber in der lage sind besagte "killdemtunes" endlich ausm regal zu räumen,versuchen das andere mit gewissem druck...

WIR MÜSSEN WAS ÄNDERN,SO GEHTS NICH WEITER..

es muss einfach bessere lösungen geben als das ständige gegeneinander..
man sieht doch wohin das führt..gully vs gaza,israel vs palestina,arm vs reich,grün vs blau...das is doch alles bullshit...

WIR SIND DENKENDE WESEN,ALSO LASST UNS MA ALLE NACHDENKEN... icon_wink





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WIR TUN NICHT WAS WIR WOLLEN,WIR WOLLEN WAS WIR TUN.....http://www.mysp.../isoulreggae

champanda
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Modeberator
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Beiträge: 2478

verfasst:
10.Dez 2009 - 17:53

Es wird sicherlich auch mal Zeit, sich der Heterogenität der einzelnen "Anti-Homophobie"-Strömungen bewusst zu werden.

Es genügt im hiesigen Kontext nicht mehr, den Konflikt auf ein "Volker Beck vs. den Rest der (Reggae-)Welt" zu reduzieren. Da sind auf der einen seite lgbt- / queer- / lsvd- people, die sich zum Teil (Betonung auf "zum Teil") recht unreflektiert mit stichprobenartigen 1:1 Textübersetzungen begnügen und dann zu dem Schluss kommen "Zack, das reicht mir, erfüllt für mich den Tatbestand der Volksverhetzung, Schluss damit".

Zum Anderen ist - insbesondere auch bei den jüngsten Aktionen und Diskussionen rund um "Sizzla in Berlin" und "U-Club dichtmachen" - eine ganz andere Motivation bzw. Qualität zu erkennen: Es beteiligen sich auch zunehmend Gruppen von Aktivisten aus der linken Szene, die zum Teil selbst aktiv Reggae & Dancehallparties besucht haben (evtl. sogar mal "echte Fans" waren) und auf Basis dessen zu einer viel differenzierteren Ausformulierung ihrer Kritik gekommen sind. Ein bisschen auch Prinzip "Ex-Raucher sind die militantesten Nichtraucher".

Für die Diskussion bedeutet das, dass sie zukünftig noch ein wenig gnadenloser geführt werden wird, denn hier treffen linke, gesamtgesellschaftliche Systemkritik und Idealismus auf diffuse Aussagen und Positionen der R&D-Szene. Knallharte, ideologische Prinzipien vs. konsumorientiertes WischiWaschi.

Und dann haben wir da auch noch die sich traditionell eher (bauch-)links einordnenden Reggaesympathisanten, die sich von der Musik zum Teil schon wieder abgewandt haben, weil sie sich in Anbetracht des nun unvermeidbar öffentlich gewordenen Homophobiedilemmas denken, "Ach du Scheiße, mit dem Quatsch will ich nix mehr zu tun haben, ist mir zu hohl geworden". Was das angeht hat imho die deutsche Reggae & Dancehallszene ein echtes Nachwuchsproblem, meine Eindrücke gehen diesbezüglich dahin, dass sich auch der grundsätzliche Vibe oder auch präziser formuliert - die Demographie der Szene geändert hat. Während sich früher mehr emanzipiertes, weltoffenes Partyvolk auf den Dances die Zeit vertrieben hat (passend dazu ein Zitat aus RIDDIM´s Massaya-Interview "Die deutsche Soundsystemszene ist eine Studentenszene..." - ich behaupte, sie war eine Studentenszene) entwickelt sich nun seit einigen Jahren der Trend hin zum modemarkenbewussten jiggy-Reggaekonsumenten, der die Musik allenfalls als Konsumgut und Abrockventil versteht, was ich übrigens damit nicht verurteilen will.

Die Zeit wird knapp für ein eindeutiges Signal der europäischen Liebhaber_innen jamaikanischer Musik. Es wurde schon sehr viel Zeit vergeudet und Glaubwürdigkeit eingebüßt, jetzt gilt es, Eigeninitiative zu ergreifen um rauszukommen aus der passiven Ecke, in die wir uns selbst bugsiert haben. Ich persönlich glaube nicht mehr, dass der Vorwurf "der" Aktivist_innen an uns lautet, wir wären per se homophob, ich glaube eher, dass man uns mittlerweile vorwirft, dass wir´s einfach nicht selbst in den Griff kriegen.

Entertainment geht auch ohne die anteiligen 2,5 % homophober Tunes (danke an die Kollegen von DHM für diese Schätzung anhand des Beispiels "Sizzla" [550 gute vs. 15 böse Tunes] ).

Simple as that.

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"Reggaeapologeten - diese deutsche Dancehallrichtung ist so garnicht meins. Ich denke, dass zunehmendes Alter und Reife bei vielen ohnehin eine Entkoppelung von subkulturellen Dogmen bedeuten." + follow me: http://twitter.com/champanda
Jesuaesen
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Buppie
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verfasst:
20.Dez 2009 - 17:22

Beenie Man“I have worked with gays and lesbians on videos and photo shoots and they have done great. I do not sing or perform any of those songs nor promote any violence on stage. I have been performing all over the world and there hasn’t been any issues of recent.”


Statement von Beenie



U-Club Dichtmachen Blog gesperrt!

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ForrestFunk
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Käsekuchen
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verfasst:
20.Dez 2009 - 17:53

Nice Statement und schöne Aktion! Bleibt nur die Hoffnung, dass die internationalen Lesben und Schwulenvereinigungen diesen Annäherungsschritt Beenie Mans zur Kenntnis nehmen und auch einen Schritt auf die Reggaekünstler zu gehen.

One step forward, don't step backward

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coconutcream
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verfasst:
20.Dez 2009 - 19:02

Wie gesagt,die Wut dahinter verstehen!Ich würde gerne einen Film empfehlen ich glaube der heisst "SKOZA"vielleicht kennt ihn einer von Euch schon,es handelt sich um einen südafrikanischen Jungen,der auf der Strasse lebt und viel durchgemacht hat.Denke es gibt die selbe Problematik in der ganzen Welt,"Beispiel Kinder von Bahnhof Zoo"!Immer trifft es die schwächsten, icon_mad die unschuldigen Kinder!!Es geht nicht nur um die Lyrics,die Künstler ,welche sexualle Orientierung ,sondern das man die Kinder schützt,sie aufklärt und die ein Bewusstsein gibt,dass deren Körper ihnen gehört!! icon_confused MY BODY BELONGS ONLY ME;I:M FREE TO SAY, NO!!Beziehe mich auf den Bericht von Beenie man und aus anderen Berichten.

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verfasst:
21.Dez 2009 - 15:26

Jesuaesen
Beenie Man“I have worked with gays and lesbians on videos and photo shoots and they have done great. I do not sing or perform any of those songs nor promote any violence on stage. I have been performing all over the world and there hasn’t been any issues of recent.”


Statement von Beenie
Tja, ich habe heute zwar mit allem gerechnet, aber nicht damit. icon_smile

Es bestätigt meine Vermutung, daß Beenie Man und andere Künstler aus Jamaika den Unterschied zwischen den Begriffen schwul und pädophil nicht wirklich kannten bzw das für sie "ein und dasselbe" ist.

Ich habe den Artikel gerade an queer. de und den Webmaster vom LSVD weitergeleitet, bzw werde den gleich noch in den Artikel über Beenie Man in der deutschen Wikipedia einbauen.
littlelupo
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verfasst:
21.Dez 2009 - 15:39

Artikel in der Dancehallusa.com wurde im November veröffentlicht, im Dezember hat Beenie Man dieses Konzert hier gegeben:

"“The King of Dancehall stuck a sword of words into gay people through singing and talking,” reported the Daily Monitor."

http://www.advo..._in_Uganda_/

http://gayright...throats_slit
Jesuaesen
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Buppie
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verfasst:
21.Dez 2009 - 19:52

Mr. VegasVegas signs Berlin agreement to allow tour to continue
Singjay Mr. Vegas is having perhaps his most successful European tour ever as his highly anticipated pre-album tour is drawing big crowds.
"Yo the thing mad I had to meet with the Mayor of Berlin and sign a paper not to discriminate, or perform any songs advocating hatred towards any group or religion, failure to do so would have led to the cancelation of the shows and my possible barring from the European Union," Mr. vegas explained to one876.
"The show went on and turned out to be the best club show I have ever done in Europe. I sang 'Redemption Song', 'One Love', 'Buffalo Soldier', 'Don't Worry' from Bob Marley's catalogue, to which the crowd went into a frenzy.
Vegas then paused to tell the large crowd that "no one piece of paper can stop me from performing and spreading the true music from Jamaica".
"We are all about peace, love and Godliness," he said, then segued into his own hits such as I Am Blessed, and then climaxed with Man a Gallis.
The tour continued to Denmark the night after and Vegas continue his pre-album tour through France, Finland, England, Spain and other European territories.

(below is a copy of the signed agreement)

You are not allowed to do public:Appeals,or statements for, discrimination,violation,hatred,or even murder,offensive or insult no such statements,no such lyrics,no such gestures,against anyone or community,due to race, color,religion,ideology,political views opinions,ethic,or social origins or lineage,sexual orientation,gender,disability,genetic,features,age or any other personal community, bound characteristics. to German law and German foundation any people living here are equal. Any violation of these principles would be a criminal offense and may lead to an arrest and expulsion and will cause criminal proceedings by official [public] prosecutor. In addition a complete suspension for entering the countries of the European Union may be signed on you.[We will give a report to the authorities of other German cities,it might be the base for the decision of taking measures due to your concerts over there .


zum Vegas Blog Eintrag
zum Artikel bei one876

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Käsekuchen
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verfasst:
23.Dez 2009 - 16:27

It goes on and on...

Bin mal gesapnnt, was wir als nächstes für News bezüglich dieser heiklen Thematik bekommen.

Zum Fest der Liebe schlagen wohl einige einen versöhnlichen Ton an.

Lasst uns Hand in Hand gehen

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littlelupo
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verfasst:
23.Dez 2009 - 16:41

Ich nenne es eher schizophrene Töne....

Erst "Hü", dann wieder "hott"...
littlelupo
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Beiträge: 48

verfasst:
29.Dez 2009 - 21:47

So, zwischendurch mal Neues aus dem U-Club Wuppertal:

"Es wird in Kürze eine Webseite mit einem eigenem Forum zu unserer Initiative ( http://www.u-cl...t/index.html ) online gestellt.

Bis dahin könnt Ihr hier Eure Meinung, Kommentare etc. Posten.

Euer U-Club Team"
littlelupo
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verfasst:
29.Dez 2009 - 23:01

Auch andere werden zum Ziel von LGBT Protesten:

"inforand.de: “Maulkorb” für Eminem"
http://inforand.de/?p=4641
littlelupo
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Beiträge: 48

verfasst:
30.Dez 2009 - 12:29

"Keine Bühne für Hass-Sänger
Austausch der üblichen Argumente"

http://www.lsvd...2010_web.pdf

pdf-Dokument, Seite 12
Thompson
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verfasst:
30.Dez 2009 - 17:30

Hey Lupo, danke für Links.
Bin ja mal gespannt was aus der U-Club Initiative "Respect" wird.
MannBeißtHund
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verfasst:
31.Dez 2009 - 05:00

Die Proteste sind unsinnig, da die Auftritte aus den Besuchern keine Schwulenhasser machen.
Es gab in der BRD noch nie den Fall, dass Schwule von Dancehall-Fans angegrifen wurden.

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RaggaDon
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verfasst:
31.Dez 2009 - 10:49

MannBeißtHundDie Proteste sind unsinnig, da die Auftritte aus den Besuchern keine Schwulenhasser machen.
Es gab in der BRD noch nie den Fall, dass Schwule von Dancehall-Fans angegrifen wurden.


Ich habe schon mitbekommen das es Anfeinduungen gegen Schwule gab, es hat nicht viel gefehlt und es wäre zu Aktionen gekommen.
Also wäre ich vorsichtig mit diesen Aussagen.

P.S. und willkommen im Forum




editiert von: RaggaDon, 31.12.2009, 10:49 Uhr
MannBeißtHund
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verfasst:
31.Dez 2009 - 19:40

RaggaDon
MannBeißtHundDie Proteste sind unsinnig, da die Auftritte aus den Besuchern keine Schwulenhasser machen.
Es gab in der BRD noch nie den Fall, dass Schwule von Dancehall-Fans angegrifen wurden.


Ich habe schon mitbekommen das es Anfeinduungen gegen Schwule gab, es hat nicht viel gefehlt und es wäre zu Aktionen gekommen.
Also wäre ich vorsichtig mit diesen Aussagen.

P.S. und willkommen im Forum


Erstmal danke für die Begrüßung! icon_cool
46

"Ich habe schon mitbekommen..."-Gescchichten kann wirklich jeder erzählen.
Man kann dann aber schlecht überprüfen, ob es der Wahrheit entspricht.
So kann ich hier auch mal posten, dass ich schon mal mitbekommen habe, wie 2 Schwule einen Jugendlichen bespuckkt und bedroht haben, weil er ein Sizzla-Shirt trug.

Nur konkrete Fakten zählen.
Meine Aussage ist korrekt:
MannBeißtHundEs gab in der BRD noch nie den Fall, dass Schwule von Dancehall-Fans angegrifen wurden.

Es gibt keine dokumentierten Fälle dieser Art.

Die Schwulenverbände in Deutschland protestieren gegen etwas das ihren Interessen kaum bzw. garnicht schadet, anstatt sich vlt mal politisch gegen die beschissenen Neo-Nazis einzusetzen, die dann wirklich u.a. auch Schwule angreifen.

Ich liebe Reggae und mir missfallen Battyman-Tunes, aber die Reaktionen der Schulenverbände gegen die Musiker sind übertrieben. Als ob alle Menschen in Deutschland speziell schwulenfeindlichen Dancehall hören würden und dann auf die Jagd nach Schwulen gehen... icon_rolleyes





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RaggaDon
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verfasst:
31.Dez 2009 - 21:21

Ich sach ja : Ich hab es nicht gehört sondern gesehen!!!

Und ich sach ja Gewalt ist Scheisse...
Horrido & icon_wink frohes Neues
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verfasst:
1.Jan 2010 - 00:53

RaggaDonIch sach ja : Ich hab es nicht gehört sondern gesehen!!!
Da würde mich einfach mal interessieren, wie diese Anfeindungen sich geäußert haben, was wurde da gesagt? (zu dokumentarischen Zwecken... icon_wink Außerdem, wie waren die schwulen Männern dort denn als "Schwule" zu erkennen? Schwul ist ja nicht so offensichtlich wie die Hautfarbe zum Beispiel.
RaggaDon
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Sternenflottenkommando
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verfasst:
1.Jan 2010 - 12:23

ca. 6-7 Jahre her in Hamburg, ich war mit einem ehemaligen Bekanntem auf ner Dance, der ehemalige Bekannte machte mich auf 2 Typen aufmerksam und meinte das wären Schwule, ich lachte nach dem Motto könnte sein.
Da fing er an Sie wegzuschubsen und verbal zu beschimpfen. Die haben gar nix gerafft und haben sich wohl gedacht: Nen Bekloppter, sind dann in ne andere Ecke. Ich stand da und konnte es nicht fassen. Das war dann auch der letzte Abend mit dem Bekanntem...
RaggaDon
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Sternenflottenkommando
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verfasst:
1.Jan 2010 - 12:46

Aber mir ging es eigentlich nur darum zu zeigen.
Das mit den falschen Tunes bzw. wenn der Hmophobie freien Lauf gelassen wird, eine Atmosphäre entstehen kann die eben Schwulenfeindlich ist und ich denke es muss keine dokumentierten Fälle geben.
Es reicht einfach schon wenn es eine Atmo gibt in der sich dann einige (wenige) bestärkt fühlen, weil die Mehrheit es ja abfeiert auch wenn die Mehrheit es nicht versteht bzw. so nicht denkt.
littlelupo
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Reggae Listener
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verfasst:
2.Jan 2010 - 14:09

@RaggaDon:
Ok, danke für die Erläuterung, ich hätte mir wahrscheinlich gedacht: ein Besoffener...

EDIT:
Interessant ist daran ja auch die Beobachtung, daß eine solche Homophobie (anrempeln) offenbar ohne jede Argumentation oder Rechtfertigung auskommt. Die sind (angeblich) schwul, also rempeln wir sie an..



editiert von: littlelupo, 02.01.2010, 17:03 Uhr
Jesuaesen
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Buppie
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verfasst:
8.Jan 2010 - 11:11

Hass-Sänger im Homo-Radio
Rosa Archiv

Lohnend sind auf jeden Fall die Briefe/Mails zwischen Jürgen und dem Betreiber des Radios, die unten beim Rosa Archiv alle als PDF verlinkt sind...

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ForrestFunk
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Käsekuchen
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verfasst:
8.Jan 2010 - 14:48

ZitatDass ein schwules Medium die Kassen der eigenen Feinde klingeln lässt, ist nicht nur peinlich, sondern unverzeihlich!


icon_biggrin icon_biggrin icon_biggrin icon_biggrin

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littlelupo
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verfasst:
9.Jan 2010 - 22:07

Das muß nicht unverzeihlich heißen, sondern idiotisch. icon_smile

Ich denke, Kritik an dem Radioprogramm war da dringend notwendig und darf auch mal (innerhalb der Community, sofern es die denn als geschlossene Community gibt) aggressiv ausfallen.
littlelupo
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verfasst:
12.Jan 2010 - 19:35

Ich habe soeben folgende Einladung vom Kesselhaus in Berlin erhalten. Eine gleichlautende Einladung habe ich auch vom Büro von Volker Beck erhalten:

ZitatPRESSEMITTEILUNG

Gegen Homophobie in der Kunst! Aber wie?

Eine Podiumsdiskussion mit Vertretern von Politik, schwul-lesbischen Verbänden, Künstlermanagement, Vertretern der jamaikanischen Musikgewerkschaft und Veranstaltern


am Donnerstag, 23. Februar 2010, 20.00 - 22.00 Uhr

Ort: Maschinenhaus in der Kulturbauerei, Knaackstr. 97, 10 435 Berlin

Eintritt: frei

Beginn: 20.00 – 22.00 Uhr

Organisation: Sören Birke, Tel. 030 – 44 31 51 31, Fax 030 - 44 31 51 99, birke@kesselhaus-berlin.de

Presse: Anne Katrin Hülsmann, Tel. 030-44 31 51 40, Fax 030-44 31 51 99, huelsmann@kesselhaus-berlin.de

________________________________________________________________________

Sehr geehrte Damen und Herren!

Der für Januar geplante Termin für die Podiumsdiskussion musste aus organisatorischen Grunden verlegt werden. Aber jetzt steht der Termin für den 23. Februar 2010 fest.

Auf Einladung des Kesselhauses werden Vertreter von Politik, schwul-lesbischen Verbänden, Künstlermanagement, Veranstalter und Vertreter der jamaikanischen Musikgewerkschaft im Maschinenhaus über nachhaltige Maßnahmen gegen Homophobie in der Kunst diskutieren. Ziel ist es, Strategien im Umgang mit kontroversen Künstlern zwischen Verbot und Dialog zu entwickeln.

Nach der Absage des Konzertes von Sizzla am 26.11.2009 und dem vorangegangenen Verhandlungsprozess ist deutlich geworden, dass eine große Notwendigkeit für neue, konkretere Schritte besteht, da die bis dato getroffenen Maßnahmen (wie RCA) in der Öffentlichkeit keine Akzeptanz finden. Mit der Organisation der Podiumsdiskussion setzen alle beteiligten Akteure ein wichtiges Zeichen zur Fortsetzung des Dialogs.

Teilnehmer:

Volker Beck (MdB), Klaus Jetz (LSVD), Klaus Maack (Contour Music), Vertreter der jamaikanischen Musikgewerkschaft (tbc)

Moderation:

Andreas Freudenberg (ehemaliger Geschäftsführer der Werkstatt der Kulturen)

Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Eintritt ist frei. Eine Weiterleitung der Information ist erwünscht!

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

Das Kesselhaus-Team
littlelupo
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verfasst:
12.Jan 2010 - 19:36

Außerdem erreichte mich eine Mitteilung aus dem Büro von Volker Beck, daß das Eintreten gegen Homophobie in Jamaika keineswegs unter Strafe steht.
Jesuaesen
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Buppie
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verfasst:
13.Jan 2010 - 12:32

Hier mal wieder ein paar Links:

Titanic Brief an Pete Lilly (Riddim)
Jungle World Interview mit Pete Lilly (Riddim)
SZ Artikel über das Backstage in München (zum Sizzla Auftritt)
Offener Brief an den U-Club im U-Club dichtmachen Blog
Tony Rebel zum Thema

Und noch Mal

Compassionate Act Berlin
Compassionate Act London


littlelupoAußerdem erreichte mich eine Mitteilung aus dem Büro von Volker Beck, daß das Eintreten gegen Homophobie in Jamaika keineswegs unter Strafe steht.


Wurde diese Aussage auch irgendwie verifiziert? Gibt es Belege? Würde mich sehr interessieren!



Bei der Diskussion im Kesselhaus werden wir vertreten sein und natürlich berichten!

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littlelupo
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verfasst:
13.Jan 2010 - 13:06

Die Aussage vom Berliner Büro von Volker Beck wird rechtzeitig bei der Podiumsdiskussion verifiziert werden, keine Sorge.

*****

Der U Club in Wuppertal argumentiert ja derzeit, daß Homophobie in Jamaika kulturell und strafrechtlich verankert sei. Dabei übersieht der U Club, daß Homophobie nach Jamaika importiert wurde, siehe dazu:

"In any case, homophobia is not authentic Jamaican culture at all. It was
foisted on the people of Jamaica in the nineteenth century by British
colonisers and their Christian missionary allies. (...) The prejudices and
laws against homosexuality were very clearly imposed by the British. "

http://www.pete...mophobia.htm

Dieses findet sich auch in der englischen Wikipedia unter:
http://en.wikip...riminal_Code
Jesuaesen
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Buppie
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verfasst:
13.Jan 2010 - 13:24

Hm, ich denke nicht, dass das vom U-Club übersehen wird. Das ist ein allgemein bekannter Fakt, der in dieser Diskussion immer wieder mit einfließt und ja auch wichtig ist für das Verständnis der Betrachtungsweise... "Wir" Europäer bringen "den" Unterdrückten Völkern/Ländern etc. (hier den Jamaikanern) unsere Kultur, unsere Religion, unser Verständnis der Sache und genau "Wir" verurteilen sie jetzt dafür, dass diese Dinge in einem Land wie Jamaika so dermaßen verankert sind...

Der Unabhängigkeitstag (von UK) wird in Jamaika gefeiert und davon bekommt man als Teil dieser Szene schon genug mit. Übersehen wird das ein Club wie der U-Club sicher nicht!

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Thompson
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verfasst:
13.Jan 2010 - 15:11

Die "jamaikanische Kultur" ansich ist ja nun das was aus der Kombination von Sklaverei, Kolonialherrschaft und Überbleibseln der afrikanischen Wurzeln heraus gekommen ist. Von der Urbevölkerung Jamaikas lebt schon seid der ersten Besiedelung durch die Europäer niemand mehr.
Somit muss ich da Jesuaesen zustimmen, das was die Europäer jetzt verurteilen haben sie vor kurzem noch der Bevölkerung aufgezwungen.
Unabhängig ist Jamaika gerade mal seid knapp 50 Jahren.

littlelupoAußerdem erreichte mich eine Mitteilung aus dem Büro von Volker Beck, daß das Eintreten gegen Homophobie in Jamaika keineswegs unter Strafe steht.

Aber Homosexualität steht nun mal unter Strafe. Und genau das erschwert das eintreten gegen Homophobie natürlich erheblich.
In Deutschland steht z.B. der Besitz von Cannabis unter Strafe, es gibt aber Millionen von Konsumenten. Trotzdem gibt es kaum Konsumenten die mit großen "Legalize It" Aufschriften auf ihren Shirts rumrennen da sie damit rechnen müssen sofort in den Verdacht zu geraten regelmäßig gegen das Gesetz zu verstoßen, kontrolliert zu werden und dann mit einem Strafverfahren rechnen können.

Es ist somit ziemlich utopisch von einem Reggaekünstler zu verlangen er solle sich in seinem Land für Homosexualität stark machen bzw. gegen Homophobie aussprechen. Das Resultat wäre wohl das Ende seiner Karriere + die Gefahr von Repressalien durch den Staat oder sogar die Annahme er wäre selber homosexuell, was wiederum zu einem Strafverfahren führen würde.

Es ist halt alles nicht so einfach zu lösen, leider. Wenn man sich im Vergleich mal unser hoch gelobtes und tolerantes Deutschland anschaut so ist es noch nicht solange her das hier ebenfalls Homosexuelle von Seiten des Staates unterdrückt wurden (und damit meine ich jetzt nicht die Nazizeit sondern die BRD) bzw. es geschieht ja teilweise immer noch. Von der Bevölkerung/Gesellschaft in der wir leben mal ganz zu schweigen. Und Antihomophob ist die deutsche "Kultur" bestimmt auch nicht. Wohl eher rassistisch und sexistisch.

Bin auf jeden Fall gespannt was bei der Podiumsdiskussion raus kommt. Hätte mir vielleicht noch ein paar Vertreter der deutschen Reggaeszene gewünscht und auch Vertreter der Homosexuellen auf Jamaika. Aber das ist so schon mal ein guter Ansatz.
Freue mich über Augenzeugenberichte.

edith: Außerdem bin ich übrigens der Meinung das man dieses "Kultur" Argument zwar als Erklärung für die Homophobie auf JA verwenden kann, es aber keinesfalls als Ausrede dafür gelten sollte das man dann in D diese Tunes spielt und abfeiert. Dann könnte ich ja genauso sagen (um mal wieder mit der Nazikeule zu kommen) Antisemitismus würde halt zur deutschen "Kultur" gehören und müsste deswegen toleriert werden.
littlelupo
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verfasst:
15.Jan 2010 - 21:45

@Thompson:
Es gibt eine genaue Begründung vom Büro von Volker Beck, warum das Eintreten gegen Homophobie in Jamaika nicht strafbar ist. Ich möchte da jetzt aber nicht vorgreifen, indem ich das veröffentliche.

@Jesuaesen:
Der U-Club in Wuppertal bedient sich momentan nur der Argumentation (sichtbar auf der Homepage des U-Clubs), daß Homophobie in Jamaika kulturell und strafrechtlich verankert ist. Hinterfragt werden diese Dinge auf der jetzigen Homepage definitiv nicht.
littlelupo
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verfasst:
16.Jan 2010 - 00:55

@Thompson:
Interessant finde ich Deinen Vergleich zu den "Legalize it" T-Shirts in Deutschland. Es bleibt bei dem Vergleich festzuhalten, daß gegen diese T-Shirts nichts einzuwenden ist, da sie durch das Recht auf freie Meinungsäußerung geschützt sind. Bestraft werden Träger solcher T-Shirts nur dann, wenn ihnen Cannabiskonsum (und nicht das Tragen des T-Shirts) nachgewiesen wird.

Zur Homosexuellenorganisation J-Flag von Jamaika möchte ich noch erwähnen, daß die ja praktisch nur arbeiten können, wenn sie selber unerkannt bleiben (abgesehen von den Reisekosten nach Deutschland...)



editiert von: littlelupo, 16.01.2010, 00:55 Uhr
Henna
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verfasst:
16.Jan 2010 - 01:01

Auf Zeit-Online gibts auch nochmal einen interessanten Bericht zu dem Thema, mit einer weiteren Sichtweise. Weiß nicht ob der Artikel hier schon gepostet wurde, wollte ich aber trotzdem nochmal reinstellen, um die Diskussion mal wieder voranzutreiben :)

Zum Zeit-Online Artikel




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Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's gemacht."





littlelupo
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verfasst:
16.Jan 2010 - 01:06

Nebenbei:
"Keine Bühne für Hass-Musik in München"
http://www.prid...-in-muenchen

Klaus Jetz, Geschäftsführer vom LSVD, ist wieder mit von der Partie icon_wink

Dazu auch:
http://en.wikip...ical_parties
ZitatDuring the 2001 elections Golding's party used as its theme song "Chi Chi Man" by T.O.K., which celebrates the burning and killing of gay men. The purpose of the use of this song was an attack on the then Prime Minister P.J. Patterson, who at the time, was the subject of a whispering campaign on his sexuality, with some critics referring to him as "P.J. Battyson." (Batty boy or man, with a variety of spellings, is an extremely insulting Jamaican epithet for a gay or bisexual male.
Soll heißen, T.O.K. hat hier unfreiwillig sogar schon die politische Bühne in Jamaika betreten.
schwachmat
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verfasst:
16.Jan 2010 - 18:35

Falls es wen interessiert, ich hab meine Position nochmal überdacht und geändert.

Ich hab mir überlegt, dass Homophobie nur eine (wenn auch beschissene) Seite eines Menschen ist. Er hat noch viele andere. (Danke für die genauen Zahlen über Sizzla an der Stelle.)

Wenn man jetzt also einen Künstler wegen seiner homophoben Songs komplett boykottiert, reduziert man ihn auf diese eine Seite, was, finde ich, ungerecht ist.

Die praktische Umsetzung dieses Gedankenganges sieht bei mir so aus, dass ich mich jetzt damit zufrieden gebe, nur die homphoben Lieder nicht mehr zu hören.

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Wir müssens ausprobiern, den Scheiss zu boykottieren, denn er funktioniert nicht.
littlelupo
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verfasst:
16.Jan 2010 - 19:08

Es bleibt die Frage, warum Sizzla sich in keinster Weise von seine homphoben Songtexten distanziert?
schwachmat
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verfasst:
17.Jan 2010 - 14:57

Fragst du mich? Für mich stellt sich die frage nicht.

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Wir müssens ausprobiern, den Scheiss zu boykottieren, denn er funktioniert nicht.
Jesuaesen
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Buppie
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verfasst:
17.Jan 2010 - 16:38

Eben bei DHM gepostet:

Gay German MP campaigns against Jamaican music

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littlelupo
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verfasst:
19.Jan 2010 - 07:49

Neue Mail vom Kesselhaus Berlin:
ZitatSehr geehrte Damen und Herren!

Leider ist uns ein kleiner, verwirrender Schreibfehler unterlaufen. Um zu entwirren... hier die korrekten Daten:
Die Podiumsdiskussion findet am DIENSTAG, 23. Februar 2010 von 20 - 22 Uhr im Maschinenhaus statt.
littlelupo
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verfasst:
19.Jan 2010 - 08:45

JesuaesenEben bei DHM gepostet:

Gay German MP campaigns against Jamaican music

Ich bedanke mich für diesen Link. icon_wink
Ich werde den Verfasser des Artikels per e-mail anschreiben. Ich finde es sehr erstaunlich, daß er die Aussagen der Bundestagsdrucksache als "false statements" benennt.

Die entsprechende Bundestagsdrucksache ist auf der Homepage der Deutschen Bundestages abrufbar:

http://dip21.bu.../1609953.pdf

Dazu die Worte des damaligen Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD (als Antwort auf die von B90/Grüne eingereichten Fragen):
ZitatDie Mehrheit der jamaikanischen Bevölkerung ist gegen jede Form von Homo- sexualität feindselig eingestellt. Aus diesem Grund kommt es nicht selten aus der Bevölkerung zu Aggressionen gegen diesen Personenkreis. (...)Auf die Größe der Bevölkerung bezogen hat Jamaika seit langem eine der welt- weit höchsten Mordraten. In der ersten Hälfte 2008 (bis Mitte Juni) sind bereits über 700 Mordopfer zu beklagen. Ob sich unter diesen Opfern auch Homosexu- elle befinden, ist der Bundesregierung nicht bekannt.
Über Gewaltdelikte gegen Homosexuelle liegen der Bundesregierung ebenfalls keine belastbaren Zahlen vor.

Sowohl Amnesty International als auch Human Rights Watch sind diese Zustände in Jamaika bekannt.
ZitatThere were continuing reports of mob violence against people, mostly men, perceived to be involved in same-sex relationships. The true extent of attacks on gay men was unknown as the subject is taboo and people do not report attacks for fear of exposure.

* In August, a Molotov cocktail (petrol bomb) was thrown into a house in Clarendon, south central Jamaica, occupied by two men who were alleged to be gay. As the emergency services arrived, a small jeering crowd assembled outside the house. One of the men received burns covering 60 per cent of his body and was hospitalized for three weeks.

Quelle:
http://www.amne.../report-2009
littlelupo
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verfasst:
19.Jan 2010 - 08:52

Human Rights Watch:
"Hated to Death"

http://www.hrw....94/section/8
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Reggae Listener
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verfasst:
19.Jan 2010 - 21:22

ZitatThe Stop Murder Music campaign is backed by the Jamaican gay rights movement, J-Flag.

A J-Flag spokesperson said:

“We here at J-Flag strongly believe that more pressure needs to be placed on artists like Beenie Man to admit that inciting violence against anyone is wrong and that they will not do it again. Beenie Man has refused to apologise and he continues to perform and defend his songs encouraging the murder of lesbians and gays. His concerts should be cancelled. Beenie Man should be arrested, not feted."
Quelle: Homepage von Peter Tatchell
http://www.pete...alia-nz.html





editiert von: littlelupo, 19.01.2010, 21:23 Uhr
littlelupo
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Reggae Listener
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verfasst:
22.Jan 2010 - 17:26

tryfullonbeatz (...) ich war zwei monate in nepal. da is homosexualität auch illegal und wird bestraft... das sind dinge die wir nicht verstehen und wo wir uns gepflegt raushalten sollten. (...)
Achso, ich habe gerade gelesen, das ist so übrigens nicht korrekt:
ZitatNepal wird voraussichtlich im Mai das erste asiatische Land werden, das die Ehe für Schwule und Lesben öffnet, erklärte Pant. Dies geht auf eine Entscheidung des Obersten Verfassungsgerichts aus dem Jahr 2008 zurück.
http://www.quee...cle_id=11665
champanda
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Modeberator
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Beiträge: 2478

verfasst:
4.Feb 2010 - 11:19

Falls es noch Gesprächsbedarf zu dieser Geschichte gibt, dann ist das hier der richtige Thread.

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RasKesateSelam
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Dub Addict
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Beiträge: 457

verfasst:
4.Feb 2010 - 22:11

Okay, nochmal ein Statement von mir:
Ich habe auf der BiggerBashment-Party nicht oft, aber zumindest mehr als einmal (da bin ich mir relativ sicher) das Wort Battyman in gespielten Lyrics gehört. ABER: Ich weiß weder, welcher Sound die besagten Tunes gespielt hat und ich weiß auch nicht, wie die Lieder heißen, noch von wem sie sind (dazu stecke ich zu wenig im Bashment-Genre drinne). Ich kritisiere auf jeden Fall, dass solche Tunes gelaufen sind, ich hab mich drüber geärgert und war enttäuscht, weil ich nicht nachvollziehen konnte, wie einem solche Tunes noch unterkommen können (da ich davon ausgehe, dass man als Selecta seine Tunes kennt).
Auf der anderen Seite unterlaufen jedem Menschen Fehler und mir liegt es fern, Rebel Sound oder Raggaroma Ignoranz oder gar Homophobie zu unterstellen (habe ich auch nie gemacht). Wenn das allerdings so rüberkam und die Befürchtung besteht, der Ruf des Sounds könnte öffentlich Schaden nehmen, dann möchte ich mich dafür entschuldigen. Ich glaube nicht, dass jemand von Rebel Sound oder Raggaroma absichtlich solche Lieder spielt. Wir sind Menschen und Fehler unterlaufen uns allen, JAH sei Dank, das macht uns aus.

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Next Sessions:
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champanda
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Modeberator
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verfasst:
5.Feb 2010 - 10:11

RasKesateSelam[...] weil ich nicht nachvollziehen konnte, wie einem solche Tunes noch unterkommen können (da ich davon ausgehe, dass man als Selecta seine Tunes kennt)[...]


Wichtigen Punkt sprichst Du da an. Idealerweise sollte das schon so sein, richtig.

Dem erschwerend steht allerdings die Outputgeschwindigkeit und Masse des von Dir genannten Bashment-Genres gegenüber. Plus die Tatsache, dass in der Fraktion eh keiner mehr Platten kauft, sondern saugt. Im Vergleich zu früher bedeutet das: Das zehnfache an Material in einem Zehntel der Zeit auf der Festplatte. Will darüber auch gar nicht urteilen, früher war früher und fehlende Plattenkaufbereitschaft ist eine andere Geschichte, um die es hier nicht geht.

Zurück zu den Dancehallsounds: Es hat sich wegen o.g. Entwicklung ein gesteigerter Schwierigkeitsgrad für alle "Digital Discjockeys" ergeben. Nicht alles, was da am Vortag durch die DSL Leitung geballert ist, kann am nächsten Tag gespielt werden. Neben der rein musikalisch-qualitativen Vorauswahl ("Tune bounct, der geht bestimmt fett ab...") muss theoretisch (besser: praktisch!) auch eine textliche Analyse & Vorauswahl stattfinden, eine Pre-Selection. Dann kommt noch die sprachliche Barriere - keiner kann mir erzählen (selbst wenn er Dancehallspezialexperte from "ever since" ist), dass er zu 100% alles versteht, was da gesungen wird. Könnte mir vorstellen, wenn ein Jamaikaner meine Sammlung einer Tiefenanalyse unterziehen würde, kämen einige Tunes zum Vorschein, von denen ich sonst nie erfahren hätte, dass sie "inbetween the lines" wohl auch aussortiert gehören.

Man wandelt da im Dancehallgenre ständig auf dünnem Eis und wägt ab zwischen "geht gar nicht", "grenzwertig" und "geht voll" - und das längst nicht nur auf Homophobie bezogen. Manche Texte "beleidigen" ja von vorn herein - wie die RIDDIM so schön in der letzen Ausgabe sagte - "die eigene Intelligenz". Daher muss meiner Meinung nach, um solche Geschichten in Zukunft zu vermeiden, mehr Sorgfalt an den Tag gelegt werden, das "wer spielt den neuesten Shice"-Rennen muss entschleunigt werden, und es muss allgemein wieder eine stärkere Beschäftigung mit den Inhalten und eine entsprechende Pre-Selection stattfinden. Das "Download"-Phänomen hat nicht nur bei den Musikkonsumenten zu einer verminderten Reflektion und Wertschätzung von und Beschäftigung mit der Musik geführt, sondern auch bei den DJ´s.

Ein Roots & Dub Selector, der weiterhin nur Platten kauft und dementsprechend dreimal überlegt, wofür er sein Geld ausgibt, wird darüber allerdings nur den Kopf schütteln können icon_wink

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Lenny_Berger
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Elder
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Beiträge: 792

verfasst:
5.Feb 2010 - 10:23

... es sind ja nu gar keine schwulenfeindlichen Songs gelaufen!

Das Wort Batty ist bei dem ein oder anderen Song drin! Richtig! Batty bedeutet ja nu auch erstmal nur "Arsch" oder "Hintern" oder "Po"! Und wenn jemand singt, dass er nicht aufs "Arschficken" steht oder ob er singt, dass er alle "Homosexuellen" verbrennen und töten will!? Ich finde, dasss da ein großer Unterschied besteht! Z. B. singen die harten Jamaikagangster ala Vybez Kartell:"badman dont fuck batty"! hm, is doch in ordnung, wenn er sagt, was seiner meinung nach die richtigen oder falschen Sexpraktiken sind oder? Und mal nebenbei, dabei gehts ja auch nich zwingend um homosex, sondern auch um das Popoficken bei Heteropaaren! Naja! Das Thema ist komplizierter als man denkt und wird selbst unter jamaikanischen Künstlern mit Humor genommen!

Und noch mal am Rande, der Anteil dieser Songs am besagten Abend beläuft sich auf unter 0,1% und diese 0,1% sind nicht einmal direkte, ich sags jetzt mal so doof, "Mordaufrufe"! Wobei die Jamaikaner dich auch mit Niceness killlen, wenn es denn drauf ankommt! Themenanschnitt, symbolhaftigkeit einer Mundart!

Im Endeffekt ist die Diskussion sehr wichtig und ich glaube, dass dieser Thread wesentlich besser dazu geeignet ist!

p.s.: Für die Öffentlichkeit, Nein, Alex und Icke streiten uns nicht, wir werden uns mal zusammen setzen und über die Themen quatschen!

p.p.s.: Ich hoffe, dass die Schreiber aus dem Faustgästebuch ihren Weg auf Reggaetown.de gefunden haben und nicht. Denn hier können wir besser diskutieren und wird nicht so schnell als Miesmacher und Agitator abgestempelt!

One Love!
Peace!




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Thompson
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verfasst:
5.Feb 2010 - 10:50

edith: Da war der Lenny schon schneller.

Wollte auch nur sagen das man IMO schon unterscheiden muss ob jemand einfach nur das Wort "Battyman" in seinen Texten gebraucht, oder ob es zum Aufruf für Gewalt gegen "Battymans" kommt.
Noch anders stellt sich dann der Gebrauch des Wortes "Batty" ansich da. Meines Wissens nach heißt Batty ja nun auch einfach nur "Arsch". Wird aber auch als Abkürzung für Battyman genutzt.
Hatte irgendwo schonmal die Diskussion das jemand meinte "Batty Rider" von Buju wäre ja schwulenfeindlich. Einfach weil ja das Wort "Batty" im Titel vorkommt. Das es sich bei dem Tune nur um Ärsche in Hotpants dreht muss man dann auch erstmal erklären.

Anyway, schön zu lesen das es zu dem Thema auch mal konstruktive Kritik und Diskussionen gibt ohne das hier gleich wieder die Fetzen fliegen icon_smile
Lenny_Berger
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Elder
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Beiträge: 792

verfasst:
5.Feb 2010 - 10:58

dito! icon_smile

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Beiträge: 48

verfasst:
5.Feb 2010 - 16:48

Panda Nicht alles, was da am Vortag durch die DSL Leitung geballert ist, kann am nächsten Tag gespielt werden. Neben der rein musikalisch-qualitativen Vorauswahl ("Tune bounct, der geht bestimmt fett ab...") muss theoretisch (besser: praktisch!) auch eine textliche Analyse & Vorauswahl stattfinden, eine Pre-Selection. Dann kommt noch die sprachliche Barriere - keiner kann mir erzählen (selbst wenn er Dancehallspezialexperte from "ever since" ist), dass er zu 100% alles versteht, was da gesungen wird. Könnte mir vorstellen, wenn ein Jamaikaner meine Sammlung einer Tiefenanalyse unterziehen würde, kämen einige Tunes zum Vorschein, von denen ich sonst nie erfahren hätte, dass sie "inbetween the lines" wohl auch aussortiert gehören.

Man wandelt da im Dancehallgenre ständig auf dünnem Eis und wägt ab zwischen "geht gar nicht", "grenzwertig" und "geht voll" - und das längst nicht nur auf Homophobie bezogen.
Ich denke, daß weder Volker Beck, noch ich, dazu in der Lage wären, im Zweifelsfall die "geht gar nicht" Songs von den anderen zu unterscheiden. icon_wink icon_wink
champanda
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Modeberator
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Beiträge: 2478

verfasst:
5.Feb 2010 - 20:38

Ja, eben! Sind ja zum Teil auch fließende Übergänge statt trennscharfer Kategorien, die man irgendwie einsortieren muss. Das fällt niemandem leicht und ist von vorn herein anfällig für Fehler in der Interpretation, denke ich.

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verfasst:
6.Feb 2010 - 18:32

by the way, eine Frage, die wir hier ja noch gar nicht erläutert haben:

Seid Ihr bei Konzerten schon mal auf Demonstranten / Homo-Aktivisten oder wie immer man das nennen mag gestoßen? Welches Auftreten haben diese Aktivisten? Vor allem, wenn man in eine Diskussion verwickelt wird, wie gut sind diese Aktivisten über die Situation in Jamaika informiert? - Grundlage der ganzen Aktionen ist ja, Aufmerksamkeit auf die Situation von LGBT in Jamaika zu richten.

Nebenbei, ich habe mir soeben angesehen:
http://www.vimeo.com/8114325

Von der Qualität her wirklich nicht schlecht, das Video. Vor allem haben die Aktivisten gelernt, ihre Gesprächspartner auch ausreden zu lassen.

Leider passen einige Reggae-Liebhaber gerade in dieses von Panda kritisierte Klischee, "Musik allenfalls als Konsumgut und Abrockventil", zu verwenden, "konsumorientiertes WischiWaschi" ohne sich der Problematik bewußt zu sein (Beitrag 316).



editiert von: littlelupo, 06.02.2010, 18:54 Uhr
champanda
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Beiträge: 2478

verfasst:
9.Feb 2010 - 10:06

littlelupo

Nebenbei, ich habe mir soeben angesehen:
http://www.vimeo.com/8114325
[...]
Leider passen einige Reggae-Liebhaber gerade in dieses von Panda kritisierte Klischee, "Musik allenfalls als Konsumgut und Abrockventil", zu verwenden, "konsumorientiertes WischiWaschi" ohne sich der Problematik bewußt zu sein


thx für den link und schade, dass sich da (fast) nur o.g. klientel zu wort meldet. dass bei solcherlei intentionalen videobotschaften das rohmaterial natürlich auch intentional augewählt und geschnitten (und evtl. auch schon gedreht) wird, muss man vielleicht auch kurz erwähnen. hier hätte man auch ruhig mal andere, reifere menschen zu wort kommen lassen können, anstatt sich zwecks unterstreichung der eigenen message vornehmlich auf die "bad guys" zu konzentrieren. keine ahnung, vielleicht waren stichprobenartig aber auch nur solche dabei, man weiß es nicht...

dennoch: sprüche wie "ey, ich scheiß auf die texte, ich will hier feiern und nicht irgendwelchen schwulen beim demonstrieren zusehen..." sind total fehl am platz, halte ich zum teil aber auch für eine (unreflektierte) trotzreaktion derjenigen, die sich seit jahren unter "dauerfeuer" der kritiker_innen befinden. niemand will sich wirklich den homophoben schuh anziehen, weil die wenigsten sich selbst als de facto homophob bezeichnen (lassen) würden. fein säuberliche, selektive selbstwahrnehmung zwischen "ich will doch nur auf dancehall feiern"-musikkonsum und privat-praktizierter toleranz homosexueller, gesellschaftlicher realität.

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verfasst:
9.Feb 2010 - 14:46

Zitathier hätte man auch ruhig mal andere, reifere menschen zu wort kommen lassen können, anstatt sich zwecks unterstreichung der eigenen message vornehmlich auf die "bad guys" zu konzentrieren. keine ahnung, vielleicht waren stichprobenartig aber auch nur solche dabei, man weiß es nicht...


ich kann mir auch gut vorstellen dass interviews genommen wurden die die "reggae/dancehall" seite eher schlecht als recht da stehen lassen. Zum Beispiel die Jungs um minute 8:30 rum. Die Jungs haben meiner Meinung nach kein plan davon was die da reden und auch nicht von der music. Sinnfrei finde ich auch den Typen in Min 9:35 ca. Natürlich gibts Religionen in denen gemordet wird/wurde...allein die katholische kirche hat dies zur genüge getan...es wurden hier keine hintergründe übermittelt sondern nur über sizzla hergezogen und damit die gesamtheit reggae über einen kamm gezogen...

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Peter Goge
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verfasst:
17.Feb 2010 - 15:57

Check

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verfasst:
17.Feb 2010 - 16:15

HillmanCheck


cool!

uli güldner von der RIDDIM wird sicher kochen vor Wut, für ihn ist das ja, wenn ich seinen letzten artikel richtig gedeutet habe, die endgültige, bedingungslose kapitulation.

ich find´s jedenfalls ganz gut.

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Käsekuchen
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verfasst:
17.Feb 2010 - 17:10

Ich finde es auch nicht schlecht!

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littlelupo
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verfasst:
17.Feb 2010 - 19:06

Die Erklärung
http://www.danc...liance.de/de
beantwortet nicht die Frage, wie Homophobie / Battyboy-Tunes definiert werden.
ZitatHomophobie ist auf Jamaika kulturell, religiös und sogar gesetzlich verankert. Das gilt für Deutschland glücklicherweise nicht bzw. bei weitem nicht in demselben Maße; und das heißt auch nicht, dass wir das gutheißen.
Für mich ist das eine Relativierung, so nach dem Motto, an den Zuständen in Jamaika wird man eh nie was ändern können. Dazu aus dem U-Club Forum:
Zitat3) Natürlich wurde diese Demo wieder umfassend dokumentiert und wir haben beide Seiten, auch die verantwortlichen des U Clubs zu Wort kommen lassen, interessant fand ich folgenden Dialog zwischen uns und mehreren U Club Besuchern, Frage: "Und was wäre, wenn Sizzla Texte geschrieben hätte, in denen er zum Mord an Schwarzen oder Juden aufgerufen hätte?" Antwort: "Ja das ist ja was anderes, dass ist ja rechtsradikal, aber bei Sizzla ist das ja so, dass ist ja deren Religion und deswegen richtig"! Und so ging es bei mehreren Diskussion, ich meine ich verstehe nicht, wo zwischen Juden vergasen, Schwarze erschießen oder eben Schwule ermorden nun der Unterschied ist, den so viele U Club Besucher anscheinend sehen!
Amper
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verfasst:
17.Feb 2010 - 19:28

Panda
HillmanCheck


cool!

uli güldner von der RIDDIM wird sicher kochen vor Wut, für ihn ist das ja, wenn ich seinen letzten artikel richtig gedeutet habe, die endgültige, bedingungslose kapitulation.

ich find´s jedenfalls ganz gut.


Die Toiletten Lektüre nun auch durch und ja, nach Güldners Artikel ist das eine "Niederlage". Er hat ja auch nur mit den Top S-Sounds & City Lock, sowie dem Außenministerium in Jamaica gesprochen, um seine Einstellung mit bekannten Gesichtern zu rechtfertigen und sich in ein gemeinsames Boot zu setzen. Anscheinend nicht mit dem Warrior Sound aus U-Club, was mich ehrlich gesagt auch erfreut, da diese eine erfrischende Aussage als Fazit haben mit:

ZitatDeswegen: Wir schaffen den Battyboy-Tune* in Deutschland ab.
Das heißt für die KünstlerInnen, sich an den Reggae Compassionate Act zu halten. Für die Soundsystems heißt es, solche Tunes nicht aufzulegen. Für die Fans, sie nicht zu kaufen. Und für diejenigen Reggaeclubs, die das noch nicht getan haben, klare Vereinbarungen mit den KünstlerInnen zu treffen.
* Hierzu zählen wir Tunes, in denen homophobe Hetze verbreitet wird, sowie Speeches und Ansagen solchen Inhaltes.
Wir haben unten drei Unterschriftenlisten angelegt, damit ihr euch hier öffentlich mit uns identifizieren könnt, eine für Fans, eine für Professionelle, und eine für KünstlerInnen.


Eine Einigung, die zwangsläufig mit Agreements "zensierend" den homophoben Kram auslöschen sollte, sofern es bei der Aktion genug Anhang gibt. Das gilt es ja noch zu klären.


@littleupo: Der Punkt ist mir auch zuerst aufgestoßen, jedoch musst du auch berücksichtigen, das ohne diese Anmerkung, eine solche Bewegung sich dem Vorwurf der kulturimperialistischen und bevormundenden Einstellung aussetzen müsste. Müsste diese laut Gülner sogar trotzdem. Ist ein Stück weit eine Aussage zum internationalen Dialog der ganzen Geschichte und man sollte es daher im Gesamtkontext dieses kleinen Manifests nicht als "Rechtfertigung" lesen.

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verfasst:
17.Feb 2010 - 21:25

@Singrow:
ZitatDer Punkt ist mir auch zuerst aufgestoßen, jedoch musst du auch berücksichtigen, das ohne diese Anmerkung, eine solche Bewegung sich dem Vorwurf der kulturimperialistischen und bevormundenden Einstellung aussetzen müsste.
Das ist ein vernünftiger Einwand, ich halte damit, darauf hinzuweisen, daß die Strafbarkeit von homosexuellen Handlungen von Briten im 19. Jahrhundert nach Jamaika importiert worden ist. Außerdem bringt mich die deutsche Geschichte zu der Schlußfolgerung, Menschenrechte als etwas Unveräußerliches anzusehen.

Ich habe vor einiger Zeit mit Klaus Jetz telefoniert (der nimmt ja auch nächste Woche an der Podiumsdiskussion im Kesselhaus Berlin teil), ich vermute nach meinen Gespräch, daß Klaus Jetz auf der einen Seite und U-Club auf der anderen Seite aneinander vorbeireden.

Der U-Club thematisiert homophobe Lyrics usw. hier in Deutschland. Tatsächlich geht es bei den Aktionen vom LSVD und den Grünen wohl eher darum, auf die Situation von LGBT in Jamaika aufmerksam zu machen und dort langsam Verbesserungen zu erreichen.

Meine Erfahrung mit der Haltung des LSVDs zeigt, daß "Rasseln" durchaus zum Geschäft gehört. Man fordert ein Verbot, um letztenendes nicht das Verbot durchzusetzen (die Forderung findet erstmal mediale Beachtung), um schließlich und endlich etwas Anderes zu erreichen.

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu kompliziert formuliert.
littlelupo
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verfasst:
17.Feb 2010 - 21:26

Pressemitteilung Kesselhaus Berlin:
ZitatPRESSEMITTEILUNG

Podiumsdiskussion "Gegen Homophobie in der Kunst! Aber wie?
Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion stehen fest!

Auf Einladung des Kesselhauses werden Vertreter von Politik, schwul-lesbischen Verbänden, Künstlermanagement, Veranstalter und Vertreter der jamaikanischen Musikgewerkschaft im Maschinenhaus über nachhaltige Maßnahmen gegen Homophobie in der Kunst diskutieren. Ziel ist es, Strategien im Umgang mit kontroversen Künstlern zwischen Verbot und Dialog zu entwickeln.

Teilnehmer:

Volker Beck (MdB, Erster parlamentarischer Geschäftsführer und menschenrechtspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen)

Klaus Jetz (Geschäftsführer Lesben- und Schwulenverband in Deutschland e.V. LSVD)

Klaus Maack (Contour Music, Tourneeveranstalter),

Eddy Brown (Initiator des Reggae Compassionate Act London 2007, Musikagent, Mitglied der Jamaikanischen Musikergewerkschaft)

Ulli Güldner (freier Musikjournalist u.a. Riddim Magazin)

Moderation:

Andreas Freudenberg (ehemaliger Geschäftsführer der Werkstatt der Kulturen)
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Buppie
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verfasst:
19.Feb 2010 - 12:26

Wen wird man denn alles treffen bei der Diskussion?

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littlelupo
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verfasst:
20.Feb 2010 - 22:29

Ich weiß, auf wen man nicht treffen wird (jedenfalls habe ich auf Nachfrage keine Antwort erhalten):
Die Betreiber vom Blog "U Club Dichtmachen" (der jetzt etwas anders heißt)
und Autoren von bigupmagazin.de

Ich muß das nochmal editieren:
Der U-Club-Dichtmachen Blog zeichnet sich dadurch aus, daß kein Name im Impressum angegeben ist, auch bei Nachfragen wird nicht mit einem Namen geantwortet.

Das Bigupmagazin hat jene Geistesblitze veröffentlicht:
http://www.bigu...e-homophobie
http://www.bigu...in-der-kunst
Zitat Um genauer zu sein, geht es um Sanktionen, Strafen und Auflagen.. Diesen Ansatz als "Podiumsdiskussion" zu verkaufen ist in meinen Augen recht unseriös .. Aber nun denn . Das Kesselhaus war 2009 bei einem Sizzla Konzert nach "heftigen" Protesten eingeknickt und versucht wohl, irgendwie gearteten Image Schaden abzulenken. In meinen Augen ist es höchst fraglich, wie in einer derat vorbelasteten Lokation und unter dieser Art von "Motto" eine offene Diskussion geführt werden soll, aber es gilt abzuwarten und zu hoffen.
Na denn, das läßt ja tief blicken. Da frage ich mich, ob das Bigupmagazin nachgefragt, hier auch auf dem Podium vertreten zu sein?

Um genau zu sein, sind Sanktionen allein ja kein gangbarer Ausweg. Der bisherige RCA hat aber gezeigt, daß es nicht nur Willenserklärungen braucht, sondern auch ein Druckmittel. Ich denke, daß es um eine Lösung zwischen (interkulturellem) Dialog und Druck geht.



editiert von: littlelupo, 20.02.2010, 22:36 Uhr
rebelYouth

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Beiträge: 95

verfasst:
21.Feb 2010 - 16:37

Hallo,
ich wollte mal ein bischen was dazu schreiben, wie wir das bei uns handhaben.
Wir veranstalten als Dubcafe Sound Crew regelmässig Partys und grenzen uns klar von homophoben Lyrics ab. Da bei uns keiner Bashment-Dancehall aus dem Internet zieht, ist es für uns auch einfach auf homphobe Tunes zu "verzichten".

Allerdings gibt es auch im Roots Reggae viele Passagen, die sich homosexuelle Lebensweisen richten. Diese Texte sind aber schwerer zu identifizieren, weil dort selten mit Begriffen wie "Battyboy" gearbeitet wird. Es geht dann um das sündige Babel, oder um Sodom und Gomorrha. Diese Begrifflichkeiten sind aber mehrfach belegt, nicht nur im homophoben Sinne, und so ist es nötig, solche Signalwörter mit dem Rest des Textes in Kontext zu setzen.

Zum Problem der Kritik durch Aussenstehende:
Wir haben auch schon manchmal Anfragen von Gruppen gegen Homophobie (im Reggae) bekommen und es ist meist das gleiche Schema:
In der Regel ist es eine Polit-Gruppe, in der die einzelnen Mitglieder sich viel (und tw. sehr theoretisch und abstrakt) mit Sexismus und Homophobie beschäftigen. Andererseits ist selten Interesse an Reggae Musik vorhanden, oft sogar eine privat oder politisch motivierte Abneigung gegen Reggae. Das führt auch zu einem schlechten Verständniss der Reggae-Szene in Jamaica, UK und Deutschland sowie zu schlechter Textkenntniss.

Eine Gruppe hat uns mal ein paar Fragen gestellt, unter anderem ob wir
ZitatMusik von Artist spielen, die schon mal mit homophoben Artists auf einer Bühne aufgetreten sind.

Und da huscht auch dem engagierten Homophobie-Gegner ein Lächeln übers Gesicht, denn angesichts der engen Verknüpfungen in der Reggae Szene ist jeder etablierte Artist schon mit jedem anderen Artist auf einer Bühne gewesen auf Festivals in aller Welt.
Das ist der Punkt an dem man nix mehr spielen kann. Nicht Gregory Isaacs, Augustus Pablo, Eek-a-Mouse, Earl 16, Jonny Clarke (wenn die nicht eh alle einen Text gegen "Sodom und Gomorrha" im Set haben) oder auch viele modern-Roots Artists.

und Zuletzt:
Dass jetzt viele Organisationen und Gruppen immer schwerer gegen Homophobie vorgehen und oft auch Konzerte verhindern oder Club-Schliessungen fordern liegt sicher an zwei Dingen:

1.: Homophobie geht einfach gar nicht und zum Glück wird das in den letzten 20 Jahren in Deutschland auch immer mehr in der Gesellschaft umgesetzt.

2.: Breite Teile der Reggae-Szene haben sich viel zu lange um eine ernsthafte Diskussion gedrückt und mit fadenscheinigen Argumenten ("der Tune macht die Massive glücklich" etc..) verteidigt, dass sie weiterhin z.B. Dubplates mit homophoben Texten für sich anfertigen lassen. Ich würde mal ganz stumpf tippen, dass mindest ein Drittel aller Dancehallsounds agressiv-hompophobe Dubplates besitzen und spielen.

Wir müssen uns also auch mal an die eigene Nase fassen. Trotzdem kann und muss man von Kritikern einfordern, die Disskussion offen und respektvoll zu führen. Es kann nicht sein, dass Reggae-unkundige Polit-Gruppen einfordern, dass man Stellungnahmen mit IHREM Wortlaut absegnet, statt so ein Statement gemeinsam zu verfassen.

in diesem Sinne - One Love!
Addi Dub

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5. Juni 2010: Café Irie meets Dubcafe inna Roots & Dub Session // alte Meierei in Kiel // 22 Uhr


Next Afri Ham Jam Session in der roten Flora: am 27. 7. 2010
featuring Resident Allstars Band und viele Artists am Mic..

http://www.myspace.
littlelupo
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Reggae Listener
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verfasst:
21.Feb 2010 - 20:43

Ich habe hier mal eine alte e-mail vom Kesselhaus Berlin herausgekramt, in der es heißt (20.11.09):
ZitatWir veranstalten nur noch Konzerte von Künstlern, die den RCA Berlin unterschrieben haben. Dies hat Sizzla getan (Siehe Erklärungen im Anhang). Der Berliner Senat begrüßt unsere Initiative. Andere deutsche Veranstaltungsorte und Agenturen haben den RCA Berlin übernommen. Für Deutschland gilt dieses Schreiben also weitestgehend.
Ich denke, hier liegt der entscheidene Fehler, den das Kesselhaus Berlin gemacht hat und der ordentlich "Federn" gekostet hat: Wir alle wissen vom RCA, aber auch davon, daß er offenbar aus Opportunismus unterschrieben und von den Künstlern selber überhaupt nicht ernst genommen wird.

Btw, Sizzla sollte ja, bevor er Ende November im Kesselhaus Berlin auftreten konnte, seine Unterschrift unter eine Homophobie-Projekt für seine Heimat Jamaika setzen, weiß jemand, ob er das hätte (erstmal) anonym machen können? oder wäre er direkt mit diesem Homophobie-Projekt in Zusammenhang gebracht worden?



editiert von: littlelupo, 21.02.2010, 20:47 Uhr
Shogun

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verfasst:
23.Feb 2010 - 17:02

anonym? ich glaube, wenn Sizzla sich zu so einem Schritt bewegen lassen würde, wäre es schwer das aynonym zu halten, wobei ich glaube innerhalb von Jamaika ist das unrealistisch so etwas zu unterschreiben...seine Karriere wäre am Ende....siehe Problematik mit Shabba damals...

apropos..kann heute jmd die Diskussion im Kesselhaus aufnehmen?



editiert von: Shogun, 23.02.2010, 17:03 Uhr
ForrestFunk
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Käsekuchen
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verfasst:
23.Feb 2010 - 17:24

Ja würde die auch sehr gerne verfolgen. Livemitschnitt ist dann ja doch was anderes als diverse Internetartikel.

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Oleejah
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Reggae Singjay
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verfasst:
24.Feb 2010 - 16:11

ForrestFunkJa würde die auch sehr gerne verfolgen. Livemitschnitt ist dann ja doch was anderes als diverse Internetartikel.


Ein direkter Eindruck, wie ihn ein Livemitschnitt vermittelt, wäre schon interessanter icon_smile

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Hillman
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Peter Goge
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verfasst:
24.Feb 2010 - 23:50

Artikel zum Vortrag von Ellen und Pete von der Riddim bei der Internationalen Reggae Konferenz in Kingston.

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I-Kalonji
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verfasst:
25.Feb 2010 - 10:21

http://www.taz....t-mitsingen/ hier ist ein weiterer Artikel erschienen. Welche Intention der Autor verfolgt wird schon in den ersten Sätzen klar. Das ist ein unglaublich schlechter Artikel. Er verdreht hier Tatsachen und zitiert falsch oder unmögliche Stellen, die seinem Ziel entsprechen.

ZitatDie Reggae-Fans füllten die Mitte des Raums, also den Platz, den Reggae und Dancehall in der bundesrepublikanischen Gesellschaft längst eingenommen haben. Die easy Konsensmusik für einen gelungenen Sommerabend. An den Rändern, wie immer, hatten sich die Schwulen platziert. Am Rand hat man den Pulk besser im Blick und kann abhauen, wenn es brenzlig wird. Und es gab an diesem Abend durchaus Momente, in denen die Sicherheitskontrollen am Eingang plötzlich sinnvoll erschienen - und man sich bang die Frage stellte, ob Volker Beck als MdB eigentlich Bodyguards zur Verfügung stehen. Und das inmitten von Leuten, die einem als Homo sicher wacker zur Seite stünden, wenn man von Nazis angegriffen würde und die Täter-Opfer-Anordnung überschaubar und weltbildkompatibel ist.


Das ist eine dreiste Lüge, die jeder bestätigen kann der vor ort war.

Der Saal war gut vermischt und der Rand war sogar größtenteils mit Reggae Fans, Aritsts, Sounds und Veranstaltern gefüllt als mit homosexuellen. Da erstere größtenteils etwas spät kamen.

aber das passt ja so gut in seine Veranschaulichung, dass Homosexuelle "am Rand der Gesellschaft stehen."

Es gab auch keine Situation wo irgendwas hätte eskalieren können. da waren größtenteils vernünftige menschen, die ihre probleme verbal austragen wollen. daher hat man sich ja auch zu einer diskussion getroffen und nicht zu einer Schlägerei im innenhof der kulturbrauerei.

Gut ich saß auch im mittelblock. muss ich mich hier als teil eines überaus latent gefährlichen Pulks bezeichnen lassen?

ZitatUli Güldner, Musikjournalist und brüllender Reggae-Papst, legte nach:


Das ist wieder die Bild-Zeitungsschublade a la "Hasssänger", "Hassprediger" etc.

Dieser ganze Artikel ist so offensichtlich mit einer Intention geschrieben. Artikel dieser Art braucht diese Diksussion nicht.

Zitat[...]Klaus Maack von der Berliner Konzertagentur Contour.


Soweit ich weiß hat Contour seinen Sitz in Stuttgart. Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber ein Blick ins Impressung der Contour-Seite erweckt den Anschein, dass der Autor nicht mal in der Lage ist einfachste Recherche zu betreiben.

ZitatMan will ja auch nicht wissen, welches Blut an den Drogen klebt, die man so nimmt, um gut drauf zu sein.


???


Was will der Autor damit erreichen? Die Kluft zwischen den Menschen noch größer zu machen? Ist es nicht auch sein Ziel eine lösung zu finden? das war ein erster schritt in eine gute richtung, aber dieser wird hier völlig zu nichte gemacht.


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verfasst:
25.Feb 2010 - 10:26

http://www.yout...=U3xKxHtQbc4
icon_lol

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verfasst:
25.Feb 2010 - 10:34

I-KalonjiWas will der Autor damit erreichen? Die Kluft zwischen den Menschen noch größer zu machen? das war ein erster schritt in eine gute richtung, aber dieser wird hier völlig zu nichte gemacht.



Leider ist es genau das was man als Journalist als erstes lernt. Eine Nachricht muss interessant sein. Da sich dieses Thema immer wieder interessant aufbauen lässt (a la "Reggae Hippies sind ja doch nicht nur Gut-Menschen, sondern sie hassen alle Schwule!") schreibt halt auch jeder Möchtegern Journalist seinen geistigen Dünnschiss dazu auf und hofft auf ein paar Klickzahlen. Da ist es dann egal, ob man einfach das Verständnis aller Argumentationen verweigert und die am Ende sogar noch gegen die Diskussionswilligen auslegt... Ich war leider doch nicht da, aber wenn ich das Lese kommt mir das Kotzen!

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verfasst:
25.Feb 2010 - 11:33

Vielleicht schreibe ich auch mal n Artikel! icon_wink

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verfasst:
25.Feb 2010 - 12:11

@ TAZ:
*gesichtspalme*

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verfasst:
25.Feb 2010 - 13:21

Ich habe den Autor kontaktiert und ihn um eine Stellungnahme gebeten.
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Buppie
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verfasst:
25.Feb 2010 - 20:38

Habe gerade den Artikel über die Zensur von Reggae in der neuen Riddim gelesen und muss den Kritik-Punkten zustimmen. Denn den Leuten, die beurteilen müssen, um was es in diesen Lied-Texten geht, mangelt es genauso am Verständnis für das jamaikanische Englisch wie auch am Kulturverständnis. Denn sie scheinen vollkommen außer Acht zu lassen, dass wohl die wenigsten Reggae/Dancehall Künstler das "verbrennen" wörtlich sehen, sondern im übertragenen Sinn. Mir wäre auch nicht bekannt, dass Anthony B jemals Rom angezündet hat. Auch in diesem Fall bezieht der Künstler das "verbrennen" auf eine mentale/spirituelle Ebene. Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin keines Falls homophob, allerdings finde ich sollte man das Thema Homosexualität im Reggae im richtigen Kontext sehen. Des weiteren dürfen andere homophobe Menschen, wie z.B. der Pabst, nach Deutschland einreisen und werden dabei auch noch gefeiert, ohne dass man dabei von einer Verbannung spricht. Ich finde den Kampf gegen Homophobie richtig und wichtig, allerdings wird dieser unfair geführt.
littlelupo
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verfasst:
25.Feb 2010 - 22:20

»Hass-Reggae«
Die Grenzen der Kunst

http://www.neue...-reggae.html

Leider derzeit der einzige Artikel zu diesem Thema im Pressespiegel auf der Homepage des LSVDs. Queer.de berichtet offenbar gar nicht, während man dort im November letzten Jahres ausführlich über jedes geplante Sizzla-Konzert berichtet hat.

Ich schätze es sehr, daß die jamaikanische Botschafterin, Mrs. Wheeler, als Zuschauerin an dieser Diskussion teilgenommen hat, bin aber überrascht über den aggressiven Umgangston der meisten Teilnehmern der Podiumsdiskussion - Für den Moderator selbst und Herrn Brown mache ich hier eine Ausnahme.
littlelupo
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verfasst:
26.Feb 2010 - 11:23

Shogunanonym? ich glaube, wenn Sizzla sich zu so einem Schritt bewegen lassen würde, wäre es schwer das aynonym zu halten, wobei ich glaube innerhalb von Jamaika ist das unrealistisch so etwas zu unterschreiben...seine Karriere wäre am Ende....siehe Problematik mit Shabba damals...
Damit meinst Du wahrscheinlich diese Problematik hier?
ZitatWie viele andere Dancehall-Künstler geriet auch Shabba Ranks wegen homophober Texte und Ansichten in die Kritik. 1992 forderte er in einer britischen Fernsehsendung die Kreuzigung Homosexueller. Diese Aussagen nahm er später auf Druck seines Labels zurück, was jedoch zu Popularitätseinbußen auf Jamaika führte. Man warf ihm dort Inkonsequenz vor.
http://de.wikip...Shabba_Ranks

Da fehlt aber jede Quellenangabe, wo ich diese Info mal nachlesen kann.
Julian
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Reggae Singjay
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verfasst:
26.Feb 2010 - 11:42

ZitatShabba... Diese Aussagen nahm er später auf Druck seines Labels zurück, was jedoch zu Popularitätseinbußen auf Jamaika führte.....


Einbußen ? Die Äußerungen waren das Ende seiner Karriere..





editiert von: Julian, 26.02.2010, 00:48 Uhr
champanda
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Modeberator
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Beiträge: 2478

verfasst:
26.Feb 2010 - 11:51

Julian
ZitatShabba... Diese Aussagen nahm er später auf Druck seines Labels zurück, was jedoch zu Popularitätseinbußen auf Jamaika führte.....


Einbußen ? Die Äußerungen waren das Ende seiner Karriere..



War es nicht eher so, dass das Label ihn aufgrund des hohen öffentlichen Drucks raus schmiss, und dass das - trotz der Rücknahme der Aussagen - den Anfang vom Ende seiner Karriere (zumindest für den Mainstream/Charts-Markt) markierte?

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Reggae Singjay
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verfasst:
26.Feb 2010 - 11:59

besagtes Shabba Interview gibts in diesem Video zu sehen http://www.yout...=zVvXTNZKPSU
Smart

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verfasst:
26.Feb 2010 - 14:17

Panda
Julian
ZitatShabba... Diese Aussagen nahm er später auf Druck seines Labels zurück, was jedoch zu Popularitätseinbußen auf Jamaika führte.....


Einbußen ? Die Äußerungen waren das Ende seiner Karriere..



War es nicht eher so, dass das Label ihn aufgrund des hohen öffentlichen Drucks raus schmiss, und dass das - trotz der Rücknahme der Aussagen - den Anfang vom Ende seiner Karriere (zumindest für den Mainstream/Charts-Markt) markierte?

Da haben sicherlich eine ganze Menge Faktoren eine Rolle gespielt:

Für die internationale Vermarktung waren seine Äußerungen trotz späterer Rücknahme sicherlich hinderlich. Das Label schmiss ihn aber keineswegs raus, so weit ich das überblicke - jedenfalls machte er besagte Äußerungen 92 und blieb bis 96 bei Epic.

Auf Jamaika dagegen hat die Rücknahme der Äußerungen seinem Image sicher eher geschadet. Jedoch spätestens 95 (evtl war es schon 94) spielten diverse große Sounds auf Jamaika (zu großer Publikumsbegeisterung) einen nicht offiziell veröffentlichten homophoben Shabba-Tune (aufm Corduroy Riddim: "Say we no like no kinda funny man, we no respect not a battyman..." "...say we ago shot dem too, shot dem shot dem...") der allem Anschein nach nach seiner "Entschuldigung" aufgenommen war. Auch ein weiterer ähnlicher (nicht offiziell releaster) Tune aufm Punany Riddim ("A Long Time Shabba Ranks a warn dem..." "...the government of every country must legalize gun fi shot battyman") stammt meines Wissens aus der Zeit. So hätte er dort eigentlich "rehabilitiert" sein müssen, was sein Abweichen vom homophoben Konsens auf Jamaika angeht.
Für den dortigen Popularitätsverlust gab es noch weitere Gründe: durch die internationale Karriere hatte er den Kontakt zum lokalen Markt verloren. Der Vertrag mit Epic untersagte es ihm, im Jamaika-üblichen Takt Singles für den dortigen Markt rauszuhauen. Dass er in der Zeit ein paar wenige Singles (alle auf dem Shang-Label seines Managers Clifton "Specialist" Dillon) veröffentlichen durfte, war ein Zugeständnis, dass Epic schwer abgerungen werden musste. Es reichte aber nicht, um auf JA an der Spitze zu bleiben. Spätestens mit dem aufkommenden Hype um Bounty und Beenie sowie dem Aufstieg von Buju war Shabba auf der Insel einfach nicht mehr so angesagt.







editiert von: Smart, 26.02.2010, 15:49 Uhr
littlelupo
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verfasst:
26.Feb 2010 - 14:57

was wollte ich noch schreiben...

Ich halte den Bericht hier auf reggae-town.de über die Podiumsdiskussion für gelungen, ich habe deshalb den LSVD darum gebeten, diesen Bericht in den Pressespiegel auf der eigenen Homepage aufzunehmen. Dieses ist mir gelungen:

http://www.lsvd.de/7.0.html

Ebenso findet sich jetzt der Bericht von reggae-town.de auf der Homepage des LSVDs unter dem Stichwort "Homofeindlicher Musik Einhalt gebieten!"
http://www.lsvd.de/1223.0.html

evtl. ist es auf der Homepage des LSVDs notwendig, den "Refresh"-Button zu betätigen.
champanda
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Modeberator
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verfasst:
26.Feb 2010 - 15:27

@littlelupo: danke für die diversifizierung der berichterstattung / des pressespiegels beim LSVD icon14

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verfasst:
27.Feb 2010 - 10:55

@Panda:
Weiß gar nicht, was Du hast.
Die Berichterstattung auf LSVD.de war bereits äußerst neutral:
LSVD-Pressemitteilung, LSVD-Pressemitteilung,
queer.de
pride1.de
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verfasst:
3.Mär 2010 - 21:53

Contour beendet Zusammenarbeit mit Sizzla Kalonji

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"Sie sagen ich soll klarkommen! Wie? In meinem Kopf freestylet Gott im Originalton!" (Prinz Pi, Trümmer)
champanda
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verfasst:
4.Mär 2010 - 09:35

Auweia, jetzt geht´s rund...

Sizzla Ich kann nicht aufhören diese Songs zu singen, denn in diesen Songs gibt es eine Botschaft, die die Menschen hören sollten.


Ich fürchte mit dieser Aussage hat er sich dann endgültig disqualifiziert, leider. The internet is watching you ... things you say in Zimbabwe can have a huge impact on decisions in Germany...

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verfasst:
5.Mär 2010 - 17:18

PandaAuweia, jetzt geht´s rund...

Sizzla Ich kann nicht aufhören diese Songs zu singen, denn in diesen Songs gibt es eine Botschaft, die die Menschen hören sollten.


Ich fürchte mit dieser Aussage hat er sich dann endgültig disqualifiziert, leider. The internet is watching you ... things you say in Zimbabwe can have a huge impact on decisions in Germany...

Was meinst du mit "jetzt geht's rund"? Sizzla hat als religiöser Mensch Homomosexualität schon immer für etwas falsches gehalten und das stets sehr eindeutig formuliert.
Und wenn du schon zitierst, dann aber bitte vollständig:

Sizzla The preachings and teachings of the Most High say that it is not right for a man to be with another man or a woman with another woman. All of us wouldn’t be here if it wasn’t for the union of a man and woman. Family is a basic unit in society. I support the royal family set-up of a king and a queen. I did not sign any papers, it is just an agreement I have with certain promoters — it is their system. I cannot stop singing those songs because there is a message in those songs which people should hear.


Wer mit dieser Einstellung Probleme hat, kann auch gleich ganz auf jamaikanischen Dancehall verzichten.







editiert von: MannBeißtHund, 05.03.2010, 17:26 Uhr

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verfasst:
5.Mär 2010 - 17:51

Es geht dabei wohl eher nicht um Sizzlas persönliche Einstellung zu Homosexualität, das ist seine persönliche Sache. Das er diese Einstellung nicht ändert ist wohl jedem klar.
Es geht darum das er sagt er wird nicht aufhören die entsprechenden Tunes zu performen und damit sorgt er quasi selbst dafür das er wohl sobald nicht mehr in Europa auftreten wird. Ganz einfach weil er sich unglaubwürdig gegenüber allen Vereinbarungen macht entsprechende Tunes nicht auf der Bühne zu bringen.

Was man selber vom Thema Homosexualität hält / ob man eine Ablehnung von Homosexualität religiös begründet, ist da völlig zweitrangig. Die gesetzeslage in Europa ist da ziemlich eindeutig.
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verfasst:
5.Mär 2010 - 18:02

Thompson
Es geht darum das er sagt er wird nicht aufhören die entsprechenden Tunes zu performen und damit sorgt er quasi selbst dafür das er wohl sobald nicht mehr in Europa auftreten wird. Ganz einfach weil er sich unglaubwürdig gegenüber allen Vereinbarungen macht entsprechende Tunes nicht auf der Bühne zu bringen.

Wenn er versichert, dass er keine schwulenfeindlichen Songs auf Konzerten in Deutschland singt (und das macht er meines Wissens auch nicht) sehe ich keinen Grund zur Aufregung. Was er in anderen Ländern singt ist Sache der anderen entsprechenden Staaten.

Ich persönlich bin kein besonders großer Fan von Sizzla, aber mir gehen diese hohlen Kritiker auf den Sack, die meinen das plumpe Verbote die Welt in einen Ort der Toleranz und Glückseligkeit verwandeln.

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verfasst:
5.Mär 2010 - 18:24

MannBeißtHund
Was meinst du mit "jetzt geht's rund"? Sizzla hat als religiöser Mensch Homomosexualität schon immer für etwas falsches gehalten und das stets sehr eindeutig formuliert.

jetzt geht´s rund im sinne von "jetzt springen die großen promoter ab"

MannBeißtHundUnd wenn du schon zitierst, dann aber bitte vollständig:


Sizzla The preachings and teachings of the Most High say that it is not right for a man to be with another man or a woman with another woman. All of us wouldn’t be here if it wasn’t for the union of a man and woman. Family is a basic unit in society. I support the royal family set-up of a king and a queen. I did not sign any papers, it is just an agreement I have with certain promoters — it is their system. I cannot stop singing those songs because there is a message in those songs which people should hear.


Stimmt, hätte ich das nochmal voll zitiert, wäre seine Peinlichkeit noch offensichtlicher geworden. Sizzla ist mittlerweile in meinen Augen ein - verzeih mir bitte - paranoider Spinner, der zwischen völlig konträren Welten wandelt und sich windet. Und diese ganze religiöse Beweisführung ist weder schlüssig noch überzeugend, noch weniger, wenn sie von einem Sizzla dargebracht wird, sorry.

MannBeißtHundWer mit dieser Einstellung Probleme hat, kann auch gleich ganz auf jamaikanischen Dancehall verzichten.


Nee, eher auf Sizzla. Sich in einer solch aktuellen, aufgeladenen Situation - wo (seinetwegen) Podiumsdiskussionen geführt werden (müssen) und sein Promoter bis zum Schluss versucht hat, ihn zu verteidigen und sich auf Vereinbarungen berief - an anderer Stelle so etwas abzulassen, zeugt von enormer (strategischer) Dummheit.

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verfasst:
5.Mär 2010 - 18:39

PandaStimmt, hätte ich das nochmal voll zitiert, wäre seine Peinlichkeit noch offensichtlicher geworden. Sizzla ist mittlerweile in meinen Augen ein - verzeih mir bitte - paranoider Spinner, der zwischen völlig konträren Welten wandelt und sich windet. Und diese ganze religiöse Beweisführung ist weder schlüssig noch überzeugend, noch weniger, wenn sie von einem Sizzla dargebracht wird, sorry.
Da verstehe ich dich nicht.
Gerade Sizzlas religiöse Weltanschauung ist doch so weit sehr gut nachvollziehbar und konsequent. Wobei sie auch stark der von Muslimen, Christen und Juden ähnelt.

Panda
MannBeißtHundWer mit dieser Einstellung Probleme hat, kann auch gleich ganz auf jamaikanischen Dancehall verzichten.


Nee, eher auf Sizzla. Sich in einer solch aktuellen, aufgeladenen Situation - wo (seinetwegen) Podiumsdiskussionen geführt werden und sein Promoter bis zum Schluss versucht hat, ihn zu verteidigen und sich auf Vereinbarungen berief - an anderer Stelle so etwas abzulassen, zeugt von enormer (strategischer) Dummheit.

Dummheit? Er bleibt bei seinen Überzeugungen. Das ist nur "dumm", wenn es ihm ums reine Geldmachen ginge.

Never Sell Out
http://www.yout...=dC7-qMVAkP4

Welche jamaikanischen Dancehall-Musiker sind denn nicht schwulenfeindlich?



editiert von: MannBeißtHund, 05.03.2010, 18:43 Uhr

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verfasst:
5.Mär 2010 - 19:56

MannBeißtHundDummheit? Er bleibt bei seinen Überzeugungen. Das ist nur "dumm", wenn es ihm ums reine Geldmachen ginge.


Nun ich sags mal so. Wenn Sizzla so konsequent wäre wie er meint und sagt er könne nicht aufhören diese Lieder zu performen weil ihre Message gesagt werden muss etc. Warum unterschreibt er dann Vereinbarungen die ihn dazu verpflichten auf homophobe Lyrics zu verzichten nur um in Deutschland auftreten zu können? Wäre es nicht konsequent wenn er dann sagen würde: Dann trete ich überhaupt nicht auf? Ganz oder garnicht? Ich denke schon das der Faktor Geld da eine Rolle spielt. Europa ist nach Japan und den USA der wichtigste Musikmarkt, Deutschland ist einer der wichtigsten (sprich Umsatzstärksten) Musikmärkte Europas...
Nur von Plattenverkäufen auf JA kann er bestimmt nicht leben.

Und wg. religiöser Weltanschauung: Über Religion lässt sich unendlich streiten da Religion nicht logisch zu erklären ist und es keinerlei wissenschaftliche Beweise für irgendeine Religionsauslegung gibt.
Ich persönlich halte es gerne mit dem guten, alten "Leben und Leben lassen".
Und das gilt natürlich auch für Homosexuelle. Wenn jemand Toleranz einfordert muss er sie auch selber geben. Daran sollten sich sowohl Homophobe als auch Dancehallphobe halten (leider ein Verhalten welches wohl mit Menschen an sich selten zu erreichen ist).
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verfasst:
6.Mär 2010 - 17:25

Thompson
MannBeißtHundDummheit? Er bleibt bei seinen Überzeugungen. Das ist nur "dumm", wenn es ihm ums reine Geldmachen ginge.


Nun ich sags mal so. Wenn Sizzla so konsequent wäre wie er meint und sagt er könne nicht aufhören diese Lieder zu performen weil ihre Message gesagt werden muss etc. Warum unterschreibt er dann Vereinbarungen die ihn dazu verpflichten auf homophobe Lyrics zu verzichten nur um in Deutschland auftreten zu können? Wäre es nicht konsequent wenn er dann sagen würde: Dann trete ich überhaupt nicht auf? Ganz oder garnicht?

Das ist nicht Sizzlas Denkweise. Ihm ist die Verbreitung der Messages wichtiger. Wäre er nach deinem Verständnis konsequent, wäre er (und seine Texte) nach wenigen Jahren komplett verschwunden. Sizzla weiß, das er seine Messages auch über seine CDs/Internet verbreiten kann ohne das er live Batty Man Tunes singt. Teilweise werden ja aber auch einige Alben in der BRD indiziert.

Sizzla hat auch einen Track mit dem Kommerz-Dancehall-Musiker und "Maxi King"-Lover Shaggy gemacht und singt auch darin über Gott.

SHAGGY feat. SiZZLA & COLLiE BUDDZ - MAD MAD WORLD
http://www.yout...=8DOVsWe7H6U







editiert von: MannBeißtHund, 06.03.2010, 17:35 Uhr

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verfasst:
6.Mär 2010 - 19:51

Solange sie nur in der "BRD" indiziert waren und nicht in Deutschland.....und sind wir noch im Kalten Krieg???
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verfasst:
7.Mär 2010 - 14:00

MannBeißtHund
Thompson
MannBeißtHundDummheit? Er bleibt bei seinen Überzeugungen. Das ist nur "dumm", wenn es ihm ums reine Geldmachen ginge.


Nun ich sags mal so. Wenn Sizzla so konsequent wäre wie er meint und sagt er könne nicht aufhören diese Lieder zu performen weil ihre Message gesagt werden muss etc. Warum unterschreibt er dann Vereinbarungen die ihn dazu verpflichten auf homophobe Lyrics zu verzichten nur um in Deutschland auftreten zu können? Wäre es nicht konsequent wenn er dann sagen würde: Dann trete ich überhaupt nicht auf? Ganz oder garnicht?

Das ist nicht Sizzlas Denkweise. Ihm ist die Verbreitung der Messages wichtiger. Wäre er nach deinem Verständnis konsequent, wäre er (und seine Texte) nach wenigen Jahren komplett verschwunden. Sizzla weiß, das er seine Messages auch über seine CDs/Internet verbreiten kann ohne das er live Batty Man Tunes singt. Teilweise werden ja aber auch einige Alben in der BRD indiziert.




editiert von: MannBeißtHund, 06.03.2010, 17:35 Uhr


Schade, dass das nicht Sizzlas Denkweise ist. So erweist er nämlich Reggae-Hörern in Westeuropa oder sagen wir mal Deutschland einen Bärendienst. Aber ist mir auch klar, dass ihm das so ziemlich am Allerwerstesten vorbei geht.
MannBeißtHund
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verfasst:
7.Mär 2010 - 15:49

BOUNTY KILLER ON-STAGE INTERVIEW DEC-09-PART 3-GAMEPUN
http://www.yout...ture=related

Ab der 3. Minute sagt er auch noch mal kurz was zu dem Thema.

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verfasst:
7.Mär 2010 - 15:50

ShogunSolange sie nur in der "BRD" indiziert waren und nicht in Deutschland.....und sind wir noch im Kalten Krieg???

Hauptschule?

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verfasst:
7.Mär 2010 - 15:55

Seit dem Ende des Kalten Krieges Ende des 20. Jahrhunderts und mit der Deutschen Wiedervereinigung hat die Diskussion um die Abkürzung BRD ihre Brisanz verloren. So setzt der Duden seit den 1990er-Jahren „BRD“ mit „Bundesrepublik Deutschland“ gleich, während er zu Zeiten des Kalten Krieges noch darauf bestand, dass es sich um eine „nichtamtliche Abkürzung“ handelte. Seit den 1990er-Jahren verwendet die dem Bundesministerium des Innern unterstellte Bundeszentrale für politische Bildung in Veröffentlichungen zuweilen die Abkürzung BRD. Teilweise wird die Abkürzung auch in den Medien verwendet, z. B. in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung,[12] oder der Süddeutschen Zeitung[13] auch wenn sie sich inzwischen auf das wiedervereinigte Deutschland bezieht.

Quelle ist zwar Wiki..hab aber keine Lust morgen ans IPW zu fahren, um aus i-welcher Fachliteratur zu zitieren....falsch wohl nicht, aber auch nicht mehr wirklich in Verwendung. icon_wink

Vereinzelt wird heute noch von Rechtsextremisten wie Horst Mahler sowie Nationalisten die Abkürzung BRD im Sinne politischer Agitation verwendet, um darzustellen, dass die Bundesrepublik Deutschland aus ihrer Sicht zum einen nur einen Teil Deutschlands (jenes in den Grenzen von 1937) beinhalten würde – in revanchistischen Kreisen misst man dem deutsch-polnischen Grenzvertrag zu den ehemaligen deutschen Ostgebieten von 1990 keine Bedeutung zu – und zum anderen kein souveräner Staat sei, sondern lediglich eine „Organisationsform einer Modalität der Feindmächte des Deutschen Reiches“ (OMF-BRD)[14][15] – in Anlehnung an den von Carlo Schmid 1948 geprägten Begriff der „Organisationsform einer Modalität der Fremdherrschaft“. Außerdem wird das Kürzel verwendet in Darstellungen, die die Bundesrepublik als illegitimen Staat ansehen, dessen Regierung so genannte Kommissarische Reichsregierungen gegenüber gestellt werden.[16]



editiert von: Shogun, 07.03.2010, 15:56 Uhr
MannBeißtHund
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verfasst:
7.Mär 2010 - 16:14

ShogunSeit dem Ende des Kalten Krieges Ende des 20. Jahrhunderts und mit der Deutschen Wiedervereinigung hat die Diskussion um die Abkürzung BRD ihre Brisanz verloren. So setzt der Duden seit den 1990er-Jahren „BRD“ mit „Bundesrepublik Deutschland“ gleich, während er zu Zeiten des Kalten Krieges noch darauf bestand, dass es sich um eine „nichtamtliche Abkürzung“ handelte. Seit den 1990er-Jahren verwendet die dem Bundesministerium des Innern unterstellte Bundeszentrale für politische Bildung in Veröffentlichungen zuweilen die Abkürzung BRD. Teilweise wird die Abkürzung auch in den Medien verwendet, z. B. in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung,[12] oder der Süddeutschen Zeitung[13] auch wenn sie sich inzwischen auf das wiedervereinigte Deutschland bezieht.

Quelle ist zwar Wiki..hab aber keine Lust morgen ans IPW zu fahren, um aus i-welcher Fachliteratur zu zitieren....falsch wohl nicht, aber auch nicht mehr wirklich in Verwendung. icon_wink

Vereinzelt wird heute noch von Rechtsextremisten wie Horst Mahler sowie Nationalisten die Abkürzung BRD im Sinne politischer Agitation verwendet, um darzustellen, dass die Bundesrepublik Deutschland aus ihrer Sicht zum einen nur einen Teil Deutschlands (jenes in den Grenzen von 1937) beinhalten würde – in revanchistischen Kreisen misst man dem deutsch-polnischen Grenzvertrag zu den ehemaligen deutschen Ostgebieten von 1990 keine Bedeutung zu – und zum anderen kein souveräner Staat sei, sondern lediglich eine „Organisationsform einer Modalität der Feindmächte des Deutschen Reiches“ (OMF-BRD)[14][15] – in Anlehnung an den von Carlo Schmid 1948 geprägten Begriff der „Organisationsform einer Modalität der Fremdherrschaft“. Außerdem wird das Kürzel verwendet in Darstellungen, die die Bundesrepublik als illegitimen Staat ansehen, dessen Regierung so genannte Kommissarische Reichsregierungen gegenüber gestellt werden.[16]editiert von: Shogun, 07.03.2010, 15:56 Uhr

5 Minuten nach meiner Reaktion auf deinen dümmlichen Beitrag von Gestern, kommst du deinem langen Text... => Du hast offensichtlich nur darauf gewartet deinen vorher formulierten Text zu posten (Copy & Paste). Du musst ja wirklich ein schweres Geltungsbedürfnis haben.

Nazischweine benutzen so manche Wörter, deshalb sollte man sich aber nicht von ihnen limitieren lassen, lieber Shogun. BRD ist nach wie vor die gängige Abkürzung für unseren (mehr oder minder) demokratischen Staat, also entspann dich mal und konzentrier dich auf deas Thema des Threads oder lass es ganz bleiben.

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verfasst:
7.Mär 2010 - 16:43

Nee, war nur zufällig online, mußt nicht denken, das deine Aussage so wichtig war, daß ich hier warte um so einen Copy&Paste-Text dir um die Ohren zu hauen...also chill icon_wink
champanda
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verfasst:
7.Mär 2010 - 21:09

MannBeißtHund
PandaStimmt, hätte ich das nochmal voll zitiert, wäre seine Peinlichkeit noch offensichtlicher geworden. Sizzla ist mittlerweile in meinen Augen ein - verzeih mir bitte - paranoider Spinner, der zwischen völlig konträren Welten wandelt und sich windet. Und diese ganze religiöse Beweisführung ist weder schlüssig noch überzeugend, noch weniger, wenn sie von einem Sizzla dargebracht wird, sorry.
Da verstehe ich dich nicht.
Gerade Sizzlas religiöse Weltanschauung ist doch so weit sehr gut nachvollziehbar und konsequent. Wobei sie auch stark der von Muslimen, Christen und Juden ähnelt.


lol. Sprechen wir von ein und demselben Sizzla? Ich bezog mich auf den Ferrari fahrenden, Waffen sammelnden Schizo-Vogel, der - sorry, sehr pauschal jetzt - "Weiße" hasst, aber gern ihr Geld nimmt.

Religiöse "Führer", zu denen Sizzla sich ja zählt, bzw. ernannt wurde, haben (theoretisch) eine hohe moralisch-gesellschaftliche Verantwortung und werden stets unter viel verschärfteren Maßstäben betrachtet / kritisiert, was ihre Konsequenz und Glaubwürdigkeit angeht (machmal reichen hierzulande 3 Glas Weißwein und man ist seinen Führerjob los *polemikmodus-off* icon_wink ) . Man kann Sizzla einiges vorwerfen, aber nicht, dass er nachvollziehbar oder konsequent wäre... Er ist ein guter Musiker, dessen "uplifting Tunes" ich weiterhin gerne höre, aber als "spiritual leader", Sprachrohr und Vorbild für irgendwen taugt der rein gar nichts. Und gerade deswegen weigere ich mich zu akzeptieren, dass seine Religiösität alles relativiert, geschweige denn rechtfertigt. Er hat´s komplett vergeigt und sein Business hierzulande vorerst voll gegen die Wand gefahren. Dass er - wie viele andere auch - homophob ist, wussten alle. Dass er sich in Zeiten, wo ihm eine derart erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit zu teil wird, zu solchen Statements verleiten lässt, betrachte ich weiterhin als strategisch dumm. Nebenbei ist es Wasser auf die Mühlen der Reggaekritiker_innen, die sich jetzt mit Begeisterung auf die neuen Beweise stürzen. Well done, Sizzla icon_rolleyes

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verfasst:
7.Mär 2010 - 21:48

..wollt nur eben panda zustimmen... icon14
MannBeißtHund
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verfasst:
8.Mär 2010 - 02:07

Panda
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PandaStimmt, hätte ich das nochmal voll zitiert, wäre seine Peinlichkeit noch offensichtlicher geworden. Sizzla ist mittlerweile in meinen Augen ein - verzeih mir bitte - paranoider Spinner, der zwischen völlig konträren Welten wandelt und sich windet. Und diese ganze religiöse Beweisführung ist weder schlüssig noch überzeugend, noch weniger, wenn sie von einem Sizzla dargebracht wird, sorry.
Da verstehe ich dich nicht.
Gerade Sizzlas religiöse Weltanschauung ist doch so weit sehr gut nachvollziehbar und konsequent. Wobei sie auch stark der von Muslimen, Christen und Juden ähnelt.


lol. Sprechen wir von ein und demselben Sizzla? Ich bezog mich auf den Ferrari fahrenden, Waffen sammelnden Schizo-Vogel, der - sorry, sehr pauschal jetzt - "Weiße" hasst, aber gern ihr Geld nimmt.

Wir haben über Sizzlas religiöses Weltbild diskutiert, wonach er u.a. Homosexualität als etwas falsches/perverses ansieht.
Was hat ein Ferrari damit zu tun?
Und weshalb genau hasst Sizzla deiner Meinung nach Weiße??

Gentleman feat. Sizzla - Lack of love
http://www.yout...=WFvcTW-UQhw

PandaReligiöse "Führer", zu denen Sizzla sich ja zählt, bzw. ernannt wurde, haben (theoretisch) eine hohe moralisch-gesellschaftliche Verantwortung und werden stets unter viel verschärfteren Maßstäben betrachtet / kritisiert, was ihre Konsequenz und Glaubwürdigkeit angeht (machmal reichen hierzulande 3 Glas Weißwein und man ist seinen Führerjob los *polemikmodus-off* icon_wink ) . Man kann Sizzla einiges vorwerfen, aber nicht, dass er nachvollziehbar oder konsequent wäre... Er ist ein guter Musiker, dessen "uplifting Tunes" ich weiterhin gerne höre, aber als "spiritual leader", Sprachrohr und Vorbild für irgendwen taugt der rein gar nichts. Und gerade deswegen weigere ich mich zu akzeptieren, dass seine Religiösität alles relativiert, geschweige denn rechtfertigt. Er hat´s komplett vergeigt und sein Business hierzulande vorerst voll gegen die Wand gefahren.

Sizzla ist nur ein Conscious-Reggae-Musiker mit religiösen Lyrics und nicht wie der Papst oder die Käsmann der gewählte Führer einer religiösen Organisation.
Dein Vergleich ist unpassend.
Dennoch muss sich selbstverständlich jeder Mensch der etwas predigt auch selbst daran halten, aber in diesem Fall müsste Sizzla schon mit einem schwulen Geliebten oder in einer Gay Bar erwischt werden. icon_biggrin

Lady Saw feat. Sizzla - Good Love
http://www.yout...=IB1mmPJfaSU


PandaNebenbei ist es Wasser auf die Mühlen der Reggaekritiker_innen, die sich jetzt mit Begeisterung auf die neuen Beweise stürzen. Well done, Sizzla icon_rolleyes

Menschen die ein gesamtes Genre aufgrund einer Person beurteilen, solltest du besser nicht beachten.





editiert von: MannBeißtHund, 08.03.2010, 02:15 Uhr

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verfasst:
8.Mär 2010 - 10:12

MannBeißtHund
Menschen die ein gesamtes Genre aufgrund einer Person beurteilen, solltest du besser nicht beachten.

editiert von: MannBeißtHund, 08.03.2010, 02:15 Uhr


Wenn ich das mal für mich beantworten kann: Fällt leider schwer sowas nicht zu beachten. Insbesondere wenn flächendeckende Verbote drohen.
Außerdem ist mir das gesellschaftliche Bild der Musik, die ich liebe, schon ziemlich wichtig. Schließlich ist das ja auch ein Teil von mir.
Und dieses Bild macht sich ja nunmal zunehmend breit.

Man kann aber ja auch nicht sagen, dass homophope Reggae-Artists á la Sizzla nur Einzelfälle sind.
champanda
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verfasst:
8.Mär 2010 - 10:59

Ich seh schon, wir werden wahrscheinlich nicht auf einen Nenner kommen, muss ja auch nicht icon_smile

MannBeißtHund
Wir haben über Sizzlas religiöses Weltbild diskutiert, wonach er u.a. Homosexualität als etwas falsches/perverses ansieht.
Was hat ein Ferrari damit zu tun?


Nun ja, wenn sich jemand so kategorisch hinter den Worten von "the most high" verschanzt, muss er sich logischerweise auch der Kritik an seiner allgemeinen Glaubwürdigkeit bzw. Konsequenz stellen. Soviel vorweg: Mir ist es an sich scheißegal, ob jemand Ferrari fährt oder nicht, ich gehöre zu denjenigen, die anderen ihren Erfolg gönnen, ist völlig okay. Nur Sizzla ist in meinen Augen ein ganz dubioser Wendehals, bzw. ein Wandler zwischen zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Mit "Wasser predigen und Wein trinken" könnte man es auch zusammen fassen. Sizzla bekleidet bei den Bobo Ashanti in JA eine relativ hohe Position, er ist vielleicht nicht "Der Führer himself" (nur fürs Protokoll: ich lehne derlei hierarchische Führungs-Strukturen für mich persönlich ab, erkenne aber die jeweilige, sozio-kulturelle Notwendigkeit von Fall zu Fall an...) , dennoch hat er eine nicht unerhebliche Zahl von "followers", die an seinen Lippen (und nicht zuletzt an seinem finanziellen Rockzipfel) hängen. Ich will auch gar nicht abstreiten, dass er da wo er waltet und schaltet viele wichtige Dinge anschiebt und finanziert, ganz klar und sicher auch gut für die Entwicklung. Dennoch wird er mit solchen Statements wie zuletzt in Simbabwe seiner erhöhten sozialen Verantwortung nicht gerecht: Es ist vielmehr der trotzige Versuch, seine Yard-Credibility aufrecht zu erhalten. Und das fasst ja im Prinzip auch schon den täglichen Spagat zusammen, den viele Pseudo-Rastas und Dancehallartists ableisten: An einer Stelle die Fresse halten, damit sich in Europa und anderswo noch Kohle verdienen lässt, an anderer Stelle weiter machen mit dem lyrical killing, damit man nicht auf die Fresse kriegt. So läuft es nunmal.

Nochmal von vorn:
Ein ernst zu nehmendes religiöses Vorbild, das versucht, ehrbare Prinzipien unter die Menschen zu bringen würde (nach meinem Verständnis von Religion) niemals:

- Homosexuelle in seinen Texten killen
- der Meinung sein, dass diese Lieder eine wichtige Message enthalten, die die Welt da draußen hören muss.
- Waffen horten
ferner:
- Ferrari fahren icon_wink

Ich bin kein großer Freund von Religionen, habe aber Achtung vor den Leuten, die das mit Nächstenliebe und Respekt vor anderen praktizieren. Sich einfach nur die Rosinen aus dem Alten Testament rauszupicken und zu sagen: "Hey, da steht aber drin, dass Homosexuelle verb(r)annt gehören" an anderer Stelle aber mal zwei Augen zu zu drücken, das hat nicht nur Sizzla perfekt drauf, sondern ist auch symptomatisch für die Scheinheiligkeit des jamaikanischen Selbstverständnis (nein, nicht alle, gibt ja auch erfreuliche Ausnahmen...)

Wenn schon auf Religion berufen, dann wenigstens richtig: stringent und konsequent.

Dass die Plattitüde a la "Ohne das klassische Konstrukt von Mann und Frau (Kings and Queens) gäbe es uns alle nicht" totaler Bullshit ist, ist ja wohl auch klar. Sicher, wenn es nur noch Schwule gäbe auf der Welt, wäre das mit der Reproduktion ein wenig schwierig bis unmöglich. Dieser Annahme (Sizzlas und anderer) liegt aber der Irrtum zugrunde, dass die Schwulen auf ständigem Expansionskurs wären, quasi die Weltherrschaft übernehmen wollen. Das ist eine der tiefsten Urängste derjenigen, die die Schwulen am liebsten alle verbrennen wollen. Historisch und evolutionsbiologisch betrachtet war Homosexualität aber schon immer vorhanden, der Anteil von Homosexuellen dürfte sich auch nicht signifikant erhöht haben. Es gibt heute einfach nur mehr Menschen, die sich nun öffentlich dazu bekennen (können) und präsenter in den Medien sind.

MannBeißtHundMenschen die ein gesamtes Genre aufgrund einer Person beurteilen, solltest du besser nicht beachten.


Vollkommen richtig, klar. Versteh mich nicht falsch, ich sehe das auch nicht so, wie "die", von denen Du sprichst. Zur Info: Ich bin selber Dancehall-Selector und habe bis vor ca. 2-3 Jahren selber noch (zum Teil unwissentlich) Battymantunes aufgelegt, versuche aber, mich weiter zu entwickeln und betrachte das irgendwie auch als meine Pflicht dem Publikum gegenüber. Ich finde die ganze Homophobiedebatte auch meist hysterisch und oberflächlich, sie ist gekennzeichnet von Halbwissen und Fehlinterpretationen. Aber da die Zeichen der Zeit nunmal leider so stehen, wie sie stehen - es geht ja offensichtlich nur noch darum, irgendwelche Agreements zu unterschreiben, bzw. der Homophobiedetektor ist justiert auf die bekannten fünf bis zehn Schlagworte. Im Moment geht es aus Sicht der Reggaeschaffenden (Promoter, Künstler, Soundsystems etc. ) und Reggaehörer_innen doch eigentlich nur noch darum, zu retten, was noch zu retten ist, bei der geballten Gegenoffensive/Lobby der queeren Aktivist_innen bleibt zur Zeit auch nicht viel anderes übrig. Das ist traurig aber wahr. Und genau aus diesem Grund war Sizzla´s Interview das denkbar beschissenste, was hätte passieren können.

MistahJones
Wenn ich das mal für mich beantworten kann: Fällt leider schwer sowas nicht zu beachten. Insbesondere wenn flächendeckende Verbote drohen.
Außerdem ist mir das gesellschaftliche Bild der Musik, die ich liebe, schon ziemlich wichtig. Schließlich ist das ja auch ein Teil von mir.
Und dieses Bild macht sich ja nunmal zunehmend breit.


icon14 Absolut! Das kommt noch dazu.

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Shogun

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verfasst:
8.Mär 2010 - 11:25

Naja, religiöse Menschen sollten vllt eine positive Message aussenden, aber Realität sieht doch anders aus. Jede religiöse fundamentalistische Bewegung (und zu denen kann man die Bobos auch zählen...gibt Lit. darüber, wie sich Rasta von "alternative way of life" hin zu ignoranten Dogmatikern entwickelt haben) von Westen nach Osten ist doch homophob...Von daher würde ich sowas am wenigsten von einem religiösen Menschen, sondern eher von einem aufgeklärtem liberalen Menschen erwarten...zu denen zähle ich Sizzla nicht...

und es ist nicht ein Artist..sondern die Acht, die der Grund sind weshalb Dancehall gerade gebasht wird, und wer diese Entwicklung nicht ernst nimmt, verkennt die Gefhr eines generellen Verbots gegen Reggae...und siehe Beispiel Culture Rock haben es doch jetzt als Sound auch gespürt....
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verfasst:
8.Mär 2010 - 15:15

Ein bisschen Off-topic vielleicht, aber:

Von welcher religiösen Gruppe ist Sizzla gewähltes Oberhaupt? Höchstens von seiner Bobo-Abspaltung im Judgement Yard. Soweit ich weiß, ist er im offiziellen Bobo-Camp in Bull Bay nicht willkommen. Wenn sich da etwas geändert haben sollte, würde es mich arg wundern.
Darüber hinaus verliert Sizzla für Rastas allerspätestens dann seine Glaubwürdigkeit, wenn er - wie kürzlich geschehen - auf dem Geburtstag von Mugabe spielt, in dessen Land bekannterweise Mengistu Haile Maryam im Exil lebt und dort seinen Lebensabend verbringt, obwohl ihm in Äthiopien die Todesstrafe drohen würde. Wer Mengistu ist? Ein Stalinist, der 1974 Haile Selassie gestürzt hat. Ein Gig aufm Geburtstag von Mugabe kommt also quasi einem Schulterschluss mit Satan persönlich gleich.

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champanda
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verfasst:
8.Mär 2010 - 15:49

Von wegen Off-Topic!

Super, dass Du das noch mal ein bischen auseinander klabüsert hast. Für mich ist die ganze Bobo-Struktur eher ein Buch mit sieben Siegeln, wusste nur, dass er dort im Judgement Yard eine große Nummer ist. Dass das laut Deiner Aussage auch nur eine Abspaltung ist, ist sehr interessant. Das mit dem Diktator Mugabe (nebenbei gesagt hat Luciano wohl auch schon mal auf seinem B-Day musiziert...)wusste ich, das mit Mengistu hingegen nicht. Danke, cooler Input!

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MannBeißtHund
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verfasst:
8.Mär 2010 - 18:37

ShogunNaja, religiöse Menschen sollten vllt eine positive Message aussenden, aber Realität sieht doch anders aus. Jede religiöse fundamentalistische Bewegung (und zu denen kann man die Bobos auch zählen...gibt Lit. darüber, wie sich Rasta von "alternative way of life" hin zu ignoranten Dogmatikern entwickelt haben) von Westen nach Osten ist doch homophob...Von daher würde ich sowas am wenigsten von einem religiösen Menschen, sondern eher von einem aufgeklärtem liberalen Menschen erwarten...zu denen zähle ich Sizzla nicht...

und es ist nicht ein Artist..sondern die Acht, die der Grund sind weshalb Dancehall gerade gebasht wird, und wer diese Entwicklung nicht ernst nimmt, verkennt die Gefhr eines generellen Verbots gegen Reggae...und siehe Beispiel Culture Rock haben es doch jetzt als Sound auch gespürt....

Culture Rock? Was ist das und was ist damit passiert?

Für mich sind Batty Man Tunes nur Musik/Kunst so wie auch schwulenfeindlicher Gangsta Rap oder gewaltverherrlichender Metal. Schwulenfeindlicher Dancehall ist nur radikaler und kreativer formuliert. icon_biggrin
Ich sehe auch keine bedenkliche Gefahr von den Tracks bei erwachsenen Menschen, weshalb ich auch für eine Indizierung bin (also nur ab 18 zugänglich). Teenies nehmen Texte wie z.B. Bounty Killers "Bullet Proof Skin" vlt falsch auf.

Ich höre mir sehr gerne Bounty Killers Songs an (teils auch Batty Man Tunes) und verstehe auch das meiste von dem was er sagt und meine Einstellung gegenüber Schwulen hat sich dadurch kein bißchen verändert oder verstärkt.

Ich weiß nicht wie ich die bestimmten Songs als Homosexueller empfinden würde, wahrscheinlich wäre ich einfach auch nur für eine Indizierung und würde mich höchstens mal gegen schwulenfeindlichen Deutschrap stark machen, da er gesellschaftlich (vor allem bei leicht beeinflussbaren Teenies) wesentlich verbreiteter ist als "diese Exoten-Musik".

Huss und Hodn - Nich So Schwuu
http://www.yout...=wi0AeoWx6uo





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verfasst:
8.Mär 2010 - 18:58

PandaIch seh schon, wir werden wahrscheinlich nicht auf einen Nenner kommen, muss ja auch nicht icon_smile

MannBeißtHund
Wir haben über Sizzlas religiöses Weltbild diskutiert, wonach er u.a. Homosexualität als etwas falsches/perverses ansieht.
Was hat ein Ferrari damit zu tun?


Nun ja, wenn sich jemand so kategorisch hinter den Worten von "the most high" verschanzt, muss er sich logischerweise auch der Kritik an seiner allgemeinen Glaubwürdigkeit bzw. Konsequenz stellen. Soviel vorweg: Mir ist es an sich scheißegal, ob jemand Ferrari fährt oder nicht, ich gehöre zu denjenigen, die anderen ihren Erfolg gönnen, ist völlig okay. Nur Sizzla ist in meinen Augen ein ganz dubioser Wendehals, bzw. ein Wandler zwischen zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Mit "Wasser predigen und Wein trinken" könnte man es auch zusammen fassen. Sizzla bekleidet bei den Bobo Ashanti in JA eine relativ hohe Position, er ist vielleicht nicht "Der Führer himself" (nur fürs Protokoll: ich lehne derlei hierarchische Führungs-Strukturen für mich persönlich ab, erkenne aber die jeweilige, sozio-kulturelle Notwendigkeit von Fall zu Fall an...) , dennoch hat er eine nicht unerhebliche Zahl von "followers", die an seinen Lippen (und nicht zuletzt an seinem finanziellen Rockzipfel) hängen. Ich will auch gar nicht abstreiten, dass er da wo er waltet und schaltet viele wichtige Dinge anschiebt und finanziert, ganz klar und sicher auch gut für die Entwicklung. Dennoch wird er mit solchen Statements wie zuletzt in Simbabwe seiner erhöhten sozialen Verantwortung nicht gerecht: Es ist vielmehr der trotzige Versuch, seine Yard-Credibility aufrecht zu erhalten. Und das fasst ja im Prinzip auch schon den täglichen Spagat zusammen, den viele Pseudo-Rastas und Dancehallartists ableisten: An einer Stelle die Fresse halten, damit sich in Europa und anderswo noch Kohle verdienen lässt, an anderer Stelle weiter machen mit dem lyrical killing, damit man nicht auf die Fresse kriegt. So läuft es nunmal.

Sizzla engagiert sich für Jugendliche ohne Perspektive in seiner Heimat. Andere bekannte Dancehall-Musiker wie Buju Banton (Stiftung für HIV-positive Kinder) und Bounty Killer unternehmen ebenfalls caritative Projekte.
Ich erwähne das nur, weil du vorher ein sehr einseitiges Bild des Sportwagen-fahrenden Superstars gezeichnet hast.

http://www.yout...=PNYolNdibyw


Als ich vor wenigen Jahren zum 1. Mal was von dem Musiker Sizzla erfahren habe, war das über eine News, die darüber berichtete wie schwulenfeindlich er ist und das dagegen von den "Opfern" protestiert wird...
Das hat mich danach überhaupt nicht davon abgehalten in seine teils sehr gute Musik reinzuhören.







editiert von: MannBeißtHund, 08.03.2010, 19:11 Uhr

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verfasst:
8.Mär 2010 - 19:07

MannBeißtHund

Für mich sind Batty Man Tunes nur Musik/Kunst so wie auch schwulenfeindlicher Gangsta Rap oder gewaltverherrlichender Metal. Schwulenfeindlicher Dancehall ist nur radikaler und kreativer formuliert. icon_biggrin


Es ist völlig irrelevant was Du oder ein anderer Konsument denkt.

Das einzige was interressiert ist, wie die Artist, Sounds und Promoter damit umgehen.

Was Sizzla betrifft, ich habe mal wieder die Schnauze voll, so wie ich Ihn vor 12 Jahren wg seinem scheiss Rassismus boykotiert habe, so kotzt mich jetzt sein Verhalten auch wieder an.
Und ja Sizzla ist genau so ein fanatisches Arschloch wie der Mugabe.
Das Gelaber von Peace und Love bezieht sich bei Ihm nur auf Leute die so sind wie er und dasselbe denken, der Rest gehört abgeknallt.So sieht es aus mit dem Herrn Sizzla.
Gott bzw Jah behüte uns vor solchen Führern.



MannBeißtHund
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verfasst:
8.Mär 2010 - 19:20

RaggaDonWas Sizzla betrifft, ich habe mal wieder die Schnauze voll, so wie ich Ihn vor 12 Jahren wg seinem scheiss Rassismus boykotiert habe, so kotzt mich jetzt sein Verhalten auch wieder an.
Und ja Sizzla ist genau so ein fanatisches Arschloch wie der Mugabe.
Das Gelaber von Peace und Love bezieht sich bei Ihm nur auf Leute die so sind wie er und dasselbe denken, der Rest gehört abgeknallt.So sieht es aus mit dem Herrn Sizzla.
Gott bzw Jah behüte uns vor solchen Führern.

Wieso genau Rassismus?
warum ist Bob Marley dann für ihn ein bewundernswerter Mann?
Und warum hat er dann auch Musik mit der deutschen "Weißwurst" Tilman Otto gemacht? Publicity? Deutscher Markt?
Als Sizzla-Hater dreht man es sich halt zurecht...


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verfasst:
8.Mär 2010 - 19:38

Tja warum?
Aus dem gleichen Grund warum er auch hier irgendwelche Agreements unterschreibt.
Der Ferrari bezahlt sich nicht aus dem Einkommen was er auf Jamaica erzielen kann.

Darum

Edit: ich hasse niemanden aber verachten tue ich Menschen die vordergründig Love & Peace predigen aber hintenrum jedem ans Leben wollen die die Welt nicht so sehen wie sie selbst. Totale Intolleranz





editiert von: RaggaDon, 08.03.2010, 19:42 Uhr
MannBeißtHund
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verfasst:
8.Mär 2010 - 19:50

RaggaDonTja warum?
Aus dem gleichen Grund warum er auch hier irgendwelche Agreements unterschreibt.
Der Ferrari bezahlt sich nicht aus dem Einkommen was er auf Jamaica erzielen kann.

Darum

"Darum" ist genau so wenig ein Argument wie "Basta". Jmd als Rassisten zu titulieren ist kein Pappenstiel. Da sollte man schon mehr zu bieten haben als so eine blödsinnige Unterstellung wie du.
BTW: Sozialneid macht dich auch nicht viel besser...

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MistahJones
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verfasst:
8.Mär 2010 - 20:00

MannBeißtHund

Ich höre mir sehr gerne Bounty Killers Songs an (teils auch Batty Man Tunes) und verstehe auch das meiste von dem was er sagt und meine Einstellung gegenüber Schwulen hat sich dadurch kein bißchen verändert oder verstärkt.

Mhh, also ist n bisschen unfair das zu posten, aber soweit ich das aus der laut.bar weiß ist deine Einstellung zu Schwulen allgemein ja eher nicht von Toleranz geprägt.
Ich schätz zwar deine Ahnung von Musik und deinen Geschmack sehr, aber bei diesem Thema haben wir einfach ziemlich unterschiedliche Ansichten ;)

MannBeißtHund
Ich weiß nicht wie ich die bestimmten Songs als Homosexueller empfinden würde, wahrscheinlich wäre ich einfach auch nur für eine Indizierung und würde mich höchstens mal gegen schwulenfeindlichen Deutschrap stark machen, da er gesellschaftlich (vor allem bei leicht beeinflussbaren Teenies) wesentlich verbreiteter ist als "diese Exoten-Musik".

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Ich weiß nicht, ob man das nachvollziehen kann, wie man empfinden würde, wenn man homosexuell wäre. Ich kann die Denkweise vieler Schwuler und Lesben nachvollziehen. Wenn ich mich nicht eindringlich mit der Kultur beschäftigt habe (was in man von einem Durchschnittsbürger in puncto Reggae/Jamaica/Rasta nicht erwarten kann) außerdem Patois nicht verstehe, dann aber die Texte übersetzt bekomme und erfahre, dass diese Sänger die Verbrennung von "mir" fordern, dann würd ich mich glaub ich nicht mit einer Indiezierung zufrieden geben. Und so weit weg Jamaica auch ist, es gibt ja durchaus eine Fangemeinde in Deutschland, die solche Tunes teilweise auch feiert.
Also ich würd es als Bedrohung auffassen. Und wenn mir dann irgendwelche Leute damit kommen, dass das Metaphern sind, glaube ich nicht, dass ich das als beruhigend empfinden würde.

Naja ich kann die Denkweise also nachvollziehen. Und das wirft halt ordentliche Probleme für Reggae-Hörer in Deutschland auf und eine Lösung weiß ich nun wirklich nicht. Falls jemand eine hat, bitte melden. icon_biggrin


Zu Huss und Hodn: Aaaalso natürlich ist das jetzt nicht gerade pro Schwule, aber im Rap wird schwul halt (von vielen) anders benutzt, was noch nicht auf Homopobie schließen lässt.
Ich titullier im Alltag vllt. auch mal jemanden als schwul, was aber rein gar nichts mit meiner Einstellung zu Schwulen zu tun hat und auch nichts damit zu tun hat, dass ich jmd als homosexuell damit bezeichne. Ich hoffe man versteht ansatzweise was ich meine.

Für vergleichbar halt ich son Song, wie dein beliebtes Huss und Hodn Beispiel in keinster Weise mit Battyman-Tunes von religiösen Fanatikern in denen auf verschiedene Weisen der Tod gefordert wird.
RaggaDon
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verfasst:
8.Mär 2010 - 20:09

MannBeißtHund
"Darum" ist genau so wenig ein Argument wie "Basta". Jmd als Rassisten zu titulieren ist kein Pappenstiel. Da sollte man schon mehr zu bieten haben als so eine blödsinnige Unterstellung wie du.
BTW: Sozialneid macht dich auch nicht viel besser...


Ne Darum ist kein Argument sondern das was darüber steht.

Dann beschäftige Dich mal mit den Songs die er damals gemacht hat.
Da er das dann seingelassen hat, habe ich auch von der Vergangenheit gesprochen.

Andererseits wer sich ein wenig mit dem auskennt, was der Mugabe da verbricht und Sizzla da tatsächlich gesungen hat, könnte sich schon vorstellen das die beiden Brüder im Geiste sind.

Die Schlüsse muss aber jeder für sich selbst ziehen.
Ich will Dir aber auch nicht Deine heile Welt kaputt machen.
Hier geht es letztendlich nicht um Sizzla sondern wie wir mit Gewaltaufrufen gegen Minderheiten umgehen.
Sizzla kann machen was er will...nur eben vielleicht nicht mehr in der BRD
und ich fänds im Moment eben nicht schade.



editiert von: RaggaDon, 08.03.2010, 20:10 Uhr
MannBeißtHund
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Reggae Addict
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verfasst:
8.Mär 2010 - 20:31

MistahJones
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Ich höre mir sehr gerne Bounty Killers Songs an (teils auch Batty Man Tunes) und verstehe auch das meiste von dem was er sagt und meine Einstellung gegenüber Schwulen hat sich dadurch kein bißchen verändert oder verstärkt.

Mhh, also ist n bisschen unfair das zu posten, aber soweit ich das aus der laut.bar weiß ist deine Einstellung zu Schwulen allgemein ja eher nicht von Toleranz geprägt. Ich schätz zwar deine Ahnung von Musik und deinen Geschmack sehr, aber bei diesem Thema haben wir einfach ziemlich unterschiedliche Ansichten ;)

icon_biggrin icon_biggrin icon_biggrin
Also ich halte mich bei dem Thema noch für relativ tolerant. spliffer

Tja, ich vermisse unsere (fast alleinige) Existenz und unseren Austausch in dem Genre-Forum... War immer wieder schön und bereichernd.


MistahJonesZu Huss und Hodn: Aaaalso natürlich ist das jetzt nicht gerade pro Schwule, aber im Rap wird schwul halt (von vielen) anders benutzt, was noch nicht auf Homopobie schließen lässt.
Ich titullier im Alltag vllt. auch mal jemanden als schwul, was aber rein gar nichts mit meiner Einstellung zu Schwulen zu tun hat und auch nichts damit zu tun hat, dass ich jmd als homosexuell damit bezeichne. Ich hoffe man versteht ansatzweise was ich meine.

Für vergleichbar halt ich son Song, wie dein beliebtes Huss und Hodn Beispiel in keinster Weise mit Battyman-Tunes von religiösen Fanatikern in denen auf verschiedene Weisen der Tod gefordert wird.

Naja in dem Song kommt auch "Anti-Homo" und "Wenn jeder AIDS hat, wirst du besser nicht krank" vor.
Ich kenn aber auch noch andere Beispiele aus der Richtung. icon_smile

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verfasst:
8.Mär 2010 - 20:51

MannBeißtHund
Tja, ich vermisse unsere (fast alleinige) Existenz und unseren Austausch in dem Genre-Forum... War immer wieder schön und bereichernd.




Dito! icon_smile
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verfasst:
9.Mär 2010 - 10:01

Es gab einen Zwischenfall in den neunzigern, bei dem Sizzla Rassismus unterstellt wurde, da er eine weiße Kamerfrau am fotografieren hinderte während einer Stageshow. Naja, danach hat er wohl die Chance gehabt die Welt zu bereisen und hat sich geläutert und sich andere Objekte zum fertigmachen ausgesucht...

Welche Community-Projects unterstützt Bounty denn??? Ausser mal ein paar Guiness für i-welche Ghettoyouths zu kaufen, während er an seiner Hennessy-Flasche festhält....der einzige Verdienst von Bounty, ist das er vielen Nachwuchs-DJ´s die Chance gab zu recorden. ScareDem, Gully sind durch seinen Einfluss entstanden. Dafür respektiere ich ihn. Bounty mein DJ. Aber Community-Work? Davon habe ich persönlich noch nix mitgekriegt....Und die Menschen in Seaview auch nicht....
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Beiträge: 1783

verfasst:
11.Mär 2010 - 14:19

MistahJones Zu Huss und Hodn: Aaaalso natürlich ist das jetzt nicht gerade pro Schwule, aber im Rap wird schwul halt (von vielen) anders benutzt, was noch nicht auf Homopobie schließen lässt.
Ich titullier im Alltag vllt. auch mal jemanden als schwul, was aber rein gar nichts mit meiner Einstellung zu Schwulen zu tun hat und auch nichts damit zu tun hat, dass ich jmd als homosexuell damit bezeichne. Ich hoffe man versteht ansatzweise was ich meine.

Für vergleichbar halt ich son Song, wie dein beliebtes Huss und Hodn Beispiel in keinster Weise mit Battyman-Tunes von religiösen Fanatikern in denen auf verschiedene Weisen der Tod gefordert wird.


Kann ich nur untermalen dein Statement. Das Wort "schwul" wird von vielen Rappern einfach für "wack", schlecht oder sonstige Assoziation benutzt und hat somit noch lang nichts mit einer homophoben Einstellung zu tun. Kool Savas hat das Wort zu MOR Zeiten ja auch allzugerne benutzt und sich sowie Bushido auch deutlich von dieser Assoziation abgekehrt. Ob das nun angebracht ist, das Wort in seinen Rapgrundschatz unterzubringen oder man es nicht eifnahc ersetzen oder ganz streichen sollte, sei mal dahingestellt und ein anderes Diskussionsthema. Nur finde ich den Track im Vergleich zu den Battymantunes hier alles andere als angebracht. Wobei ich dir recht geben muss, dass man schon auch mal den Finger auf die Raplandschaft zeigen könnte, da es dort auch vereinzelte sexistische Ansichten gibt, die den Kids falschen Input übermitteln. Wobei Indizierungsmaßnahmen für mich keineswegs die Lösung sind und es auch nie sein werden. Man muss das Problem an der Wurzel packen und nicht das Symptom bearbeiten. Bei uns in Deutschland, sowie in Jamaika auch.

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rebelYouth

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verfasst:
12.Mär 2010 - 04:49


ForrestFunk
MistahJones Zu Huss und Hodn: Aaaalso natürlich ist das jetzt nicht gerade pro Schwule, aber im Rap wird schwul halt (von vielen) anders benutzt, was noch nicht auf Homopobie schließen lässt. (...)


Kann ich nur untermalen dein Statement. Das Wort "schwul" wird von vielen Rappern einfach für "wack", schlecht oder sonstige Assoziation benutzt und hat somit noch lang nichts mit einer homophoben Einstellung zu tun. (...)


Ich kanns nicht fassen.. Lasst euch mal den Satz von ForrestFunk auf der Zunge zergehen..

Wenn das Wort "Schwul" mit wack, schlecht oder anderen negativ besetzten Ausdrücken gleichgesetzt wird ist das nicht schwulenfeindlich???

versteh ich nicht..

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verfasst:
12.Mär 2010 - 09:26

rebelYouth
Ich kanns nicht fassen.. Lasst euch mal den Satz von ForrestFunk auf der Zunge zergehen..

Wenn das Wort "Schwul" mit wack, schlecht oder anderen negativ besetzten Ausdrücken gleichgesetzt wird ist das nicht schwulenfeindlich???

versteh ich nicht..


Ganz so dramatisch sehe ich´s jetzt nicht. Dass das Wort "schwul" oder "gay" von Kids bis Dicke-Eier-Rapper geradezu inflationär als Füllsel für "weak", "wack" oder "schlecht" benutzt wird, ist ja nun nichts so Schockierendes. Richtig, auch homophob im Grunde, klar, beziehungsweise sinnbildlich für die latente (und deutsche) Unsicherheit/Berührungsangst gegenüber Homosexualität. Würde ich aber eher als unreflektierten Straßenjargon (genauso wie "pussy") einordnen, statt als offenes Bekenntnis zur Schwulenfeindlichkeit. Und wenn man da jetzt allzu sehr die "PC-Brille" aufsetzt, käme man ja wirklich vom Hundertsten ins Tausendste. Abgesehen davon: andere Baustelle. Wir sprechen ja hier schwerpunktmäßig von Statements wie "Blood out di chi chi" und ähnlichem, die ja ne ganz andere Qualität haben als "Du bist so schwul, Du Opfer". Plädiere für back to topic und gegen den Vergleich von Äpfeln und Birnen. icon_wink

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verfasst:
12.Mär 2010 - 14:02

War jetzt auch nicht bös gemeint, aber der Satz von ForrestFunk war n bischen unglücklich formuliert.. Es zeugt auf jeden Fall nicht von einer positiven Einstellung gegenüber Schwulen, "schwul" als Schimpfwort zu benutzen (Ich finds auch nicht gut, wenn jemand Frauen zu pussys abwertet..).

Schwulenfeindlichkeit muss ja auch nicht gleich heissen, dass man selbst zum Gewaltäter wird. Aber wenn "schwul" bei manchen auf einer Stufe mit "wack" oder "opfer" steht sind die mentalen Voraussetzungen für Gewalt schon gegeben..

Ich will das gar nicht gleichstellen mit Tunes in denen zum Mord an Schwulen aufgerufen wird. Aber wir können auch mal vor der eigenen Tür kehren. icon_rolleyes

By the way: wenn man seinen Gegenüber respektieren oder tolerieren kann, braucht man auch keine Ausdrücke wie "pussy" und "schwul" als Schimpfwörter im Wortschatz.. icon_cool


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verfasst:
12.Mär 2010 - 14:19

@rebelYouth: abgesehen davon, dass ich "pussy" in dem Zusammenhang jetzt als Straßenjargon für "wacke" Männer meinte, stimme ich Dir zu icon_razz

und vor der eigenen Tür sowieso, wenn nicht da, wo dann...

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verfasst:
12.Mär 2010 - 14:55

Panda@rebelYouth: abgesehen davon, dass ich "pussy" in dem Zusammenhang jetzt als Straßenjargon für "wacke" Männer meinte, stimme ich Dir zu icon_razz


Hehe, um so schlimmer.. Wenn man einen Mann Pussy nennt um ihn abzuwerten oder als verweichlicht darzustellen, ist das doch ne Herabwertung von Frauen..

Nicht persönlich nehmen, aber rein nach der Logik ist das doch so..

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Beiträge: 1783

verfasst:
12.Mär 2010 - 15:01

@Rebel Youth. Wieso war das an dieser Stelle schlecht formuliert. Es ist ja nun mal so, dass viele Rapper, das Wort schwul mit den schon genannten Assoziationen gleichsetzen. Wollte diese Tatsache nur einmal darlegen und keineswegs mich als Supporter dieser in Mittelpunkt drängen. Finde es mindestens genauso schlimm wie Panda und deine Wenigkeit, dass Worte wie "schwul" bei diversen leuten in unserer Gesellschaft negativ behaftet sind und negative Assoziationen hervorrufen. Aber das ist wie gesagt wieder eine andere Baustelle und möchte nicht darauf herumreiten. Wollte mich nur persönlich von dieser Einstellung distanzieren.

Was ich viel krasser finde ist, dass Sizzla für Robert Mugabe zum Geburtstag gespielt hat. Hat da jemand irgendwelche Quellen oder noch paar Informationen. Der schlachtet sein ganzes Volk ab und Sizzla singt ihm ein Ständchen. Das will nicht in meinen Kopf rein.

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verfasst:
12.Mär 2010 - 15:07

Forrest ich dachte du findest es normal das Wort "schwul" so zu benutzen, weil du geschrieben hast dass es unter Rappern und vielen anderen ja Standart sei. Ich habe da keine Distanzierung rausgelesen.

Kann dir nur Recht geben, was diese Story mit Sizzla auf Mugabes Geburtstag angeht.. strange..

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verfasst:
12.Mär 2010 - 15:13

rebelYouthNicht persönlich nehmen[...]


Quatsch, natürlich nicht! icon_smile

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verfasst:
12.Mär 2010 - 16:07

Noch mal Offtopic (es hat in diesem Zusammenhang in der Tat was von Äpfel und Birnen): ganz egal, wie wenig schwulenfeindlich jemand dabei im Kopf denkt, verbietet sich die Benutzung von "schwul" zur Herabwertung nicht zuletzt auch, weil die Außenwirkung eine andere ist:
Wenn z.B. auf dem Schulhof alle "schwul" als Synonym für "scheisse" benutzen, dann ist das für den schwulen Mitschüler, der mit sich und seiner sexuellen Orientierung einen Platz in der Gesellschaft finden muss, unter Umständen katastrophal.
Deswegen halte ich es für weit entfernt vom "hundertsten" oder gar "tausendsten", sich dagegen einzusetzen.

Trotzdem natürlich ein andere Baustelle.
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Beiträge: 2478

verfasst:
12.Mär 2010 - 16:33

Smart[...] ganz egal, wie wenig schwulenfeindlich jemand dabei im Kopf denkt, verbietet sich die Benutzung von "schwul" zur Herabwertung nicht zuletzt auch, weil die Außenwirkung eine andere ist:
Wenn z.B. auf dem Schulhof alle "schwul" als Synonym für "scheisse" benutzen, dann ist das für den schwulen Mitschüler, der mit sich und seiner sexuellen Orientierung einen Platz in der Gesellschaft finden muss, unter Umständen katastrophal.
Deswegen halte ich es für weit entfernt vom "hundertsten" oder gar "tausendsten", sich dagegen einzusetzen.

Trotzdem natürlich ein andere Baustelle.


Vollkommen richtig. Vom "hundertsten ins tausendste" war auch eher auf die De-Fokussierung der hiesigen Diskussion bezogen, privat habe ich die o.g. Brille durchaus auf und sehe da auch absolut die gleiche Problematik wie Du.

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verfasst:
13.Mär 2010 - 01:37

rebelYouthIch habe da keine Distanzierung rausgelesen.


Habe es pauschalisierend für die Rapper geschrieben und mich somit davon distanziert.
Aber ist ja jetzt auch egal. Haben das ja jetzt wieder gerade gerückt icon_wink Vielleicht war es ja ein wenig unglücklich audgedrückt. icon_smile

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19.Mär 2010 - 12:29

Volker Beck erweitert seinen Aktionsradius und knöpft sich nun auch deutsche Rapper vor. Ich lass das mal (fast) unkommentiert, weil ich denke, dass Songtexte und das Getwittere von Kaisa, nun ja, scheiße genug sind um Beck´s Aktion zu rechtfertigen.

rap.de
Das amerikanische Rapper ständig ihre Pobleme mit der Staatsgewalt haben, ist nichts neues und auch einige deutsche Kollegen stehen ihnen da in nichts nach. So wurde auch gegen Jacques Linon, besser bekannt als Kaisa oder ehemals Kaisaschnitt, letzte Woche durch den Grünen Politiker und menschenrechtspolitischen Sprecher der Fraktion Volker Beck Strafanzeige erstattet. Hierbei handelt es sich um einen mehrfach ausgezeichneten Politiker. Er trägt unter anderem das Bundestverdienstkreuz für seinen Kampf für die Entschädigung der Opfer des Nationalsozialismus. Außerdem setzt er sich engagiert für die gesellschaftliche Anerkennung von Minderheiten, vorallem von Homosexuellen, ein.

Textzeilen des Rappers wie: "Ne Kugel in Dein Face, Boy / Neun-Millimeter-Projektile für den Gayboy / und wenn der Sack hat zu viel gelutscht / er muss kotzen, immer wieder, wenn er in den Spiegel guckt" und "Keine Chance / so wie im KZ / die neue Weltordnung / alles klingt perfekt.“ (beide auf "Endlich Klartext“) seien laut dem Politiker eine explizite Aufforderung zum Mord. Diese könne man dem Rapper "Kaiza“, wie er ihn nennt, unmöglich durchgehen lassen. Außerdem gehe er davon aus, dass Polit-Shootingstar und Bundesfamilienministerin Köhler, die seit ihrer Heirat allerdigs Schröder heißt, wegen "Aufruf zum Mord" und "Leugnung des Holocaustes" einen Antrag auf Indizierung einzelner Liedtexte stellen wird. Hierzu habe sie Herr Beck zumindest brieflich aufgefordert.

Kaisa selbst schreckt dies jedoch nicht. Diese Vermutung liegt zumindest nahe, wenn man seine Twitter Feeds verfolgt. So bedankte er sich unter anderem bei dem Politiker für die Promo. Außerdem verlinkte der Berliner ein Bild von diesem, das ihn in einer rosa Lack Uniform zeigt und kommentierte es mit "und sowas schimpft sich politker […] schande schnade“. Ob eine Äußerung wie "ach volker warum ziehst du hier nich einfach weg wenns dir nich gefällt. wie wärs mit....hm.... warschau ;)“ die Lage des Rappers in dieser Strafangelegenheit bessert, ist mehr als fraglich.


Link zum Artikel auf Rap.de
Twitter Channel von Kaisa
Twitter Channel von Volker Beck
Eintrag bei volkerbeck.de

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ForrestFunk
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verfasst:
19.Mär 2010 - 16:48

Ja da gebe ich Volker Beck mal Rückendeckung. Wie kann man bitte solch Äußerungen in seinen Texten bringen und sich denn damit noch brüsten und keinerlei Einsicht zeigen. Menschen gibt es, das ist echt traurig. Und dann heißt es wieder pauschalisiert "diese Rapper sind doch alle schwulenfeindlich und sexistisch". Ich kann es nicht mehr hören!

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verfasst:
19.Mär 2010 - 22:53

ForrestFunkJa da gebe ich Volker Beck mal Rückendeckung.

Das wird er bei seinen Neigungen sicher sehr genießen.




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verfasst:
19.Mär 2010 - 23:14

Panda
rap.de
Das amerikanische Rapper ständig ihre Pobleme mit der Staatsgewalt haben, ist nichts neues und auch einige deutsche Kollegen stehen ihnen da in nichts nach. So wurde auch gegen Jacques Linon, besser bekannt als Kaisa oder ehemals Kaisaschnitt, letzte Woche durch den Grünen Politiker und menschenrechtspolitischen Sprecher der Fraktion Volker Beck Strafanzeige erstattet. Hierbei handelt es sich um einen mehrfach ausgezeichneten Politiker. Er trägt unter anderem das Bundestverdienstkreuz für seinen Kampf für die Entschädigung der Opfer des Nationalsozialismus. Außerdem setzt er sich engagiert für die gesellschaftliche Anerkennung von Minderheiten, vorallem von Homosexuellen, ein.

Textzeilen des Rappers wie: "Ne Kugel in Dein Face, Boy / Neun-Millimeter-Projektile für den Gayboy / und wenn der Sack hat zu viel gelutscht / er muss kotzen, immer wieder, wenn er in den Spiegel guckt" und "Keine Chance / so wie im KZ / die neue Weltordnung / alles klingt perfekt.“ (beide auf "Endlich Klartext“) seien laut dem Politiker eine explizite Aufforderung zum Mord. Diese könne man dem Rapper "Kaiza“, wie er ihn nennt, unmöglich durchgehen lassen. Außerdem gehe er davon aus, dass Polit-Shootingstar und Bundesfamilienministerin Köhler, die seit ihrer Heirat allerdigs Schröder heißt, wegen "Aufruf zum Mord" und "Leugnung des Holocaustes" einen Antrag auf Indizierung einzelner Liedtexte stellen wird. Hierzu habe sie Herr Beck zumindest brieflich aufgefordert.

Indizieren find ich in dem Fall auch angebracht, aber was soll diese Strafanzeige? Wo ist da jetzt der konkrete Aufruf zum Mord?
"Ne Kugel in Dein Face, Boy / Neun-Millimeter-Projektile für den Gayboy"
Welcher Zuhörer greift denn bitte schön nach diesem billigen Reim ernsthaft zur Waffe? icon_rolleyes

Der homosexuelle Politiker hat auch mal Amazon verklagt, weil die bestimmte CDs von jamaikanischen Deejays verkaufen... icon_smile










editiert von: MannBeißtHund, 19.03.2010, 23:35 Uhr

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verfasst:
20.Mär 2010 - 02:43

MannBeißtHund
ForrestFunkJa da gebe ich Volker Beck mal Rückendeckung.

Das wird er bei seinen Neigungen sicher sehr genießen.




Ich merk schon ungünstige Wortwahl icon_biggrin

Das mit der Strafanzeige verstehe ich auch nicht, da wie du bereits erwähnt hast kein konkreter Aufruf bezüglich des Mordes zu erkennen ist.

Kann mir aber schon vorstellen, dass die Hörer solcher Texte eine starke Abneigung auf Homosexuelle haben sprich der Minderheit ein erhöhtes Agressionspotenzial entgegenbringen. Deshalb wird jetzt zwar keiner direkt zur Waffe greifen, aber vielleicht spielt der ein oder andere mit dem Gedanken und wird durch solche Reime in seiner illusorisch geplanten Tat ermutigt. Sowas ist natürlich für Volker Beck wieder gefundenes Fressen!

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verfasst:
20.Mär 2010 - 14:30

Gentleman zum Thema Homophobie auf Motor.de

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verfasst:
20.Mär 2010 - 16:05

Ich kann da Gentleman größtenteils Recht geben, aber ich finde auch, dass er in manchen Momenten, den Leuten so die Schuld nimmt.
Und auch so Argumente: Die Musik ist nicht Schuld an Übergriffen...klar ist sie das nicht, aber ist das n Grund, dass die Texte weniger "schlimm" sind.

Aber alles in Allem hat er schon Recht. Gerade diese Hexenjagt, die hier in Deutschland entsteht ist echt gefährlich...
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verfasst:
20.Mär 2010 - 16:22

Ob die Musik keinen Beitrag zur Verstärkung oder weiteren Festigung von Homophobie leistet, halte ich aber für nen krassen Fehlschluss bei Ihm.
Die bestehende Ordnung zur verändern, zu kritisieren und auch zu missionieren ist ja wohl eins der zentralen Grundanliegen eines jeden zweiten Artists, was nicht zur letzt in den Namen von Prophet bis General seinen Ausdruck findet. Luciano nennt sich Messenjah und will den Leuten die Augen öffnen, da hat man auch eine Verantwortung. Da widerspricht Gentleman mit solchen Aussagen, das die Musik da keinen Beitrag leistet und das in Russland alles genauso schlimm sei wie in JA...

Immerhin distanziert er sich selbst und gibt seine Meinung dazu Preis, Hut Ab. Dennoch für den Diskurs nix neues, sondern eine typische Szene Meinung.

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verfasst:
20.Mär 2010 - 18:38

JesuaesenGentleman zum Thema Homophobie auf Motor.de


Laber Rhabarber.
gentleman"Wir werden die Gesellschaft nie verändern können [...] Ich werde die Gesellschaft nie verändern können"

Spätestens danach hab ich nicht mehr zugehört.
Es war vielleicht auch ein bischen naiv von mir, zu glauben, dass er mit seinen zum Teil sozialkritischen Texten tatsächlich irgendetwas verändern will, außer seinem Kontostand. icon_evil
Total schwache Nummer von ihm, auf ganzer Linie.


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verfasst:
23.Mär 2010 - 14:14

Aus den News:
Lloyd Brown - Badbwoy

Das Intro ist witzig! icon_biggrin icon_biggrin icon_biggrin

Und passt auch sehr schön zu dieser ganzen sinnlosen Debatte.


Edit:
@reggae-town:
Gibt es hier im Forum eigentlich auch ein Thread wo man euch Feedback zum Forum geben kann?



editiert von: MannBeißtHund, 23.03.2010, 14:20 Uhr

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verfasst:
23.Mär 2010 - 16:05

@ManBeißtHund:
Na klar, gibt einen ganzen Bereich zu dem Thema. Einfach bei den Forenthemen mal weiter runterscrollen. Bei "Sonstiges" gibt es einen Bereich "Feedback, Ideen und Verbesserungsvorschläge".

OffTopic On:::::
"Mann beißt Hund" einer der verrücktesten Filme die ich jemals gesehen habe. Muss ich mir mal wieder anschauen...
:::::OffTopic Off
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verfasst:
31.Mär 2010 - 15:56

Als ich mir bei Wikipedia den Eintrag für T.O.K. angesehen hab, bin ich auf diese Reportage hier gestoßen:

ARD Weltspiegel: Jamaika - Jagd auf Schwule
http://www.yout...=eD-fUsnf1KA

Darin wird die gesamte jamaikanische Gesellschaft als aggressiv und wild dargestellt.
Das Arschloch von der ARD spricht von einer "allseits spürbaren Aggressivität" auf Jamaika.

Dann kann man ja in anderen Ländern auch Deutschland für ein ausländerfeindlichen Staat halten, in dem nur Nazis rumlaufen und ihre Opfer totprügeln:

ARD Panorama: Deutsche Polizei unternimmt absichtlich nichts gegen Neo-Nazis
http://www.yout...=Vy0VLy9jRoU



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verfasst:
31.Mär 2010 - 16:21

MannBeißtHundAls ich mir bei Wikipedia den Eintrag für T.O.K. angesehen hab, bin ich auf diese Reportage hier gestoßen:

ARD Weltspiegel: Jamaika - Jagd auf Schwule
http://www.yout...=eD-fUsnf1KA

Darin wird die gesamte jamaikanische Gesellschaft als aggressiv und wild dargestellt.
Das Arschloch von der ARD spricht von einer "allseits spürbaren Aggressivität" auf Jamaika.

Dann kann man ja in anderen Ländern auch Deutschland für ein ausländerfeindlichen Staat halten, in dem nur Nazis rumlaufen und ihre Opfer totprügeln:

ARD Panorama: Deutsche Polizei unternimmt absichtlich nichts gegen Neo-Nazis
http://www.yout...=Vy0VLy9jRoU



Durchaus berechtigter Vergleich, wenn ich auch nicht genau weiß wofür du ihn aufmachst...?!

Beides sind Teilwahrnehmungen eines Landes über ein anderes Land, die sicherlich nicht auf die Allgemeinheit schließen lassen können. Beide haben aber durchaus für bestimmt Situationen recht (z.B. ein Schwuler auf Jamaica oder ein Schwarzer in einem naziuverseuchten Kaff in Deutschland). Es kommt auf die Umstände und Perspektive an. Bei der leztzen WM hier in Deutschland gab es doch auch Prospekte der Fifa wenn ich mich recht entsinne, welche einzelne Zonen Deutschlands als "ausländerfeindlich eingestellt" ausgewiesen haben.

Ein großes Problem bei Misständen und da kann ich solchen Berichterstattungen zustimmen: Der Vorteil der Perspektive von Außerhalb (kann auch ein Nachteil sein). Er erhöht die Aufmerksamkeit und lässt eine Gesellschaft weiter reflektieren über mögliche Veränderungen.
Da kann ich für Jamaica wie für Deutschland nur "urteilen": es wäre besser wenn sie etwas an ihren Misständen ändern.

edit: Und was ich eigentlich dir und allen andern nah legen wollte bei deinen angesprochenen Links: Ra-ta-ta Mix von Everst Sound.

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verfasst:
8.Apr 2010 - 14:47

Interview der TAZ mit Gentleman zum obrigen Thema:
http://www.taz....doppelmoral/

Ich will das zunächst mal unkommentiert lassen, ähnelt aber in Teilen sehr dem schon oben geposteten Interview bei Youtube.

Was ich interessant finde: " Außerdem ist er der jüngste Hohepriester, den es bei den Bobo Ashanti je gegeben hat [einer streng gläubigen Rastafari-Sekte, deren Mitglieder ihre Dreadlocks unter einem Turban verbergen, d. Red.]."
Dabei meine ich die Anmerkung der Redaktion. Ich weiß leider nicht viel über die Bobo Ashanti, aber kann mir jemand sagen, ob man die wirklich als "Sekte" bezeichnen kann oder ob das nicht zu subjektiv ist?



editiert von: MistahJones, 08.04.2010, 14:56 Uhr
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verfasst:
8.Apr 2010 - 17:06

MistahJonesWas ich interessant finde: " Außerdem ist er der jüngste Hohepriester, den es bei den Bobo Ashanti je gegeben hat [einer streng gläubigen Rastafari-Sekte, deren Mitglieder ihre Dreadlocks unter einem Turban verbergen, d. Red.]."
Dabei meine ich die Anmerkung der Redaktion. Ich weiß leider nicht viel über die Bobo Ashanti, aber kann mir jemand sagen, ob man die wirklich als "Sekte" bezeichnen kann oder ob das nicht zu subjektiv ist?editiert von: MistahJones, 08.04.2010, 14:56 Uhr

Die Medien bezeichnen jede kleine religiiöse Untergruppe als Sekte.

Das die Bobos ihre Dreads (siehe z.B. Capleton oder Anthony B) verbergen, finde ich ziemlich albern, aber jedem wie er's mag.





editiert von: MannBeißtHund, 08.04.2010, 17:08 Uhr

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verfasst:
8.Apr 2010 - 18:12

Über die Anwendung des Begriffs auf Rastafari (oder eins seiner Gruppierungen wie den Bobos) oder auch allgemein der Begriff an sich wird kontrovers diskutiert. Kann man ja am wiki Eintrag ganz schön erkennen.

Beim Überfliegen muss ich aber mal die Definition von Robet J. Lifton zitieren, die wohl ein potentiell gutes Schema darstellt für den Abgleich mit der "livity" vieler Rastas und deren Gruppierungen:

ZitatDer amerikanische Psychiater Robert Jay Lifton sieht in einer zu Beginn der 1980er Jahre verfassten Analyse fundamentalistische Kultgruppen (cults) als Ausdruck eines weltweiten Anwachsens von „Totalismus“ (der nicht mit politischem Totalitarismus gleichzusetzen ist). Kennzeichen „totalistischer“ cults sind:

* ein charismatischer Führer, der in dem Maß zum Objekt der Verehrung wird, in dem die ursprünglich die Gruppe konstituierenden Prinzipien an Bedeutung verlieren
* „Gedankenreform“ (persuasion), diese ist nicht mit Gehirnwäsche identisch
* ökonomische, sexuelle oder andere Ausbeutung der Gruppenmitglieder durch den oder die Anführer

Zur Durchsetzung ihrer Ziele wenden cults dabei folgende Mittel an:

* Milieukontrolle: Kontrolle aller Kommunikation in einer bestimmten Umgebung
* Mystische Manipulation oder Geplante Spontaneität: Fasten, Chanten, Schlafentzug usw.
* Forderung nach Reinheit: radikale Trennung zwischen Gut und Böse in der Umwelt und in sich selbst
* Bekenntnis: Sünden, so wie sie von der Gruppe definiert werden, müssen entweder gegenüber einem persönlichen Beobachter oder öffentlich gegenüber der Gruppe bekannt werden
* Geheiligtes Wissen (sacred science): Behauptung wissenschaftlicher Anerkennung
* Veränderung der Sprache (loading the language): Heiligung bestimmter Worte
* Doktrin vor Person (doctrine over person): die Dogmen der Gruppe haben Vorrang vor der persönlichen Erfahrung.
* Leugnung der Existenzberechtigung Anderer (dispensing of existence): Wer die Wahrheit nicht erkannt hat, gilt als verworfen und hat in letzter Konsequenz keine Existenzberechtigung.

Den historischen Kontext für das Entstehen von cults sieht Lifton zunächst im Verlust traditioneller Strukturen und Glaubenssysteme; insbesondere von symbolischen Strukturen, die den Übergang von einer Lebensphase zur nächsten markieren, z.B. Jugend – Erwachsenheit. Durch die Drohung mit der nuklearen Vernichtung entsteht ein zusätzliches Bedürfnis nach Transzendenz. Die neuen cults sind gleichzeitig radikal und reaktionär: Radikal, weil sie die Werte der westlichen Mittelklasse infrage stellen, reaktionär, weil sie vormoderne Autoritätsstrukturen reaktivieren. Sie sind gleichzeitig ein Ergebnis des „proteischen Selbst“, das sich durch ein ständiges Experimentieren mit Lebensentwürfen definiert, und eine Flucht daraus. Die Perspektive auf cults sollte zwei Dinge berücksichtigen: die Gefahr von weltanschaulichem Fundamentalismus und die Notwendigkeit, bürgerliche Freiheiten zu sichern.


Kann man sicher kontrovers diskutieren. An einigen Stellen weicht es dann jedoch sehr ab.

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verfasst:
8.Apr 2010 - 19:26

MistahJonesInterview der TAZ mit Gentleman zum obrigen Thema:
http://www.taz....doppelmoral/

Gentleman: Die Debatte ist meiner Meinung nach aus dem Ruder gelaufen. Sie hat ein Level erreicht, wo Anschläge mit Buttersäure verübt werden. Oder wo ein Volker Beck durchsetzt, dass bestimmte Künstler kein Einreisevisum mehr bekommen. Es geht dabei nicht nur um Sizzla - da wird ein ganzes Genre kriminalisiert. Ich glaube, die Musik hat davon schon jetzt einen unfassbaren Schaden abbekommen. Da steht eine riesige Lobby gegen eine kleine Szene. Und das macht mich wütend.

Der Grünen-Politiker Volker Beck macht das nur weil er selbst homosexuell ist und sich so als Politiker in Szene setzen kann.
Gut, dass ich noch nie die Grünen gewählt habe und auch nie wählen werde (allerdings auch noch aus anderen Gründen) icon_wink .

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verfasst:
9.Apr 2010 - 00:14

Folgende Message habe ich gerade dem Riddim Newsletter entnommen:


Zitat„Dem tek way mi visa, but mi still have my life!“ Mit diesen Worten zielt Beenie Man in seinem neuen Song gegen die amerikanische Botschaft. Diese hat neben Beenie Man noch fünf weiteren Dancehall Artists ihre Visa entzogen. Bounty Killer, Mavado, Aidonia, Ricky Trooper und Sizzla dürfen bis auf weiteres keinen Fuß in die USA setzen. In seinem bisher unveröffentlichtem Song sinniert Beenie Man über die Gründe für die Verweigerung. Noch gibt es kein offizielles Statement der amerikanischen Botschaft. Und so bleibt sowohl den Artists als auch den Fans nichts anderes übrig als zu spekulieren und darauf zu hoffen, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.


Quelle: Riddim Newsletter

Wir werden sehen,was bei rumkommt!

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verfasst:
9.Apr 2010 - 10:25

http://jungle-w...4/40677.html

Der Visafall geht wohl eher auf den diplomatischen Konflikt ziwschen JA und USA um Dudus zurück....

Nix Homophobie soweit ich gelesen habe....
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verfasst:
9.Apr 2010 - 11:45

Shogunhttp://jungle-w...4/40677.html

jungle-world.com...lesbischen Frauen droht etwa die Gefahr der so genannten korrektiven Vergewaltigungen, die Lesben in den Augen der Täter wieder zu »richtigen« Frauen machen sollen.

Das ist die krankeste Formulierung die ich je gelesen habe.

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verfasst:
9.Apr 2010 - 11:47

Shogunhttp://jungle-w...4/40677.html

Der Visafall geht wohl eher auf den diplomatischen Konflikt ziwschen JA und USA um Dudus zurück....

Nix Homophobie soweit ich gelesen habe....

Kann es sein das du nen falschen Link gepostet hast?
Was hat der Text mit den jamaikanischen Deejays zu tun?



editiert von: MannBeißtHund, 09.04.2010, 11:51 Uhr

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verfasst:
9.Apr 2010 - 12:02

MannBeißtHund
Kann es sein das du nen falschen Link gepostet hast?
Was hat der Text mit den jamaikanischen Deejays zu tun?
Und was ist dieses "Dudus"?


klar, das sind zwei separate geschichten, vllt etwas missverständlich.
aber der verlinkte artikel ist sehr lesenswert.

dudus ist DER area-don von tivoli gardens, jamaica.

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Shogun

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verfasst:
9.Apr 2010 - 13:54

Getrennte Stories...etwas blöd zusammengestellt von mir...
also Artikel erstmal über Afrika....

und dann wollte ich nur bzgl. Visaentzug diverser Künstler anschneiden, daß die Begründung wohl eine andere als Homophobie ist..
Xela
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verfasst:
13.Apr 2010 - 15:50

Gentleman wert sich gegen die Anfeindungen gegenüber Reggae-Künsterln, auch wenn sie schwulenfeindliche Texte singen.

http://www.yout...=JBBhihyw7eQ
Amper
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verfasst:
13.Apr 2010 - 19:35

Erzählt überall das gleiche in grün...

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verfasst:
14.Apr 2010 - 09:46

AmperErzählt überall das gleiche in grün...


eben.

und jetzt kriegt er für das schwache geschwafel natürlich ne schöne klatsche von volker beck: http://taz.de/1.../1/one-love/

war ja auch quasi ne vorlage zum elfmeter...

wobei das:
volker beck in der TAZ Im Dancehall-Reggae und im HipHop sind es meist Frauen und Schwule, die im Namen der Kunst an monstergroßen Rappergeschlechtsorganen lutschen oder besonders hart anal penetriert werden.

ja so nicht ganz richtig ist. mir sind jedenfalls noch nicht so viele texte im dancehall-reggae aufgefallen, wo frauen an riesigen schwänzen lutschen oder gar hart arschgef***t werden. that´s a jamaican no-go-area icon_lol

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verfasst:
15.Apr 2010 - 13:34

Gentleman revidiert teilweise seine Aussagen und bezeichnet sie rückblickend als "unsensibel":

gentleman auf laut.de"Man kann seine Meinung ändern, man reift ja auch", so der Kölner. "Man sollte homophoben Sängern und denen, die Hasstiraden verbreiten, keine Plattform geben. So sehr ich die anderen 80 Prozent von Sizzlas Songs liebe, kann ich nicht mehr hinter ihm stehen und ihm auch nicht den Rücken freihalten, wie ich es versucht habe."


zum teilweise bereits veröffentlichten Interview auf laut.de

laut.deDas Gespräch in voller Länge lest Ihr demnächst auf laut.de.


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verfasst:
15.Apr 2010 - 14:21

Gutes Timing für die Album-Promotion. Gentleman ist ein guter Geschäftsmann.


Heißt das jetzt auch, dass er nie mehr mit solchen "Bad Boys" zusammenarbeitet?



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verfasst:
15.Apr 2010 - 14:46

MannBeißtHundGutes Timing für die Album-Promotion. Gentleman ist ein guter Geschäftsmann.


aber hallo!

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verfasst:
15.Apr 2010 - 15:05

Panda
AmperErzählt überall das gleiche in grün...


eben.

und jetzt kriegt er für das schwache geschwafel natürlich ne schöne klatsche von volker beck: http://taz.de/1.../1/one-love/

war ja auch quasi ne vorlage zum elfmeter...

Der homosexuelle Grünen-Politiker Volker BeckSchon sein Vergleich des Kopftuchzwangs im Iran und der Haltung des Vatikans zu Kondomen mit Aufrufen zu Gewalt und Mord durch Reggae-Großverdiener wie Sizzla zeigt deutlich, dass Gentleman eines nicht verstanden hat: Menschenrechte, und dabei vor allem das Recht auf Leben und auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit, sind universell und auch nicht verhandelbar.

Zuerst zwingt der weiße Mann seine biblischen und kulturellen Werte dem Schwarzen auf und befiehlt ihm was "Gut und Böse" ist.
Seit wenigen Jahrzehnten hat sich der weiße Mann in Europa und Nordamerika angeblich "weiterentwickelt", sodass Homo- und Transsexualität nicht mehr verboten werden und jetzt schreibt der Weiße dem "primitiven" Schwarzen wieder vor was er für "Gut und Böse" halten soll.

Volker BeckWir akzeptieren es ja auch nicht, wenn Rassisten, Antisemiten, islamistische Hassprediger oder Holocaustleugner eine öffentliche Bühne in Deutschland dafür nutzen, zu Hass, Gewalt und Mord aufzurufen.

Volker Beck hat vor einigen Jahren mit seiner Partei "Bündnis 90 Die Grünen" viele deutsche Soldaten zu einem sinnlosen Tod in Afgahnistan verurteilt.

Soweit ich weiß hat Sizzla oder Bounty Killer noch nie einen Homosexuellen erschossen oder sonst wie ermordet, aber an Volker Becks Fingern klebt das Blut deutscher und afghanischer Menschen.




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verfasst:
15.Apr 2010 - 15:51

MannBeißtHund
Volker Beck hat vor einigen Jahren mit seiner Partei "Bündnis 90 Die Grünen" viele deutsche Soldaten zu einem sinnlosen Tod in Afgahnistan verurteilt.


Sehe ich ähnlich, bzw. hatte ich irgendwann vor ca. 2 Jahren hier auch schon mal kritisch angemerkt. Zumindest haben die Grünen den Afghanistan-Einsatz mit durchgewunken, womit diese Partei, als ehemals bekennende Peaceniks in meinen Augen auch stark an Glaubwürdigkeit eingebüßt hat. Das mal am Rande.

Betreff universell geltender Menschenrechte vs. Vorwurf, der "weiße Mann" würde dem "primitiven Schwarzen" mal wieder das Werteverständnis diktieren:

Das ist zu Teilen ein zweischneidiges Schwert, klar. Ich finde es aber auch arg einfach gedacht, aus Reggaeperspektive immer nur mit dem Kulturrelativismus-Argument alles beschwichtigen zu wollen, so a la "da drüben ist es halt so".

Volker Beck argumentiert im europäischen Kontext, er sagt, dass verbale Schwulenverbrennung hier in Europa - respektive Deutschland - so nicht klar gehen kann. Da muss ich ihm auch recht geben. Er hat niemals gefordert, in Jamaika einzumarschieren und per Blauhelmtruppe den "pro-gay"-Gedanken in die jamaikanischen Köpfe einzuprügeln. Er beruft sich auf die geltende, nationale Rechtssprechung und sagt: "Hier nicht".

Ich halte es im Prinzip auch für einen Verstoß gegen die Menschenrechte, Homosexualität per Gesetz (wie in Jamaika) unter Gefängnisstrafe zu stellen. Sicherlich ist das auch in anderen Teilen der Welt so, wenn nicht sogar noch schlimmer, aber das bringt ja auch niemanden weiter, (wie Gentleman) zu sagen, "Hey, die in Russland, Polen, Iran u.a. machen das ja auch so, warum also die Empörung?" Das ist Kopf-in-den-Sand-Mentalität, die bei Gentleman in der Aussage "Wir werden die Gesellschaft nie verändern können" gipfelte. Und dafür ist er auf allen möglichen Plattformen ziemlich hart abgestraft worden. Es war auch echt ein wenig "unsensibel" von ihm, in einer links-liberalen Tageszeitung, seinen "Freund" Sizzla in Schutz zu nehmen, der sich nach der Kesselhausdiskussion und dem späteren Interview in Zimbabwe derart ins Abseits bugsiert hat. Gefundenes Fressen für jeden, der mit "global gültigen Menschenrechten" argumentiert.

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verfasst:
16.Apr 2010 - 11:29

auch an dieser stelle der vollständigkeit halber noch mal ein link zum gentleman interview in der "welt" vom 12.04.2010

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verfasst:
16.Apr 2010 - 11:57

Und hier dann noch mal die die Süddeutsche Zeitung mit ihrem Artikel "No Man, no Cry" über die kulturrelativistischen Thesen Gentlemans, sein späteres Zurückrudern und einem Seitenhieb auf Volker Beck.

Im Anschluss darauf dann ein ein interessanter Folgeartikel über den ideologisch-philosophischen Konflikt zwischen Relativismus & Universalismus. Sehr interessant in diesem Zusammenhang.

Ich denke, man kann nun feststellen, dass das Thema "Homophobie im Reggae" endgültig auch von deutschen Printleitmedien erkannt und aufgegriffen wurde und kann nur hoffen, dass nun eine neue Phase der Auseinandersetzung beginnt, die von differenzierterer Meinungs(ab-)bildung gekennzeichnet ist, als das, was wir bis dato von beiden Seiten erleben durften.

Hoffentlich nerve ich nicht allzu sehr mit dem kontinuierlichen Weiterpushen dieses Threads hier. Bin mir darüber bewusst, dass das Thema dem einen oder anderen derartig über ist, das er keine Lust mehr hat, sich damit auseinander zu setzen. Ich halte es aber gerade jetzt für wichtig, hier nicht den Anschluss zu verpassen.

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verfasst:
16.Apr 2010 - 13:08

Ich finde es gut, würde sonst viele Sachen verpassen!

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verfasst:
16.Apr 2010 - 15:37

Panda Betreff universell geltender Menschenrechte vs. Vorwurf, der "weiße Mann" würde dem "primitiven Schwarzen" mal wieder das Werteverständnis diktieren:

Das ist zu Teilen ein zweischneidiges Schwert, klar. Ich finde es aber auch arg einfach gedacht, aus Reggaeperspektive immer nur mit dem Kulturrelativismus-Argument alles beschwichtigen zu wollen, so a la "da drüben ist es halt so".

"da drüben ist es halt so"??! So salopp habe ich es nie geschrieben.
Man kann an Länder wie Russland oder Jamaika nicht die gleiche "Moralische Werte"-Meßlatte anlegen wie in Nordamerika oder Westeuropa.
Dort gab es keine 68er-Bewegung und die Legalisierung dieser sexuellen Orientierungen ist in Deutschland auch erst vor wenigen Jahrzehnten geschehen.
Bis heute sind die Ursachen für Homo- und Transsexualität nicht richtig geklärt.


Panda Volker Beck argumentiert im europäischen Kontext, er sagt, dass verbale Schwulenverbrennung hier in Europa - respektive Deutschland - so nicht klar gehen kann. Da muss ich ihm auch recht geben.

Wie kannst du nur so was schreiben?
Hast du oder ein anderer deutscher Dancehall-Fan schon mal einen Homo angezündet?
Ich höre seit erst einem Jahr Dancehall (auch Songs über die Batty Boys und den Chi Chi Man) und verstehe auch den größten Teil der Lyrics, teilweise kann man sie auch im Internet nochmal nachlesen. Dennoch habe ich bisher noch keinen Homosexuellen, Transsexuellen oder Wasauchimmersexuellen ermordet oder wegen seiner Orientierung schlecht behandelt.

Die deutschen Kritiker des jam. Dancehalls sollen erstmal beweisen, dass die Musik einen schlechten Einfluss auf den Hörer hat.
Das ist die gleiche Scheiße wie "Killerspiele führen zu Amokläufen".






editiert von: MannBeißtHund, 16.04.2010, 15:46 Uhr

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verfasst:
16.Apr 2010 - 16:10

MannBeißtHundHast du oder ein anderer deutscher Dancehall-Fan schon mal einen Homo angezündet?
Dennoch habe ich bisher noch keinen Homosexuellen, Transsexuellen oder Wasauchimmersexuellen ermordet oder wegen seiner Orientierung schlecht behandelt.

Die deutschen Kritiker des jam. Dancehalls sollen erstmal beweisen, dass die Musik einen schlechten Einfluss auf den Hörer hat.
Das ist die gleiche Scheiße wie "Killerspiele führen zu Amokläufen".



volksverherrlichende rechte nazi mucke wird auch verboten, auch wenn nicht jeder fascho einen menschen mit migrationshintergrund getötet hat. deiner aussage nach, könnte man die wieder erlauben?...
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verfasst:
16.Apr 2010 - 16:17

Jokero volksverherrlichende rechte nazi mucke wird auch verboten, auch wenn nicht jeder fascho einen menschen mit migrationshintergrund getötet hat. deiner aussage nach, könnte man die wieder erlauben?...

Man darf erwachsenen Menschen grundsätzlich keine Musik verbieten.
Bei Minderjährigen ist eine gewisse Zensur sinnvoll, aber Erwachsene brauchen keinen Staat der ihnen vorschreibt welche Musik sie hören dürfen und welche nicht.

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verfasst:
16.Apr 2010 - 16:22

@MannBeißtHund:
Du möchtest also den 2. Abschnitt des 5. Paragrafen des Grundgesetzes abschaffen?

Dir ist schon klar, was das bedeutet, oder? Mal so zum Spaß (ich habe nichts gegen Dich icon_wink ): Ich könnte dann z.B. hier im Forum dazu aufrufen, Dich und Deine Familie abzuknallen und mich dann darauf berufen, dass das ja meine freie Meinung ist oder Teil meiner Religion... oder nein, noch besser, ich schreibe es hier nicht hin, sondern komponiere dazu einen Song, das erreicht mehr Leute, schließlich ist das eine Message, die die Welt da draußen hören muss, um mal Sizzla zu zitieren.

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verfasst:
16.Apr 2010 - 16:33

Panda @MannBeißtHund:
Du möchtest also den 2. Abschnitt des 5. Paragrafen des Grundgesetzes abschaffen?

Wie kommst du auf die Idee?

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verfasst:
16.Apr 2010 - 16:36

@Panda:
Wie kommt es, dass es nicht angezeigt wird, dass du editiert hast?

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verfasst:
16.Apr 2010 - 16:42

MannBeißtHund
Jokero volksverherrlichende rechte nazi mucke wird auch verboten, auch wenn nicht jeder fascho einen menschen mit migrationshintergrund getötet hat. deiner aussage nach, könnte man die wieder erlauben?...

Man darf erwachsenen Menschen grundsätzlich keine Musik verbieten.
Bei Minderjährigen ist eine gewisse Zensur sinnvoll, aber Erwachsene brauchen keinen Staat der ihnen vorschreibt welche Musik sie hören dürfen und welche nicht.


Ich komme deswegen auf die Idee und hab´s mal konsequent zugespitzt auf das, was es schlussendlich bedeuten würde. Ich finde ja auch, dass der Nazivergleich schon lange genug überstrapaziert wurde und meist hinkt, aber wenn man grundsätzlich immer alles erlauben würde, was da so an musikalischer "Meinung" publiziert wird, na schönen Dank.

Meine Edits sind unsichtbar, weil ich Moderator bin und das abgeschaltet habe. Ich streiche eigentlich auch nie komplett irgendwas von mir, sondern ergänze meistens nur.

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verfasst:
16.Apr 2010 - 16:55

PandaMeine Edits sind unsichtbar, weil ich Moderator bin und das abgeschaltet habe. Ich streiche eigentlich auch nie komplett irgendwas von mir, sondern ergänze meistens nur.


Aha, okay. Wusste nicht, dass du hier so n hohes Tier bist. icon_wink

PandaDir ist schon klar, was das bedeutet, oder? Mal so zum Spaß (ich habe nichts gegen Dich icon_wink ): Ich könnte dann z.B. hier im Forum dazu aufrufen, Dich und Deine Familie abzuknallen und mich dann darauf berufen, dass das ja meine freie Meinung ist oder Teil meiner Religion... oder nein, noch besser, ich schreibe es hier nicht hin, sondern komponiere dazu einen Song, das erreicht mehr Leute, schließlich ist das eine Message, die die Welt da draußen hören muss, um mal Sizzla zu zitieren.

Wenn es kreativ gemacht ist, würde ich mich wahrscheinlich darüber amüsieren. icon_smile

Wie bereits gesschriebn: ein Mord in Songs tötet niemanden.
Es gibt in Deutschland keinen Polizei-Bericht in dem Dancehall-Fans aufgrund ihrer Musik Homosexuelle angegriffen haben. Genauso wenig wie ein volljähriger Mensch aufgrund von Nazi-Rock zum Mörder wird. Da machen es sich alle viel zu einfach.


BTW: Ich lese immer wieder, dass Sizzla andere Menschen zum Mord gegen Homos aufruft. Ist das so? Oder formuliert er es nicht eher in der Ich-Form. Ich bin ja nicht so n Sizzla-Fan.
Capleton benutzt immer das göttliche Feuer von Jah um Schwule, die Queen, Babylon und den Vatikan zu verbrennen. Keine Schusswaffe, das ist ein weltliches Produkt aus Babylon. icon_wink


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editiert von: MannBeißtHund, 16.04.2010, 17:13 Uhr

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verfasst:
22.Apr 2010 - 10:12

Gays have rights too
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Thompson
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verfasst:
22.Apr 2010 - 11:04

MannBeißtHundBis heute sind die Ursachen für Homo- und Transsexualität nicht richtig geklärt.

Ursachen? Ich würd mal sagen du wirst ganz einfach so geboren. Sprich Gott hat dich so erschaffen. Da gibt es keine "Ursachen". Wenn ich nach Ursachen suche stelle ich mich doch auf die gleiche Stufe wie die Katholiken und andere religiöse Fanatiker (z.B. auch radikale Rastas) die meinen Homosexualität wäre eine heilbare Krankheit.
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verfasst:
22.Apr 2010 - 21:24

Thompson
MannBeißtHundBis heute sind die Ursachen für Homo- und Transsexualität nicht richtig geklärt.

Ursachen? Ich würd mal sagen du wirst ganz einfach so geboren. Sprich Gott hat dich so erschaffen. Da gibt es keine "Ursachen". Wenn ich nach Ursachen suche stelle ich mich doch auf die gleiche Stufe wie die Katholiken und andere religiöse Fanatiker (z.B. auch radikale Rastas) die meinen Homosexualität wäre eine heilbare Krankheit.

Nein, da irrst du dich.
Die Frage nach den Ursachen für Homosexualtät stellt sich sehr wohl, weil es eben nicht nur Fälle von angeborener Homosexualität gibt. Ich habe schon öfter bei Domian männliche Anrufer gehört, die erst in der Mitte ihres Lebens (oder auch später) Gefühle/Begierden für das eigene Geschlecht entwickelten.
Es gab z.B. auch einen US-Governor (Jim McGreevey) der erst nach 2 Ehen (aus denen 2 Töchter hervorgingen) schwul wurde bzw. sich auch offen als Schwuler outete.

Die Wissenschaft sucht auch nach genetischen Ursachen für Homosexualität. Der amerikanische Schwulenverband finanziert diese Untersuchungen, weil Umfragen gezeigt haben, dass die Toleranz von normalen Menschen gegenüber Homosexuellen steigt, wenn sie davon ausgegehen, dass diese Neigung angeboren ist.



editiert von: MannBeißtHund, 22.04.2010, 21:29 Uhr

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verfasst:
22.Apr 2010 - 22:00

MannBeißtHund
Thompson
MannBeißtHundBis heute sind die Ursachen für Homo- und Transsexualität nicht richtig geklärt.

Ursachen? Ich würd mal sagen du wirst ganz einfach so geboren. Sprich Gott hat dich so erschaffen. Da gibt es keine "Ursachen". Wenn ich nach Ursachen suche stelle ich mich doch auf die gleiche Stufe wie die Katholiken und andere religiöse Fanatiker (z.B. auch radikale Rastas) die meinen Homosexualität wäre eine heilbare Krankheit.

Nein, da irrst du dich.
Die Frage nach den Ursachen für Homosexualtät stellt sich sehr wohl, weil es eben nicht nur Fälle von angeborener Homosexualität gibt. Ich habe schon öfter bei Domian männliche Anrufer gehört, die erst in der Mitte ihres Lebens (oder auch später) Gefühle/Begierden für das eigene Geschlecht entwickelten.
Es gab z.B. auch einen US-Governor (Jim McGreevey) der erst nach 2 Ehen (aus denen 2 Töchter hervorgingen) schwul wurde bzw. sich auch offen als Schwuler outete.

Die Wissenschaft sucht auch nach genetischen Ursachen für Homosexualität. Der amerikanische Schwulenverband finanziert diese Untersuchungen, weil Umfragen gezeigt haben, dass die Toleranz von normalen Menschen gegenüber Homosexuellen steigt, wenn sie davon ausgegehen, dass diese Neigung angeboren ist. editiert von: MannBeißtHund, 22.04.2010, 21:29 Uhr


Also irgendwie kann ich mir das mal so gar nicht vorstellen.
Ich glaub das Problem bei Leuten, die "später schwul werden" ist eher, dass sies sich vorher aufgrund des gesellschaftlichen Drucks oder auch weil sie selbst nicht mit der Tatsache klarkommen, unterdrücken bis es eben irgendwann nicht mehr geht.
Von Verschwörungstheorien halt ich eh nicht so viel. icon_wink
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verfasst:
23.Apr 2010 - 18:31

MannBeißtHundBis heute sind die Ursachen für Homo- und Transsexualität nicht richtig geklärt.

Aber jetzt icon_wink
ZitatHähnchen mit Pommes macht laut Morales schwul
23. April 2010, 08:17 Uhr
Bizarrer Auftritt von Boliviens Staatschef Evo Morales: Beim alternativen Klimagipfel verkündete er, Hähnchen und Pommes Frites machten wegen Hormon- und Genbehandlungen homosexuell und führten zur Glatzenbildung. Der weltgrößte Exporteur von Hähnchenfleisch, Brasilien, reagierte prompt.
http://www.welt.de/multimedia/archive/1272003399000/01076/cn_morales_DW_Poli_1076889g.jpg
Zitat...Die Äußerungen des mit einem kräftigen Haarschopf gesegneten Morales lösten international vor allem Heiterkeit aus.
(Quelle: Welt.de)

mehr bei Welt.de

Edit: zweites Zitat gewechselt



editiert von: Derfisch, 23.04.2010, 22:59 Uhr

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Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin 1882-1948)
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verfasst:
23.Apr 2010 - 19:26

Derfisch
MannBeißtHundBis heute sind die Ursachen für Homo- und Transsexualität nicht richtig geklärt.

Aber jetzt icon_wink
ZitatHähnchen mit Pommes macht laut Morales schwul
23. April 2010, 08:17 Uhr
(Quelle: Welt.de)

mehr bei Welt.de

icon_biggrin Haha, ja nette News.
Obwohl die Aussage mit dem Östrogen im Fleisch aus Massentierhaltung an sich korrekt und auch schon länger bekannt ist.

In unserem Grundwasser befindet sich auch immer mehr Östrogen, allerdings müsste es dann noch viel mehr Schwule und Transen geben, wenn diese gegenwärtige Menge schon ausreichen würde um einen umzukrempeln.

estrogendominanz.deDie Antibabypille ist ein Medikament, dass meist Hormone der Sorte 17α-Ethinylöstradiol, enthält. Das ist ein künstliches, also synthtisches Estrogen (Östradiol)
Auch Frauen die Verhüten müssen irgendwann einmal auf die Toilette – und hier beginnt ein weiterer Weg der Hormone in unsere Oberflächen – und Trinkwässer: Der Weg von der Toilette über die Kanalisation führt zu unseren Kläranlagen wo die Hormone allerdings nur unzureichend entfernt werden können.
Natürlich Estrogene, wie 17b- Östradiol und Östron sind im Urin der Menschen und Tieren enthalten. So beträgt bei Frauen die tägliche Ausscheidung an natürlichen (!), also nur vom Körper OHNE Verhütungsmaßnahmen beeinflusst die Ausscheidung von Östradiol und Estron zwischen 25 μg und 30 mg.

In Deutschland wird Trinkwasser aus Grund-, Oberflächen- und Quellwasser gewonnen. Dabei werden bundesweit rund zwei Drittel des Trinkwassers aus Grundwasser gefördert. Das letzte Drittel des Trinkwassers wird aus Oberflächenwasser gewonnen.
Eine Erhebung der Trinkwasserqualität im Jahre 2004 ergab eine 17b- Östradiol-Belastung der Oberflächengewässer von 5,5 ng/L
Trotz Klärung der Abwässer entstehen so Konzentrationen im Trinkwasser von 0,3 ng Östradiol – pro Liter (Mengen variieren natürlich je nach Land, Bundesland, Region und Bevölkerungsdichte – dieser Wert stellt daher ein Mittelmaß dar).

In Deutschland und Österreich werden tgl zwischen 3 und 4 Liter Wasser zum Kochen und Trinken verbraucht. Das ergibt für eine dort ansässige Person eine zusätzliche Hormon - Zufuhr an Östradiol von 0,9 – 1,2 ng /Tag

Quelle: estrogendominanz.de







editiert von: MannBeißtHund, 23.04.2010, 19:42 Uhr

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verfasst:
24.Apr 2010 - 12:20

DuppyConquerorhttp://www.welt...e-Texte.html

Gentleman wird mir einfach immer unsympathischer. Wo und wann hat denn Bob Marley bitte homophobe Texte geschrieben? Außerdem kann ich mit den neuen Songs gar nichts anfangen, aber das ist Geschmacksache...

welt.deWELT ONLINE: Was hat denn Bob Marley geläutert? Als junger Rocksteady-Sänger galt er ja auch als ziemlich schlimmer Finger.

Gentleman: Ich wüsste auch gern, wie manche Klischees ins Spiel kommen. Marley war immer sozialkritisch, aber er war eben Reggae-Sänger. Ein Rebell. Er hat den Sheriff erschossen. Und er sang homophobe Texte. Wer ihn damals im "Rockpalast" gesehen hat, dachte vielleicht an den glücklichen Rastamann unter der Palme. Wer weiß.


Was zur Hölle??!


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verfasst:
24.Apr 2010 - 14:06

Das wäre mir auch neu!

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verfasst:
24.Apr 2010 - 15:02

gentleman bei welt.de
Und er (Bob Marley) sang homophobe Texte.




Das bezieht sich vermutlich auf den Song "Who the cap fit" in dessen erster Zeile es heißt: "Man to man is so unjust [...]" - eine Zeile, die von manchen als Beleg für Homophobie angesehen wird. Ich find nicht, dass es als Beweis taugt, aber nun. Nichtsdestotrotz dürfte Marley als bekennender Rasta (noch dazu in den 70er und 80er Jahren...) keine besonders homophile Einstellung gehabt haben, aber das ist postmortale Mutmaßung.

Was anderes: Für mich ist es nebenbei gesagt völlig unerheblich, ob jemand schwul geboren wird oder nicht, er/sie schon immer auf´s gleiche Geschlecht stand oder erst nach zehn Ehen und/oder Kindern. Für den Menschenrechtsdiskurs ist es mal vollkommen latte, ob jemand "genetisch determiniert" ist, was seine/ihre sexuelle Ausrichtung angeht, oder sich erst später umorientiert hat. Freedom of Choice, punkt. Es geht "nur" um Sexualität, nicht mehr und nicht weniger, Homosexualität ist weder "Lifestyle" noch Ideologie, es ist Sexualität und bleibt damit was? Richtig, Privatsache!

edith meint noch:
MannBeißtHund[...]dass die Toleranz von normalen Menschen gegenüber Homosexuellen steigt[...]

Autsch! Der Satz als solcher ist ja schon intolerant, nech?! icon_rolleyes

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verfasst:
24.Apr 2010 - 17:25

Panda

Was anderes: Für mich ist es nebenbei gesagt völlig unerheblich, ob jemand schwul geboren wird oder nicht, er/sie schon immer auf´s gleiche Geschlecht stand oder erst nach zehn Ehen und/oder Kindern. Für den Menschenrechtsdiskurs ist es mal vollkommen latte, ob jemand "genetisch determiniert" ist, was seine/ihre sexuelle Ausrichtung angeht, oder sich erst später umorientiert hat. Freedom of Choice, punkt. Es geht "nur" um Sexualität, nicht mehr und nicht weniger, Homosexualität ist weder "Lifestyle" noch Ideologie, es ist Sexualität und bleibt damit was? Richtig, Privatsache!

Word!
Panda
edith meint noch:
MannBeißtHund[...]dass die Toleranz von normalen Menschen gegenüber Homosexuellen steigt[...]

Autsch! Der Satz als solcher ist ja schon intolerant, nech?! icon_rolleyes

Word!
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verfasst:
24.Apr 2010 - 22:52

Panda
gentleman bei welt.de
Und er (Bob Marley) sang homophobe Texte.


Das bezieht sich vermutlich auf den Song "Who the cap fit" in dessen erster Zeile es heißt: "Man to man is so unjust [...]" - eine Zeile, die von manchen als Beleg für Homophobie angesehen wird. Ich find nicht, dass es als Beweis taugt, aber nun. Nichtsdestotrotz dürfte Marley als bekennender Rasta (noch dazu in den 70er und 80er Jahren...) keine besonders homophile Einstellung gehabt haben, aber das ist postmortale Mutmaßung.

Wenn ich den Tilman Otto a.k.a. Gentleman mal persönlich treffe gebe ich dem Penner ne Miunte um diese Behauptung zu erklären, wenn von ihm auch nicht mehr als diese Scheiße kommt, schlag ich ihm für seine Aussage ein paar aufs Maul.


Panda
MannBeißtHund[...]dass die Toleranz von normalen Menschen gegenüber Homosexuellen steigt[...]

Autsch! Der Satz als solcher ist ja schon intolerant, nech?! icon_rolleyes

Ein Mann der Männer erotisch findet ist für mich nicht normal. Ob das angeblich intolerant oder "politisch inkorrekt" ist, ändert nichts an meiner Ansicht und Empfindung. Ich halte schwule Pandas, Hunde und was es sonst so gibt, auch für unnormal. icon_smile

Panda Was anderes: Für mich ist es nebenbei gesagt völlig unerheblich, ob jemand schwul geboren wird oder nicht, er/sie schon immer auf´s gleiche Geschlecht stand oder erst nach zehn Ehen und/oder Kindern. Für den Menschenrechtsdiskurs ist es mal vollkommen latte, ob jemand "genetisch determiniert" ist, was seine/ihre sexuelle Ausrichtung angeht, oder sich erst später umorientiert hat. Freedom of Choice, punkt. Es geht "nur" um Sexualität, nicht mehr und nicht weniger, Homosexualität ist weder "Lifestyle" noch Ideologie, es ist Sexualität und bleibt damit was? Richtig, Privatsache!

So einfach ist das leider nicht. Sexualität ist nicht nur das was im Schlafzimmmer passiert. Die sexuelle Orientierung zeigt sich u. a. auch bei Küssen und Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit.

Ich halte mich nicht für schwulenfeindlich, aber ich will auch keine Homos in meinem Leben haben, weil ich ihre Sexualität als ekelhaft empfinde. Dennoch würde ich diese Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung nicht beleidigen oder sonst wie schlecht behandeln.

Die einzigen Homos die ich als meine Feinde betrachte sind diejenigen die gegen jamaikanischen Dancehall vorgehen, wie z.B. Volker Beck oder der LSVD. Sie bekämpfen etwas das für sie zu keinen nachweisbaren Schäden bzw. Nachteilen führt, nur um sich zu profilieren.

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verfasst:
24.Apr 2010 - 23:32

Hallo Mannbeißthund,

kannst du dich bitte mit deinen Aussagen ein wenig zurückhalten. Hier wird keinem "auf die Fresse geschlagen" und auch keine unnötigen Seitenhiebe an Moderatoren oder andere User ausgesprochen.

Zitat1. Netiquette
Jeder möchte fair und respektvoll behandelt werden. Darum ist es selbstverständlich, dass Beleidigungen, persönliche Angriffe, Diskriminierungen jeglicher Art, sexuelle Belästigungen, Androhungen von körperlicher Gewalt oder ähnliche Anfeindungen im Forum nichts zu suchen haben!

Reggae-Town.de behält sich vor bei Zuwiderhandlung oben genannter Punkte situationsbedingt zu handeln und ggf. auch User zu löschen.

Reggae-town Regeln

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verfasst:
24.Apr 2010 - 23:44

Hallo Hillman,

mir sind die Regeln des Forums bekannt und ich finde sie auch sehr sinnvoll, weshalb ich mich auch seit meiner Anmeldung hier daran halte.
Ich verstehe jetzt deine Ermahnung leider nicht ganz, ist Gentleman hier bei Reggae-Town etwa auch ein Member?




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verfasst:
25.Apr 2010 - 04:49

MannBeißtHundHallo Hillman,

mir sind die Regeln des Forums bekannt und ich finde sie auch sehr sinnvoll, weshalb ich mich auch seit meiner Anmeldung hier daran halte.
Ich verstehe jetzt deine Ermahnung leider nicht ganz, ist Gentleman hier bei Reggae-Town etwa auch ein Member?





Nein, aber nicht nur Mitglieder dieses Forums haben ein Recht auf eine respektvolle Behandlung!

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verfasst:
25.Apr 2010 - 12:41

Jesuaesen
MannBeißtHundHallo Hillman,

mir sind die Regeln des Forums bekannt und ich finde sie auch sehr sinnvoll, weshalb ich mich auch seit meiner Anmeldung hier daran halte.
Ich verstehe jetzt deine Ermahnung leider nicht ganz, ist Gentleman hier bei Reggae-Town etwa auch ein Member?





Nein, aber nicht nur Mitglieder dieses Forums haben ein Recht auf eine respektvolle Behandlung!

Alles klar, das die Regel universell gemeint ist war mir nicht klar.
Ich habe hier im Forum aber auch schon Postings von anderen Membern gelesen, die beleidigend gegenüber bestimmten Musikern waren und wo kein Moderator reagiert hat.
Ich merke schon, dass ich hier nicht bei rap.de bin. icon_wink

Wenn jmd Lügen über Bob Marley erzählt sehe ich rot. Herr Otto hätte diese Unterstellung ("sang homophobe Texte", also sogar mehrere schwulenfeindliche Lieder!) mit Verweisen belegen müssen!
Gentleman ist für mich jedenfalls gestorben.

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Buju Banton, Black Uhuru, Bunny Wailer, Bob Marley & The Wailers, Zap Pow, Capleton, Burning Spear, Third World, Barrington Levy, Steel Pulse, Lee 'Scratch' Perry, Dennis Brown, Bounty Killer, Ce'Cile
knut
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verfasst:
26.Apr 2010 - 01:33

ich finde dieses Thema voll langweilig!!!

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Moin!
Will nur mal fragen,warum schlagen,soviele Leute,gestern wie heute den eigenen Interessen voll ins Gesicht,und merken es nicht!
champanda
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verfasst:
26.Apr 2010 - 12:28

Ich will jetzt hier nicht den politisch korrekten Haarspalter machen, aber Aussagen wie:

MannBeißtHund Ein Mann der Männer erotisch findet ist für mich nicht normal.

und

MannBeißtHund Ich halte mich nicht für schwulenfeindlich, aber ich will auch keine Homos in meinem Leben haben, weil ich ihre Sexualität als ekelhaft empfinde.

repräsentieren recht anschaulich die (leider) stinknormale, alltägliche, deutsche Stammtischhomophobie. Und mit Homophobie meine ich die eigentliche, sinngemäße Definition des Wortes Homophobie und nicht nur den zugespitzten, extremst-möglichen Tatbestand des Übergriffs / der Gewalt gegen Schwule. Homophobie kommt laut meinem Verständnis schon dort zur Entfaltung, wo Menschen aufgrund ihrer homosexuellen Neigungen (und ich betone nochmals: es ist nur Sexualität) als abnorm bezeichnet werden und der Wunsch geäußert wird, sie nicht tolerieren zu wollen.

Zum gegenseitigen Verständnis: Es ist in meinen Augen absolut legitim, gewisse sexuelle Praktiken für sich persönlich abzulehnen oder ekelhaft zu finden, dass dürfte nebenbeigesagt manch Homosexuellem in Hinblick auf heterosexuelle Praktiken auch nicht anders gehen. Und auch unter den Heterosexuellen soll es ja wundersamerweise Menschen geben, die gewisse heterosexuelle Praktiken ablehnen oder ekelhaft finden. Wäre ja auch irgendwie komisch, wenn es nicht so wäre, denn sonst würden ja alle heterosexuellen Frauen und Männer auf Bukkake und Doppelpenetration stehen. Tun sie aber nicht und machen sie auch nicht. Warum? Eine Frage des persönlichen Geschmacks, der persönlichen Freiheit und ja, Privatsache!

Es ist in meinen Augen hingegen nicht legitim, jemanden der homosexuell ist, als "nicht normal" zu bezeichnen und ihn grundsätzlich aus dem eigenen Leben verbannen zu wollen, weil man seine sexuellen Praktiken für ekelhaft hält. Das halte ich für wenig weit gedacht, bzw. denke, dass in diesem Fall Dinge, die rein gar nichts miteinander (und vor allem nicht mit einem persönlich) zu tun haben, vermischt und zu einer Grundhaltung erkärt werden, die im Umkehrschluss ganz normalen Menschen (hier: Homosexuellen) das Leben schwer macht. Oder mal einfach gefragt: In welcher Weise wird Dein Leben beeinträchtigt durch einen Homosexuellen mit dem Du im alltäglichen Miteinander (Gespräch, Arbeit, Schulklasse etc.) Kontakt hast? Ist die alltägliche Interaktion mit einem solchen Menschen für Dich von vornherein tabu, weil er privat Sex mit Männern hat (eine Sache die doch mit DIR rein gar nichts zu tun hat)?

Hey, das ist Deine Meinung und die steht Dir auch zu, aber dann erzähl uns bitte auch nicht, du wärst nicht schwulenfeindlich...

Wenn ich das jetzt noch weiter auseinander nehme...

MannBeißtHundDie sexuelle Orientierung zeigt sich u. a. auch bei Küssen und Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit.


...dann lese ich da zwischen den Zeilen, dass Du persönlich Dir im Umkehrschluss wünschst, dass Homosexuelle sich bitte in der Öffentlichkeit nicht zu küssen oder zu streicheln / zu umarmen hätten. Das hieße dann nicht nur "ich will das in meinem persönlichen Leben & Umgang nicht haben" sondern vielmehr auch "ich will nicht, dass "die" das auch noch öffentlich dürfen". Sorry, aber: Next Level of Homophobia!

Ich werde hier an dieser Stelle gerne im Laufe der Woche nochmal ein paar Zahlen und Fakten (besser: Opferstatistiken!) zum Ist-Stand der deutschen Homophobie zusammen tragen. Du wirst Dich wundern, mit wieviel Gewalt und Diskriminierung sich Homosexuelle in Deutschland tagtäglich konfrontiert sehen, und zwar nicht nur im ewig-gestrigen Hinterland der Republik, sondern besonders auch in den im Volksmund als "Schwulenparadiese" geltenden Großstädten wie Berlin oder Köln. Und wenn man sich diese Realität vor Augen hält, verlieren Argumente wie

MannBeißtHund Sie (Beck & LSVD) bekämpfen etwas das für sie zu keinen nachweisbaren Schäden bzw. Nachteilen führt [...]


oder auch

gern verwendetes Argument nach einer Dancehallparty ist noch keiner rumgerannt und hat nen Schwulen abgeknallt


an Relevanz und Überzeugungskraft. Hier wird von Seiten der "Reggaeszene" häufig nur der eigene Mikrokosmos (aka "die Musik, die ich liebe und die halt so ist, weil´s auf Jamaika halt so ist...") gesehen und im Zuge dessen die angeblich so "realitätsfernen" Aktionen und Vorwürfe der Aktivisten häufig auch in einen falschen Zusammenhang gebracht. Es geht "denen" nicht darum, "Euch" als eine Art Feind die Musik kaputt zu machen! Es geht "denen" darum, sich vor dem Hintergrund der real existierenden Homophobie und der täglichen Diskriminierung in Deutschland nicht auch noch zusätzliche (religiös-motivierte und/oder bad-boy-behaviour-promotende-) Wirrköpfe an Bord zu holen, die mit ihren verbalen Absonderungen nicht nur Geld verdienen sondern auch alles andere als hilfreich für die Verbesserung der gesamtgesellschaftlichen Situation sind. Das ist zumindest meine ziemlich deutliche Vermutung, was die Motivation der o.g. Aktivisten angeht, unabhängig vom Profilierungsbedürfnis manches Chefaktivisten...

Zur Info: Ich bin sowas von heterosexuell, ich steh auf Frauen und das wird sich wohl auch nie ändern. Meine Schwester lebt nach 12 Jahren wechselnder heterosexueller Beziehungen nun seit 2 Jahren in einer lesbischen Beziehung, mein Chef ist schwul. Nach Deiner Selbstoffenbarung müsste ich jetzt theoretisch folgendes sagen:

1. "ich habe keine schwester mehr!"
2. "ich kündige!"

oder doch nicht?! oder was würdest DU an meiner Stelle machen???

______________________
"Reggaeapologeten - diese deutsche Dancehallrichtung ist so garnicht meins. Ich denke, dass zunehmendes Alter und Reife bei vielen ohnehin eine Entkoppelung von subkulturellen Dogmen bedeuten." + follow me: http://twitter.com/champanda
MistahJones
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Reggae Warrior
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Beiträge: 131

verfasst:
26.Apr 2010 - 13:42

PandaIch will jetzt hier nicht den politisch korrekten Haarspalter machen, aber Aussagen wie:

MannBeißtHund Ein Mann der Männer erotisch findet ist für mich nicht normal.

und

MannBeißtHund Ich halte mich nicht für schwulenfeindlich, aber ich will auch keine Homos in meinem Leben haben, weil ich ihre Sexualität als ekelhaft empfinde.

repräsentieren recht anschaulich die (leider) stinknormale, alltägliche, deutsche Stammtischhomophobie. Und mit Homophobie meine ich die eigentliche, sinngemäße Definition des Wortes Homophobie und nicht nur den zugespitzten, extremst-möglichen Tatbestand des Übergriffs / der Gewalt gegen Schwule. Homophobie kommt laut meinem Verständnis schon dort zur Entfaltung, wo Menschen aufgrund ihrer homosexuellen Neigungen (und ich betone nochmals: es ist nur Sexualität) als abnorm bezeichnet werden und der Wunsch geäußert wird, sie nicht tolerieren zu wollen.

Zum gegenseitigen Verständnis: Es ist in meinen Augen absolut legitim, gewisse sexuelle Praktiken für sich persönlich abzulehnen oder ekelhaft zu finden, dass dürfte nebenbeigesagt manch Homosexuellem in Hinblick auf heterosexuelle Praktiken auch nicht anders gehen. Und auch unter den Heterosexuellen soll es ja wundersamerweise Menschen geben, die gewisse heterosexuelle Praktiken ablehnen oder ekelhaft finden. Wäre ja auch irgendwie komisch, wenn es nicht so wäre, denn sonst würde ja alle heterosexuellen Frauen und Männer auf Bukkake und Doppelpenetration stehen. Tun sie aber nicht und machen sie auch nicht. Warum? Eine Frage des persönlichen Geschmacks, der persönlichen Freiheit und ja, Privatsache!

Es ist in meinen Augen hingegen nicht legitim, jemanden der homosexuell ist, als "nicht normal" zu bezeichnen und ihn grundsätzlich aus dem eigenen Leben verbannen zu wollen, weil man seine sexuellen Praktiken für ekelhaft hält. Das halte ich für wenig weit gedacht, bzw. denke, dass in diesem Fall Dinge, die rein gar nichts miteinander (und vor allem nicht mit einem persönlich) zu tun haben, vermischt und zu einer Grundhaltung erkärt werden, die im Umkehrschluss ganz normalen Menschen (hier: Homosexuellen) das Leben schwer macht. Oder mal einfach gefragt: In welcher Weise wird Dein Leben beeinträchtigt durch einen Homosexuellen mit dem Du im alltäglichen Miteinander (Gespräch, Arbeit, Schulklasse etc.) Kontakt hast? Ist die alltägliche Interaktion mit einem solchen Menschen für Dich von vornherein tabu, weil er privat Sex mit Männern hat (eine Sache die doch mit DIR rein gar nichts zu tun hat)?

Hey, das ist Deine Meinung und die steht Dir auch zu, aber dann erzähl uns bitte auch nicht, du wärst nicht schwulenfeindlich...

Wenn ich das jetzt noch weiter auseinander nehme...

MannBeißtHundDie sexuelle Orientierung zeigt sich u. a. auch bei Küssen und Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit.


...dann lese ich da zwischen den Zeilen, dass Du persönlich Dir im Umkehrschluss wünschst, dass Homosexuelle sich bitte in der Öffentlichkeit nicht zu küssen oder zu streicheln / zu umarmen hätten. Das hieße dann nicht nur "ich will das in meinem persönlichen Leben & Umgang nicht haben" sondern vielmehr auch "ich will nicht, dass "die" das auch noch öffentlich dürfen". Sorry, aber: Next Level of Homophobia!

Ich werde hier an dieser Stelle gerne im Laufe der Woche nochmal ein paar Zahlen und Fakten (besser: Opferstatistiken!) zum Ist-Stand der deutschen Homophobie zusammen tragen. Du wirst Dich wundern, mit wieviel Gewalt und Diskriminierung sich Homosexuelle in Deutschland tagtäglich konfrontiert sehen, und zwar nicht nur im ewig-gestrigen Hinterland der Republik, sondern besonders auch in den im Volksmund als "Schwulenparadiese" geltenden Großstädten wie Berlin oder Köln. Und wenn man sich diese Realität vor Augen hält, verlieren Argumente wie

MannBeißtHund Sie (Beck & LSVD) bekämpfen etwas das für sie zu keinen nachweisbaren Schäden bzw. Nachteilen führt [...]


oder auch

gern verwendetes Argument nach einer Dancehallparty ist noch keiner rumgerannt und hat nen Schwulen abgeknallt


an Relevanz und Überzeugungskraft. Hier wird von Seiten der "Reggaeszene" häufig nur der eigene Mikrokosmos (aka "die Musik, die ich liebe und die halt so ist, weil´s auf Jamaika halt so ist...") gesehen und im Zuge dessen die angeblich so "realitätsfernen" Aktionen und Vorwürfe der Aktivisten häufig auch in einen falschen Zusammenhang gebracht. Es geht "denen" nicht darum, "Euch" als eine Art Feind die Musik kaputt zu machen! Es geht "denen" darum, sich vor dem Hintergrund der real existierenden Homophobie und der täglichen Diskriminierung in Deutschland nicht auch noch zusätzliche (religiös-motivierte und/oder bad-boy-behaviour-promotende-) Wirrköpfe an Bord zu holen, die mit ihren verbalen Absonderungen nicht nur Geld verdienen sondern auch alles andere als hilfreich für die Verbesserung der gesamtgesellschaftlichen Situation sind. Das ist zumindest meine ziemlich deutliche Vermutung, was die Motivation der o.g. Aktivisten angeht, unabhängig vom Profilierungsbedürfnis manches Chefaktivisten...

Zur Info: Ich bin sowas von heterosexuell, ich steh auf Frauen und das wird sich wohl auch nie ändern. Meine Schwester lebt nach 12 Jahren wechselnder heterosexueller Beziehungen nun seit 2 Jahren in einer lesbischen Beziehung, mein Chef ist schwul. Nach Deiner Selbstoffenbarung müsste ich jetzt theoretisch folgendes sagen:

1. "ich habe keine schwester mehr!"
2. "ich kündige!"

oder doch nicht?! oder was würdest DU an meiner Stelle machen???


Wow, beeindruckend guter Beitrag!
edit: mir ist grad aufgefallen, dass sich das ironisch anhören könnte, aber ist definitiv nicht so gemeint icon_biggrin



editiert von: MistahJones, 26.04.2010, 13:43 Uhr
rebelYouth

Reggae Youth
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Beiträge: 95

verfasst:
26.Apr 2010 - 15:30

MannBeißtHundDie einzigen Homos die ich als meine Feinde betrachte sind diejenigen die gegen jamaikanischen Dancehall vorgehen, wie z.B. Volker Beck oder der LSVD. Sie bekämpfen etwas das für sie zu keinen nachweisbaren Schäden bzw. Nachteilen führt, nur um sich zu profilieren.


Sollte ich dazu etwas sagen? Nee - ich glaube den Satz kann man für sich sprechen lassen..

Danke Panda dass du dir die Zeit genommen hast darauf zu antworten. Deine Analyse und dein Statement ist gut und richtig. Angesichts der Aussagen von Mann beisst Hund hätte ich das nicht sachlicher und fairer formulieren können..



______________________

5. Juni 2010: Café Irie meets Dubcafe inna Roots & Dub Session // alte Meierei in Kiel // 22 Uhr


Next Afri Ham Jam Session in der roten Flora: am 27. 7. 2010
featuring Resident Allstars Band und viele Artists am Mic..

http://www.myspace.
MannBeißtHund
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Reggae Addict
Reggae Addict
Beiträge: 235

verfasst:
26.Apr 2010 - 16:36

PandaIch will jetzt hier nicht den politisch korrekten Haarspalter machen, aber Aussagen wie:

MannBeißtHund Ein Mann der Männer erotisch findet ist für mich nicht normal.

und

MannBeißtHund Ich halte mich nicht für schwulenfeindlich, aber ich will auch keine Homos in meinem Leben haben, weil ich ihre Sexualität als ekelhaft empfinde.

repräsentieren recht anschaulich die (leider) stinknormale, alltägliche, deutsche Stammtischhomophobie. Und mit Homophobie meine ich die eigentliche, sinngemäße Definition des Wortes Homophobie und nicht nur den zugespitzten, extremst-möglichen Tatbestand des Übergriffs / der Gewalt gegen Schwule. Homophobie kommt laut meinem Verständnis schon dort zur Entfaltung, wo Menschen aufgrund ihrer homosexuellen Neigungen (und ich betone nochmals: es ist nur Sexualität) als abnorm bezeichnet werden und der Wunsch geäußert wird, sie nicht tolerieren zu wollen.

Zum gegenseitigen Verständnis: Es ist in meinen Augen absolut legitim, gewisse sexuelle Praktiken für sich persönlich abzulehnen oder ekelhaft zu finden, dass dürfte nebenbeigesagt manch Homosexuellem in Hinblick auf heterosexuelle Praktiken auch nicht anders gehen. Und auch unter den Heterosexuellen soll es ja wundersamerweise Menschen geben, die gewisse heterosexuelle Praktiken ablehnen oder ekelhaft finden. Wäre ja auch irgendwie komisch, wenn es nicht so wäre, denn sonst würden ja alle heterosexuellen Frauen und Männer auf Bukkake und Doppelpenetration stehen. Tun sie aber nicht und machen sie auch nicht. Warum? Eine Frage des persönlichen Geschmacks, der persönlichen Freiheit und ja, Privatsache!

Es ist in meinen Augen hingegen nicht legitim, jemanden der homosexuell ist, als "nicht normal" zu bezeichnen und ihn grundsätzlich aus dem eigenen Leben verbannen zu wollen, weil man seine sexuellen Praktiken für ekelhaft hält. Das halte ich für wenig weit gedacht, bzw. denke, dass in diesem Fall Dinge, die rein gar nichts miteinander (und vor allem nicht mit einem persönlich) zu tun haben, vermischt und zu einer Grundhaltung erkärt werden, die im Umkehrschluss ganz normalen Menschen (hier: Homosexuellen) das Leben schwer macht. Oder mal einfach gefragt: In welcher Weise wird Dein Leben beeinträchtigt durch einen Homosexuellen mit dem Du im alltäglichen Miteinander (Gespräch, Arbeit, Schulklasse etc.) Kontakt hast? Ist die alltägliche Interaktion mit einem solchen Menschen für Dich von vornherein tabu, weil er privat Sex mit Männern hat (eine Sache die doch mit DIR rein gar nichts zu tun hat)?

Hey, das ist Deine Meinung und die steht Dir auch zu, aber dann erzähl uns bitte auch nicht, du wärst nicht schwulenfeindlich...

Ist es nicht seltsam, dass du nicht auch mal bei deiner kleinen tollen Selektion meines Postings darauf eingegangen bist?:
MannBeißtHund
Dennoch würde ich diese Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung nicht beleidigen oder sonst wie schlecht behandeln.

Das hat wohl nicht so ganz in dein Feinbild des homophoben Stammtisch-Deutschen gepasst, oder?



Panda
Wenn ich das jetzt noch weiter auseinander nehme...

MannBeißtHundDie sexuelle Orientierung zeigt sich u. a. auch bei Küssen und Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit.


...dann lese ich da zwischen den Zeilen, dass Du persönlich Dir im Umkehrschluss wünschst, dass Homosexuelle sich bitte in der Öffentlichkeit nicht zu küssen oder zu streicheln / zu umarmen hätten. Das hieße dann nicht nur "ich will das in meinem persönlichen Leben & Umgang nicht haben" sondern vielmehr auch "ich will nicht, dass "die" das auch noch öffentlich dürfen". Sorry, aber: Next Level of Homophobia!

Ich werde hier an dieser Stelle gerne im Laufe der Woche nochmal ein paar Zahlen und Fakten (besser: Opferstatistiken!) zum Ist-Stand der deutschen Homophobie zusammen tragen. Du wirst Dich wundern, mit wieviel Gewalt und Diskriminierung sich Homosexuelle in Deutschland tagtäglich konfrontiert sehen, und zwar nicht nur im ewig-gestrigen Hinterland der Republik, sondern besonders auch in den im Volksmund als "Schwulenparadiese" geltenden Großstädten wie Berlin oder Köln. Und wenn man sich diese Realität vor Augen hält, verlieren Argumente wie

MannBeißtHund Sie (Beck & LSVD) bekämpfen etwas das für sie zu keinen nachweisbaren Schäden bzw. Nachteilen führt [...]


oder auch

gern verwendetes Argument nach einer Dancehallparty ist noch keiner rumgerannt und hat nen Schwulen abgeknallt


an Relevanz und Überzeugungskraft. Hier wird von Seiten der "Reggaeszene" häufig nur der eigene Mikrokosmos (aka "die Musik, die ich liebe und die halt so ist, weil´s auf Jamaika halt so ist...") gesehen und im Zuge dessen die angeblich so "realitätsfernen" Aktionen und Vorwürfe der Aktivisten häufig auch in einen falschen Zusammenhang gebracht. Es geht "denen" nicht darum, "Euch" als eine Art Feind die Musik kaputt zu machen! Es geht "denen" darum, sich vor dem Hintergrund der real existierenden Homophobie und der täglichen Diskriminierung in Deutschland nicht auch noch zusätzliche (religiös-motivierte und/oder bad-boy-behaviour-promotende-) Wirrköpfe an Bord zu holen, die mit ihren verbalen Absonderungen nicht nur Geld verdienen sondern auch alles andere als hilfreich für die Verbesserung der gesamtgesellschaftlichen Situation sind. Das ist zumindest meine ziemlich deutliche Vermutung, was die Motivation der o.g. Aktivisten angeht, unabhängig vom Profilierungsbedürfnis manches Chefaktivisten...

Also das ist jetzt eine ganz kranke Argumentationskette von dir. Selbstverständlich werden Homos in D (und z.B. den USA) diskrimiert, Frauen und Behinderte auch und dennoch sind alle Gruppen im deutschen Kabinett vertreten.
Das Schwule in D teilweise aufgrund ihrer Orientierung diskriminiert werden mit jam. Dancehall in Verbingung zu bringen, ist einach nur denunzierend. Denn dafür gibt es keinen Nachweis.

http://www.laut...a/27-11-2009
Hier kann man nachlesen, dass der LSVD absichtlich an Sizzla Forderungen gestellt hat die er nicht einlösen konnte (sowohl inhaltlich als auch zeitlich).
Daran zeigt sich dass der LSVD an einem wirklichen Dialog garnicht interessiert ist.
An Buju Banton haben amerikanische Schwule auch die eindeutige Forderung gestellt, dass er in Jamaika Songs singen soll, in denen er explizit zur Näachstenliebe gegenüber Schwulen aufruft!
http://mpetreli...s-first.html
(Man beachte auch das "Rasta Got Hate"-Montage... )

Also erzählt mir nicht das diese Gruppen sich nicht einfach nur profilieren wollen. Die Verbände benutzen diese kleinen Fische nur für ihre politischen Machtspiele.

Wieviele Menschen in Deutschland hören jamaikanischen Dancehall und verstehen Patois?
Wieviele Teenies hören, im Verhältnis dazu, deutschen Gangsta Rap?
Woher kommt es, dass auf Schulhöfen das Wort "schwul" als Synonym für "scheiße" oder auch "behindert" verwendet wird? Von Sizzla?



Panda
Zur Info: Ich bin sowas von heterosexuell, ich steh auf Frauen und das wird sich wohl auch nie ändern. Meine Schwester lebt nach 12 Jahren wechselnder heterosexueller Beziehungen nun seit 2 Jahren in einer lesbischen Beziehung, mein Chef ist schwul. Nach Deiner Selbstoffenbarung müsste ich jetzt theoretisch folgendes sagen:

1. "ich habe keine schwester mehr!"
2. "ich kündige!"

oder doch nicht?! oder was würdest DU an meiner Stelle machen???

Wie du auf homosexuelle Menschen in deinem Umfeld reagierst ist deine Privatsache.
Wenn sie aber dadurch einen nachweisbaren Nachteil erleiden, können sie dich verklagen und bekommen höchstwahrscheinlich Recht.
Würde dich dein Chef mal sexuell belästigen wärst du aber in einer ziemlich blöden Lage.
Die Geschichte von deiner Schwester klingt so als hätte sie ziemlich viele Arschlöcher kennengelernt und hätte darauf hin das Ufer gewechselt, aber das ist reine Spekulation und steht mir auch nicht zu. Privatsache eben.

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champanda
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verfasst:
26.Apr 2010 - 17:16

MannBeißtHundAlso das ist jetzt eine ganz kranke Argumentationskette von dir. Selbstverständlich werden Homos in D (und z.B. den USA) diskrimiert, Frauen und Behinderte auch und dennoch sind alle Gruppen im deutschen Kabinett vertreten. Das Schwule in D teilweise aufgrund ihrer Orientierung diskriminiert werden mit jam. Dancehall in Verbingung zu bringen, ist einach nur denunzierend. Denn dafür gibt es keinen Nachweis.


Ich habe auch gar nicht versucht, einen kausalen Zusammenhang zwischen homophoben Dancehalltexten und real existierender Diskrimierung von Schwulen in Deutschland herzustellen.

Versteh mich nicht falsch: Ich halte weiterhin den durchschnittlichen, deutschen Dancehallfan (mit einigen, wenigen *winkmitdemzaunpfahl* Ausnahmen) für weitaus weniger homophob, als den durchschnittlichen CSU-Wähler. Auch habe ich NIE behauptet, dass die homophoben Gewalttäter in den Reihen der deutschen Dancehallfans zu suchen wären.

Ich vermutete nur, dass ein hiesiger homosexueller Aktivist in Anbetracht der hiesigen, (womöglich am eigenen Leib erfahrenen) allgegenwärtigen Diskrimierung & Gewalt, es sagen wir mal "äußerst unpassend" findet, wenn ein jamaikanischer Artist (und ja: die jamaikanische Homophobiesituation wird vom LSVD & Beck natürlich auch angeprangert, klar) als Sahnehäubchen obendrauf noch ein paar geile Songs zum Besten gibt. Denn dieser Artist trägt rein gar nichts zu einer gesamtgesellschaftlichen Verbesserung der Lage bei, und dabei ist es scheißegal, ob 90% der Leute, seine Texte verstehen oder nicht. Bleib du ruhig bei deiner "Nazimucke-ist-ja-auch-nicht-Ursache-oder-Auslöser-des Problems-von-Übergriffen-gegen-Ausländer"-Argumentation, aber mir ist das als Diskussionsgrundlage viel zu wenig.

MannBeißtHund[...]Würde dich dein Chef mal sexuell belästigen wärst du aber in einer ziemlich blöden Lage.
Die Geschichte von deiner Schwester klingt so als hätte sie ziemlich viele Arschlöcher kennengelernt und hätte darauf hin das Ufer gewechselt[...]


Hilfe, es wird ja immer schlimmer...

Schwule Männer warten ja schließlich nur darauf, Heteros irgendwann mal zu belästigen und lesbische Frauen haben einfach noch nicht den Richtigen kennen gelernt, oder mal unter uns: Die sind einfach noch nicht richtig gef+++t worden, nech?! Jawoll, Prost!

Du machst es mir echt leicht, Dich nicht mehr ernst zu nehmen. Danke, das spart mir eine Menge Zeit.


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MannBeißtHund
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Beiträge: 235

verfasst:
26.Apr 2010 - 17:52

Panda
MannBeißtHundAlso das ist jetzt eine ganz kranke Argumentationskette von dir. Selbstverständlich werden Homos in D (und z.B. den USA) diskrimiert, Frauen und Behinderte auch und dennoch sind alle Gruppen im deutschen Kabinett vertreten. Das Schwule in D teilweise aufgrund ihrer Orientierung diskriminiert werden mit jam. Dancehall in Verbingung zu bringen, ist einach nur denunzierend. Denn dafür gibt es keinen Nachweis.


Ich habe auch gar nicht versucht, einen kausalen Zusammenhang zwischen homophoben Dancehalltexten und real existierender Diskrimierung von Schwulen in Deutschland herzustellen.

Versteh mich nicht falsch: Ich halte weiterhin den durchschnittlichen, deutschen Dancehallfan (mit einigen, wenigen *winkmitdemzaunpfahl* Ausnahmen) für weitaus weniger homophob, als den durchschnittlichen CSU-Wähler. Auch habe ich NIE behauptet, dass die homophoben Gewalttäter in den Reihen der deutschen Dancehallfans zu suchen wären.

Ich vermutete nur, dass ein hiesiger homosexueller Aktivist in Anbetracht der hiesigen, (womöglich am eigenen Leib erfahrenen) allgegenwärtigen Diskrimierung & Gewalt, es sagen wir mal "äußerst unpassend" findet, wenn ein jamaikanischer Artist (und ja: die jamaikanische Homophobiesituation wird vom LSVD & Beck natürlich auch angeprangert, klar) als Sahnehäubchen obendrauf noch ein paar geile Songs zum Besten gibt. Denn dieser Artist trägt rein gar nichts zu einer gesamtgesellschaftlichen Verbesserung der Lage bei, und dabei ist es scheißegal, ob 90% der Leute, seine Texte verstehen oder nicht. Bleib du ruhig bei deiner "Nazimucke-ist-ja-auch-nicht-Ursache-oder-Auslöser-des Problems-von-Übergriffen-gegen-Ausländer"-Argumentation, aber mir ist das als Diskussionsgrundlage viel zu wenig.

MannBeißtHund[...]Würde dich dein Chef mal sexuell belästigen wärst du aber in einer ziemlich blöden Lage.
Die Geschichte von deiner Schwester klingt so als hätte sie ziemlich viele Arschlöcher kennengelernt und hätte darauf hin das Ufer gewechselt[...]


Hilfe, es wird ja immer schlimmer...

Schwule Männer warten ja schließlich nur darauf, Heteros irgendwann mal zu belästigen und lesbische Frauen haben einfach noch nicht den Richtigen kennen gelernt, oder mal unter uns: Die sind einfach noch nicht richtig gef+++t worden, nech?! Jawoll, Prost!

Du machst es mir echt leicht, Dich nicht mehr ernst zu nehmen. Danke, das spart mir eine Menge Zeit.

Du bist so n typischer Fall von "ich pick mir nur die Sätze/Halbsätze (!) raus, die mir ins Konzept passen". Damit wärst du bestimmt ein guter Zeuge Jehovas.

Das die Vorgehensweise des LSVD (und der schwulen Amis) nicht koscher ist, habe ich zumindest nachgewiesen.


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RaggaDon
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Beiträge: 520

verfasst:
27.Apr 2010 - 07:38

@manbeißthund

Deine Argumentation mit dem LSVD stimmt auch nicht. Nach Deiner Aussage könnten wir alle Diebe usw frei lassen, weil es laufen ja noch Mörder frei rum und solange die frei sind...
(Das der LSVD überzieht da sind wir uns ja alle einig)


MannBeißtHund
Wie du auf homosexuelle Menschen in deinem Umfeld reagierst ist deine Privatsache.


Und das ist der Punkt den Du, als anscheinend sehr junger Mensch, noch auf die Reihe bringen musst.
Das IST EBEN NICHT PRIVATSACHE, sondern sein Verhalten in der Öffentlichkeit.

Und ausserdem wer Sexuell belästigt wird hat immer ein Problem.
Frag mal tausende von Frauen. Homo- oder Heterosexuelle Belästigung ist doch Scheissegal.

Nichtsdestotrotz ist es gut das Du denn Mut hast zu schreibst was Du denkst, denn so gibst Du uns und Mitlesenden sowie auch Dir die Chance Fehleinschätzungen zu erkennen.




editiert von: RaggaDon, 27.04.2010, 07:39 Uhr
champanda
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Beiträge: 2478

verfasst:
27.Apr 2010 - 09:37

Auch von mir noch mal die nachträgliche Ermutigung, sich weiterhin (selbst-)kritisch an der Diskussion zu beteiligen. Was ich gestern geschrieben habe (dass ich Dich nicht mehr ernst nehme) stimmt so in Gänze natürlich nicht. Ich neige in solchen Situationen (insbesondere wenn ich Zahnschmerzen habe, gnmpf...) dazu, etwas arrogant zu werden, meine rhetorischen Muskeln spielen zu lassen und zu vergessen, dass andere erstens andere Meinungen haben und zweitens vielleicht auch noch gewisse persönliche Entwicklungen vor sich haben, die dazu führen, ihre Meinungen ggf. anzupassen oder zu ändern.

Daher hoffe ich, dass Du Dich davon nicht entmutigen lässt und weiter an Dir und Deiner Einstellung zu Homosexualität arbeitest. Niemand verlangt von Dir und anderen, zu einem Promoter oder Fan von Homosexualität zu werden, das ist nicht Sinn und Zweck der Übung. Für eine mittel- bis langfristige Entspannung des Konfliktes (noch besser wäre natürlich Konsens!) ist es aber unerlässlich, Verständnis bzw. Empathie für die Positionen und Probleme des vermeintlichen Gegners zu aufzubringen. Das funktioniert in allererster Linie über Respekt, den wir gegenüber den homosexuellen Positionen in der Debatte entwickeln sollten. "Die" machen das nicht zum Spaß und auch nicht weil sie die heilige Reggaekultur zerstören wollen. Extrem polarisierende Feindbilder, mangelnde Sachkenntnis und längst überholte Klischees und Vorurteile helfen niemandem weiter und kennzeichneten leider bislang - auf beiden Seiten - diesen mühsamen Prozess.

Ich bin trotzdem weiterhin optimistisch, dass wir da gemeinsam weiter kommen und eine Lösung erarbeiten. Forward ever, backward never! icon_smile

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champanda
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Beiträge: 2478

verfasst:
27.Apr 2010 - 10:22

Und wie´s der Zufall will, veröffentlicht nun auch die TAZ einen Artikel, der sich dem Thema mal wieder etwas diplomatischer nähert.

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verfasst:
27.Apr 2010 - 12:17

Zitat
Jamaican minister Olivia 'Babsy' Grange returns to Sunsplash

The festival's delegation meetings in Jamaica are already yielding exciting results. The Minister of Tourism, Sport and Equal Opportunities, Ms.Olivia 'Babsy' Grange, will be coming to Rototom Sunsplash 2010.

Ms. Grange returns after her memorable appearance at the festival in 2008.

Her participation strengthens the ties between the Festival, the Jamaican government and the island's music scene, promoting reggae music at a time of music industry crisis affecting non-mainstream music in particular.


die gelegenheit für einen meinungsaustausch in sachen homophobie.
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verfasst:
27.Apr 2010 - 12:58

PandaUnd wie´s der Zufall will, veröffentlicht nun auch die TAZ einen Artikel, der sich dem Thema mal wieder etwas diplomatischer nähert.


Hey, der ist ja echt mal nicht schlecht. Es wird nicht von "Hass-Sängern" gesprochen und auch nicht von "Mördermusik die dafür verantwortlich ist das täglich Schwule abgeschlachtet werden".
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verfasst:
27.Apr 2010 - 18:37

Und dann hier nochmal was extrem hässliches vom 26. April (edit: 2007), ich nenn´s jetzt mal den "jamaikanischen Auruf zum Pogrom" in der allseits bekannten Gully-Community, East Kingston, JA:

Jamaica Star vom 26.4.2007
GAYS MUST LEAVE TODAY

By Dwayne Mcleod, Staff Reporter

Today has been proclaimed 'Gay Eradication Day' by residents of the McGregor Gully community in East Kingston. Residents say that they will be taking action as a two-week notice given to all gays and lesbians to flee the community has now expired.

THE STAR learnt that about two weeks ago angry residents who declared that they were fed up with seeing the activities of several gay persons in their community, ordered that they leave by today or suffer the consequences.

Some residents who admitted to THE STAR that they are a part of the "gay clearing out" scheme said that it is being done to protect their families and the community on a whole.

"Yu nuh si seh dem waa mash up di place an gi wi bad name, me haffi protect my yute dem from dem type a influence deh," one resident said while pointing out that they will not sit back and watch while their community falls into disrepute.

When THE STAR visited the area, a small group of residents pointed out an old community centre which is said to be the main 'hang out' spot for the lesbians. According to the residents the lesbians gather there almost nightly and can be seen hugging, kissing and even "touching".

The residents say they are mostly worried about the lesbian group as they are most prevalent and influential. The number of persons in this group is said to be steadily increasing.

In terms of the suspected gay men, the residents claim they are not as bold as the lesbians and are fewer but they too are expected to comply with the two-week notice.

Good source

"Some yute deh bout di place whe wi hear seh gone di nex way. Wi neva actually ketch dem, but wi hear from good source who si dem out a road a par wid man weh known as 'fish'. Dem nuh nuff still eno, but dem affi lef to, wi nuh want none a dem in ya," another female resident added.

Another resident who was not afraid to point fingers at a specific group of youngsters said that the alleged gays are all friends and are well-known in the community. "Yu si dem bway deh weh a walk up an dung inna dem tight pants an ah bleach out dem face, a dem enuh, nuff a dem a f .... t an a talk bout dem a danca," he told THE STAR.

Since the notice was handed down, at least one person has already fled the community. "... a nuh joke ting eno, one a dem cut out since week, him not even wait pon di last day, him jus cut, nobady not even kno weh him gone," THE STAR was told by a resident.

The residents say they will not stop until their community is "gay free" and are not afraid of resorting to extreme measures.


"Mi nuh know how dem come an a gwaan like seh dem tink a farin dem deh, dem tink seh dem can come inna gangsta town wid dem wrong up behaviour an nuttin nuh happen? Dem haffi leave, anyting a anyting," one obviously angry male said.

Efforts by THE STAR to speak to at least two of the persons alleged to be lesbians were unsuccessful.


Link zum Artikel: http://www.jama...s/news1.html

Gefunden vom User " m3n+@11y !n$@n3" (thx!) bei DHM http://www.dhmf...7#post545147

EDIT: hab nicht genau genug hingeguckt. der artikel ist von 2007 und damit zumindest was das veröffentlichungsdatum angeht eventuell nicht mehr aktuell. sorry.

wikipediaUnter einem Pogrom [...] versteht man eine gewaltsame, auch organisierte Massenausschreitung gegen Mitglieder religiöser, nationaler, ethnischer oder andersartig definierter Minderheiten oder Gruppen einer Bevölkerung, oft verbunden mit Plünderungen und Misshandlungen sowie Mord oder Völkermord.




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verfasst:
27.Apr 2010 - 19:32

RaggaDon @manbeißthund

Deine Argumentation mit dem LSVD stimmt auch nicht. Nach Deiner Aussage könnten wir alle Diebe usw frei lassen, weil es laufen ja noch Mörder frei rum und solange die frei sind...
(Das der LSVD überzieht da sind wir uns ja alle einig)

Auf welche Aussage bezieht sich denn dein seltsamer Vergleich?

Der LSVD "überzieht" nicht einfach nur. Er erstickt mit seinen Forderungen ganz absichtlich jeden Dialog im Keim. Die Forderungen sind eine unverhohlene Verarsche von den angeblichen "Opfern".


RaggaDon
MannBeißtHund
Wie du auf homosexuelle Menschen in deinem Umfeld reagierst ist deine Privatsache.


Und das ist der Punkt den Du, als anscheinend sehr junger Mensch, noch auf die Reihe bringen musst.
Das IST EBEN NICHT PRIVATSACHE, sondern sein Verhalten in der Öffentlichkeit.

Was meinst du mit "sein Verhalten"?




editiert von: MannBeißtHund, 27.04.2010, 19:35 Uhr

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verfasst:
27.Apr 2010 - 20:24

PandaUnd wie´s der Zufall will, veröffentlicht nun auch die TAZ einen Artikel, der sich dem Thema mal wieder etwas diplomatischer nähert.

ZitatManche Texte aber sind eindeutig. "Faggots have to run or get a bullet in the head"; Schwule müssen rennen, sonst kriegen sie eine Kugel in den Kopf - diese Zeile stammt aus einem der größten Hits der Reggae-Geschichte. "Boom Bye Bye" dröhnte im Frühjahr 1992 aus allen Boxen der Freiluft-Dancehalls von Kingston. Ein unwiderstehliches Stück Musik, Nacht für Nacht von hysterischer Begeisterung und gerne auch Salutschüssen in den Sternenhimmel begleitet. Ich war dabei und kaufte mir "Boom Bye Bye", nicht ahnend, worum es da ging. Denn Buju Bantons Jamaican English verstehen nur Deutsche mit Reggaediplom.

Durch Zufall kam ich damals zu einem Interview mit Buju Banton, einem spindeldürrem Kerlchen mit der Stimme eines Grizzly Bärs, damals gerade achtzehn Jahre alt.

http://www.yout...=jVXlD72X3t4
Buju Banton - Boom Bye Bye interview 1992
(Shabba Ranks ist da der Lustigste icon_biggrin , 1993 hat er noch den 2. Grammy bekommen icon_biggrin )

Der Videoclip zeigt dass sich die gesamte Debatte seit 1992 garnicht verändert hat.


Die These der jam. Soziologin aus dem TAZ-Text hat aber auch schon einen langen Bart und ist sehr eindimensional.
Bisher ist der Text von Jungle World über den importierten Homobegriff und Homophobie immer noch der tiefgründigste.






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verfasst:
10.Mai 2010 - 21:10

Jamaica the Commonwealth of Hate


News im Observer dazu


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Every ghetto yute don't fret
From you have have life
You have everything
Dem couldn't stop my breath
Can't take my life
Jah loves me so
Can't take my soul"
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verfasst:
11.Mai 2010 - 16:29

HillmanJamaica the Commonwealth of Hate

Eine Homepage von und für Homosexuelle (southfloridagaynews.com) macht wieder mal Stimmung gegen die jamaikanische Politik und Kultur.
Sicher können sich Homos dafür engagieren, dass jeder überall auf der Welt seine Homosexualität ausleben kann, aber dieser Artikel ist typisch afrophob. Die gesamte Insel Jamaika wird schon im Titel als "Commonwealth Of Hate" denunziert. Das hätte die BILD-Zeitung auch nicht kranker hinbekommen.

Zitat
Dancehall music has been criticized by international groups for its violent and often homophobic lyrics.

Aha, demnach sind also die meisten jamaikanischen Dancehall-Tunes gewaltverherrlichende Batty Man Tunes... Hier wird wieder die gesamte jam. Dancehall-Szene für das Feindbild benutzt.

Zitat
Since 1997, Amnesty International has documented the murders of 35 LGBT Jamaicans, and since 2008 it has catalogued more than 30 incidents of anti-gay mob violence.

Also sorry, aber von dem "Commonwealth Of Hate" hätte ich viel mehr Todesopfer erwartet. icon_smile
Jamaika hat eine sehr hohe Mordrate und da ist dann der Bezug zur Gesamtbevölkerung und Vergleiche zu anderen Gruppen auf Jamaika wichtig.
So gesehen kann man auch mal nachfragen, wieviele Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe in Florida, den gesamten USA oder auch in Deutschland seit 1997 ermordet oder verprügelt wurden.


Zitat
Among the more outspoken anti-gay dancehall artists is Buju Banton, a Kingston-born musician arrested in Tamarac last December by the DEA on charges he tried to sell five kilos of cocaine to undercover agents.

Banton, whose trial in Tampa is scheduled to begin June 21, came under fire from human rights groups because of the lyrics to his song “Boom Bye Bye,” released in 1988 when he was 15 years old.

Na wenigstens eine nützliche Info für mich. icon_wink

"Boom Bye Bye" ist der einzige schwulenfeindliche Song von Buju und wird wahrscheinlich noch in 30 Jahren von den schwulen Medien promotet.


Zitat
The Caribbean, including Jamaica, has the second-highest HIV infection rate in the world, behind sub-Saharan Africa.

The United Nations estimates that 25,000 Jamaicans are infected with HIV; a significant number do not know that they have the virus.

http://www.yout...=PNYolNdibyw






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verfasst:
11.Mai 2010 - 19:17

Mark Myrie hat mehr Antihomotunes gevoiced als nur BoomByeBye..ist wohl textlich der brutalste, aber nicht der einzige...auf seinem Label Gargamel hat er ja noch paar Klassiker wie "Gay waan Rights", "Men" und noch paar andere veröffentlicht...also hin und her, ich bin großer Bujufan...aber ich denke trotzdem, dass er wohl definitiv einer der radikalsten Antigaypromis von Jamaika ist....
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verfasst:
13.Mai 2010 - 15:30

Shogun ...also hin und her, ich bin großer Bujufan...aber ich denke trotzdem, dass er wohl definitiv einer der radikalsten Antigaypromis von Jamaika ist....

jaja so "radikal", dass er sich mit seinen "Feinden" an einen Tisch setzt...
http://mpetreli...s-first.html

...und sich gegen Gewalt-Lyrics ausspricht...
http://www.jama...s/news1.html






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verfasst:
13.Mai 2010 - 15:42

Wenn er sich um Sorgen bzgl. seiner Karriere mit der Gaylobby aus SF trifft bzgl. auch wegen Verhinderung seiner Konzerte, hat das glaube ich nicht wirklich mit einer Veränderung in seinem Charakter zu tun. Gleiches gilt wohl auch, wenn er sich gegen Gewalttunes ausspricht, aber innerhalb Jamaika als einer der wenigen Artists als richtiger Rudeboy gilt, der Verbindungen zu diversen schrägen Vögeln hat.

"Radikal" ist vllt zu arg, sagen wir Hardliner....
MannBeißtHund
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verfasst:
13.Mai 2010 - 15:49

ShogunWenn er sich um Sorgen bzgl. seiner Karriere mit der Gaylobby aus SF trifft bzgl. auch wegen Verhinderung seiner Konzerte, hat das glaube ich nicht wirklich mit einer Veränderung in seinem Charakter zu tun.


Selbstverständlich findet Buju Homosexualität weiterhin scheiße.
Es geht nicht um eine "Veränderung" der Einstellung zu diesem Thema, sondern um den Umgang mit diesen Menschen (sprich: keinen Aufruf zur Gewalt).

Ich bezweifle stark, dass sich der jugendliche Buju von 1992 mit Homos an einen Tisch gesetzt hätte. Dadurch hätte er auch ganz schnell an Glaubwürdigkeit (Credibility) verloren.












editiert von: MannBeißtHund, 13.05.2010, 16:09 Uhr

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verfasst:
13.Mai 2010 - 17:11

wahrscheinlich wohl nicht, aber der Buju von bis vor zwei drei Jahren wohl auch nicht und oben genannte Tunes waren ja auch eher kurz vor und nach dem Millenium...aber sonst haste recht....
Jesuaesen
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verfasst:
17.Mai 2010 - 12:40

Queer.de Artikel zum Sizzla Auftritt auf dem CRS
Abstimmung dazu auf Queer.de

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verfasst:
17.Mai 2010 - 13:49

chiemsee-reggae.de
Sizzla Kalonji ist unbestritten eine der schillerndsten, aber auch umstrittensten Figuren in der Reggae- und Dancehall-Szene. Beim Chiemsee Reggae Summer feiert der Jamaikaner 2010 seinen einzigen Festival-Auftritt in Deutschland.

Der wegen homophober Äußerungen kritisierte und in der Vergangenheit oftmals mit Auftrittsverboten belegte Künstler wurde von uns ganz bewusst gebucht:Wir sind für Kunstfreiheit, wir sind für Meinungsfreiheit, den Respekt vor anderen Kulturkreisen und wir sind gegen verfassungswidrige Zensurbestrebungen. Selbstverständlich achten wir und alle auftretenden Künstler darauf, dass beim Chiemsee Reggae Summer die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland eingehalten werden.“


Mir schwant, dass der von mir gefettete Teil des Zitats für ordentlich Zündstoff sorgen wird...

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MannBeißtHund
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verfasst:
18.Mai 2010 - 19:46

Mit was für einer juristischen Begründung können ausländische Musiker eigentlich an der Einreise gehindert werden?

Kann man Sizzla einfach die Einreise verbieten, obwohl man garnicht weiß, ob er überhaupt Batty Boy Tunes singt?


BTW: Chiemsee ist mir zu weit weg und zu teuer für einen Auftritt von Sizzla, den ich eh für etwas überbewertet halte.

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verfasst:
18.Mai 2010 - 19:52

MannBeißtHundMit was für einer juristischen Begründung können ausländische Musiker eigentlich an der Einreise gehindert werden?

Kann man Sizzla einfach die Einreise verbieten, obwohl man garnicht weiß, ob er überhaupt Batty Boy Tunes singt?


Die Thematik tauchte in dem Thread auch schonmal auf und wurde von einigen mit Paragraphen und Co inhaltlich ausgearbeitet bzw. dekonstrutiert. Einfach mal mit der Suche den Thread durchforsten.

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verfasst:
19.Mai 2010 - 09:40

Zitat Von GayPride
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 08.04.2010

hier: http://www.quee...cle_id=12162


user "GayPride" bei queer.deLiebe Freunde unserer Verfassung,
in Anbetracht der Tatsache, dass hier unzählige Beiträge gepostet werden, die Dancehall-Künstlern jegliche Rechte absprechen, sehe ich mich zu einer rechtlichen Klarstellung veranlasst.
Leider sind immer wieder Kommentare zu lesen, die den Eindruck suggerieren, homophob-gewaltverherrlichendes Denken verstoße gegen die Meinungsfreiheit bzw. entsprechende Äußerungen außerhalb Deutschlands würden per se zu einer Einschränkung der Meinungsfreiheit der Dancehall-Sänger hierzulande führen.
Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Birnen sollten nicht mit Äpfel verglichen werden.
Grundsätzlich ist es richtig, wenn gesagt wird, homophobe Äußerungen dürften in Deutschland nicht getätigt werden. Dies gilt jedenfalls dann, wenn sie zu Gewalt aufrufen.
Da allerdings auch Dancehall-Sängern der Protest nicht entgangen sein dürfte, ist wohl keiner so dumm und lässt sich während eines Deutschlandkonzerts zu homophoben Äußerungen verleiten.
Genau dieses Ausbleiben entsprechender Äußerungen ist allerdings für die rechtliche Bewertung entscheidend.
Voraussetzung einer Meinung i. S. d. Art. 5 I GG, ist eine Äußerung. Es wird also zwingend eine Kundgabe vorausgesetzt. Dies ist Art. 5 I GG immanent.
Sind homophob-gewaltverherrlichende Äußerungen im Geltungsgebiet unserer Rechtsordnung nicht zu erwarten, so besteht überhaupt keine Möglichkeit der Einschränkung.
Würde ein Konzert bei dem Vorliegen der geschilderten Tatsachenlage abgesagt, käme dies einer Bestrafung für „falsches Denken“ gleich.
Dann allerdings handelt es sich nicht mehr um die Einschränkung der Meinungsfreiheit, wie sie der Art. 5 I GG schützt, sondern um eine der „Denkfreiheit“. Das freie (wenn auch moralisch angreifbare) Denken wird allein von der Menschenwürde i. S. d. Art 1 GG geschützt. Diese ist allerdings gar nicht einschränkbar!!!
Der bloße Eingriff in die Menschenwürde führt zur Rechtswidrigkeit der Maßnahme. Der Mensch (also auch ein Dancehall-Sänger) darf nicht zum bloßen Objekt staatlichen Handelns verkommen. Insofern besteht also ein Unterschied zu sonstigen Grundrechten, die im Falle einer Kollision mit denjenigen Dritter, im Wege einer praktischen Konkordanz in einen gerechten Ausgeleich zubringen sind.
Davon abgesehen, wäre im Falle der Nicht-Äußerung bereits eine Kollision mit Grundrechten Dritter (hier: der Homosexuellen) gar nicht denkbar.
Das Gesagte gilt analog grundsätzlich auch für die Religionsfreiheit i. S. d. Art. 4 I. Aufgrund der bloßen inneren Überzeugung (sog. forum internum) ist eine Einschränkung mangels Kollisionsfähigkeit mit Grundrechten Dritter nicht möglich.
Wie sich die Künstler in der Vergangenheit geäußert haben oder jenseits unserer Rechtsordnung äußern, ist insofern irrelevant. Auch gelten die Grundrechte für jedermann, insbesondere unabhängig davon, ob ein Künstler den Reggae-Compassion-Act unterzeichnet hat oder nicht.
Da sich die Dancehall-Künstler HIERZULANDE, in der jüngeren Vergangenheit, ordentlich Verhalten haben, besteht mangels Gefahr erneuter homophober Äußerungen keine Rechtsgrundlage für ein behördliches Auftrittsverbot. Dass es zu keinen Äußerungen in der jüngeren Vergangenheit kam, wurde auch durch polizei- und verfassungsrechtliche Überwachung bestätigt.
Um Auftritte der Dancehall-Stars zu verhindern, bliebe nur noch die Möglichkeit eines Einreiseverbotes. Am Versuch ein solches gegen Sizzla (einem Reggae-Sänger) durchzusetzen, ist im Herbst 2009 Volker Beck grandios gescheitert. Auf die Frage Becks, warum die Bundesregierung die Einreise Sizzlas nicht verhindert habe, antwortete Ole Schröder, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, kühn, dass "das Bundesministerium des Innern die Innenressorts der betreffenden Länder nochmals gebeten hat, notfalls durch ordnungsbehördliche Maßnahmen sicherzustellen, dass kein strafbewehrtes Liedgut vorgetragen wird. Dadurch werden die Belange der öffentlichen Sicherheit auch weiterhin angemessen gewahrt. Auch sei zu berücksichtigen, dass (...) bei zurückliegenden Konzerten IN EUROPA keine Liedtexte mit strafrechtlich relevantem Inhalt bekannt geworden sind.
Zur Frage, ob die Bundesregierung bereit sei, eine erneute Eintragung Sizzlas ins Schengen-Informationssystem zu prüfen, antwortete der Parlamentarische Staatssekretär, dass wir IN EINEM RECHTSSTAAT LEBEN, DER FÜR ALLE GELTE (also auch für Dancehall-Sänger; Anm. des Autors). Die Einstellung in das Schengener Informationssystem sei ein sehr WEITREICHENDER SCHRITT UND NICHT MIT DEM RECHTSSTAATLICHEN PRINZIP DER VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT ZU VEREINBAREN.

dip21.bundestag.de/dip21/btp/17/17006.pdf

Daher kann es nur ein Ergebnis geben:
"Ich mag verdammen, was du denkst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du denken darfst".
Der Geist ist frei.

Diese Ausführungen sollen aber nicht bedeuten, dass es nicht sinnvoll ist zu protestieren. Protest ist wichtig und richtig. Art. 8 I GG ist ein Grundpfeiler unserer Demokratie i. S. d. Art. 20 III GG. Allerdings ist das Forderung nach einem Konzertverbot per se verfassungsrechtlich problematisch. Es sollte daher vielmehr gegen Homophobie als solche protestiert werden.

Die Veranstalter des Chiemsee Reggae Festivals vertreten den einzig richtigen und rechtlich unangreifbaren Standpunkt, gleichwohl es sich nur um eine Widergabe deutscher Rechtsprechung und Gesetzeslage handelt. Eine Einschränkung der Kunstfreiheit ist im Falle der Nichtwidergabe allein schon mangels kollisonsfähiger Rechtsgüter Dritter nicht möglich.

Eine Auseinandersetzung mit Sizzlas Kultur halte ich für überflüssig. Zum einen rechtfertigt auch diese keine Beleidigenden Äußerungen, zum anderen sind ja überhaupt keine Äußerungen zu erwarten.

Man darf gespannt sein, ob sich Volker Beck wieder zum Gespött deutscher Juristen macht, indem er aus Frust über seine Machtlosigkeit mit Anzeigen und Einreiseverboten "umsich wirft". Ich denke Ole Schröder erklärt im die Rechtslage gerne nochmals. Würde mich trotzdem der Schadenfreude wegen auf "Aktionen" freuen. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass sich Sizzla im November so vorbildlich verhalten, dürften die Erfolgsaussichten Beck´scher Agitationen nochmal stärker gegen Null tendieren.

Die Stelle an dem der Artikel behauptet, Sizzla hätte Schwierigkeiten gehabt, seine Hass-Lieder zu verbreiten, trägt im Übrigen nicht zu einer Befriedung des Konflikts bei. Zum einen hat er seit Jahren nichts mehr entsprechendes in Europa kundgetan (vgl. Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage: dip21.bundestag.de/dip21/btp/17/17006.pdf), zum anderen wird damit konkludent Konzertbesuchern unterstellt, sie würden wollten entsprechendes hören. Dies ist wirkt schlichtweg unseriös.

Leider muss ich mir immer häufiger die Frage stellen, warum die Homo-Community eine solche ungeradlinige Einstellung zu unserer Verfassung vertritt. Zum einen fordert sie entsprechend unserer Verfassung - völlig zu Recht ein - mit Heterosexuellen gleich gestellt zu werden. Andererseits will man Sizzla gar keine verfassungsrechtlichen Schutz gewähren, obwohl gar keine Rechtsverletzungen Dritter auf dem Geltungsgebiet unserer wunderbaren Verfassung drohen. Wie passt so etwas zusammen. Nur weil er sich im nicht-europäischen Ausland in der Vergangenheit unpassend verhalten hat, wird er deswegen nicht zum Rechtlosen.

Das Sizzla eine Person der Gegensätze ist, ist völlig unstreitig. Dass er Proteste hervorruft ebenfalls. Dass man ihn allerdings behandelt, als würden in wir noch in unserer braunen Vergangenheit leben, ist untragbar.

Deswegen :
Proteste gegen Homophobie: JA.
Konzertverbote: NEIN.
Und will ich auf keinen Fall das Volker Beck-Gelaber hören i. S. v. "Wir wollen so einem keine Bühne bieten".



zitat queer.de hier:

http://www.quee...cle_id=12162

xsybex
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verfasst:
19.Mai 2010 - 13:01

da hat sich jemand richtig informiert..respekt!
MannBeißtHund
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verfasst:
19.Mai 2010 - 17:11

rocketZitat Von GayPride
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Mitglied seit 08.04.2010

hier: http://www.quee...cle_id=12162

user "GayPride" bei queer.de
...
Grundsätzlich ist es richtig, wenn gesagt wird, homophobe Äußerungen dürften in Deutschland nicht getätigt werden. Dies gilt jedenfalls dann, wenn sie zu Gewalt aufrufen.
Da allerdings auch Dancehall-Sängern der Protest nicht entgangen sein dürfte, ist wohl keiner so dumm und lässt sich während eines Deutschlandkonzerts zu homophoben Äußerungen verleiten.
Genau dieses Ausbleiben entsprechender Äußerungen ist allerdings für die rechtliche Bewertung entscheidend.
Voraussetzung einer Meinung i. S. d. Art. 5 I GG, ist eine Äußerung. Es wird also zwingend eine Kundgabe vorausgesetzt. Dies ist Art. 5 I GG immanent.
Sind homophob-gewaltverherrlichende Äußerungen im Geltungsgebiet unserer Rechtsordnung nicht zu erwarten, so besteht überhaupt keine Möglichkeit der Einschränkung.
Würde ein Konzert bei dem Vorliegen der geschilderten Tatsachenlage abgesagt, käme dies einer Bestrafung für „falsches Denken“ gleich.
Dann allerdings handelt es sich nicht mehr um die Einschränkung der Meinungsfreiheit, wie sie der Art. 5 I GG schützt, sondern um eine der „Denkfreiheit“. Das freie (wenn auch moralisch angreifbare) Denken wird allein von der Menschenwürde i. S. d. Art 1 GG geschützt. Diese ist allerdings gar nicht einschränkbar!!!
Der bloße Eingriff in die Menschenwürde führt zur Rechtswidrigkeit der Maßnahme. Der Mensch (also auch ein Dancehall-Sänger) darf nicht zum bloßen Objekt staatlichen Handelns verkommen. Insofern besteht also ein Unterschied zu sonstigen Grundrechten, die im Falle einer Kollision mit denjenigen Dritter, im Wege einer praktischen Konkordanz in einen gerechten Ausgeleich zubringen sind.
Davon abgesehen, wäre im Falle der Nicht-Äußerung bereits eine Kollision mit Grundrechten Dritter (hier: der Homosexuellen) gar nicht denkbar.
Das Gesagte gilt analog grundsätzlich auch für die Religionsfreiheit i. S. d. Art. 4 I. Aufgrund der bloßen inneren Überzeugung (sog. forum internum) ist eine Einschränkung mangels Kollisionsfähigkeit mit Grundrechten Dritter nicht möglich.
Wie sich die Künstler in der Vergangenheit geäußert haben oder jenseits unserer Rechtsordnung äußern, ist insofern irrelevant. Auch gelten die Grundrechte für jedermann, insbesondere unabhängig davon, ob ein Künstler den Reggae-Compassion-Act unterzeichnet hat oder nicht.
Da sich die Dancehall-Künstler HIERZULANDE, in der jüngeren Vergangenheit, ordentlich Verhalten haben, besteht mangels Gefahr erneuter homophober Äußerungen keine Rechtsgrundlage für ein behördliches Auftrittsverbot. Dass es zu keinen Äußerungen in der jüngeren Vergangenheit kam, wurde auch durch polizei- und verfassungsrechtliche Überwachung bestätigt.
Um Auftritte der Dancehall-Stars zu verhindern, bliebe nur noch die Möglichkeit eines Einreiseverbotes. Am Versuch ein solches gegen Sizzla (einem Reggae-Sänger) durchzusetzen, ist im Herbst 2009 Volker Beck grandios gescheitert. Auf die Frage Becks, warum die Bundesregierung die Einreise Sizzlas nicht verhindert habe, antwortete Ole Schröder, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, kühn, dass "das Bundesministerium des Innern die Innenressorts der betreffenden Länder nochmals gebeten hat, notfalls durch ordnungsbehördliche Maßnahmen sicherzustellen, dass kein strafbewehrtes Liedgut vorgetragen wird. Dadurch werden die Belange der öffentlichen Sicherheit auch weiterhin angemessen gewahrt. Auch sei zu berücksichtigen, dass (...) bei zurückliegenden Konzerten IN EUROPA keine Liedtexte mit strafrechtlich relevantem Inhalt bekannt geworden sind.
Zur Frage, ob die Bundesregierung bereit sei, eine erneute Eintragung Sizzlas ins Schengen-Informationssystem zu prüfen, antwortete der Parlamentarische Staatssekretär, dass wir IN EINEM RECHTSSTAAT LEBEN, DER FÜR ALLE GELTE (also auch für Dancehall-Sänger; Anm. des Autors). Die Einstellung in das Schengener Informationssystem sei ein sehr WEITREICHENDER SCHRITT UND NICHT MIT DEM RECHTSSTAATLICHEN PRINZIP DER VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT ZU VEREINBAREN.

dip21.bundestag.de/dip21/btp/17/17006.pdf

Daher kann es nur ein Ergebnis geben:
"Ich mag verdammen, was du denkst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du denken darfst".
Der Geist ist frei.

Diese Ausführungen sollen aber nicht bedeuten, dass es nicht sinnvoll ist zu protestieren. Protest ist wichtig und richtig. Art. 8 I GG ist ein Grundpfeiler unserer Demokratie i. S. d. Art. 20 III GG. Allerdings ist das Forderung nach einem Konzertverbot per se verfassungsrechtlich problematisch. Es sollte daher vielmehr gegen Homophobie als solche protestiert werden.

Die Veranstalter des Chiemsee Reggae Festivals vertreten den einzig richtigen und rechtlich unangreifbaren Standpunkt, gleichwohl es sich nur um eine Widergabe deutscher Rechtsprechung und Gesetzeslage handelt. Eine Einschränkung der Kunstfreiheit ist im Falle der Nichtwidergabe allein schon mangels kollisonsfähiger Rechtsgüter Dritter nicht möglich.

Eine Auseinandersetzung mit Sizzlas Kultur halte ich für überflüssig. Zum einen rechtfertigt auch diese keine Beleidigenden Äußerungen, zum anderen sind ja überhaupt keine Äußerungen zu erwarten.

Man darf gespannt sein, ob sich Volker Beck wieder zum Gespött deutscher Juristen macht, indem er aus Frust über seine Machtlosigkeit mit Anzeigen und Einreiseverboten "umsich wirft". Ich denke Ole Schröder erklärt im die Rechtslage gerne nochmals. Würde mich trotzdem der Schadenfreude wegen auf "Aktionen" freuen. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass sich Sizzla im November so vorbildlich verhalten, dürften die Erfolgsaussichten Beck´scher Agitationen nochmal stärker gegen Null tendieren.

Die Stelle an dem der Artikel behauptet, Sizzla hätte Schwierigkeiten gehabt, seine Hass-Lieder zu verbreiten, trägt im Übrigen nicht zu einer Befriedung des Konflikts bei. Zum einen hat er seit Jahren nichts mehr entsprechendes in Europa kundgetan (vgl. Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage: dip21.bundestag.de/dip21/btp/17/17006.pdf), zum anderen wird damit konkludent Konzertbesuchern unterstellt, sie würden wollten entsprechendes hören. Dies ist wirkt schlichtweg unseriös.

Leider muss ich mir immer häufiger die Frage stellen, warum die Homo-Community eine solche ungeradlinige Einstellung zu unserer Verfassung vertritt. Zum einen fordert sie entsprechend unserer Verfassung - völlig zu Recht ein - mit Heterosexuellen gleich gestellt zu werden. Andererseits will man Sizzla gar keine verfassungsrechtlichen Schutz gewähren, obwohl gar keine Rechtsverletzungen Dritter auf dem Geltungsgebiet unserer wunderbaren Verfassung drohen. Wie passt so etwas zusammen. Nur weil er sich im nicht-europäischen Ausland in der Vergangenheit unpassend verhalten hat, wird er deswegen nicht zum Rechtlosen.
...



@ rocket & GayPride: icon14


Vielen Dank für die Infos und das Posting!

Damit sind meine beiden Fragen auch sehr gut beantwortet.

Ich wusste doch, dass es verfassungswidrig ist einfach Leute an der Einreise zu hindern die nichts verbrochen haben. Für mich ist Volker Beck mit seiner radikalen Holzhammer-Vorgehensweise auch nur ein Faschist wie das braune Gesocks.

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verfasst:
19.Mai 2010 - 23:20

MannBeißtHundFür mich ist Volker Beck mit seiner radikalen Holzhammer-Vorgehensweise auch nur ein Faschist wie das braune Gesocks.

Hui, ich bin bei weitem kein Freund Volker Becks, aber ich reagier derbe allergisch auf solche Vergleiche und jegliche Verhamlosung des "braunen Gesocks"!
champanda
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verfasst:
20.Mai 2010 - 09:33

Volker Beck ist menschenrechtspolitischer Sprecher der Grünen und erster parlamentarischer Geschäftsführer der Partei. Entgegen der subjektiven Wahrnehmung vieler Reggaefans hat er nachweislich noch viele anderem Themen auf der Agenda, als beispielsweise nur Sizzla in den Arsch zu treten. Ich reiche mal den Holzhammer zurück, weil der Faschistenvergleich echt jeglicher Grundlage entbehrt. Ich habe auch so meine politisch-inhaltlichen Probleme mit Beck, neben diverser anderer Fehlgriffe und Statements, die mir politisch nicht so in den Kram passen, finde ich auch seine Vorgehensweise in Sachen "Hasssänger" (allein schon wegen des Wortes und seiner inflationären Nutzung auch in der parlamentarischen Debatte) manchmal arg unpassend.

Die oben zitierten Passagen von "GayPride" sind in der Tat recht interessant, viel interessanter finde ich fast noch das verlinkte parlamentarische Steno-Protokoll. Ist schon lustig zu lesen, das ministeriumsintern YouTube-Links als Beweismittel verschickt werden und diverse europäische Ermittlungsbehörden und Verfassungsschutzorgane sich mit einem Typen wie Sizzla beschäftigen. Ole Schröder und Beck sind sich im Übrigen, wenn mein Eindruck mich nicht täuscht, weitestgehend einig, was Auftrittsverbote von "Hasspredigern" und "Hasssängern" angeht, immer vorrausgesetzt, dass o.g. nachweislich innerhalb der befristeten Schengen-Intervalle Verstöße begangen haben. Sollten sie innerhalb eines Zeitraums X sauber geblieben sein, besteht aus Sicht von Schröder (der nebenbeibemerkt die Beobachtung und Ahndung von menschenfeindlichen Künstlern über den reinen Reggaetellerrand - also wohl auch HipHop & Co. - hinaus befürwortet!) auch kein Anlass, vom Gegenteil auszugehen. Das bezeichnet den Knackpunkt. Hier gehen Beck´s und Schröder´s Meinung auseinander. Schröder argumentiert gesetzlich, bürokratisch und auf den europäischen Boden bezogen - Beck argumentiert ethisch und global.

Zu GayPride´s Ausführungen: im Prinzip läuft das ja auf das hinaus, was Uli Güldner ja auch schon in einer der letzten RIDDIM-Ausgaben gefordert hat. Ein rechtssicheres Abkommen - quasi ein deutscher Reggae Compassionate Act - welches wasserdicht und überprüfbar sichert, dass in Deutschland keinerlei verfassungsfeindliche Lyrics gekickt werden. Soweit so gut, ich halte das zumindest erstmal für einen pragmatischen Ansatz, um zukünftig überhaupt erstmal wieder eine Situtation zu schaffen, in der geblacklistete jamaikanische Artists wieder auftreten könn(t)en. Der Ansatz ist pragmatisch, rationell und lässt sich zumindest "gesetzlich" auch irgendwie vertreten. Dem gegenüber steht die ethisch-moralische Argumentation Beck´s und anderer Aktivisten, die ungefähr so lautet: "Was hilft´s, wenn man sich einen gesetzlich sterilisierten europäischen (Auftritts-)Raum schafft und sich einen Sizzla ins Land holt, der dann eine Woche später out of Europe (z.B. in Zimbabwe) wieder die lyrische Keule raus holt?" Das ist im Großen und Ganzen die Zwickmühle.

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"Reggaeapologeten - diese deutsche Dancehallrichtung ist so garnicht meins. Ich denke, dass zunehmendes Alter und Reife bei vielen ohnehin eine Entkoppelung von subkulturellen Dogmen bedeuten." + follow me: http://twitter.com/champanda
MistahJones
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verfasst:
20.Mai 2010 - 10:59

Panda Dem gegenüber steht die ethisch-moralische Argumentation Beck´s und anderer Aktivisten, die ungefähr so lautet: "Was hilft´s, wenn man sich einen gesetzlich sterilisierten europäischen (Auftritts-)Raum schafft und sich einen Sizzla ins Land holt, der dann eine Woche später out of Europe (z.B. in Zimbabwe) wieder die lyrische Keule raus holt?" Das ist im Großen und Ganzen die Zwickmühle.

Allerdings! Und ich muss auch sagen, wenn ich nicht die grün-gelb-schwarze Reggae-Brille aufhätte und nur (z.B.) TAZ-Artikel (die ich nebenbei sehr gerne lese icon_biggrin ) mit Volker Becks Äußerungen als Grundlage hätte, dann würde ich wahrscheinlich die "Hasssänger" aufs Ärgste bekämpfen...
Und nebenbei ist für mich die oben genannte Position Becks (Zimbabwe) total nachzuvollziehen, es ist ja irgendwie alles nur scheinheiliger Kram.
Trotzdem denke ich auch, dass man da eine Regelung finden muss, bei der solche Sänger auftreten dürfen, wenn sie sich an die Regeln halten.
Aber die Gegenposition ist ohne o.g. Brille definitiv sowas von nachvollziehbar! icon_biggrin
champanda
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verfasst:
20.Mai 2010 - 14:37

champandaMir schwant, dass der von mir gefettete Teil des Zitats für ordentlich Zündstoff sorgen wird...


Ich sollte Hellseher werden...in Anbetracht der Kommentare...

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champanda
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verfasst:
20.Mai 2010 - 16:24

Mal was anderes zum Thema Homophobie. Diesmal aus Frankreich, wo ein homosexuelles "Kiss-In" eskaliert ist. Und ja, da war wirklich "braunes Pack" beteiligt

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MannBeißtHund
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verfasst:
20.Mai 2010 - 17:50

MistahJones
MannBeißtHundFür mich ist Volker Beck mit seiner radikalen Holzhammer-Vorgehensweise auch nur ein Faschist wie das braune Gesocks.

Hui, ich bin bei weitem kein Freund Volker Becks, aber ich reagier derbe allergisch auf solche Vergleiche und jegliche Verhamlosung des "braunen Gesocks"!

Volker Beck sind die Verfassung oder irgendwelche Menschenrechte egal. Wenn es nach ihm ginge würde kein jamaikanischer Deejay deutschen Boden betreten. Für mich ist Volker Beck ein Faschist, der nur seine eigenen Interessen durchsetzen will (Schwulen-Lobby). Seine eigenen Interessen sind nicht einfach schwulenfeindliche Musik zu verhindern, er will gleich die Deejays auf Lebenszeit verbieten, egal welche Songs sie performen.

Volker Beck ist ein typischer Politiker, also ein verdammter Heuchler.
Wenn von ihm und den anderen radikalen Homos global argumentiert wird frage ich mich warum wir Deutschen mit Erdgas aus dem schwulenfeindlichen Russland heizen?
Volker Beck hat auch deutsche Soldaten in einen sinnlosen Krieg nach Afghanistan geschickt, gibt es da mittlerweile die Homo-Ehe? Dort wollte man noch vor wenigen Monaten einen ehemaligen Muslimen der zum Christentum konvertiert ist zum Tode verurteilen. Warum werden afghanische Politiker nach Deutschland eingeladen und Afghanistan von Deutschland finanziell unterstützt? Und muss ich noch was über unsere guten Beziehungen zu China schreiben?
Wo bleibt da Volker Becks Homo-Protest? Er fischt sich bewußt nur die kleinen Fische raus um sich zu profilieren und seine Marionetten (wie auch ihr) folgen ihm...

Deutschland ist der 3. größte Waffenexporteur der Welt.



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verfasst:
20.Mai 2010 - 17:57

ausnahmsweise hast du recht..auch wenn es übertrieben und sehr emotional aufgeladen ist...und mit dem Wort Faschist wäre ich vorsichtig...einigen wir uns aus reaktionär....

Problem sind ja die Menschenrechte, die ja angeblich nicht so vorhanden sind auf Jamaika --> Toleranz für Homosexuelle....
Ist es aber nicht auch ein Grundrecht Zugang zu Grundwasser, Nahrung und Bildung zu haben und ein lebenswertes Leben führen zu können...

a lá "Ich kämpfe dafür, das im Ghetto wo die Leute ohne Nahrung und Bildung sind und keinen Zugang zum Gesundheitswesen haben, wenigstens Homosexuell sein können...."
bullshit ist das...ganz einfach!!!
Amper
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verfasst:
20.Mai 2010 - 20:04

MannBeißtHund
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Hui, ich bin bei weitem kein Freund Volker Becks, aber ich reagier derbe allergisch auf solche Vergleiche und jegliche Verhamlosung des "braunen Gesocks"!

Volker Beck sind die Verfassung oder irgendwelche Menschenrechte egal. Wenn es nach ihm ginge würde kein jamaikanischer Deejay deutschen Boden betreten. Für mich ist Volker Beck ein Faschist, der nur seine eigenen Interessen durchsetzen will (Schwulen-Lobby). Seine eigenen Interessen sind nicht einfach schwulenfeindliche Musik zu verhindern, er will gleich die Deejays auf Lebenszeit verbieten, egal welche Songs sie performen.

Volker Beck ist ein typischer Politiker, also ein verdammter Heuchler.
Wenn von ihm und den anderen radikalen Homos global argumentiert wird frage ich mich warum wir Deutschen mit Erdgas aus dem schwulenfeindlichen Russland heizen?
Volker Beck hat auch deutsche Soldaten in einen sinnlosen Krieg nach Afghanistan geschickt, gibt es da mittlerweile die Homo-Ehe? Dort wollte man noch vor wenigen Monaten einen ehemaligen Muslimen der zum Christentum konvertiert ist zum Tode verurteilen. Warum werden afghanische Politiker nach Deutschland eingeladen und Afghanistan von Deutschland finanziell unterstützt? Und muss ich noch was über unsere guten Beziehungen zu China schreiben?
Wo bleibt da Volker Becks Homo-Protest? Er fischt sich bewußt nur die kleinen Fische raus um sich zu profilieren und seine Marionetten (wie auch ihr) folgen ihm...

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Bams, bei aller freien Meinung. Du gibst leider nen guten Demagogen ab mit deiner Schwarz/Weiß gemalten Welt und den Urteilen über Menschen, von denen du anscheinend nur einen Bruchteil weißt. Ganz im Sinne von Carl Schmitts Freund Feind Prinzip wird hier zwischen gut und schlecht unterschieden. So homogen ist weder ein Volker Beck mit seiner Lobby, noch die jamaikanische Kultur. Diese Parallele scheint hier so oder so jeder zu übersehen bei der subjektiven Einschätzung der teilnehmenden Akteure des Diskurses.

@shogun: Ich würde ja vorsichtig sein da zuzustimmen, genau wie bei deiner Einschätzung im Namen der Grünen oder Volker Beck das Grundrecht auf Nahrung etc. zu negieren. Kritik ist ja ok, aber da setzt man sich mit den falschen Leuten ins Boot.

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verfasst:
20.Mai 2010 - 20:19

Amper
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Hui, ich bin bei weitem kein Freund Volker Becks, aber ich reagier derbe allergisch auf solche Vergleiche und jegliche Verhamlosung des "braunen Gesocks"!

Volker Beck sind die Verfassung oder irgendwelche Menschenrechte egal. Wenn es nach ihm ginge würde kein jamaikanischer Deejay deutschen Boden betreten. Für mich ist Volker Beck ein Faschist, der nur seine eigenen Interessen durchsetzen will (Schwulen-Lobby). Seine eigenen Interessen sind nicht einfach schwulenfeindliche Musik zu verhindern, er will gleich die Deejays auf Lebenszeit verbieten, egal welche Songs sie performen.

Volker Beck ist ein typischer Politiker, also ein verdammter Heuchler.
Wenn von ihm und den anderen radikalen Homos global argumentiert wird frage ich mich warum wir Deutschen mit Erdgas aus dem schwulenfeindlichen Russland heizen?
Volker Beck hat auch deutsche Soldaten in einen sinnlosen Krieg nach Afghanistan geschickt, gibt es da mittlerweile die Homo-Ehe? Dort wollte man noch vor wenigen Monaten einen ehemaligen Muslimen der zum Christentum konvertiert ist zum Tode verurteilen. Warum werden afghanische Politiker nach Deutschland eingeladen und Afghanistan von Deutschland finanziell unterstützt? Und muss ich noch was über unsere guten Beziehungen zu China schreiben?
Wo bleibt da Volker Becks Homo-Protest? Er fischt sich bewußt nur die kleinen Fische raus um sich zu profilieren und seine Marionetten (wie auch ihr) folgen ihm...

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Bams, bei aller freien Meinung. Du gibst leider nen guten Demagogen ab mit deiner Schwarz/Weiß gemalten Welt und den Urteilen über Menschen, von denen du anscheinend nur einen Bruchteil weißt. Ganz im Sinne von Carl Schmitts Freund Feind Prinzip wird hier zwischen gut und schlecht unterschieden. So homogen ist weder ein Volker Beck mit seiner Lobby, noch die jamaikanische Kultur. Diese Parallele scheint hier so oder so jeder zu übersehen bei der subjektiven Einschätzung der teilnehmenden Akteure des Diskurses.

Amper, du kannst dir dein SchwarzWeißFreundFeind-Geblubber auch wieder dahin zurückschieben wo es rauskam...
Demagogen? Gehe mal lieber auf meine Fragen ein anstatt mich zu beleidigen. Was ich geschrieben habe entspricht der Realität und wenn du es anders siehst gehe sachlich darauf ein und widerlege es.



editiert von: MannBeißtHund, 20.05.2010, 20:20 Uhr

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verfasst:
20.Mai 2010 - 20:35

Ich glaube nicht das es meine Aufgabe ist dir das Lesen beizubringen. Deine Fragen sind alle schonmal beantwortet worden und des Weiteren sehe ich den Hang zu übertriebenen, teils beleidigenden Aussagen eher bei dir. Aber ich versteh schon das man nicht gerne Demagoge genannt wird. Kein Frage, den Einwand von Mista Jones sollte man ernst nehmen, daher auch mein provokante Konter.

Wer Beck einen Faschisten nennt, wer im gleichen Atemzug alle Politiker als Heuchler abstempelt (etc.) und wer vor allem in einem Thread über Homophobie es schafft das alles in rhetorisch verpackte Gesamtaussagen über die Welt zu verpacken. Der brauch eigentlich keine Antwort mehr im 21. Jhd., da die Allgemeinheit das wohl eh schon kritisch sehen wird mit was für einer anscheinend (unterstelle ich dir einfach mal bei deiner Wortwahl) hassgetränkten, totalitären Ansicht du viele Menschen siehst und bewertest.
Ich hätte auch gar nichts schreiben brauchen, aber jeder hat Gefühle, die manchmal einen dazu treiben. Es tut mir leid das ich nicht auf den Inhalt eingehe, bei dem geringen Gehalt.

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verfasst:
20.Mai 2010 - 20:50

AmperIch glaube nicht das es meine Aufgabe ist dir das Lesen beizubringen. Deine Fragen sind alle schonmal beantwortet worden und des Weiteren sehe ich den Hang zu übertriebenen, teils beleidigenden Aussagen eher bei dir. Aber ich versteh schon das man nicht gerne Demagoge genannt wird. Kein Frage, den Einwand von Mista Jones sollte man ernst nehmen, daher auch mein provokante Konter.

Wer Beck einen Faschisten nennt, wer im gleichen Atemzug alle Politiker als Heuchler abstempelt (etc.) und wer vor allem in einem Thread über Homophobie es schafft das alles in rhetorisch verpackte Gesamtaussagen über die Welt zu verpacken. Der brauch eigentlich keine Antwort mehr im 21. Jhd., da die Allgemeinheit das wohl eh schon kritisch sehen wird mit was für einer anscheinend (unterstelle ich dir einfach mal bei deiner Wortwahl) hassgetränkten, totalitären Ansicht du viele Menschen siehst und bewertest.
Ich hätte auch gar nichts schreiben brauchen, aber jeder hat Gefühle, die manchmal einen dazu treiben. Es tut mir leid das ich nicht auf den Inhalt eingehe, bei dem geringen Gehalt.

Du unterstellst mir Demagogie und begründest es mit Verallgemeinerungen meinerseits und dabei gehst du nicht mal direkt auf mein Positng ein. Siehst du den Widerspruch?
Außerdem habe ich nicht alle Politiker als Heuchler abgestempelt, "Beck ist ein typischer Politiker" heißt also die Mehrheit der Politiker sind mMn Heuchler.

Dein letzte Satz schreit vor Arroganz und ist gleichzeitig ein Rückzieher. Lassen wir es dabei.

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verfasst:
20.Mai 2010 - 21:06

Mir war schon klar das du das letzte Wort haben willst, ist ja nicht so als wenn das dein erster Post hier im Forum wäre. Mit der mir angedichteten Arroganz würde ich es ja nun belassen (warum eigentlich?), aber hey: Es geht hier um Homophobie und anstatt auf deine Fragen zu antworten, was nach deiner Aussage ja meine Aufgabe zu sein scheint, frage ich lieber zurück was deine Fragen damit zu tun haben? Was bezweckst du mit der Polarisierung die du immer wieder treibst?
Eine Frage die du mir in dem Thread auch seit Seite 24 schuldig geblieben bist. Soviel mal zum Fragen beantworten. Meine war wenigstens direkt an dich gerichtet.

Mir ist Wurst wenn du ne andere Meinung hast als ich, dein gutes Recht. Aber dein Interesse an diesem Thread, gepaart mit deinen polarisierenden Aussagen, stimmt ja augenscheinlich nicht nur mich etwas traurig bis wütend, oder ums mit deinen Worten zu sagen:
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verfasst:
20.Mai 2010 - 21:29

Lieber Amper, ich glaube das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. icon_lol

AmperMir war schon klar das du das letzte Wort haben willst, ist ja nicht so als wenn das dein erster Post hier im Forum wäre. Mit der mir angedichteten Arroganz würde ich es ja nun belassen (warum eigentlich?), aber hey: Es geht hier um Homophobie und anstatt auf deine Fragen zu antworten, was nach deiner Aussage ja meine Aufgabe zu sein scheint, frage ich lieber zurück was deine Fragen damit zu tun haben? Was bezweckst du mit der Polarisierung die du immer wieder treibst?

Eine Frage die du mir in dem Thread auch seit Seite 24 schuldig geblieben bist. Soviel mal zum Fragen beantworten. Meine war wenigstens direkt an dich gerichtet.

Das ist falsch. Wenn ihr hier sowas wie eine "Letzte Beiträge"-Funktion hättet, würdest du sehen, dass ich sehr vielen RT-Threads poste die mit diesem leidigen Thema garnichts zu tun haben. Schau z.B. mal in den "Was hört ihr gerade?"-, "Pow Pow Movement"-, "Feedback"-, "Distant Relatives"-, "Buju News"- oder den "Reggae Videos"-Thread.
Es ist richtig, dass ich auch oft hier in diesem Homo- und Dancehallphobie-Thread schreibe. Das liegt ganz einfach daran, dass ich auch ein Fan von bestimmten jam. Deejays bin (siehe Signatur) und sich dieses Thema in den letzten Jahren in D immer mehr verschärft.

Amper Mir ist Wurst wenn du ne andere Meinung hast als ich, dein gutes Recht. Aber dein Interesse an diesem Thread, gepaart mit deinen polarisierenden Aussagen, stimmt ja augenscheinlich nicht nur mich etwas traurig bis wütend

Wenn denn noch? Sei so mutig und nenn mal Namen.
Es können in einem Forum nicht alle derselben Meinung sein. So was nennt man Vielfalt, Verschiedenheit oder wie Gentleman es sagen würde "Diversity". Und wenn ihr mich sooo schlimm findet könnt ihr mich nach euren tollen Forenregeln auch ohne Begründung rausschmeißen. Nach dem Motto: Boom Bye Bye MannBeißtHund. spliffer




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verfasst:
20.Mai 2010 - 21:49

Selten gesehen das ein User indirekt einen Antrag auf demokratische Abstimmung zur Verbannung aus einem Forum stellt, aber das lässt ja schon tief blicken icon_rolleyes

Jetzt mach ich ma auf arrogant und quote mal mich selbst, da alles andere wohl keine sachliche Antwort auf deine "Fragen" wäre:
AmperIch glaube nicht das es meine Aufgabe ist dir das Lesen beizubringen.


Es geht hier um Homophobie im Reggae und nach unseren Forenregeln könnte man da einiges der letzten Posts unserer Konversation löschen, von daher bitte wieder on topic.

Auch wenn ich mich wiederhole möchte ich daher nochmal daran appelieren Buju nicht als das alleiniges Aushängegeschild der jamaaknischen Kultur, des Reggaes oder sonstwas zu sehen, genau wie Beck nicht der einzige ist der für Grün spricht oder für die Homosexuellen. Davon zeugen doch die ganzen Berichterstattungen von Homosexuellen selbst wie eine Seite zuvor, einem Gentleman oder auch vor Ort in Jamaica, wo letztens eine Meldung wohl auch einige Meinungen revidiert hat, als man von einer öffentlichen Demo im Kontext von Homosexualität las. Da steckt mehr "Diversity" drin, als hier manchmal bei den Schuldzuweisungen rüber kommt in der medialen Berichterstattung oder auch einiger einzelner Kommentare.



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verfasst:
20.Mai 2010 - 22:17

AmperSelten gesehen das ein User indirekt einen Antrag auf demokratische Abstimmung zur Verbannung aus einem Forum stellt, aber das lässt ja schon tief blicken icon_rolleyes

Ich sehe Ironie ist nicht so dein Ding. icon_wink

AmperJetzt mach ich ma auf arrogant und quote mal mich selbst, da alles andere wohl keine sachliche Antwort auf deine "Fragen" wäre:
AmperIch glaube nicht das es meine Aufgabe ist dir das Lesen beizubringen.


Es geht hier um Homophobie im Reggae und nach unseren Forenregeln könnte man da einiges der letzten Posts unserer Konversation löschen, von daher bitte wieder on topic.

Du wurdest am Anfang dieser Seite persönlich und unsachlich. Sieh nach.
Aber wie du sagst lieber wieder zum Thema:
MannBeißtHund
Volker Beck hat auch deutsche Soldaten in einen sinnlosen Krieg nach Afghanistan geschickt, gibt es da mittlerweile die Homo-Ehe? Dort wollte man noch vor wenigen Monaten einen ehemaligen Muslimen der zum Christentum konvertiert ist zum Tode verurteilen.

Es geht mir hiebei ganz einfach darum das Jamaika von Volker Beck, dem LSVD und den Medien als homophobe Insel "des Hasses" gescholten wird, der LSVD und Beck argumentieren ja mit Solidarität für die Homosexuellen auf Jamaika, während deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen und sterben um den Afghanen Freiheit und Menschenrechte zu bringen.
Warum also protestieren Beck und LSVD nicht auch bei Besuchen des afghanischen Präsidenten in Berlin aus Solidarität zu den Homosexuellen in Afghanistan?
So weit ich weiß protestieren Schwule aus Westeuropa regelmäßig in Moskau für mehr Rechte für Homosexuelle.

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verfasst:
20.Mai 2010 - 22:31

Amper Ich würde ja vorsichtig sein da zuzustimmen, genau wie bei deiner Einschätzung im Namen der Grünen oder Volker Beck das Grundrecht auf Nahrung etc. zu negieren. Kritik ist ja ok, aber da setzt man sich mit den falschen Leuten ins Boot.


Falsche Leute in welchem Bezug? Die Grünen als Kämpfer für universelle Menschenrechte? Von Negation habe ich nicht geredet, aber von einer Auslassung von Problemen...und ich denke zuerst an die wichtigeren Sachen als sexuelle Freiheiten...jemand der nix zu essen kriegt, den interessiert Toleranz für Homosexuelle wenig...

Zu den Grünen möchte ich wenig sagen, aber in meinen Augen eine sehr große Partei an Heuchlern...definitiv...ach ja..vergaß..sowas nennt sich ja in der Realpolitik angekommen
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verfasst:
20.Mai 2010 - 22:35

Trotz der Ignoranz für Fakten und der Tatsache das ich nicht immer für Volker Beck in die Bresche springen will (schon gar nicht wenn du das Wort Hassmusik anführst, da bin ich ja d`accord mit dir) oder andauernd google anschmeißen muss. Hier mal ein paar Beispiele was Beck nicht alles eingesteckt hat. Und das ist nur das mediale Echo dessen:
MannBeißtHund
Warum also protestieren Beck und LSVD nicht auch bei Besuchen des afghanischen Präsidenten in Berlin aus Solidarität zu den Homosexuellen in Afghanistan?
So weit ich weiß protestieren Schwule aus Westeuropa regelmäßig in Moskau für mehr Rechte für Homosexuelle.


Beck bei Schwulendemo verprügelt Moskau 2006
Nazi-Prügel für Homosexuelle - Beck abgeführt 2007

Wo soll er sich als praktizierender Voll Berufspolitiker denn noch einsetzen? Mal davon abgesehn das du das doch so kritisch siehst?

ZitatRoth hatte Mixa wegen seiner Äußerungen zur Rolle der Frau als "durchgeknallten, spalterischen Oberfundi" bezeichnet.

Mixas Sprecher bescheinigte ihrer Aussage daraufhin "faschistoide Züge". Später bedauerte er dies und sagte, seine Worte seien schärfer "als bei näherem Hinsehen nötig" gewesen.

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verfasst:
20.Mai 2010 - 22:42

Shogun
Amper Ich würde ja vorsichtig sein da zuzustimmen, genau wie bei deiner Einschätzung im Namen der Grünen oder Volker Beck das Grundrecht auf Nahrung etc. zu negieren. Kritik ist ja ok, aber da setzt man sich mit den falschen Leuten ins Boot.


Falsche Leute in welchem Bezug? Die Grünen als Kämpfer für universelle Menschenrechte? Von Negation habe ich nicht geredet, aber von einer Auslassung von Problemen...und ich denke zuerst an die wichtigeren Sachen als sexuelle Freiheiten...jemand der nix zu essen kriegt, den interessiert Toleranz für Homosexuelle wenig...

Zu den Grünen möchte ich wenig sagen, aber in meinen Augen eine sehr große Partei an Heuchlern...definitiv...ach ja..vergaß..sowas nennt sich ja in der Realpolitik angekommen

icon_wink

Ich meinte im Bezug zu mannbeißthund. Was deinen Inhalt angeht sehe ich das durchaus ähnlich, gerade im Bezug zur Entwicklungspolitik. Obwohl ich da mal ins blaube schieße und behaupte das eine Grüne Partei wohl im Parteienspektrum da noch das kleinere Übel wäre. Wenn ich da an die FDP denke, die vom Abschaffen/Zusammenlegen des Ministeriums als Forderung vor der Wahl, bis zur finanziellen Aufstockung und Mehrbesetzung (das lob ich mir ja, aber wer hätte das gedacht vor der Wahl?) nach der Wahl alles hatte, nur keine Glaubwürdigkeit.

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verfasst:
20.Mai 2010 - 22:55

Amper
MannBeißtHund
Warum also protestieren Beck und LSVD nicht auch bei Besuchen des afghanischen Präsidenten in Berlin aus Solidarität zu den Homosexuellen in Afghanistan?
So weit ich weiß protestieren Schwule aus Westeuropa regelmäßig in Moskau für mehr Rechte für Homosexuelle.


Beck bei Schwulendemo verprügelt Moskau 2006
Nazi-Prügel für Homosexuelle - Beck abgeführt 2007


Wo soll er sich als praktizierender Voll Berufspolitiker denn noch einsetzen?

In Berlin für Afghanistan! Wie ich hier auch schon seit 1 Seite schreibe...

Die Grünen haben vor einigen Jahren in der rot-grünen Bundesregierung dem Afghanistan-Einsatz/Krieg zugestimmt und da Deutschland Afghanistan finanziell unterstützt und deren Präsidenten regelmäßig in Berlin zu Besuch ist, ist das eine sehr gute Gelegenheit für deutsche Homosexuelle (wie V. Beck und dem LSVD) die angeblich für die Rechte der Homosexuellen auf der ganzen Welt kämpfen.
Wieso aber ist da nicht das gleiche Engagement wie für Jamaika zu sehen?


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verfasst:
20.Mai 2010 - 23:23

MannBeißtHund
Wieso aber ist da nicht das gleiche Engagement wie für Jamaika zu sehen?


Das kann ich dir nicht beantworten. Ich wehre mich ohne grün zu sein einfach an dem im raumstehenden Urteil das Volker Beck
MannBeißtHund mit seiner radikalen Holzhammer-Vorgehensweise auch nur ein Faschist wie das braune Gesocks.
sei.

Bei dem Halbwissen das wir hier haben, finde ich es aufjedenfall sehr weit aus dem Fenster gelehnt, einem Mann der sich schlagen und inhaftieren lässt für Rechte in einem andern Land, als den typischen heuchlerischen Politiker darzustellen.

Glaube wie brauchen da auch nicht weiter diskutieren, denn es tut auch einfach nichts zum Thema dabei das wir uns darüber streiten was wir von Volker Beck halten. Ich teile zumindest inhaltlich - auch mal wieder zum Thema - die Meinung das Hassmusik und die Verwendung des Wortes, sowie einige anderer Ausdrücke und Herangehensweisen, nicht gerade förderlich sind und von einer gewissen Engstirnigkeit zeugen. Dennoch teile ich aber das Grundanliegen für das er versucht auf seine Art einzutreten. Da eckt so ein Pauschalurteil, er sei ein Faschist aufjedenfall an.

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verfasst:
21.Mai 2010 - 12:56

MannBeißtHund
Volker Beck sind die Verfassung oder irgendwelche Menschenrechte egal. Wenn es nach ihm ginge würde kein jamaikanischer Deejay deutschen Boden betreten. Für mich ist Volker Beck ein Faschist, der nur seine eigenen Interessen durchsetzen will (Schwulen-Lobby). Seine eigenen Interessen sind nicht einfach schwulenfeindliche Musik zu verhindern, er will gleich die Deejays auf Lebenszeit verbieten, egal welche Songs sie performen.


stimmt nicht, und zwar jeder satz. schlichtweg blödsinn. lass bitte diese feindbilder stecken, du haust hier echt klopfer raus, dass mir ganz schlecht dabei wird.

tu dir doch bitte selbst den gefallen und mach dir einmal die mühe, nachzulesen,
was der lsvd so auf der agenda hat und was Volker Beck sonst noch für themen im programm hat. vielleicht fällt dir ja dann auf, dass das thema "notorisch homophobe reggaekünstler" de facto nur einen geradezu marginalen Anteil seiner Arbeit ausmacht.

edith 2: oops, und hier noch was tagesaktuelles von beck zu afghanistan, kam gerade von ihm rübergetwittert...

MannBeißtHund[...]und seine Marionetten (wie auch ihr) folgen ihm...


wer folgt hier wem? "wir" folgen marionettenartig volker beck? ja? nur weil ich für einige positionen echtes verständnis zeige? lass dir mal eins gesagt sein auch wenn´s jetzt radikal ist und vielleicht ein bischen weh tut: wegen so einem gequatsche wie z.b. deinem, geht hier seit jahren kaum was vorwärts. du bist ein dialogblockierer. nebenbeigesagt hast du uns und anderen mitlesern recht anschaulich gezeigt, was du tief in deinem innersten von homosexualität hältst. möchtest du die reggaeszene damit repräsentieren? das zeug, was du von dir gibt´s ist wasser auf die mühlen derjenigen, die homophobie im reggae (und latente homophobie in der deutschen reggaeszene) kritisieren. und zuguterletzt bist du höchstwahrscheinlich auch mit vielen anderen schuld daran, dass hier seitens lsvd & beck immer härtere saiten aufgezogen werden und die allgemeine terminologie in der diskussion sich immer weiter zuspitzt. "argumentationen" und positionen wie deine fressen "die" zum frühstück. hier geht´s darum, irgendwann mal wieder zusammen zu finden und sich an einen tisch zu setzen und lösungen zu finden, wie man in zukunft auftritte von gewissen artists (es sind ja gar nicht soviele...eher nur so ca. acht) gewährleisten kann und ob es möglich sein wird, ihr image zu rehabilitieren, nicht um ewiges gegenseitiges unverständnis.

edith: also lasst uns doch endlich mal wieder den arsch hochkriegen und was postives, konstruktives zum prozess beitragen! mannbeißthund, machste mit?


ach und edith 3:
AmperIch teile zumindest inhaltlich - auch mal wieder zum Thema - die Meinung das Hassmusik und die Verwendung des Wortes, sowie einige anderer Ausdrücke und Herangehensweisen, nicht gerade förderlich sind und von einer gewissen Engstirnigkeit zeugen. Dennoch teile ich aber das Grundanliegen für das er versucht auf seine Art einzutreten.

same here.

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Nik
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Reggae Youth
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verfasst:
21.Mai 2010 - 15:33

Zitathier geht´s darum, irgendwann mal wieder zusammen zu finden und sich an einen tisch zu setzen und lösungen zu finden, wie man in zukunft auftritte von gewissen artists (es sind ja gar nicht soviele...eher nur so ca. acht) gewährleisten kann und ob es möglich sein wird, ihr image zu rehabilitieren, nicht um ewiges gegenseitiges unverständnis.


Ich denke die Aussage bringt es auf den Punkt. Es geht um ein paar Hände voller Musiker.

Es werden tausende Kommentare in Foren zu dem Thema verfasst. Sicher ist ein Austausch wichtig, doch ist offensichtlich, dass nicht die Protagonisten das Wort finden, dass gesucht wird.
Sizzla hat doch z.B. klare Aussagen getätigt...

Die Art in der die Diskussion zu Teilen geführt wird, entbehrt jedem emanzipatorischen Anspruch. Auf beiden Seiten wird dafür gesorgt, dass Feinbilder aufgebaut werden.

Solang die Protagonisten ihre Standpunkte nicht im Dialog vertreten, diskutieren und neue Wege erarbeiten, hat der Schlagabtausch der Unbetroffenen, die nicht mehr versuchen, als zu rechtfertigen, keinen Wert. Alle Beteiligten sind erwachsen und brauchen keine Eltern die sich schützend oder anklagend vor sie stellen....




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Reggae Addict
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verfasst:
22.Mai 2010 - 11:25

champanda
MannBeißtHund
Volker Beck sind die Verfassung oder irgendwelche Menschenrechte egal. Wenn es nach ihm ginge würde kein jamaikanischer Deejay deutschen Boden betreten. Für mich ist Volker Beck ein Faschist, der nur seine eigenen Interessen durchsetzen will (Schwulen-Lobby). Seine eigenen Interessen sind nicht einfach schwulenfeindliche Musik zu verhindern, er will gleich die Deejays auf Lebenszeit verbieten, egal welche Songs sie performen.


stimmt nicht, und zwar jeder satz. schlichtweg blödsinn. lass bitte diese feindbilder stecken, du haust hier echt klopfer raus, dass mir ganz schlecht dabei wird.


Wie kommt es dann das Volker Beck auch weiterhin versucht jam. Deejays die Einreise nach D zu verbieten obwohl sie in D keine schwulenfeindlichen Songs singen?
-> aus Solidarität zu den Homosexuellen in Jamaika und dem Rest der Welt
-> weil sie sich nie von den schwulenfeindlichen Songs distanziert haben und sich auch nicht für diese Songs entschuldigt haben
Das die Auftritte der Musiker aber verfassungskonform sind (solang sie keine schwulenfeindliche Songs in D & der EU singen) scheint ihm dabei egal zu sein.


champanda
tu dir doch bitte selbst den gefallen und mach dir einmal die mühe, nachzulesen,
was der lsvd so auf der agenda hat und was Volker Beck sonst noch für themen im programm hat. vielleicht fällt dir ja dann auf, dass das thema "notorisch homophobe reggaekünstler" de facto nur einen geradezu marginalen Anteil seiner Arbeit ausmacht.

Der LSVD hat vor einem halben Jahr absichtlich absurde Forderungen an Sizzla gestellt um jeglichen Dialog mit ihm von Anfang an zu verhindern. Daran zeigt sich, dass der LSVD an einem Dialog garnicht interessiert ist.

Ich und wahrscheinlich die meisten Reggae Fans haben mit Volker Beck auch gemeinsame Ziele:
http://www.yout...=FOBE4VWrHGk
Lustigerweise argumentiert der Heuchler Beck hierbei auch mit dem Alten Testament der Bibel und "Liberalität als Lösung von sozialen Konfliktfeldern"...

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Reggae Addict
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verfasst:
22.Mai 2010 - 12:03

champanda lass dir mal eins gesagt sein auch wenn´s jetzt radikal ist und vielleicht ein bischen weh tut: wegen so einem gequatsche wie z.b. deinem, geht hier seit jahren kaum was vorwärts. du bist ein dialogblockierer. nebenbeigesagt hast du uns und anderen mitlesern recht anschaulich gezeigt, was du tief in deinem innersten von homosexualität hältst. möchtest du die reggaeszene damit repräsentieren?

Ich bin ein Individuum und repräsentiere nur mich.
"Dialogblockierer" stellen wie der LSVD oder die amerikanischen Schwulen absichtlich unmögliche Bedingungen an jam. Deejays.
Meine private Einstellung zum Thema Homosexualität spielt bei diesem Thema genau so wenig eine Rolle wie die private Ansicht von jedem anderen Menschen dazu. Nur was man in die Öffentlichkeit trägt (also hier als Musiker) ist von Belang.

[Ich persönlich will generell keine Songs zum Thema Homo- oder Transsexualität (weder negative noch positive) in meiner Freizeit hören, da ich dieses Thema als uninteressant bzw. eher belästigend empfinde.]

champanda
und zuguterletzt bist du höchstwahrscheinlich auch mit vielen anderen schuld daran, dass hier seitens lsvd & beck immer härtere saiten aufgezogen werden und die allgemeine terminologie in der diskussion sich immer weiter zuspitzt. "argumentationen" und positionen wie deine fressen "die" zum frühstück. hier geht´s darum, irgendwann mal wieder zusammen zu finden und sich an einen tisch zu setzen und lösungen zu finden, wie man in zukunft auftritte von gewissen artists (es sind ja gar nicht soviele...eher nur so ca. acht) gewährleisten kann und ob es möglich sein wird, ihr image zu rehabilitieren, nicht um ewiges gegenseitiges unverständnis.

edith: also lasst uns doch endlich mal wieder den arsch hochkriegen und was postives, konstruktives zum prozess beitragen! mannbeißthund, machste mit?

Die Lösung des "Problems" der schwulenfeindlichen Musik in Deutschland ist einfach:
Explizite schwulenfeindliche Songtexte dürfen auf Konzerten in D nicht gesungen und auf Datenträgern nicht vertrieben werden.
Konzertverbote werden nur verhängt wenn der Musiker in der jüngeren Vergangenheit schwulenfeindliche Songs in D vorgetragen hat. Musikalben die u.a. auch schwulenfeindliche Songs enthalten werden in D ohne diese Songs veröffentlicht.
Schwulenverbände dürfen friedlich gegen Musiker protestieren die außerhalb von D schwulenfeindliche Botschaften von sich geben.








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champanda
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Modeberator
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verfasst:
2.Jun 2010 - 10:35

Prof. Carolyn Cooper in der TAZ

Sehr schöne Sache, Lesebefehl!

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ForrestFunk
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Käsekuchen
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verfasst:
3.Jun 2010 - 02:25

Fantastisches Interview!

Vielen Dank für den Link Panda.

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JahGringooo
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Buppie
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Beiträge: 18

verfasst:
14.Jun 2010 - 10:36

Ich denk die Anzahl der Seiten hier beweist ganz eindrucksvoll wie allgegenwärtig und unerschöpflich endlos dieses Thema doch ist. (Gerade weil aus irgendeiner ecke immer mal wieder jemand kommt, ders aufkocht, wenns grad mal abgekühlt ist)

Ich hab jetzt keinen wesentlichen diskussionsbedarf, sondern ne Frage:

Wie siehts denn eigentlich mim guten alten Damian Marley aus? HAt der homophobe texte? Im Inetwirrwarr hab ich auf die schnelle nichts vertrauenserweckendes gefunden und um all seine lieder nach boom boom chi chi blabla zu durchforsten, dafür ist mein patois und meine Zeit zu beschränkt.

Also danke schonmal!

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MannBeißtHund
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Reggae Addict
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Beiträge: 235

verfasst:
14.Jun 2010 - 20:00

JahGringoooIch hab jetzt keinen wesentlichen diskussionsbedarf, sondern ne Frage:

Wie siehts denn eigentlich mim guten alten Damian Marley aus? HAt der homophobe texte? Im Inetwirrwarr hab ich auf die schnelle nichts vertrauenserweckendes gefunden und um all seine lieder nach boom boom chi chi blabla zu durchforsten, dafür ist mein patois und meine Zeit zu beschränkt.

So weit ich seine Songs kenne behandelt er dieses Homo-Thema ganz einfach nicht. Das gleiche würde ich mir im Grunde auch von anderen Singjays wünschen.
Ob Damian mal in Interviews zu diesem leidigen Thema angesprochen wurde und dazu Stellung genommen hat, wäre vlt interessant.

Auf jeden Fall hat er kein Problem damit, mit Musikern aufzutreten und zusammen Songs aufzunehmen, die u.a. auch schwulenfeindliche Songs veröffentlich(t)en:

Damien Marley Welcome To Jamrock/Khaki Suit Ft Bounty Killa Live Reggae Sumfest 2009
http://www.yout...=KDkPSvawj4s


Der dreckige "Gentleman" Tilmann Otto behauptet dreist, dass Damians Vater mehrere schwulenfeindliche Songs gesungen haben soll ohne dabei einen einzigen Verweis zu nennen:
http://www.welt...e-Texte.html
Von den schwulenfeindlichen Musikern mit denen er früher zusammen Songs für seine Alben aufnahm, hat er sich vor kurzem distanziert:
http://www.laut.de/Gentleman
(siehe jüngstes Interview)





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verfasst:
14.Jun 2010 - 21:06

MannBeißtHund
Von den schwulenfeindlichen Musikern mit denen er früher zusammen Songs für seine Alben aufnahm, hat er sich vor kurzem distanziert:
http://www.laut.de/Gentleman
(siehe jüngstes Interview)


danke für den link, hatte ich iwie noch gar nicht gelesen.

man mag jetzt noch über die beweggründe und/oder das timing zu diesen derart rigoros-distanzierenden statements (GM nimmt komplett abstand von sizzla, widerruft seinen früheren wunsch, mal irgendwann ne collabo mit buju zu machen und erteilt auch sonstigen homophoben lyrics/artists eine klare absage) philosophieren oder frotzeln, dennoch: ich begrüße es in dieser form! ich lese da zwischen den zeilen auch viel über den inneren konflikt/die innere kontroverse und den reifeprozess (letzteren spricht er ja auch direkt an), den wohl jede_r von uns irgendwie durchmacht, sofern er/sie sich auch kritisch mit den inhalten der persönlich favorisierten musik und den manchmal wohl auch unausweichlich damit verbundenen lifestyle-adaptionen auseinandersetzt. ich halte es in keinem fall für einen imageverlust oder gar eine öffentliche niederlage, wenn man den mut besitzt, eine ehemalige position zu korrigieren und fehler einzugestehen, ganz im gegenteil: das hat selbstreinigende wirkung und macht frei!

reggae hat genug gelitten, wir haben alle drunter gelitten - es nervt und kostet kraft und zeit und tut weh, sich immer wieder mit menschen aller couleur (und szenefremder, "neutralerer" wahrnehmung der situation) auseinander setzen zu müssen, die berechtigte einwände gegen gewisse dinge haben. man bricht sich deshalb auch keinen zacken aus der krone, wenn man ehrlich zu sich und den anderen ist, einfach auch mal nachgibt und sagt: "ihr habt vollkommen recht, dass geht so nicht". das ist nebenbei gesagt auch eine kommunikative entspannung, die wieder raum schafft für zukünftige, konstruktive kursänderungen beider/mehrerer beteiligter im diskurs. work in progress - gute sache!

nichts wird letztendlich so heiß gegessen werden, wie es derzeit noch von einigen serviert wird. man wird irgendwann regelungen finden, da bin ich mittlerweile nach all den zwischenzeitlichen zweifel wieder ziemlich sicher. niemand hier will tatsächlich reggae&dancehall verbieten - und niemand hier will tatsächlich homosexuelle vernichten - das ist gar nicht mal die schlechteste ausgangslage, da gibt´s auf nationaler wie internationaler ebene deutlich kompliziertere probleme zu bewältigen...



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champanda
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verfasst:
21.Jul 2010 - 13:51

Ich habe mit Volker Beck ein Interview zum Thema geführt, Vorabversion schon mal hier im entsprechenden Thread, demnächst auch in unserer Interviewsektion und als PDF bei uns auf dem Server zum freien Download und zur freien Weiterverbreitung:


http://img3.imagebanana.com/img/amp2zvhg/Volker_Beck_20090917_02_Foto_Angelik.jpg
Foto: Angelika Kohlmeier

HOMOPHOBIE IM REGGAE

Sizzla ist kein Unschuldslamm

Volker Beck, MdB, menschenrechtspolitischer Sprecher und parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen hat sich seit Jahren dem Kampf gegen die Homophobie – nicht nur im Reggae und Dancehall – verschrieben. Mit spürbarem Erfolg: Im Laufe der Jahre des aktiven Protestes gegen Konzerte der üblichen jamaikanischen Verdächtigen konnten rechtskräftige Auftrittsverbote und zeitweilige Einreisesperren in den Schengenraum erwirkt werden. Einige Reggaefans werfen Beck jedoch blinden Aktionismus und mangelnde Sachkenntnis vor, sehen in ihm gar den Erzfeind des Reggae. In einem Interview mit Malte Mackenrodt, Moderator der Internetplattform reggae-town.de, gibt er Einblicke in seine Sichtweisen und macht Hoffnung auf einen Fortschritt im weiterhin andauernden Konflikt.


Malte Mackenrodt (mm): Herr Beck, in vielen Diskussionen über das Thema Homophobie im Reggae und Dancehall tauchen die Vorwürfe "Eurozentrismus" beziehungsweise "Kulturrelativismus" als ewige Gegenpole auf. Kann es aus Ihrer Sicht mit Blick auf das textliche Gebaren einiger zahlenmäßig unterlegener Künstler so etwas wie "mildernde Umstände" wegen kultureller Herkunft und Sozialisation geben?

Volker Beck (vb): Zunächst einmal: Es ist wichtig festzustellen, dass es tatsächlich nur um eine Handvoll Sänger beziehungsweise Gruppen innerhalb des jamaikanischen Reggaes geht. Die übergroße Mehrheit der deutschen und auch der jamaikanischen Künstler ist nicht homophob. Genau genommen sind die strafrechtlichen Vorschriften ja erst in der Kolonialzeit nach Jamaika importiert worden. Die Homophobie in Jamaika hat dieselben Wurzeln wie in anderen Entwicklungsländern: mangelnde Aufklärung und Eliten, die ihre eigene Vormachtstellung auch aus der Stimmungsmache gegen Minderheiten legitimieren. Nein: Sizzla und Co. nutzen Klischees und Vorurteile, um daraus Prominenz und Gewinn zu ziehen. Es handelt sich hier um Großverdiener, die auf dem Rücken von Minderheiten Geld machen. Das darf man ihnen nicht durchgehen lassen.

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Es ist wichtig festzustellen, dass es tatsächlich nur um eine Handvoll Sänger bzw. Gruppen innerhalb des jamaikanischen Reggaes geht.


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mm: Neben der viel zitierten "Bun Battyboy"-Metaphorik gibt es ja auch andere, meist subtilere und mit übereifrig zur Schau gestellter Heterosexualität gepaarte Formen der Homophobie in jamaikanischen Texten. Das Spektrum reicht von Gleichgültigkeit über nüchternes Unverständnis bis hin zu offenkundiger, aggressiver Ablehnung und zumindest verbalen Mordgelüsten. Wo hört für Sie künstlerische Meinungsfreiheit auf, wo fängt Volksverhetzung an?

vb: In Deutschland ist der Straftatbestand der Volksverhetzung klar definiert: Da wo in der Öffentlichkeit zu Gewalt gegen Minderheiten aufgerufen wird oder der Hass gegen Minderheiten geschürt wird. Ich unterscheide auch: wenn auf Konzerten schwulenfeindliche Witze gemacht werden, dann verurteile ich das und fordere eine Entschuldigung. Der Aufruf zu Mord und Gewalt ist aber in keinem Fall von der Meinungs- und Kunstfreiheit gedeckt.

mm: Manche nennen den derzeitigen Konflikt und die öffentlichkeitswirksamen Mittel, mit denen er ausgetragen wird, ein ungleiches Duell, von einer "mächtigen Schwulenlobby" ist die Rede, die sich vor dem Hintergrund des global existierenden Problems der Homophobie einen fast wehrlosen Gegner als Projektionsfläche ihrer Anliegen ausgesucht hat. Stimmen Sie dem zu: Sind jamaikanische "Hasssänger", wie Sie sie gerne und häufig bezeichnen, leichte mediale Beute für einen Berufspolitiker im Kampf um mehr Rechte für LGBT?

vb: Das stellt die Realität auf den Kopf. Sizzla ist kein Unschuldslamm – seine und andere homophobe Lieder führen in Jamaica nach Berichten von Amnesty International oder Human Rights Watch zu ganz realen Treibjagden auf schwule Männer oder Männer, die für schwul gehalten werden. Diese Menschen haben in Jamaika nicht nur keine Lobby, sondern werden sogar vom Staat verfolgt. Darauf aufmerksam zu machen ist auch unsere Aufgabe – getreu dem Motto: Marching for those, who can’t!

http://img3.imagebanana.com/img/lvl41ptf/Volker_Beck_20090811_04_Foto_Guido_R.jpg
Foto: Guido Rottmann

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Homosexualität ist keine freiwillige Entscheidung, sondern unveränderliches Persönlichkeitsmerkmal.

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mm: Einreiseverbote für den Schengenraum und indizierte Tonträger – ist damit diese hässliche Sache christlich-kolonialen Ursprungs für Europa vom Tisch?

vb: Sicherlich nicht – wir müssen Aufklärungsarbeit leisten. Homosexualität ist keine freiwillige Entscheidung, sondern unveränderliches Persönlichkeitsmerkmal. Dazu arbeiten Stiftungen und Menschenrechtsorganisationen – ich würde mir aber auch mehr Engagement der Botschaften wünschen. Wir stärken die Gruppen vor Ort, so dass ihr Engagement nachhaltig wirken kann. Leider ist es häufig so, dass prominente Kämpfer für die Menschenrechte der Lesben und Schwulen ermordet werden oder das Land verlassen müssen. Die generelle Gewalt in Jamaika ist extrem hoch – da müsste die Bundesrepublik und die Europäische Union sehr viel aktiver helfen.

mm: Sizzla hat sich im Februar 2010 mit seinem Interview in Zimbabwe quasi selbstständig ins europäische Karriereabseits befördert und wird auch von der hiesigen Reggaeszene nicht erst seit diesem Vorfall kritisch beäugt. Viele schätzen ihn dennoch weiterhin für seine zahlreichen friedfertigen Lieder. Was meinen Sie müsste passieren, damit ein Sänger wie Sizzla wieder rehabilitiert und glaubwürdig wird, oder hat er seine Chancen endgültig verspielt?

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Sizzla hat mehrere Angebote ausgeschlagen und Chancen vertan.


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vb: Sizzla hat mehrere Angebote ausgeschlagen und Chancen vertan. Mit dem "Reggae Compassionate Act" hat man versucht eine Brücke zu bauen. Sizzla hat sich wiederholt davon distanziert und zuletzt – ausgerechnet in Zimbabwe! – betont, dass er die homophoben Lieder aus Überzeugung singt, weil "die Botschaft darin gehört werden müsse". Andere Künstler haben sich glaubwürdiger von ihren früheren Songs verabschiedet. T.O.K. zum Beispiel hat umgedacht, nachdem der Bruder eines Bandmitgliedes durch Gewalt ums Leben kam. Daraufhin hat T.O.K. den RCA neu unterschrieben und sich nach meiner Kenntnis bis heute daran gehalten.

mm: Im Rahmen des verhinderten Auftritts in Berlin kam es auch zu der gemeinsam von Künstlermanagement, Veranstalter und LSVD erarbeiteten Idee, Sizzla könne sich mit einer ad hoc unterschriebenen, zwölfmonatigen Kampagne auf Jamaica gegen Homophobie samt Akzeptanzbroschüre und Videostatement einen Auftritt im Kesselhaus ermöglichen. Halten Sie das für eine wirksame Erziehungsmaßnahme oder glauben Sie, die Akteure waren sich im Voraus darüber bewusst, dass diese Forderung zu diesem Zeitpunkt zum Scheitern verurteilt war?

vb: Die Idee folgt den Grundsätzen des Täter-Opfer-Ausgleichs und setzt direkt an den Problemen an. Ich finde den Ansatz, dass mehr für die Aufklärung vor Ort in Jamaica getan werden müsste, sehr richtig. Ich würde mir wünschen, dass andere Künstler ein solches Engagement zeigen – von Sizzla erwarte ich hier nichts mehr. Ich fand es aber zum Beispiel beeindruckend, dass Shaggy bei seinem großen Benefizkonzert im Januar in Kingston seinen Kollegen Bounty Killer der Bühne verwies, als der mal wieder zum Schwulenbashing ansetzte. Das zeigt Zivilcourage und macht auch deutlich, dass nicht "der Reggae" schwulenfeindlich ist, sondern nur einige wenige Interpreten.

mm: Und Aktionen, wie zum Beispiel der Buttersäureanschlag im Wuppertaler U-Club - gerechtfertigt?

vb: Gewalt ist nie eine Lösung. Ich setze auf Argumente und auf rechtsstaatliche, präventive Mittel.

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Es kann keinen "reibungslosen" Konzertbetrieb in Europa geben für Interpreten, die in Jamaika zu Hass und Gewalt aufrufen.

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mm: Schriftliche Vereinbarungen wie der Reggae Compassionate Act haben sich in der Vergangenheit einige Male als zahnlose Tiger erwiesen. Könnten Sie sich in Zukunft noch einmal ein neues Dokument vorstellen, maßgeschneidert für den reibungslosen europäischen Konzertbetrieb?

vb: Es kann keinen "reibungslosen" Konzertbetrieb in Europa geben für Interpreten, die in Jamaika zu Hass und Gewalt aufrufen. Wo wäre da die „Anteilnahme“ und das Mitleid am Schicksal der Schwulen und Lesben in Jamaika? Nur eine glaubwürdige Distanzierung, die auch mit einem dokumentierten inneren Einstellungswandel einhergeht, könnte Grundlage eines neuen Reggae Compassionate Actes sein.

mm: Auf ein eindeutiges Signal aus Jamaica wird man vermutlich noch länger warten müssen. Dennoch hat der Anteil extremer Songs am musikalischen Gesamtoutput der Karibikinsel spürbar nachgelassen. Ist das, was Sie unlängst in der taz als Verdienst Ihres Engagements bezeichneten, tatsächliches Umdenken oder ist das eher die Geschäftsstrategie eines sich im finanziellen Überlebenskampf befindlichen Nischenmarktes?

vb: Die Künstler und die Verantwortlichen in Jamaika fürchten um den guten Ruf ihres Landes und ihrer Musik. Es gibt ja in dieser Frage eine breite internationale Kritik, die weit über Deutschland und mein Engagement hinaus geht. Mittlerweile kommt keine Tagung über die Zukunft der Reggaebranche ohne entsprechende Warnungen aus. Jetzt müssen die Verantwortlichen aber auch die richtigen Konsequenzen ziehen und von sich aus klarstellen, dass Gewalt und Mordaufrufe gegen Minderheiten kein Teil des Reggaes sein können.

mm: Was muss sich Ihrer Meinung nach langfristig an der Situation auf Jamaica verbessern und wie weit reicht da der Arm der europäischen und amerikanischen LGBT-Verbände und sonstigen Menschenrechtsorganisationen? Gibt es auf dieser Ebene Verbindungen und aktives Engagement vor Ort, beispielsweise in Kooperation mit JFLAG?

vb: Es ist leider so, dass viele der Aktivistinnen und Aktivisten mittlerweile Asyl in den Vereinigten Staaten oder Kanada gesucht haben, weil sie in ihrer Heimat nicht sicher sind. Etliche der Menschenrechtler sind in der Vergangenheit selbst Opfer von homophober Gewalt geworden. Es ist aber ermutigend, dass in diesem Jahr zum ersten Mal ein "Walk for Tolerance" stattfinden konnte, den verschiedene AIDS-Hilfe-Gruppen gemeinsam mit JFLAG organisiert haben. Es tut sich was in Jamaica – das macht Mut.

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Reggaefans in Deutschland sind gewiss nicht homophober als andere Menschen


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mm: Bei den wenigsten Mitgliedern der deutschen Fanszene ist davon auszugehen, dass sie homophober wären als der gesamtgesellschaftliche Durchschnitt. Vielen dient diese Selbsteinschätzung aber auch als vermeintlich sicherer Schutz vor der eigenen sozialen Verantwortung. Oft ist zu hören, hierzulande sei schließlich noch nie etwas Schlimmeres passiert. Herr Beck, ist Deutschland wirklich ein Schwulenparadies? Wie beurteilen Sie den Ist-Stand der latenten und/oder offenen Homophobie in Deutschland?

vb: Allein in Berlin sind im Juni mindestens drei Vorfälle von homophober Gewalt bekannt geworden. Auch in anderen Großstädten kommt es leider häufig zu gewalttätigen Übergriffen auf Lesben und Schwule – oder auf Menschen die für lesbisch oder schwul gehalten werden. Die Mitte der deutschen Gesellschaft ist toleranter geworden in den letzten Jahren – dafür steigt offenbar an den Rändern wieder die Gewaltbereitschaft. Reggaefans in Deutschland sind gewiss nicht homophober als andere Menschen – auch wenn ich schon schockiert bin über manche Äußerungen auf Podiumsdiskussionen zum Thema oder E-Mails und Facebook-Kommentare. Da äußert sich dann mehr als nur latente Homophobie.

mm: Ein großer Teil der deutschen Reggaefans scheint mittlerweile anerkannt zu haben, dass man gewisse Texte nicht kritiklos hinnehmen sollte, die Dauerdiskussion hat wieder an Fahrt aufgenommen. Viele zeigen zudem zunehmendes Verständnis für die Kritikpunkte der LGBT-Community. Zu einer einheitlichen und deutlichen Positionierung gegen homophobe Tendenzen im Reggae und Dancehall hat man sich hingegen noch nicht durchringen können. Gleichwohl scheint sich der Wille zu einem gemeinsamen gleichberechtigten Werteverständnis abzuzeichnen, oder zumindest der Wunsch nach einer pragmatischen Lösung für die Zukunft. Wie beurteilen Sie den Fortschritt in der hiesigen Debatte und inwieweit verfolgen sie diese?

vb: Ich habe mich gefreut, dass "Gentleman" sehr schnell seine missverständlichen Aussagen zurückgenommen hat. Wir versuchen gerade einen Termin für einen Runden Tisch zu finden, an dem auch Vertreter des LSVD und – das wäre mein Wunsch – Branchenvertreter teilnehmen können. Bei einem Fachgespräch hier im Bundestag waren zwei sehr engagierte Reggaekünstler aus Bayern, die hervorragend mit Jugendlichen gegen Homophobie und Rassismus arbeiten. Umso mehr ärgert mich dann eine Presseerklärung des "Reggae Chiemsee Summer", die Sizzla "bewusst eingeladen" haben, gerade weil er wegen seiner homophoben Äußerungen kritisiert werde. Dies ist eine Solidarisierung mit dem Falschen.

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Beschäftigt Euch mit der Situation in Jamaika und helft den Menschen dort!

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mm: Mit der Dauer des Konflikts wächst angesichts des arg angeschlagenen Images der Reggae- und Dancehallszene seitens derselbigen auch das Bedürfnis nach einer Entspannung der Situation. Was würden Sie einem jungen Fan heute raten, wie er sich konstruktiv an einer Lösung des Problems beteiligen kann?

vb: Ich hoffe, dass die Fanszene selbst Aktionen startet um sich mit den homophoben Künstlern auseinander zu setzen – und Druck macht auf unverantwortliche Veranstalter wie dem "Chiemsee Summer". Hier könnt Ihr glaubwürdig Stellung beziehen und deutlich machen, dass Eure Musik nicht durch einige Wenige in Verruf gebracht werden soll. Und: Beschäftigt Euch mit der Situation in Jamaika und helft den Menschen dort!

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Das Interview unterliegt der Creative Commons Lizenz by-nc, das heißt, es ist ausdrücklich zur unkommerziellen Weiterverbreitung und Weiterverarbeitung freigegeben, unter der Bedingung, das mein Name (Malte Mackenrodt) genannt wird.

Eine hübscher gestaltete PDF-Version kann hier betrachtet, heruntergeladen und ggf. ausgedruckt werden.

Ich bedanke mich herzlich bei Volker Beck für die Bereitschaft, dieses Interview mit mir zu führen, wir beide und das Team von Reggae-Town freuen uns auf angeregte und konstruktive Diskussionen!



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verfasst:
21.Jul 2010 - 17:46

champanda
vb: In Deutschland ist der Straftatbestand der Volksverhetzung klar definiert: Da wo in der Öffentlichkeit zu Gewalt gegen Minderheiten aufgerufen wird oder der Hass gegen Minderheiten geschürt wird. Ich unterscheide auch: wenn auf Konzerten schwulenfeindliche Witze gemacht werden, dann verurteile ich das und fordere eine Entschuldigung.

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champanda
mm: Im Rahmen des verhinderten Auftritts in Berlin kam es auch zu der gemeinsam von Künstlermanagement, Veranstalter und LSVD erarbeiteten Idee, Sizzla könne sich mit einer ad hoc unterschriebenen, zwölfmonatigen Kampagne auf Jamaica gegen Homophobie samt Akzeptanzbroschüre und Videostatement einen Auftritt im Kesselhaus ermöglichen. Halten Sie das für eine wirksame Erziehungsmaßnahme oder glauben Sie, die Akteure waren sich im Voraus darüber bewusst, dass diese Forderung zu diesem Zeitpunkt zum Scheitern verurteilt war?

vb: Die Idee folgt den Grundsätzen des Täter-Opfer-Ausgleichs und setzt direkt an den Problemen an. Ich finde den Ansatz, dass mehr für die Aufklärung vor Ort in Jamaica getan werden müsste, sehr richtig. Ich würde mir wünschen, dass andere Künstler ein solches Engagement zeigen – von Sizzla erwarte ich hier nichts mehr.

Er beantwortet die Frage nicht.
Stattdessen weicht er aus wie ein typischer Politiker, weil er genau weiß das die Wahrheit nicht in sein Konzept passt.

Die Forderungen des LSVD an Sizzla waren absichtlich so gestellt das es zu keiner Einhaltung kommen konnte. Der LSVD ist nur an einer Konfrontation zur eigenen Profilierung interessiert.

http://www.laut...a/27-11-2009


@champanda:

Die von dir gestellten Fragen sind wirklich gut.

Es wirkt allerdings auf mich als Leser so als ob du dem Beck die Fragen Tage vorher geschickt hast damit er sich schon mal darauf vorbereiten konnte oder als ob ihr beiden euch näher kennen würdet...


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verfasst:
21.Jul 2010 - 19:23

Ich hätte Volker Beck sehr gern folgende Frage gestellt:

Wieso engagieren Sie und der LSVD sich eigentlich nicht genau so stark für die Rechte von Schwulen in Afghanistan wie Sie es für Jamaika tun?
Zum Beispiel wenn der afghanische Präsident Hamid Karsai in Berlin zu Besuch ist?
Deutschland unterstützt die afghanische Regierung militärisch und finanziell, u.a. aufgrund von Beschlüssen ihrer Partei "Bündnis 90 Die Grünen", wäre da nicht gerade auch Spielraum für die Rechte der afghanischen Schwulen zu kämpfen und Druck zu machen oder ist Ihnen dieses Eisen zu heiß?







editiert von: MannBeißtHund, 21.07.2010, 19:32 Uhr

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verfasst:
22.Jul 2010 - 13:22

Sonst noch Meinungen?

Wir würden das gerne mit Euch hier aktiv & konstruktiv diskutieren.

Und @MannBeißtHund: Ich weiß ja, dass es Dir persönlich ein ganz besonderes Anliegen ist, hier nochmal Deine bereits ausführlich zum Ausdruck gebrachte Meinung zu unterstreichen. Aber lass uns hier bitte im thematischen und vor allem sachlichen Rahmen bleiben. Betrachten wir es doch einfach mal als eine Art Chance, hier mal neu und diplomatisch anzusetzen. Ich würde mich drüber freuen!

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Thompson
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verfasst:
22.Jul 2010 - 14:14

@Panda: Sehr gutes Interview, vielen Dank.
Finde einige Antworten von Beck sind schon versöhnlich zu sehen. Vor allem der Hinweis das es sich um einige Künstler handelt und nicht um die ganze Reggaeszene, oder auch der Verweis auf T.O.K. die sich die letzten Jahre positiv gewandelt haben wird hoffentlich auch von Schwulenaktivisten gelesen die grundsätzlich alles was aus Jamaika kommt verurteilen.
MannBeißtHund
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verfasst:
22.Jul 2010 - 17:13

champanda
Und @MannBeißtHund: Ich weiß ja, dass es Dir persönlich ein ganz besonderes Anliegen ist, hier nochmal Deine bereits ausführlich zum Ausdruck gebrachte Meinung zu unterstreichen. Aber lass uns hier bitte im thematischen und vor allem sachlichen Rahmen bleiben.

Wo war ich nicht thematisch?


Zitat
mm: Manche nennen den derzeitigen Konflikt und die öffentlichkeitswirksamen Mittel, mit denen er ausgetragen wird, ein ungleiches Duell, von einer "mächtigen Schwulenlobby" ist die Rede, die sich vor dem Hintergrund des global existierenden Problems der Homophobie einen fast wehrlosen Gegner als Projektionsfläche ihrer Anliegen ausgesucht hat. Stimmen Sie dem zu: Sind jamaikanische "Hasssänger", wie Sie sie gerne und häufig bezeichnen, leichte mediale Beute für einen Berufspolitiker im Kampf um mehr Rechte für LGBT?

vb: Das stellt die Realität auf den Kopf. Sizzla ist kein Unschuldslamm – seine und andere homophobe Lieder führen in Jamaica nach Berichten von Amnesty International oder Human Rights Watch zu ganz realen Treibjagden auf schwule Männer oder Männer, die für schwul gehalten werden. Diese Menschen haben in Jamaika nicht nur keine Lobby, sondern werden sogar vom Staat verfolgt. Darauf aufmerksam zu machen ist auch unsere Aufgabe – getreu dem Motto: Marching for those, who can’t!

Auch hier antwortet Beck wieder nicht auf die Frage und kommt stattdessen mit seiner heuchlerischen Solidarität für die Schwulen auf Jamaika...

Diese Argumentation ist so hirnlos. Wieso nimmt er als Politiker nicht Kontakt mit jamaikanischen Politikern auf oder protestiert vor der jamaikanischen Botschaft oder in Kingston so wie in Moskau?

Musiker dürfen in Deutschland keine Gewaltaufrufe gegen Minderheiten von sich geben da sich sonst strafbar machen.











editiert von: MannBeißtHund, 22.07.2010, 17:33 Uhr

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verfasst:
22.Jul 2010 - 17:59

MannBeißtHundWieso nimmt er als Politiker nicht Kontakt mit jamaikanischen Politikern
Wie kommst du darauf, dass er das nicht tut?
MannBeißtHund
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verfasst:
22.Jul 2010 - 19:19

Smart
MannBeißtHundWieso nimmt er als Politiker nicht Kontakt mit jamaikanischen Politikern
Wie kommst du darauf, dass er das nicht tut?

Ein seriöser Politiker dem es um die Sache geht, würde versuchen auf politischer Ebene seine Ziele duchzusetzen und nicht (gefühlt) 30 Interviews im Jahr mit dem selben Inhalt zu geben um sich damit medienwirksam zu profilieren.

Volker Beck und der LSVD haben für die Homos auf JA garnichts erreicht.

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verfasst:
22.Jul 2010 - 20:26

Mit den Schwulen verhält es sich bei mir wie mit dem Kiffen. Ich bin nicht dafür, bin aber auch nicht dagegen. Soll heißen das ich sie akzeptiere, ich sie aber nicht verteidige oder befürworte. Wenn man mal überlegt ist es mit den Homophoben Musikern genau wie mit dem Papst - den verklagt aber keiner und er sagt es nicht so deutlich wie sie. Er ist genauso gegen Homosexuelle und das schon ein paar Jahrhunderte länger als Rastas. Das schlimme daran ist das ein großteil der bevölkerung nach seinem glauben lebt und Schwule vielleicht sogar cool findet, weil sie sich anders verhalten.
Ich werde mit Homosexuellen leben müssen aber ich werde nicht mit ihnen klar kommen.

Das schlimme von der Politik finde ich ist das sie Reggae, weil sich der LSVD aufregt und protestiert, teilweise verbieten wollen. Wenn aber ein gewisser Rapper oder sonst ein möchtegern aus dem Berliner Ghetto kommt und jede Mutter in den dreck zieht (was ich persönlich um einiges schlimmer finde) oder dem verfeindetem Rapper umbringen will ist es cool, weil es sich besser verkauft?!
Ich versteh die Logik dahinter nicht. Sorry aber die Politik und der Bund sind korrupt und machen nur das, womit sie am besten Verdienen.

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verfasst:
22.Jul 2010 - 21:05

LickleMit den Schwulen verhält es sich bei mir wie mit dem Kiffen. Ich bin nicht dafür, bin aber auch nicht dagegen. Soll heißen das ich sie akzeptiere, ich sie aber nicht verteidige oder befürworte. Wenn man mal überlegt ist es mit den Homophoben Musikern genau wie mit dem Papst - den verklagt aber keiner und er sagt es nicht so deutlich wie sie. Er ist genauso gegen Homosexuelle und das schon ein paar Jahrhunderte länger als Rastas. Das schlimme daran ist das ein großteil der bevölkerung nach seinem glauben lebt und Schwule vielleicht sogar cool findet, weil sie sich anders verhalten.
Ich werde mit Homosexuellen leben müssen aber ich werde nicht mit ihnen klar kommen.

Das schlimme von der Politik finde ich ist das sie Reggae, weil sich der LSVD aufregt und protestiert, teilweise verbieten wollen. Wenn aber ein gewisser Rapper oder sonst ein möchtegern aus dem Berliner Ghetto kommt und jede Mutter in den dreck zieht (was ich persönlich um einiges schlimmer finde) oder dem verfeindetem Rapper umbringen will ist es cool, weil es sich besser verkauft?!
Ich versteh die Logik dahinter nicht. Sorry aber die Politik und der Bund sind korrupt und machen nur das, womit sie am besten Verdienen.

Bun Babylon!!!


Anstatt sich konstruktiv mit der Thematik auseinanderzusetzen natürlich wieder ne Floskel: "Bun Babylon". In dem Fall also die, die sich hier bei der Debatte für Menschenrechte einsetzen?

Sind das nicht die, die wir eigentlich unterstützen sollten?




editiert von: Rezi-Prok, 22.07.2010, 21:06 Uhr
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verfasst:
22.Jul 2010 - 21:37

in wie fern hab ich mich denn nicht damit auseinander gesetzt? Ich habe meine Meinung zu dem thema geschrieben und auch das thema mit den rappern angeschnitten was mir nicht gefällt weil es in gewisser hinsicht das selbe ist (sehe ich zumindest so) und sich nicht oder nur sehr wenig drum gekümmert wird, weil es wahrscheinlich als zu cool und zu geldbringend gilt und es deswegen so wenig beachtung geschenkt wird wie z.B. dem reggae der bei weitem nicht so einen umsatz einfährt. Nicht zu vergessen der vergleich mit dem papst.Warum denn nicht gleich die Bibel verbieten die ja auch gegen Schwule ist?!...also hab ich mich in welcher hinsicht nicht damit auseinander gesetzt?

Natürlich sollte man sie unterstützen, aber auch nur wenn sie es ernst meinen und nicht nur drum herrum reden wie bei den meisten themen und wenn sie sich auch mit themen befassen die nicht nur dann aufgegriffen werden wenn sich jemand beschwert. Wie z.B. bei der Rap Musik (nicht jede) aber viele wollen immer irgendwelche mütter f***en und den anderen abknallen und so weiter. Warum wird sowas nicht verboten? Ganz jugendgerecht ist das ja dann doch nicht?!

Also entweder man greift alles auf oder man lässt es. Sich gegen eine "kleine" gruppe zu stellen ist nicht fair.

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verfasst:
22.Jul 2010 - 22:27

MannBeißtHund
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MannBeißtHundWieso nimmt er als Politiker nicht Kontakt mit jamaikanischen Politikern
Wie kommst du darauf, dass er das nicht tut?

Ein seriöser Politiker dem es um die Sache geht, würde versuchen auf politischer Ebene seine Ziele duchzusetzen und nicht (gefühlt) 30 Interviews im Jahr mit dem selben Inhalt zu geben um sich damit medienwirksam zu profilieren.

Volker Beck und der LSVD haben für die Homos auf JA garnichts erreicht.


Jetzt machst du ja selber genau das was du Beck vorwirfst und gehst garnicht auf die Frage ein. Wenn ich mal zitieren darf

MannBeißtHundEr beantwortet die Frage nicht.
Stattdessen weicht er aus wie ein typischer Politiker



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verfasst:
23.Jul 2010 - 01:11

KIBIR_LA_AMLAK
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MannBeißtHundWieso nimmt er als Politiker nicht Kontakt mit jamaikanischen Politikern
Wie kommst du darauf, dass er das nicht tut?

Ein seriöser Politiker dem es um die Sache geht, würde versuchen auf politischer Ebene seine Ziele duchzusetzen und nicht (gefühlt) 30 Interviews im Jahr mit dem selben Inhalt zu geben um sich damit medienwirksam zu profilieren.

Volker Beck und der LSVD haben für die Homos auf JA garnichts erreicht.


Jetzt machst du ja selber genau das was du Beck vorwirfst und gehst garnicht auf die Frage ein.

War Smarts Frage denn ernst gemeint?
Wenn sich Volker Beck bei der jamaikanischen Regierung konkret für die Rechte der Schwulen einsetzt wäre mir das neu. Poste doch mal einen Artikel dazu.

Die vom LSVD und Beck vorangetriebene Denunziation der jamaikanischen Musiker als "Hass-Sänger" bleibt!
Was bringt das den Schwulen auf Jamaika realpolitisch? Wie nützt das den Schwulen in Deutschland?
Ist Volker Beck vielleicht ein so uninteligenter oder inkompetenter Politiker, dass er so viel Zeit mit Interviews und Diskussionen aufwendet? Davon sollte man nicht ausgehen. Also wozu sonst diese bewußt nicht auf das eigentliche Ziel gerichtete Vorgehensweise gegen die musikalischen Auswüchse einer politisch unterstützten homophoben Gesellschaft?

Indizierungsanträge würden reichen um bestimmte Songs in Deutschland verbieten zu lassen und wenn den Deejays nachgewiesen werden kann, dass sie auf deutschen Bühnen gegen Minderheiten zur Gewalt aufrufen, kann man das ebenfalls mit berechtigen Einreise-Verboten regeln.

Volker Beck und der LSVD nutzen die Nischen-Musiker aus dem karibischen Ghetto in erster Linie um sich zu profilieren, anders läßt sich diese bewußt ineffektive Vorgehensweise nicht erklären.

T.O.K. sitzen nicht im jamaikanischen Parlament und werden auch keinen Gesetzesentwurf einreichen der Homosexualität legalisiert.







editiert von: MannBeißtHund, 23.07.2010, 01:17 Uhr

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verfasst:
23.Jul 2010 - 04:06

MannBeißtHundWar Smarts Frage denn ernst gemeint?

Ja, klar:

Laut eigenem Bekunden engagiert sich Beck u.a. dafür, dass mittels einschlägiger UN-Gremien Jamaika aufgefordert wird, seine entprechenden Gesetze zu ändern.
Auch konnte man nach der Diskussionsveranstaltung letztens in Berlin beobachten, wie sich Beck (nachdem er ihr schon während der Veranstaltung einiges gesagt hatte) mit der jamaikanischen Botschafterin unterhielt - ich persönlich gehe davon aus, dass das weder der erste noch der letzte Kontakt der beiden war.
Sicher wissen tue ich das zwar nicht, aber ich bin doch etwas verwundert, dass du ohne Fakten zu kennen vom Gegenteil ausgehst.

Weiter muss ich auch mal anmerken: seit dieser Meldung vom März 2010 ist dieses Interview die erste neue Meldung zum Thema "Homophobie & Reggae", die auf http://www.volkerbeck.de zu finden ist, während es da von Meldungen zu anderen Themen wimmelt - und dieses Interview scheint ja anlässlich der Anfrage eines Reggae-Aktivisten entstanden zu sein und nicht auf sein Bestreben. Ich sehe also eher nicht, dass der viel Zeit für das Thema aufwendet.


Aber wo ich gerade mal wieder auf der Seite bin: diese Meldung hätte schon nen super Aufhänger zu der Frage gegeben, ob es nicht diskriminierend sei, homophoben "nicht-Schengenern" die Einreise zu verweigern, während homphobe "Schengener" dank ihres Passes sich hier frei bewegen dürfen.







editiert von: Smart, 23.07.2010, 04:08 Uhr
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verfasst:
23.Jul 2010 - 09:46

Smart Laut eigenem Bekunden engagiert sich Beck u.a. dafür, dass mittels einschlägiger UN-Gremien Jamaika aufgefordert wird, seine entprechenden Gesetze zu ändern.

Hälst du das ernsthaft für ein konstruktives politisches Engagement um die Stellung der jamaikanischen Schwulen bei der Regierung zu verbessern?
Mit so einer Holzhammer-Methode bewirkt man höchstens das Gegenteil. Welcher Staat lässt sich Gesetze von außen aufzwingen?

Die türkische Regierung hat mit Aussicht auf wirtschaftliche Vorteile (u.a. durch einen EU-Beitritt) die Rechte der Menschen in der Türkei zumindest teilweise gestärkt (Kurden, Frauen, Folter).
Jamaika ist ein bankrotter Staat. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass man dort etwas mit bloßen Forderungen bewirkt.


Wo hast du denn dieses "Bekunden" her? Gibt es dazu etwas handfestes?




editiert von: MannBeißtHund, 23.07.2010, 09:51 Uhr

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verfasst:
23.Jul 2010 - 12:25

MannBeißtHund
Smart
MannBeißtHundWieso nimmt er als Politiker nicht Kontakt mit jamaikanischen Politikern
Wie kommst du darauf, dass er das nicht tut?

Ein seriöser Politiker dem es um die Sache geht, würde versuchen auf politischer Ebene seine Ziele duchzusetzen und nicht (gefühlt) 30 Interviews im Jahr mit dem selben Inhalt zu geben um sich damit medienwirksam zu profilieren.

Volker Beck und der LSVD haben für die Homos auf JA garnichts erreicht.


MannBeißtHund
Smart Laut eigenem Bekunden engagiert sich Beck u.a. dafür, dass mittels einschlägiger UN-Gremien Jamaika aufgefordert wird, seine entprechenden Gesetze zu ändern. Auch konnte man nach der Diskussionsveranstaltung letztens in Berlin beobachten, wie sich Beck (nachdem er ihr schon während der Veranstaltung einiges gesagt hatte) mit der jamaikanischen Botschafterin unterhielt - ich persönlich gehe davon aus, dass das weder der erste noch der letzte Kontakt der beiden war.

Hälst du das ernsthaft für ein konstruktives politisches Engagement um die Stellung der jamaikanischen Schwulen bei der Regierung zu verbessern?
Mit so einer Holzhammer-Methode bewirkt man höchstens das Gegenteil. Welcher Staat lässt sich Gesetze von außen aufzwingen?


@MannbeißtHund: Was ist denn für dich politisch konstruktives handeln als Politiker?
Er darf nicht zu viele Interviews geben, er darf die Botschafterin nicht darauf ansprechen und auch nicht über internationale Regime oder zivigesellschaftlich Akteure Druck ausüben?!
Deine Aussagen er engagiere sich nur im Reggae für die Minderheiten, weil es so eine kleine Nischen Gruppierung ohne Lobby ist, welche sich nicht wehren kann, ist doch wohl widerlegt. Da muss man nur mal ein bisschen seine Vita und Aktivitäten verfolgen.


Ich sehe in dem Interview definitiv ein gewachsenes Verständnis und Wissen auf seiner Seite. Mal davon abgesehen das man miteinander redet, anstatt nur übereinander. Klar ecke auch ich manchmal an seinen Vorstellungen an, aber es so rigoros abzulehnen, das jemand mit legitimen Mitteln für die Rechte anderer eintritt, ist für mich nur mit persönlichen Gründen zu erklären.

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verfasst:
23.Jul 2010 - 13:20

Amper
MannBeißtHund
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MannBeißtHundWieso nimmt er als Politiker nicht Kontakt mit jamaikanischen Politikern
Wie kommst du darauf, dass er das nicht tut?

Ein seriöser Politiker dem es um die Sache geht, würde versuchen auf politischer Ebene seine Ziele duchzusetzen und nicht (gefühlt) 30 Interviews im Jahr mit dem selben Inhalt zu geben um sich damit medienwirksam zu profilieren.

Volker Beck und der LSVD haben für die Homos auf JA garnichts erreicht.


MannBeißtHund
Smart Laut eigenem Bekunden engagiert sich Beck u.a. dafür, dass mittels einschlägiger UN-Gremien Jamaika aufgefordert wird, seine entprechenden Gesetze zu ändern. Auch konnte man nach der Diskussionsveranstaltung letztens in Berlin beobachten, wie sich Beck (nachdem er ihr schon während der Veranstaltung einiges gesagt hatte) mit der jamaikanischen Botschafterin unterhielt - ich persönlich gehe davon aus, dass das weder der erste noch der letzte Kontakt der beiden war.

Hälst du das ernsthaft für ein konstruktives politisches Engagement um die Stellung der jamaikanischen Schwulen bei der Regierung zu verbessern?
Mit so einer Holzhammer-Methode bewirkt man höchstens das Gegenteil. Welcher Staat lässt sich Gesetze von außen aufzwingen?


@MannbeißtHund: Was ist denn für dich politisch konstruktives handeln als Politiker?
Er darf nicht zu viele Interviews geben, er darf die Botschafterin nicht darauf ansprechen und auch nicht über internationale Regime oder zivigesellschaftlich Akteure Druck ausüben?!

Machst du das eigentlich extra, dass du mich nur teilweise zitierst und den Kontext abschneidest?
Oder hast du das Beispiel mit der Türkei nicht verstanden?

Gibt den Menschen auf JA eine bessere Bildung, wirtschaftliche Möglichkeiten und vorallem eine Chance aus dem Ghetto den sozialen Aufstieg zu schaffen.
Meiner Meinung nach wäre dass der 1. Schritt um die politischen Weichen für eine bessere Lage der Schwulen auf JA zu ermöglichen. Dabei kann man erst dann auch mehr Menschenrechte fordern und durchsetzen.

Amper
Deine Aussagen er engagiere sich nur im Reggae für die Minderheiten, weil es so eine kleine Nischen Gruppierung ohne Lobby ist, welche sich nicht wehren kann, ist doch wohl widerlegt. Da muss man nur mal ein bisschen seine Vita und Aktivitäten verfolgen.

Ich weiß dass er sich u.a. auch für die Legalisierung von Hanf einsetzt (siehe 1-2 Seiten vorher), wo habe ich deiner Meinung nach behauptet, dass er als Politiker nur ein einziges Thema bearbeitet?

Amper
Ich sehe in dem Interview definitiv ein gewachsenes Verständnis und Wissen auf seiner Seite. Mal davon abgesehen das man miteinander redet, anstatt nur übereinander. Klar ecke auch ich manchmal an seinen Vorstellungen an, aber es so rigoros abzulehnen, das jemand mit legitimen Mitteln für die Rechte anderer eintritt, ist für mich nur mit persönlichen Gründen zu erklären.

Dann mach das doch wenn es deine Wahrnehmung vereinfacht.
Mein persönlicher Grund ist Dancehall.


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verfasst:
23.Jul 2010 - 14:40

MannBeißtHund
Machst du das eigentlich extra, dass du mich nur teilweise zitierst und den Kontext abschneidest?
Oder hast du das Beispiel mit der Türkei nicht verstanden?


Nein und ja, ich habe das Beispiel verstanden. Man muss aber nicht zu allem seine Meinung sagen, wenn man ne konkrete Frage bekommt wäre es vielleicht gut.

MannBeißtHund
Gibt den Menschen auf JA eine bessere Bildung, wirtschaftliche Möglichkeiten und vorallem eine Chance aus dem Ghetto den sozialen Aufstieg zu schaffen.
Meiner Meinung nach wäre dass der 1. Schritt um die politischen Weichen für eine bessere Lage der Schwulen auf JA zu ermöglichen. Dabei kann man erst dann auch mehr Menschenrechte fordern und durchsetzen.

Und du meinst das sieht Volker Beck komplett anders? Also wenn ich mich so an die Beiträge in den Medien erinnere, wer die Enwicklungshilfen kürzen will, dann war das sicher nicht die Grüne Partei. Frage dazu meinerseits, wie willst du das denn von den Politikern umgesetzt sehen?
Amper
Deine Aussagen er engagiere sich nur im Reggae für die Minderheiten, weil es so eine kleine Nischen Gruppierung ohne Lobby ist, welche sich nicht wehren kann, ist doch wohl widerlegt. Da muss man nur mal ein bisschen seine Vita und Aktivitäten verfolgen.

MannBeißtHund
Ich weiß dass er sich u.a. auch für die Legalisierung von Hanf einsetzt (siehe 1-2 Seiten vorher), wo habe ich deiner Meinung nach behauptet, dass er als Politiker nur ein einziges Thema bearbeitet?

Erstmal: Verdrehst du meine Frage um sie letztenendes nicht zu beantworten und mir das antworten schwer zu machen. Ich habe bei deinen Aussagen hier im Thread mehrfach kritisiert, das du ihm, wie in ein paar Posts zuvor, vorwirfst, sich primär auf die Reggae Szene eingeschossen zu haben, um sich zu profilieren, weil ja kaum Gegenwind vorhanden ist. Bringst Gegenbeispiele in Frageform an ihn, er solle sich doch auch für die Rechte der Minderheiten in Afghanistan einsetzen. Er würde das nicht tun, zuviel Risiko. Er sei ein typischer Politiker, ein Heuchler und was mich ja vor 2 Seiten schon auf die Palme brachte: ein Faschist.

Das sind doch alles haltlose Vergleiche, die ignorieren das der Mann sich in fremden Ländern auf Demos für die Rechte von Minderheiten in andern Ländern zusammenschlagen lässt, das seine Partei sicherlich für eine gerechtere Gestaltung der Globalisierung einsetzt als Andere usw. usw. .

Ich glaube und das habe ich ja schonmal gesagt: Wir kommen nicht auf einen Nenner und können auch nicht gut und konstruktiv diskutieren. Das mag vielelicht daran liegen, das ich bei der Thematik hier die Motivation habe mitzudiskutieren um Aufklärung zu betreiben und mich mit andern auszutauschen um auch aufgeklärt zu werden über andere Meinungen.

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verfasst:
23.Jul 2010 - 15:49

MannBeißtHund
Smart Laut eigenem Bekunden engagiert sich Beck u.a. dafür, dass mittels einschlägiger UN-Gremien Jamaika aufgefordert wird, seine entprechenden Gesetze zu ändern.

Hälst du das ernsthaft für ein konstruktives politisches Engagement um die Stellung der jamaikanischen Schwulen bei der Regierung zu verbessern?
Ja.
Auf diplomatischem Wege sagt man der jamaikanischen Regierung: "wir finden eure Gesetze nicht gut und sind zudem der Ansicht, dass sie gegen Verträge verstoßen, die ihr als souveräner Staat selbst ratifiziert habt. Daher bitten wir euch dringend, eure Gesetze zu ändern!"
Wo ist das Problem? Wie groß die Erfolgsaussichten sind, ist ne andere Frage - aber sie sind mE sicher nicht geringer, als wenn man drauf verzichtet.

MannBeißtHundMit so einer Holzhammer-Methode bewirkt man höchstens das Gegenteil. Welcher Staat lässt sich Gesetze von außen aufzwingen?
Mir ist nicht bekannt, dass mit der Aufforderung, diese Gesetze zu ändern, die Androhung von Sanktionen verknüpft war - und zumindest auf dem UN-Weg halte ich das auch für sehr unwahrscheinlich. Insofern wird da niemand "gezwungen".

MannBeißtHundDie türkische Regierung hat mit Aussicht auf wirtschaftliche Vorteile (u.a. durch einen EU-Beitritt) die Rechte der Menschen in der Türkei zumindest teilweise gestärkt (Kurden, Frauen, Folter).
Jamaika ist ein bankrotter Staat. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass man dort etwas mit bloßen Forderungen bewirkt.
Ja. Bei der Frage "fördert 'die internationale Staatengemeinschaft' Jamaika wirtschaftlich oder nicht" scheint momentan aber der US-"War On Drugs" eine wesentlich größere Rolle zu spielen als die Schwulenrechte.
Insofern würde ich da erst mal nicht erwarten, dass bezüglich Schwulenrechte irgend etwas in Richtung "Androhen von Sanktionen" bzw "Ködern mit Förderung" läuft.

MannBeißtHundWo hast du denn dieses "Bekunden" her? Gibt es dazu etwas handfestes?
Von der besagten Diskussionveranstaltung. Er wurde gefragt "was machen sie sonst noch für die Situation der Schwulen auf Jamaika" und hat dann entsprechend geantwortet. Da ich mir die Mühe gemacht habe, dort hin zu fahren, brauche ich mir jetzt nicht die Mühe zu machen, "handfestes" zu ergooglen.



editiert von: Smart, 23.07.2010, 16:12 Uhr
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verfasst:
23.Jul 2010 - 15:50

Amper Und du meinst das sieht Volker Beck komplett anders? Also wenn ich mich so an die Beiträge in den Medien erinnere, wer die Enwicklungshilfen kürzen will, dann war das sicher nicht die Grüne Partei. Frage dazu meinerseits, wie willst du das denn von den Politikern umgesetzt sehen?

Finanzielle Unterstützung durch diejenigen politischen Organisation die an einer Stärkung der Menschenrechte interessiert sind.
Aber in der Realität gibt dafür keiner Geld aus, weil es keinen Profit bringt.

Wirtschaftliche Förderprogramme wie beim bankrotten Griehenland wären sicher hilfreich, aber die sind auch in der EU und da hängt die westeuropäische Wirtschaft mit drin. JA hat so weit ich weiß auch keine Bodenschätze wie Afghanistan die westliche Unternehmen locken würden. Wahrscheinlich bleicht nur die Tourismus-Branche. Wenn dann bestimmte Vereine die Insel als Commonwealth of Hate bezeichnen ist das absolut kontraproduktiv.



Amper
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Deine Aussagen er engagiere sich nur im Reggae für die Minderheiten, weil es so eine kleine Nischen Gruppierung ohne Lobby ist, welche sich nicht wehren kann, ist doch wohl widerlegt. Da muss man nur mal ein bisschen seine Vita und Aktivitäten verfolgen.

MannBeißtHund
Ich weiß dass er sich u.a. auch für die Legalisierung von Hanf einsetzt (siehe 1-2 Seiten vorher), wo habe ich deiner Meinung nach behauptet, dass er als Politiker nur ein einziges Thema bearbeitet?

Erstmal: Verdrehst du meine Frage um sie letztenendes nicht zu beantworten und mir das antworten schwer zu machen. Ich habe bei deinen Aussagen hier im Thread mehrfach kritisiert, das du ihm, wie in ein paar Posts zuvor, vorwirfst, sich primär auf die Reggae Szene eingeschossen zu haben, um sich zu profilieren, weil ja kaum Gegenwind vorhanden ist. Bringst Gegenbeispiele in Frageform an ihn, er solle sich doch auch für die Rechte der Minderheiten in Afghanistan einsetzen. Er würde das nicht tun, zuviel Risiko.

Ja, genau das habe ich bei Beck und dem LSVD festgestellt.

Amper
Das sind doch alles haltlose Vergleiche, die ignorieren das der Mann sich in fremden Ländern auf Demos für die Rechte von Minderheiten in andern Ländern zusammenschlagen lässt, das seine Partei sicherlich für eine gerechtere Gestaltung der Globalisierung einsetzt als Andere usw. usw. .

Nur weil die CDU/FDP/SPD noch schlimmer sind stehen die Grünen und Beck jetzt gut da?
Die Grünen haben den Afghanistan-Krieg, moderne Sklaverei durch Leiharbeit, Steuergeschenke für Konzerne, die Herabsetzung des Spizensteuersatzes und Hartz 4 in ihrer Bundesregierungszeit mir der SPD beschlossen.
Gerechtigkeit sieht definitiv anders aus.



Amper
Ich glaube und das habe ich ja schonmal gesagt: Wir kommen nicht auf einen Nenner und können auch nicht gut und konstruktiv diskutieren. Das mag vielelicht daran liegen, das ich bei der Thematik hier die Motivation habe mitzudiskutieren um Aufklärung zu betreiben und mich mit andern auszutauschen um auch aufgeklärt zu werden über andere Meinungen.
Während es dir anscheinend um eine Verteidigung deiner Lieblingsmusik geht:
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Mein persönlicher Grund ist Dancehall.

Weil die Schwulen-Aktivisten jamaikanischen Dancehall in Deutschland als ganzes bekämpfen und ihn als Hass-Musik denunzieren, will ich das als Reggae/Dancehall-Fan nicht einfach unkommentiert hinnehmen.

Das Neue in dem Interview ist (wie du auch schon festgestellt hast) die leichte Differenzierung der Musiker. Ob das was bringt wird sich noch zeigen.










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23.Jul 2010 - 16:40

@MannBeißtHund:

Dein Problem verstehe ich trotzdem nicht. Du stößt dich daran, dass jemand den politischen (und demokratisch völlig normalen) Weg des Dialogs geht, weil dir das nicht weit genug geht.
Als Alternative nennst du die komplette Umwandlung der jamaikanischen Gesellschaft, die Milliarden kosten würde, Generationen dauern und höchstwahrscheinlich - wie so viele geldwerten Hilfen - sowieso nicht fruchten würde. Gelder würden verschwinden, die Kriminellen gestärkt, Schulen nicht gebaut oder verrotten, die "geistige Weiterentwicklung" der Gesellschaft Jahrzehnte dauern. So wie man den Afghanen die Demokratie auch nicht einfach via Care-Paket schmackhaft machen kann.
Und selbst wenn diese einmalige Hilfe von außen komplett fruchten würde, würde es die wirtschaftlichen Probleme der Region nicht lösen und keine dauerhafte Wirkung haben. Zumindest da sind wir uns ja einig - ohne wirtschaftliche Entwicklung keine dauerhafte Besserung. Aber deine Vorstellung, dass da ein dicker Scheck irgendwas ändern könnte... das ist utopisch und naiv und hilft unserem Dancehall absolut nicht. Über den klugen Weg dieses Politikers kann man sich also schon freuen.

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verfasst:
23.Jul 2010 - 17:17

SimonKA @MannBeißtHund:

Dein Problem verstehe ich trotzdem nicht. Du stößt dich daran, dass jemand den politischen (und demokratisch völlig normalen) Weg des Dialogs geht, weil dir das nicht weit genug geht.
Als Alternative nennst du die komplette Umwandlung der jamaikanischen Gesellschaft, die Milliarden kosten würde, Generationen dauern und höchstwahrscheinlich - wie so viele geldwerten Hilfen - sowieso nicht fruchten würde. Gelder würden verschwinden, die Kriminellen gestärkt, Schulen nicht gebaut oder verrotten, die "geistige Weiterentwicklung" der Gesellschaft Jahrzehnte dauern. So wie man den Afghanen die Demokratie auch nicht einfach via Care-Paket schmackhaft machen kann.
Und selbst wenn diese einmalige Hilfe von außen komplett fruchten würde, würde es die wirtschaftlichen Probleme der Region nicht lösen und keine dauerhafte Wirkung haben. Zumindest da sind wir uns ja einig - ohne wirtschaftliche Entwicklung keine dauerhafte Besserung. Aber deine Vorstellung, dass da ein dicker Scheck irgendwas ändern könnte... das ist utopisch und naiv und hilft unserem Dancehall absolut nicht.


Das man über der Insel per Flugzeug einen "dicken Scheck" abwerfen soll habe ich nicht geschrieben. Deine Ausführungen sind oberflächlich und unterstellen ohne jeglicher Grundlage von Anfang an ein Scheitern der Förderung.

Wie Smart in seinem letzen Posting aber auch schon richtig geschrieben hat, gibt es außerhalb von JA so wie so keine politische Organisation die ernsthaft an der jamaikanischen Bevölkerung interessiert ist.


SimonKA Über den klugen Weg dieses Politikers kann man sich also schon freuen.

Was genau soll daran klug sein?
Ach so, du meinst für seine Publicity...







editiert von: MannBeißtHund, 23.07.2010, 17:27 Uhr

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verfasst:
23.Jul 2010 - 20:27

MannBeißtHund
Das man über der Insel per Flugzeug einen "dicken Scheck" abwerfen soll habe ich nicht geschrieben. Deine Ausführungen sind oberflächlich und unterstellen ohne jeglicher Grundlage von Anfang an ein Scheitern der Förderung.


Ich bin da grundsätzlich pessimistisch, ja. Und für das Ziel, die rechtlichen Gegebenheiten für Homos zu verändern, ist eine Förderung der Bevölkerung bezüglich Bildungs- und Aufstiegschancen natürlich zum Scheitern verurteilt. Oder dauern Jahrzehnte.
Meine Äußerungen sind auf ein Umdenken aus der Bevölkerung heraus bezogen. Sowas dauert (zu) lange.

MannBeißtHund
Was genau soll daran klug sein?
Ach so, du meinst für seine Publicity...


Ich meinte damit, dass er auch den Dialog mit einheimischen Politikern sucht. Ok, wie klug er sich dabei anstellt, kann ich nicht beurteilen. Aber als Demokrat und besonders innerhalb unseres Kontextes kann ich das als klügeren Weg bezeichnen.

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verfasst:
23.Jul 2010 - 23:05

SimonKA Ich bin da grundsätzlich pessimistisch, ja. Und für das Ziel, die rechtlichen Gegebenheiten für Homos zu verändern, ist eine Förderung der Bevölkerung bezüglich Bildungs- und Aufstiegschancen natürlich zum Scheitern verurteilt. Oder dauern Jahrzehnte.
Meine Äußerungen sind auf ein Umdenken aus der Bevölkerung heraus bezogen. Sowas dauert (zu) lange.

Wenn man sich ansieht wie und wodurch sich Westeuropa und Nordamerika vor wenigen Dekaden daraufhin verändert hat, kann ich nur davon ausgehen, dass Bildung und Perspektiven die einzigen Faktoren sind, die etwas bewirken.

Es ist kein Zufall, dass extreme Homophobie vorallem in armen und bildungsschwachen Ländern vorzufinden ist. Menschen aus der 1. Welt die sich über die Schwulenfeindlichkeit auf Jamaika und der 3. Welt aufregen, müssen auch gleichzeitig investieren bzw. Aufhören diese Länder auszubeuten. Andernfalls bleibt es eine Doppelmoral von oben herab.











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verfasst:
24.Jul 2010 - 11:56



ich frage mich schon die ganze zeit und werde mich aller vorraussicht nach auch weiterhin fragen müssen, wem mit einem auftrittsverbot geholfen wäre?? wem denn? um wen geht es denn? ja wohl nicht um die hiesige schwulenszene. denn dass die keine übergriffe von einem dancehallmob zu erwarten haben ist jawohl mehr als klar. hat es so noch nie gegeben und wird es wohl auch nicht geben.
also geht es um die schwulen in jamaica, stimmts? stimmt! muss ja stimmen. dann müsste denen ja geholfen sein, wenn sizzla und co hier nicht mehr auftreten dürfen. hab ich recht? wohl kaum. gibt es hier keine auftritte mehr homophober künstler gibt es auch keine diskussion mehr. es wird kaum mehr einer reden über die situation der schwulen auf jamaica. und schon gar nicht wird es eine öffentliche diskussion geben. die schwulen hätten auf nationaler ebene alles bereinigt, ihr ego zurechtgerückt und könnten sich selbstgerecht zurücklehnen. schulterschluss mit den schwestern und brüdern auf jamaica? fehlanzeige. für die interessieren sich wenn überhaupt nur noch ein paar wenige die dann " oh, mein gott" kommentare unter queer.de beiträgen schreiben. kann man ja oft sehen bei berichten über die situation der homos in afrika.
naja, hauptsache denen gehts gut und nichts trübt den schönen homosexuellen alltag hierzulande. hab ich recht? ja hab ich!

und zum interview sind ja schon einige beispiele über die haltlosigkeit der argumentationen gebracht worden. das hier möchte ich aber auch nochmal loswerden:

Malte: Was muss sich Ihrer Meinung nach langfristig an der Situation auf Jamaica verbessern und wie weit reicht da der Arm der europäischen und amerikanischen LGBT-Verbände und sonstigen Menschenrechtsorganisationen? Gibt es auf dieser Ebene Verbindungen und aktives Engagement vor Ort, beispielsweise in Kooperation mit JFLAG?

Volker Beck: Es ist leider so, dass viele der Aktivistinnen und Aktivisten mittlerweile Asyl in den Vereinigten Staaten oder Kanada gesucht haben, weil sie in ihrer Heimat nicht sicher sind. Etliche der Menschenrechtler sind in der Vergangenheit selbst Opfer von homophober Gewalt geworden. Es ist aber ermutigend, dass in diesem Jahr zum ersten Mal ein "Walk for Tolerance" stattfinden konnte, den verschiedene AIDS-Hilfe-Gruppen gemeinsam mit JFLAG organisiert haben. Es tut sich was in Jamaica – das macht Mut.

auf die frage ob es eine kooperation zwischen lsvd bzw. europäischer und amerikanischer homoverbände und j-flag gibt, wird gar nicht eingegangen. in heuchlerischer politikermanier wird diese frage auch noch umschifft. das ist doch alles nur scheinheiliges getue. denen geht es nur um die durchsetzunh ihres willens und wenn sie den haben dann wird es sehr schnell sehr still werden um die wirklichen opfer. und das sind nicht die homos hier . auch wenn die immer so schön tun. im grunde wollen die doch nur beweisen, dass sie die größeren penisse haben und nichts weiter. das ist armseelig und hilft in jamaica niemandem.

p.s.

diesen beitrag habe ich auch so schon bei queer.de hinterlassen. nicht das mir hier jemand copyright verletzungen vorwerfen will ;)



editiert von: scifo, 24.07.2010, 12:02 Uhr
scifo
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verfasst:
24.Jul 2010 - 12:27

champanda
MannBeißtHund
Von den schwulenfeindlichen Musikern mit denen er früher zusammen Songs für seine Alben aufnahm, hat er sich vor kurzem distanziert:
http://www.laut.de/Gentleman
(siehe jüngstes Interview)


ich halte es in keinem fall für einen imageverlust oder gar eine öffentliche niederlage, wenn man den mut besitzt, eine ehemalige position zu korrigieren und fehler einzugestehen, ganz im gegenteil: das hat selbstreinigende wirkung und macht frei!




schon komisch aber, dass er beim letzten konzi im uclub als überaschungsgast neben sizzla uaf der bühne auftrat. jetzt kann er ihm plötzlich nicht mehr den rücken decken? ist er feige und scheinheilig und knickt aufgrund des drucks ein und hat angst um sein image und die verkaufszahlen? oder was soll dieser plötzliche sinneswandel sein? sein letztes interview wo er noch ganz andere töne spuckte ist doch auch noch gar nicht so lange her.
murdarrar
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verfasst:
25.Jul 2010 - 21:32

mich wundert es echt manchmal, wie sehr die homophoben texte verteidigt werden.
ich denke einfach das unsere szene eine zeitlang zu blauäugig war und das ganze homophobiegehabe unbewusst mitgetragen hat. die direkten angriffe eines gewissen politikers und eines gewissen verbandes haben uns in die ecke gedrängt. jetzt wird versucht etwas zu rechtfertigen wofür es keine rechtfertigung gibt.

ehrlich gesagt dachte ich immer das es uns auch um persönliche freihet, um selbstbestimmung und ein würdiges leben für alle menschen dieser welt in frieden miteinander geht. das wir deswegen musik machen, um auf missstände hinzuweisen und die leute aufzurütteln. und um spass zu haben.

mordaufrufe sind da in jeden fall kontraproduktiv und machen keinen spass.
aber dass das die szene bisher nicht gerafft hat und es keine solidaritätsbekundungen aus der szene zum lsvd gibt, finde ich sehr sehr traurig.
ich dachte einmal wir wären weiter.

wenn ich höre das man diese tracks spielt, weil sie am meisten nach vorne gehen, könnte ich kotzen. das ist babylon leute, gewinnmaximierung um jedem preis. ausserdem gibts bestimmt nen nicht homophoben text auf den selben riddim. vllt nicht so geil, aber dann machts halt selber besser.

soll es ok sein, zum mord aufzurufen, nur weil man jemanden oder seine handlungen ekelhaft findet?
das sind aussagen eines gewissen adolf h., aber bitte nicht unserer szene.
oder sind wir jetzt nazis geworden?

öffnet euern geist, erweitert euren horizont, vergebt und sucht den dialog.
denn eigentlich kann reggae/dancehall und Homosexualität auch verdammt gut zusammenpassen. wenn schon nicht auf jamaika, dann wenigstens hier. das könnte auch einen vorreitereffekt haben.

und die leute die jetzt immer noch gegen gleichgeschlechtliche liebe sind: ihr seid von gestern! es ist doch scheissegal! die tun keinem was. wers nicht mag soll wegschauen. da sind wir doch sonst so gut drin.

ich wünsche mir regenbogenfahnen auf deutschen reggae festivals. gegen homophobie und für die menschlichkeit. nur wenn wir einlenken, und anfangen den lsvd den wind aus den segeln zu nehmen, wenn wir selber aktiv werden und gegen homophobie kämpfen werden die angriffe auf die deutsche dancehall szene aufhören.

denn diese sind berechtigt, wenn auch stümperhaft und auf dem falschen weg ausgetragen.

Die künstler müssen sehen, das wir hier kein verständniss für solche äusserungen haben, selbst als fan.

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verfasst:
27.Jul 2010 - 18:38

ich bin ja eher der meinung, dass volker beck kein unschuldslamm ist.

Es folgt ein zitat aus einem buch an dem volker beck mitgewirkt hat:

Allein eine Mobilisierung der Schwulenbewegung für die rechtlich gesehen im Gegensatz zur Pädosexualität völlig unproblematische Gleichstellung von Homo- und Heterosexualität durch die Streichung des §175 StGB und für die Rechter der Homosexuellen wird das Zementieren eines sexualrepressiven Klimas verhindern können - eine Voraussetzung, um eines Tages den Kampf für die zumindest teilweise Entkriminalisierung der Pädosexualität aufnehmen zu können.

aus:

Der pädosexuelle Komplex, Angelo Leopardi, ISBN 3-922257-66-6, Auflage 1988
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verfasst:
28.Jul 2010 - 09:19

scifoich bin ja eher der meinung, dass volker beck kein unschuldslamm ist.
[...]


und was bitte genau möchtest du uns damit sagen, bzw. herrn beck unterstellen?

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verfasst:
28.Jul 2010 - 10:42

unterstellen?? ich unterstelle niemandem etwas. es ist keine unterstellung, dass sich "herr" beck ende der 80ger für die entkriminalisierung pädophiler einsetzt. nur aufgrund der tatsache, dass die grünen druck auf ihn ausgeübt haben, ist er dieser einstellung ofiziell nicht mehr nachgegangen.
einem menschen, der sich dafür eingesetzt hat (und das ist fakt) das es okay ist, dass kinder mit erwachsenen sex haben ist jawohl alles andere als ein unschuldslamm. schlimmer noch, dass er soclhe menschen enkriminalisieren möchte. ich kann sehr gut auf so einen politiker verzichten und im nachhinein she ich das so, dass er die tracht prügel in moskau mehr als verdient hat.
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verfasst:
28.Jul 2010 - 13:15

Dazu ein Auszug aus dem Plenarprotokoll des Deutschen Bundestages vom 25.03.2010:

Zitat
[...]
Erika Steinbach (CDU/CSU): Es waren Grüne in der Bundesarbeitsgemeinschaft „Schwule und Päderasten“ – so hieß diese Bundesarbeitsgemeinschaft –, die 1985 den Schutz Minderjähriger, den Schutz von Kindern, vor sexuellem Missbrauch insgesamt aufheben wollten.

(Heike Hänsel [DIE LINKE]: Genau dasselbe
haben Sie doch schon mal erzählt!)

- Es ist eine Menschenrechtsfrage. – Es waren Sie, Herr
Kollege Beck, der 1988 eine Entkriminalisierung der Pädosexualität als nächsten Schritt nach der Mobilisierung der Schwulenbewegung einforderte.

(Memet Kilic [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]:
Das haben Sie doch schon einmal gebracht und eine Antwort bekommen!)

Vizepräsidentin Gerda Hasselfeldt:
Frau Kollegin, gestatten Sie eine Zwischenfrage des Kollegen Beck?

Erika Steinbach (CDU/CSU):
Ich will den Gedanken nur zu Ende führen; dann kann er gerne eine Frage stellen.

(Ute Koczy [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]:
Das ist eine furchtbare Unterstellung, Frau
Steinbach!)

Ihre strategischen Überlegungen, Herr Beck, sind nachlesbar als Beitrag in dem Buch „Der pädosexuelle Komplex“, das übrigens bis zur Stunde in der Bundestagsbibliothek vorhanden und ausleihbar ist. Es ist gut, Herr Beck, dass Sie sich inzwischen davon distanziert haben. Vielleicht erübrigt sich damit Ihre Frage.

Volker Beck (Köln) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Ich mache mir große Sorgen um Ihr Erinnerungsvermögen,

(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie des Abg. Jörn Wunderlich [DIE LINKE])

da Sie die gleiche Schote schon in der letzten Menschenrechtsdebatte gebracht haben. Da habe ich Ihnen erklärt, dass das damals ein verfälschter, nichtautorisierter Artikel von einem unter Pseudonym veröffentlichten Herausgeber war. Angelika Graf hat unseren Schlagabtausch damals korrekt bewertet. Hätten Sie Anstand, würden Sie sich für Ihre Äußerung entschuldigen.

(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN,
bei der SPD und der LINKEN)

Wären Sie bereit, zur Kenntnis zu nehmen, dass weder ein Verband der Bundespartei der Grünen noch die Bundespartei der Grünen sich jemals die Forderung, die Sie gerade zitiert haben, zu eigen gemacht hat? Wären Sie auch bereit, zur Kenntnis zu nehmen, dass auf meinen Antrag hin der Bundeshauptausschuss, meiner Erinnerung nach im Jahre 1986, die Nichtanerkennung dieser Bundesarbeitsgemeinschaft beschlossen hat und daraufhin eine neue Arbeitsgemeinschaft gegründet wurde? Wenn Sie aus Ihren Political-incorrect-Seiten hier solche Falschbehauptungen zusammenkramen, finde ich das wirklich unanständig, und wenn Sie es zum zweiten Mal tun, dann zeigt das, dass Sie nicht bereit sind, dazuzulernen. Das ist nicht mehr Kollegialität unter Demokraten, und das ist Ihrer nicht würdig, Frau Kollegin.

(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
und bei der SPD sowie bei Abgeordneten der
LINKEN)
[...]


Nachzulesen hier
Auf Youtube kann man's auch sehen

Schlimm genug, dass ich hier Erika Steinbach lesen und zitieren muss. Schlimmer noch, dass ich mir hier Posts von jemandem durchlesen muss, der sich in einer parallel laufenden Diskussion bei queer.de schon längst selbst disqualifiziert hat und es trotzdem scheinbar immer noch nötig hat, andere mit schlecht recherchierter Scheiße zu bewerfen. Dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, in dem Du postet, dass
scifoer die tracht prügel in moskau mehr als verdient hat
, rechtfertigt eigentlich schon eine Sperrung, aber wir sind ja schließlich für Meinungsfreiheit und gegen Zensur, dass heißt, auch Du darfst hier Deine Verbalfürze ablassen und wir müssen's lesen.

Ganz kurz: Richtig ist wohl, dass die grüne Reformpädagogik der 80er Jahre einige Leichen im Keller hat - Stichwort "Cohn-Bendit", "Odenwaldschule" etc.pp. - das sind Dinge, die nicht erst seit gestern kritisiert werden und unter anderem auch gerne für die Relativierung/Abschwächung der katholischen Missbrauchsfälle instrumentalisiert werden - Stichwort "Mixa" & "die 68er sind schuld".

Ein alter, rechts-populistischer Trick der ewig-gestrigen Schwulengegner ist zudem der Vergleich (bis hin zur Gleichsetzung!) bzw. die "in einem Satz-Nennung" vom Homosexualität und Pädophilie. Kennen wir ja auch schon zur Genüge von der Insel. Langweilig, der Nächste bitte!

Das Interview war ein - für die Reggaeszene und ihr Image - gut gemeinter Versuch (ob er mir geglückt ist, sei dahin gestellt), ein Klima der Verständigung herzustellen. Wenn Du und andere zu ignorant sind, das offensichtliche Entgegenkommen Becks in den Antworten anzuerkennen, dann tut´s mir leid für Euch, dann schmeißt halt weiter mit Scheiße um Euch, dreht Euch im Kreis, sucht nach abwegigen Vergleichen, die Eurer Meinung nach diesen und jenen Politiker und/oder Aktivisten unglaubwürdig machen und nicht zuletzt: schaufelt selber weiter fleißig an dem Grab für Dancehall, ohne es zu merken!

Hinterher könnt Ihr dann selbstmitleidig jammern, dass die bösen Schwulen Euch "Eure Musik" verboten haben, eine Musik, die für die meisten - jetzt ach so Lauten und Empörten - häufig nur ein vergleichsweise kurzer Lebensabschnittspartner sein wird oder war. Nach Euch die Sintflut, Hauptsache schön mitgeblökt und in irgendwelchen Threads anonymisierten Rotz abgesondert. Verteidigt ruhig weiter die lächerlichen paar Prozentchen von extrem homophoben Tunes, ohne die für Euch ja Dancehall offensichtlich keinen Spaß machen kann. Rechtfertigt ruhig weiter Eure eigene offenkundig zur Schau getragene Homophobie mit Worthülsen wie "Meinungsfreiheit!" oder "Zensur!" Und zuguterletzt nochmal schnell nen YouTube-Link zu Capleton's "Small World" posten, um endgültig allen zu beweisen, wie absurd und widersprüchlich man tickt, weil man die erste Zeile im Intro offensichtlich nur auf einen Teil der Menschheit bezieht, nicht auf alle - oder, viel wahrscheinlicher, sie gar nicht wahrgenommen hat. Ja, wir leben echt in einer "kleinen Welt" mit ganz, ganz vielen Kleingeistern!

Mir ist das echt zu dumm, langweilig und kontraproduktiv. Führt zu rein gar nichts, musste ich mir schon jahrelang reinziehen, anhören, durchlesen. Keinen Bock mehr drauf!

Und ja: Das war ein derbst polemisches, emotionales, aggressives und meinetwegen auch arrogantes Statement aus Affekt!
Aber: Ich gönn's mir heute mal, weil ich echt 'nen Hals habe.

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scifo
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verfasst:
28.Jul 2010 - 14:03

wenn du einen, meiner meinung nach, pädophilen menschen verteidigst, ist das dein bier. die angeführten argumente, dass das alles falsch sei, halte ich für äußerst fragwürdig, denn besagtes buch ist immer noch frei im handel erhältlich. also alles rechtens.
ich für meinen teil finde das äußerst fragwürdig.
warum setzt beck sich für schwule ein? weil er schwul ist!
warum setzt beck sich für pädophile ein? weil er.., na?

so und nun zu deinen recht persönlichen äußerungen. ich will mich kurz fassen, weil ich im gegensatz zu dir heute sehr gut drauf bin, weil ich ab heute urlaub habe.
so, reggae ist für mich kein begleiter eines kurzen lebensabschnittes. ich höre reggae schon länger, als das ich weiß was schwulsein bedeutet. da du die leidige diskussion bei queer.de mitverfolgt hast, weiß du das ja schon.
ich verteidige in keinster weise homophobie und ihre texte. ich weiß überhaupt nicht, wieso dass einem immer so agressiv unterstellt wird, wenn man kritik an der vorgehensweise der verbände äußert aber ich hab keine lust mich ewig zu wiederholen da immer nur das verstanden wird, was man verstehen will.
naja, und ob es so toll ist, gerade volker beck so in den himmel zu loben sei wirklich mal dahin gestellt. auf gar keinen fall möchte ich pädophilie und homosexualität in einen topf werfen. lediglich sage ich, dass es den anschein hat, dass dies bei beck leider doch der fall ist. was er sich für ausflüchte aufgrund seiner karrieregeilheit ausgedacht hat und ob man die glauben muss oder will, sei jedem freigestellt.
und zu guter letzt möchte ich dich fragen, da du ja mod bist, willst du mich wirklich sperren, weil ich mich darüber freue, dass ein vermeintlicher pädo prügel kassiert hat? denk mal drüber nach...
Thompson
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verfasst:
28.Jul 2010 - 14:51

Zitatwarum setzt beck sich für schwule ein? weil er schwul ist!
warum setzt beck sich für pädophile ein? weil er.., na?


Alter, wie arm ist denn diese Schlussfolgerung?

Ich setze mich auch für die Rechte homosexueller ein -> Bin nicht schwul.
Ich setze mich auch für die Rechte Schwarzer ein -> Bin nicht schwarz
usw.usf.

Sonst noch irgendein Brett vor dem Kopp?

Wenn du Personen Dinge vorwirfst die in einem Buch vorkommen an denen sie vor 22 jahren mitgearbeitet haben ist es für dich wohl auch klar das T.O.K. ihr ganzes Leben lang auf einen Song reduziert werden welchen sie vor Ewigkeiten performt haben? Oder das Buju immer noch auf einen Song reduziert wird den er im Alter von 18 Jahren geschrieben hat?

Die Meinungen zu Volker Beck, bzw. zu seinen Handlungen, sind hier durchaus kontrovers diskutiert worden und Panda verteidigt sicher nicht alles was Volker Beck gesagt oder getan hat.
Wie du in Pandas Zitat oben sehen kannst haben sich die Grünen und Volker beck bereits vor 20 Jahren von den Ergebnissen der Arbeitsgruppe, aus welcher das Buch hervor ging, distanziert.

Ach so und: Ja panda ist Mod (ich übrigens auch), und wenn du meinst dich darüber freuen zu müssen das jemand in Russland (von Rechtsextremen, denk mal drüber nach) verprügelt wird, schrammst du damit tatsächlich knapp an einer Sperrung vorbei.
Amper
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verfasst:
28.Jul 2010 - 14:58

scifowenn du einen, meiner meinung nach, pädophilen menschen verteidigst, ist das dein bier. die angeführten argumente, dass das alles falsch sei, halte ich für äußerst fragwürdig, denn besagtes buch ist immer noch frei im handel erhältlich. also alles rechtens.
ich für meinen teil finde das äußerst fragwürdig.
warum setzt beck sich für schwule ein? weil er schwul ist!
warum setzt beck sich für pädophile ein? weil er.., na?


Schwarz weiß Welt ich komme. Also dieses "warum, weil" Spiel ist ja wohl nur peinlich. Ich bin nen großer Kritiker, aber wer mir so versucht seine Meinung zu verkaufen, obwohl doch gerade aufgezeigt wurde, das du dich auf einen längst diskutierten Sachverhalt beziehst, der führt wohl eher einen Kreuzzug.

Die von dir geäußerte Aussage, das du das Vorgehen der Verbände kritisieren willst, konnte ich hier nicht erkennen. Außer das man das fragliche schlechte Image eines Menschen nimmt, um es dann auf eine Bewegung zu projezieren. Falls das der Ansatz war, brauchst es gar nicht erst ausführen. So einfach ist die Welt nicht gestrickt.

edith sagt man wiederholt sich...

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scifo
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verfasst:
28.Jul 2010 - 15:11

ja du hast recht. meine schlussfolgerung ist nicht wirklich stichhaltig. gebe ich zu.

trotzdem; selbst wenn sich volker beck vor 30 jahren von diesen aussagen distanziert hat, ändert das nichts an meiner meinung. wie gesagt, meiner erachtens nach, hat er seine einstellung nur aus karrierekalkül geändert. wieviele menschen haben sich von den naziverbrechen distanziert. sollte man solche aussagen etwa für voll nehmen?
ich habe mir leider nicht die mühe gamcht, den ganzen thread durchzulesen, daher wusste ich nicht, dass diese problematik hier schon disskutiert worden ist. trotzdem hätte ich meinen senf dazu gegeben. ich habe erst gestern gehört, dass sich beck aktiv für pädosexuelle eingesetzt hat. daher empfand ich die aussage äußerst zynisch, dass sizzla kein unschuldslamm sei (was er mit sicherheit ja auch wirklich nicht ist).

und noch ein mal. wenn die aussagen tatsächlich nicht von beck getätigt worden wären, hätte er schon längst mit erfolg gegen die veröffentlichung bzw. die verbreitung dieses buches geklagt. das er das nicht getan hat, spricht meines erachtens nach eindeutig dafür, dass er sich bewusst ist, dass eine klage keine aussicht auf erfolg hätte.

ich möchte auf gar keinen fall eine lanze für homophobie brechen. ich weise nur darauf hin, dass ein vermeintlich pädophiler als galionsfigur im kampf gegen homofeindlichkeit in bezug auf glaubwürdigkeit, eher schädlich als von nutzen ist.

wie gesagt. ich selber weiß erst seit gestern davon, daher bitte ich meine noch frische empörung zu entschuldigen.
scifo
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verfasst:
28.Jul 2010 - 15:15

Amper
scifowenn du einen, meiner meinung nach, pädophilen menschen verteidigst, ist das dein bier. die angeführten argumente, dass das alles falsch sei, halte ich für äußerst fragwürdig, denn besagtes buch ist immer noch frei im handel erhältlich. also alles rechtens.
ich für meinen teil finde das äußerst fragwürdig.
warum setzt beck sich für schwule ein? weil er schwul ist!
warum setzt beck sich für pädophile ein? weil er.., na?


Schwarz weiß Welt ich komme. Also dieses "warum, weil" Spiel ist ja wohl nur peinlich. Ich bin nen großer Kritiker, aber wer mir so versucht seine Meinung zu verkaufen, obwohl doch gerade aufgezeigt wurde, das du dich auf einen längst diskutierten Sachverhalt beziehst, der führt wohl eher einen Kreuzzug.

Die von dir geäußerte Aussage, das du das Vorgehen der Verbände kritisieren willst, konnte ich hier nicht erkennen. Außer das man das fragliche schlechte Image eines Menschen nimmt, um es dann auf eine Bewegung zu projezieren. Falls das der Ansatz war, brauchst es gar nicht erst ausführen. So einfach ist die Welt nicht gestrickt.

edith sagt man wiederholt sich...



für das "warum weil" spiel habe ich mich quasi schon entschuldigt während du diesen kommentar geschrieben hast.

die diskussion des falschen vorgehens der verbände habe ich auf queer.de geführt und wollte dass hier nicht wiederholen.

dass das thema beck hier schon disskutiert worden ist, weiß ich nun auch und will es nicht wieder aufwärmen (obwohl ich denke, dass sowas immer aktuell ist).
es war mir halt nur ein bedürfniss, dass mal los zu werden.
Amper
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verfasst:
28.Jul 2010 - 16:32

Easy, jedem seine Meinung und affektive Empörung. Ich hab mich auch echt an dem zitieren Argumentationsmuster gestört gefühlt. Geklärt.

Denke die Debatte um Beck ist mehr oder minder gegessen. Klar kann man darauf hinweisen, aber es ist doch in meinen Augen ein überholtes Argument, das gerade bei inhatlichen Debatten zu personalisiert ist und den entwickelten Diskurs eher schädigt.

Ich finde halt das man in dem Interview aufjedenfall gesehen hat, das er nicht die Musikrichtung an sich denunzieren will(ein Punkt der mich medial auch sehr gestört hat), was man ihm hier ja aber immernoch vorwirft auch nach dem Interview. Das stört mich und liegt meines Erachtens daran, das einige grundlegende Vorbehalte gegen Ihn, die Grünen, die LGBT Lobby oder sonstwas haben. (Ein Punkt der bei einigen zutrifft, genau wie bei mir vielleicht die etwas zu positive Auslegung aufgrund meiner ideologischen Nähe zu den Werten der Partei). Da wird zuviel vermischt und verzogen.
@scifo: Wenn du glaubst das Beck pädophile Neigungen hat, dann nimmst du ihn in logischer Konqequenz inhatlich auch nicht für voll. Ist der Mann dann noch Politiker, hat er ja bei vielen sowieso schonmal verschießen, da ja nur Lügen aus seinem Mund kommen.

Damit Beck einfach mehr Hintergrundwissen bekommt muss man aber auch mit ihm kommunizieren. Auf Podiumsdiskussionen, per Interviews oder almodisch indem man einen Brief schreibt. Und das sehe ich nun nach ein paar Jahren des Verfolgens des Diskurses, das der Austausch langsam fruchtet.

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verfasst:
28.Jul 2010 - 19:01

Ich finde hier wird nicht mehr über das eigentliche Thema diskutiert.
Was hat die Vergangenheit von Beck damit zu tun? Egal wie unglaubwürdig der Typ ist, spielt das einfach keine entscheidende Rolle bei dem Umgang mit jamaikanischen Dancehall/Reggae in Deutschland.



scifo...
ich höre reggae schon länger, als das ich weiß was schwulsein bedeutet. da du die leidige diskussion bei queer.de mitverfolgt hast, weiß du das ja schon.
...

Bist du überhaupt selbst "queer"? Und falls nicht: warum postet du dann eigentlich dort?


Als ich auf deren Internetseite die Wörter "Hasssänger" und "Hassmusik" in den Schlagzeilen gelesen habe, wusste ich was man von der Seite zu halten hat.


Amper Ich finde halt das man in dem Interview aufjedenfall gesehen hat, das er nicht die Musikrichtung an sich denunzieren will(ein Punkt der mich medial auch sehr gestört hat), was man ihm hier ja aber immernoch vorwirft auch nach dem Interview. Das stört mich und liegt meines Erachtens daran, das einige grundlegende Vorbehalte gegen Ihn, die Grünen, die LGBT Lobby oder sonstwas haben.

Die Grünen haben mit ihrer Politik die Ungerechtigkeit (u.a. Kinderarmut, Lohndumping) in D gefördert und sind damit Gift für die Gesellschaft, aber deine Feststellung bezüglich des Interviews ist richtig.



champanda Hinterher könnt Ihr dann selbstmitleidig jammern, dass die bösen Schwulen Euch "Eure Musik" verboten haben...

So weit wird es nie kommen. Auch wenn der Wunsch vielleicht in so manchem radikalen homosexuellen Politiker oder latent rassistischen CDU-Politiker schlummert, gibt es dafür einfach keine Rechtsgrundlage.

Mit Songtexten die dem Grundgesetz widersprechen wird verfahren wie auch mit Musik aus anderen Genres verfahren wird.

http://www.laut...x/22-07-2010







editiert von: MannBeißtHund, 28.07.2010, 20:01 Uhr

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verfasst:
30.Jul 2010 - 11:24

Achtung, wichtiges Update!

Homöophobie erreicht neue Ausmaße - rund 25.000 Globulisierungsgegner demonstrieren gegen den D-20-Gipfel.




Tschuldigung, wollte mal ein witziger Panda sein. icon_biggrin

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verfasst:
30.Jul 2010 - 12:39

dass die debatte um beck gegessen ist, sehe ich möglicherweise ein wenig anders. wie gesagt, dieses thema ist nie gegessen. wenn nicht hier, dann werde ich diese diskussion im bekanntenkreis führen. hier seit ihr ja übersättigt mit dem mutmaßlich "pädophilen beck"

in dem interview gibt er sich gönnerhaft und ich kann da gar keinen dialog sehen, das einzige was ich sehe, ist die forderung an die reggaeszene, aufzuräumen. vielleicht klingt das in euren augen nach dialog, weil hier in anbidernder manier, beck nach dem mund geredet wird und da kommt es mir gleich doppelt hoch, da ich jetzt weiß was beck für ein mensch ist.
leider nehme ich beck trotz seiner, von mir angenommenen, pädophilen neigungen ernst. sehr ernst so gar. wie er es damals ja schon beschrieb, ist das erreichen der homorechte lediglich ein erster schriit um pädopilie zu entkriminalisieren und dafür setzt er nun ein weiteres profilierungsinstrument ein; reggae und dancehall.

die homos sollten sich ganz schnell von beck distanzieren. denn welcher mensch der was auf sich hält, will mit einem, möglicherweise, pädo in einen dialog treten.

ich denke auch nicht, dass die diskussion aus dem ufer rinnt, wenn man über beck spricht. immerhin führt er zum großen teil die hetzkampagne gegen reggaeund dancehall am. ich finde es durchaus legitim, diese person zu diskutieren.
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verfasst:
30.Jul 2010 - 12:58

scifodann werde ich diese diskussion im bekanntenkreis führen.


oh ja, mach das bitte!
vielleicht findest du da ja ein paar gleichgesinnte (edith meint: ähm, verwirrte triffts besser), die du von deinen theorien und mutmaßungen überzeugen kannst. hier wird das glaube ich nichts mehr.

edith fragt sich auch gerade noch, woher diese unerträglichen schmerzen in ihrem hirn kommen... aber sie weiß es jetzt:

scifoist das erreichen der homorechte lediglich ein erster schriit um pädopilie zu entkriminalisieren und dafür setzt er nun ein weiteres profilierungsinstrument ein; reggae und dancehall.


daher!

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"Reggaeapologeten - diese deutsche Dancehallrichtung ist so garnicht meins. Ich denke, dass zunehmendes Alter und Reife bei vielen ohnehin eine Entkoppelung von subkulturellen Dogmen bedeuten." + follow me: http://twitter.com/champanda
scifo
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verfasst:
30.Jul 2010 - 13:17

lieber champ,

leider kann ich deinen worten nicht mehr folgen. möglicherweise liegtb es an den unerträglichen schmerzen in meinem gehirn. vielleicht hast du ja die güte und erklärst dich mir :)
bist du mit beck eigentlich befreundet oder warum gtrittst du so vehement für ihn ein? sicher, dein engagement für die queere gesellschaft ehrt dich aber weigerst du dich aufgrund dessen tatsächlich auch nur eine sekunde in betracht zu7 ziehen, dass dein freund beck, dich täuscht? oder schlimmer noch, ist es dir womöglich egal, das er evtl ein pädarast ist?
sollte es dir möglich sein, glaubwürdig zu belegen, dass dies tatsächlich einer nun über 20 jahre alten hetzkampagne gegen beck entspringt, hätte ich keinerlei probleme damit dies anzuerkennen aber solange muss ich mich doch massiv wundern, dass hier für diese person mit möglicherweise abartigen vorlieben so eine lanze gebrochen wird.

ich bitte dich, so schwer es dir auch fallen wird, deine antwort, wenn du denn antwortest, nicht persönlich gegen mich zu richten. ich trete dir ja auch nicht persönlich zu nahe. außerdem, aber als modeberator weißt du das ja, verstößt deina angehen gegen mich, die foren nettiquette :)
MannBeißtHund
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verfasst:
30.Jul 2010 - 13:26

scifo
in dem interview gibt er sich gönnerhaft und ich kann da gar keinen dialog sehen, das einzige was ich sehe, ist die forderung an die reggaeszene, aufzuräumen. vielleicht klingt das in euren augen nach dialog, weil hier in anbidernder manier, beck nach dem mund geredet wird

Bist du sicher das du alle Postings hier gelesen und/oder verstanden hast?

Und du hast mir noch nicht meine Frage bezüglich deiner Aktivität bei "queer.de" beantwortet.



editiert von: MannBeißtHund, 30.07.2010, 13:36 Uhr

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scifo
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Beiträge: 10

verfasst:
30.Jul 2010 - 13:42

ja, ich habe die postings ( vor allem deine ) gelesen und verstanden. und von dialog kann ich nichts erkennen, außer die forderung bzw. beck spricht hier von "wunsch" sich von hasssängern zu distanzieren. das ist viel zu pauschal. man kann sich von den texten distanzieren aber gleich von dem ganzen menschen? wie mir jemnad hier von eurer community schon an den kopf geworfen hat, man könne buju banton heute nicht noch für einen 20 jahre alten song verurteilen. desweiteren vermisse ich, dass er den buttersäure anschlag auf den uclub nicht scharf verurteilt. mit einer "ein-satz-plattitüde" das gewalt keine lösung ist, ist es nicht getan. zumal er an dieser stelle auch einsehen und bekennen sollte, dass die gewalt von der homo-linken aktivisten gruppe gekommen ist. sowas wird aber nicht erwähnt, weil beschädigt ja die zur zeit geltende sicht der sache.
außerdem geht er nicht auf die frage der zusammenarbeit der tatsächlich betroffenen verbände ein. ich mag mich täuschen aber ich glaube gelesen zu haben, dass j-flag keineswegs mit den forderungen des lsvd conform geht.

nun zu der frage die dich wohl am brennendsten interessiert. nein, ich bin nicht queer. aber bei queer.de ist immer am ehesten über solche themen zu lesen und da ich ein impulsiver mensch bin, muss ich halt direkt meinen senf dazu abgeben und das passiert, anscheinend sehr zum leidwesen der dortigen user, dort ggg.
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verfasst:
30.Jul 2010 - 14:07

scifo ja, ich habe die postings ( vor allem deine ) gelesen und verstanden. und von dialog kann ich nichts erkennen, außer die forderung bzw. beck spricht hier von "wunsch" sich von hasssängern zu distanzieren. das ist viel zu pauschal. man kann sich von den texten distanzieren aber gleich von dem ganzen menschen? wie mir jemnad hier von eurer community schon an den kopf geworfen hat, man könne buju banton heute nicht noch für einen 20 jahre alten song verurteilen. desweiteren vermisse ich, dass er den buttersäure anschlag auf den uclub nicht scharf verurteilt. mit einer "ein-satz-plattitüde" das gewalt keine lösung ist, ist es nicht getan. zumal er an dieser stelle auch einsehen und bekennen sollte, dass die gewalt von der homo-linken aktivisten gruppe gekommen ist. sowas wird aber nicht erwähnt, weil beschädigt ja die zur zeit geltende sicht der sache.

Hätte er diese Aktion und die Verantwortlichen hart kritisiert wäre dass wohl wirklich eher als ein Entgegenkommen zu deuten.

Mark Myrie hat zur Zeit andere Probleme als diese verdammten Heuchler, aber dass vor seiner Festnahme immer noch vor seinen Konzerten gegen ihn protestiert und gehetzt wurde zeigt wie aggressiv und irrational das Vorgehen der Schwulenverbände ist.

http://1.bp.blo...cel+buju.jpg


scifo
nun zu der frage die dich wohl am brennendsten interessiert. nein, ich bin nicht queer. aber bei queer.de ist immer am ehesten über solche themen zu lesen und da ich ein impulsiver mensch bin, muss ich halt direkt meinen senf dazu abgeben und das passiert, anscheinend sehr zum leidwesen der dortigen user, dort ggg.

Das ist aber eine Seite von und für Homos und da muss man sich auch nicht wundern, wenn es da nur so von radikalen Schwulen mit einbetonierten Feindbildern wimmelt.


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verfasst:
30.Jul 2010 - 14:15

scifo[...]weil ich ab heute urlaub habe[...]


Seit eben gerade hast Du auch hier Urlaub.

Gründe: Man muss kein Freund von Volker Beck sein und konstruktive Kritik an seiner Vorgehensweise, Einstellung und Person sind hier weiterhin gerne gesehen.

Wer aber nach einem verlinkten Dokument aus dem Bundestag, in dem Volker Beck deutlichst auf die Umstände (nicht autorisierter, verfälschter Artikel) im besagten Buch hinweist und nach drei deutlichen Hinweisen von den Moderatoren von Reggae-Town (Thompson, Amper, Champanda), immer noch die Dreistigkeit besitzt, einen der derzeit wichtigsten Ansprech- und Verhandlungspartner im Konflikt als Pädophilen zu bezeichnen - der hat seine Chance auf ein produktives Mitwirken in diesem Forum bis auf Weiteres verspielt.

Hiermit bist Du vorläufig gesperrt.

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MannBeißtHund
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Reggae Addict
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Beiträge: 235

verfasst:
30.Jul 2010 - 14:48

Ich finde es auch falsch und unredlich hier irgenwen als pädophil zu bezeichnen oder das zumindest zu unterstellen, da es in erster Linie nichts zum Thema beiträgt.

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